Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Logarithmisches digitales Poti selbstgemacht


von J. W. (ontheway)


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Hi,

hat vielleicht jemand einen Schaltplan oder einen Link für den Selbstbau 
eines logarithmischen digitalen Poti?
Danke für Tipps!

LG,
Jens

von hp-freund (Gast)


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http://www.electroschematics.com/3035/electronic-potentiometer-circuit/

Zitat:
Other values or characteristics like positive logarithmic can also be 
achieved by using different resistor values.

von Sebastian S. (amateur)


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Nimmst Du ein normales, digitales Poti, verschenkst Du einiges an 
"Auflösung".

Natürlich kannst Du auch mit passend gestuften Widerständen 
experimentieren.
Aber das wird, bei Otto Normalverbraucher, bestenfalls Stückwerk.
Sehr schnell benötigst Du nämlich unbezahlbar, genaue Widerstände.

von Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite


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Vielleicht könnte man zu diesem Zweck zwei oder drei lineare 
Digitalpotis geschickt miteinander verschalten?

Vielleicht hat schon mal jemand ausgerechnet, welche Konstellation am 
besten geeignet ist?

Nur Gedanken. Falls sie nicht helfen, bitte ignorieren.

von J. W. (ontheway)


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Danke, aber ich habe mich falsch ausgedrückt, glaube ich. Ich möchte 
gerne n, zum Beispiel 6, digitale Inputs haben. Als Ausgang kommt ein 
Log Widerstand heraus. Ich gebe also ein Bitmuster an den Inputs vor, 
und bekomme dann den Widerstand. Also ohne Bus.
Ist also quasi ein anologer Aufbau, mit Relais zum Beispiel.
Gibt es was?

LG

von hp-freund (Gast)


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Du könntest deinen Widerstand aus 6 parallel geschalteten 
Fotowiderständen aufbauen.
Diese werden mit 6 LED die von den Digitaleingängen gesteuert werden 
beleuchtet.
Durch den Abstand LED Fotowiderstand, eine Blende oder den Vorwiderstand 
der LED bzw. einen Reihenwiderstand zum jeweiligen Fotowiderstand lassen 
sich die gewünschten Werte einstellen.
Erfordert aber vermutlich viel Geduld oder Rechnerei.

Dafür hast Du garantiert eine galvanische Trennung.

von Sebastian S. (amateur)


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6 digitale Eingänge erzeugen 64 verschiedene Stati. Das kann man zwar 
mit digitalen Standardbausteinen dekodieren, führt aber zu einem 
Relaisgrab.

6 Stati, mit 6 Relais sind schon eher machbar. Bei 6 Zuständen bleibt 
aber bestenfalls eine logarithmische Stufung über. Ein Poti zeichnet 
sich aber durch sehr viele "Zwischenschritte" aus.

von hp-freund (Gast)


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Man kann natürlich auch eine 1 Bit PWM Variante bauen bei der ein 
Modellservo ein Log Poti dreht.

von Stephan H. (hinzkunz123)


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hp-freund schrieb:
> Man kann natürlich auch eine 1 Bit PWM Variante bauen bei der ein
> Modellservo ein Log Poti dreht.

Super Idee :) Man nehme einen Mikrocontroller mit zumindest 6 Eingängen 
und lasse ihn anhand dieser 6Bit eine entsprechende PWM erzeugen.
Die PWM dreht dann den Servo, dieser das logarithmische Poti und fertig.
Elegant, einfach und lässt sich auch problemlos auf 8 oder mehr Bit 
erweitern.

Gruß
Stephan

von hp-freund (Gast)


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Stephan H. schrieb:
> Man nehme einen Mikrocontroller mit zumindest 6 Eingängen

Wir wissen ja noch nicht wo die n Bit herkommen...

von Joachim B. (jar)


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J. W. schrieb:
> Danke, aber ich habe mich falsch ausgedrückt, glaube ich. Ich möchte
> gerne n, zum Beispiel 6, digitale Inputs haben. Als Ausgang kommt ein
> Log Widerstand heraus. Ich gebe also ein Bitmuster an den Inputs vor,
> und bekomme dann den Widerstand. Also ohne Bus.

dann nimm doch analogmultiplexer der (74HC)4051/52/53 Serie, die 
Analogschalter schalten deine gewünschten R.

von Stephan H. (hinzkunz123)


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hp-freund schrieb:
> Stephan H. schrieb:
>> Man nehme einen Mikrocontroller mit zumindest 6 Eingängen
>
> Wir wissen ja noch nicht wo die n Bit herkommen...

Naja, er sagt nur das er 6 digitale Eingänge haben will. Vielleicht 
Schalter?
Photodioden? Ist so zumindest eine einfache Lösung :)

von hp-freund (Gast)


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Stephan H. schrieb:
> Vielleicht Schalter? Photodioden?

Oder einem µC?

von Stephan H. (hinzkunz123)


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hp-freund schrieb:
> Stephan H. schrieb:
>> Vielleicht Schalter? Photodioden?
>
> Oder einem µC?

Hahaha ja, der kann dann auch gleich die passende PWM erzeugen. ;)

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Sebastian S. schrieb:
> Nimmst Du ein normales, digitales Poti, verschenkst Du einiges an
> "Auflösung".
>
> Natürlich kannst Du auch mit passend gestuften Widerständen
> experimentieren.
> Aber das wird, bei Otto Normalverbraucher, bestenfalls Stückwerk.
> Sehr schnell benötigst Du nämlich unbezahlbar, genaue Widerstände.

Man kann das kalibrieren, wenn man "unten" bei den LSB etwas mehr 
Auflösung spendiert und feiner auflöst. Das hatten wir bei der Thematik 
"R2R-DACs" diskutiert.

von J. W. (ontheway)


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Ich habe ein bisschen herumgesurft, und es gibt wohl eine anologe 
Lösung! Mit Relais!

Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich einen Link auf eine kommerzielle 
Website bringe!?

http://www.thel-audioworld.de/module/64HD/Stufenpoti.htm

Genau das meinte ich.

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