Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Spannungsfestigkeit Widerstand bei kurzzeitig hohen Pulsen


von Mic U. (micyourcontroller)


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Hallo zusammen,

leider konnte ich in Datenblättern keine entsprechende Aussage finden.
Mir geht es um die kurzzeitige Belastung eines sehr niederohmigen 
Widerstands (im Bereich 2-10 Ohm) durch einen einmaligen (!) hohen 
Spannungspuls im Bereich 100-200 V.
Nach P = U^2 /R komme ich ja auf Werte im KV Bereich, allerdings geht es 
mir nur um eine Belastungsdauer von circa 300ms - dh, ich kann diese 
Formel ja nur beschränkt sinnvoll nutzen. Wie wäre ein praktischer 
Ansatz?

Vielen Dank!
VG

von Pandur S. (jetztnicht)


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Wie hoch ist die Spitzenleistung des Pulses, wie hoch ist die mittlere 
Leistung des Pulses? Welcher art ist der Wwiderstand ? Folien, Draht, 
Dickfilm.

von Mic U. (micyourcontroller)


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Pulsspitzenleistung:

P= U^2/R (bei 2Ohm) --> 20kW
Wenn ich nur einen Puls hab, wie berechne ich dann die Mittlere 
Leistung?
Ich hab ja keinen Duty Cycle, da es ein einmaliger Puls ist? Kannst mich 
auch gerne korrigieren?!
Welche Art ist genau meine Frage; auf was soll ich gehen?

von Georg (Gast)


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Mic U. schrieb:
> Nach P = U^2 /R komme ich ja auf Werte im KV Bereich

Nein, aber auf Verlustleistung im kW-Bereich. Auch die Frage nach der 
Spannungsfestigkeit zeugt von elektrischem Unverständnis, es geht hier 
um die Impulsbelastbarkeit, also Leistung und Energie. Wenn der 
Widerstand für solche Belastungen geeignet ist, steht darüber was im 
Datenblatt. Wenn nicht ist er ungeeignet.

Georg

von Falk B. (falk)



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@ Mic UC (micyourcontroller)

>Mir geht es um die kurzzeitige Belastung eines sehr niederohmigen
>Widerstands (im Bereich 2-10 Ohm) durch einen einmaligen (!) hohen
>Spannungspuls im Bereich 100-200 V.
>Nach P = U^2 /R komme ich ja auf Werte im KV Bereich,

KW

> allerdings geht es
>mir nur um eine Belastungsdauer von circa 300ms

Das ist schon recht lang.

> - dh, ich kann diese
>Formel ja nur beschränkt sinnvoll nutzen. Wie wäre ein praktischer
>Ansatz?

Siehe Anhang. Unterhalb von ca. 100ms muss der Widerstandskörper, 
genauer, das leitfähige Volumen die Verlustwärme aufnehmen ohne zu heiß 
zu werden. Je größer das Volumen und je größer die Wärmekapazität umso 
kleiner die Erwärmung. Oberhalb von 100ms kommt dann schon langsam 
Wärmeleitung in Richtung Gehäuse und Umwelt ins Spiel. Grob gerechnet 
kann man Hochlastwiderstände für 5s mit Faktor 10 überlasten.

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