Jens P. schrieb:
> Hydrauliköl ist fast wie Wasser, die Schmiereigenschaften eher
> nebensächlich. Bei Motoröl ist die Schmierung die Hauptaufgabe, deshalb
> ist es wesentlich zäher. Wobei das bei diesen Ultraleichtlaufölen (0W30
> und so) auch grenzwertig ist.
Sehr viele Halbwahrheiten in einem Post. Hydrauliköl hat zwar meist eine
kleine Viskosität, ist aber weit weg von Wasser. Es gibt auch
zähflüssige Hydrauliköle, kommt immer auf die Anwendung an. Dass die
Schmiereigenschaften nebensächlich sind, kannst du mal einer
Hydraulikpumpe oder einem Hydraulikmotor erzählen.
Motorenöl ist einfach ganz anderen thermischen Belastungen ausgesetzt,
als Hydrauliköl. Deshalb sind diesem bis zu 20 % Additive zugesetzt,
dass sich das Öl unter der thermischen Last nicht verändert (Crackt).
Diese Additive machen können aber langfristig in Hydraulikanlagen zu
Problemen führen (muss aber nicht). Einige Baugerätehersteller füllen
bei Erstbefüllung z.B. SAE 30 als Hydrauliköl ein. Bei einem Hydrauliköl
sind die thermischen Belastungen wesentlich geringer, weshalb dieses
besser auf Schmier-, Lauf-, und Langzeiteigenschaften abgestimmt werden
kann.
Ein "dünnes" (0W30 o.ä.) Motorenöl würde in deinem Garagentor sicher
auch funktionieren.
P.S. Das 0W30 hat bei Betriebstemperatur die gleiche Viskosität wie ein
10W30. Die erste Zahl beschreibt das Temperaturverhalten, die zweite die
Viskosität bei Betriebstemperatur.