Hallo, mal wieder ein paar Fragen zu einer Elektronischen Last. Im Rahmen einer Projektarbeit habe ich (mit zwei Kommilitonen) schonmal so ne Last entwickelt. Das ganze lief eig. auch ganz gut. Probleme hatten wir jedoch mit der Regelung, die nur in einem Arbeitspunkt wirklich gut war. Da das Thema für mich gerade mal wieder aktuell ist wollte ich auch mal um Rat fragen. Im Anhang findet ihr einen Auszug wie wir den Leistungsteil realisiert hatten. Das Problem war, dass wir die Regelung für einen Arbeitspunkt empirisch Eingestellt hatten. Sobald man diesen Arbeitspunkt verließ wurde die Regelung deutlich schlechter (langsamer, langen einschwingen). Hab mal noch zwei Bilder reingepackt auf denen das zu sehen st. Die Regelparameter sind wie gesagt identisch. Dunkelblau: Istwert, Hellblau: Sollwert. Bei Bild 03 würde man aber wahrscheinlich sagen, dass der P-Anteil zu groß ist bei 07 wäre denke ich der I-Anteil zu groß. So jetzt die Fragen: Warum schwingt das? Weil der FET eine nichtlineare Kennlinie hat oder ist das eher ein Layoutproblem, dass da was vom Lastkreis in den Sollwertkreis reinfunkt (weil ja irgendwie auch der Sollwert schwingt - was er aber nur tut wenn ich wirklich Strom fließt). Wie kann man das in den Griff bekommen? Geht das nur mit Gain Scheduling oder Adaptiven Regelungen? Vielleicht habt ihr ein paar konstruktive Anregungen für mich wie ich das Regelverhalten zufriedenstellend - über mehrere Arbeitspunkte- hinbekomme :)
Geht allenfalls die ansteuerung des Gates ins Negative ? Ja, die nichtlineare FET Kennlinie wird'a ausmachen.
Die Diode war gedacht, dass die Ansteuerung nicht ins negative gehen kann. Weiß jemand wie dass dann in Kommerziell erhältlichen Lasten Gemacht wird. Kann mir kauf vorstellen, dass die je nach AP mal mehr oder weniger schwingen ?!
Ich bin mir jetzt nicht sicher inwiefern die Totempole Treiberschaltung das Schwingen verstärkt, da es eine Art "Lose" von 1,4V in die Regelstrecke bringt (Übergang von einem zum anderen Transistor. Die Treiber sind hier vieleicht auch gar nicht nötig, da die Mosfets ja nicht hart geschaltet werden (Umladen des Gates um mehrer Volt) sondern im linearen Bereich geregelt wird (Nur kleine Spannungsänderungen am Gate) Mal sehen was hier die Profis sagen (Arno, Falk, MaWin, ...)
bower schrieb: > Warum schwingt das? Weil der FET eine nichtlineare Kennlinie hat Im DaBla Fig.8 sieht man, dass die Steilheit des Mosfet bei "kleinen" Strömen bis etwa 30A nahezu proportional zum Strom ansteigt. Daher steigt auch die Schleifenverstärkung an (in diesem Fall die Teilung mit dem Shunt) und außerdem verstärkt sich je nach Last der Miller-Effekt am Mosfet, wodurch die kapazitive Last für den Bipo-Treiber und die Phasendrehung in der Schleife größer wird. Die 4R7 in den Kollektorleitungen der Bipos vergrößern die Basis-Kollektor-Kapazität und damit die kapazitive Last des OPV. Die Basiswiderstände senken die Polfrequenz aus Transistorkapazitäten und Quellwiderstand und erhöhen dadurch ebenfalls etwas die Phasendrehung. Man wird die Korrektur so auslegen müssen, dass bei den größten Strömen und der ungünstigsten Last kein Überschwingen auftritt, natürlich kostet das Geschwindigkeit.
Also würdest du die Totempole ganz weg lassen und die Regelung so einstellen, dass sie im schlechtesten Fall (war bis jetzt bei kleinen Spannungen und großen Strömen)nicht zum überschwingen neigt?
bower schrieb: > Also würdest du die Totempole ganz weg lassen Hab ich das gesagt? Nein, hab ich nicht. Das ist übrigens keine Totempole-Schaltung, sondern eine komplementäre Gegentakt-Schaltung.
ArnoR schrieb: > Das ist übrigens keine > Totempole-Schaltung, Asche auf mein Haupt, sorry ich habe Mist erzählt. Zumal durch R35 und R36 keine harte Lose da ist, sondern die Gate Kapazität der Mosfets bei kleineren Änderungen über diese Widerstände umgeladen werden.
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