Hallo zusammen, Folgender Belastungsfall an einem Thyristor: Der Thyristor hat bei posotiver Vorwärtsspannung gezündet. Nun wird (durch eine Glättungsinduktivität) verhindert, dass der Strom durch den Thyristor unter den Haltestrom fällt. Wenn jetzt aber die Spannung über dem Thyristor ihr Vorzeichen ändert, leitet der Thyristor weiterhin? Das Szenario bezieht sich auf eine gesteuerte M2-Gleichrichterschaltung, wenn im ohmsch-induktiven Belastungsfall auch negative Anteile der durchgelassenen Phasenspannung entstehen. Ich verstehe nämlich nicht, wieso der genannte Thyristor dann sperrt, wenn der andere gezündet wird. Gruß
Gast
#4376501
Solange der Strom durch den (gezündeten) Thyristor von der Induktivität erzwungen wird kann die Spannung über ihm nicht negativ werden.
Das verstehe ich nicht, im Buch steht auch: "...obwohl die anliegende Phasenspannung negativ wird"
Gast
#4376506
Stefan H. schrieb: > Das verstehe ich nicht, im Buch steht auch: "...obwohl die > anliegende > Phasenspannung negativ wird" Strom und Spannung sind wegen der Induktivität nicht in Phase.
Aber die verkettete Spannung sperrt den Thyristor
Stefan H. schrieb: > Nun wird (durch eine > Glättungsinduktivität) verhindert, dass der Strom durch den Thyristor > unter den Haltestrom fällt. Wenn jetzt aber die Spannung über dem > Thyristor ihr Vorzeichen ändert, Wie bewerkstelligst du das? Und so weit ich im erinnere, wird da durchs zünden ne dämliche Diode draus?
Stefan H. schrieb: > Wenn jetzt aber die Spannung über dem > Thyristor ihr Vorzeichen ändert, leitet der Thyristor weiterhin? Nein, aber da die Induktivität sich gegen eine Stromänderung "wehrt", fliesst der Strom selbst dann noch in der gleichen Richtung eine Zeit lang weiter, wenn sich die Spannung über der Gesamtanordnung Thyristor&Induktivität umpolt. So lange kann der Thyristor nicht löschen. Der Thyristor löscht erst, wenn der Strom Null wird (unter den Haltestrom sinkt) oder sich umkehrt.