Forum: Offtopic Amazon - die Drohnen kommen!


von J. A. (gajk)


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Dachte ja erst, die Drohnen-Sache sei ein Witz.

Bei uns in München hat der Postbote bei amazon aber nun ausgedient. Die 
amazon-Pakete kommen nun DIREKT von amazon, d.h. auf dem Kittel des 
langessprachbemühten Sub-Sub-Sub-Unternehmer steht jetzt amazon.

Es sei ein Modellversuch, zu dem auch die Region München gehört. Bei 
amazon drehe man jeden Cent 5 mal um. Da ist klar, dass die Post zu 
teuer ist.

Wie sich das ingesamt rechnet ist mir ein Rätsel: Die Fahrstrecken 
zwischen den Kunden werden für die Paketdienste immer größer, weil die 
Kunden in einer Straße von 6 verschiedenen Diensten versorgt werden. Im 
Gegenzug staut sich dann der Verkehr, weil der ups-Mann gerade was 
abliefert und der  dhl-Mann mit seinem LKW nicht durchkommt. Dahinter 
stehen dann GLS, dpd, hermes und amazon. Hab ich wen vergessen?

von Paul B. (paul_baumann)


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J. A. schrieb:
> Hab ich wen vergessen?

Den ADAC.
Der ist gerade auf dem Weg zu einem dieser Transporter, um einen Defekt 
zu beheben. Das Ersatzteil dafür wird später in einem Transporter von 
"Day & Night Delivering Service" geliefert.

mfG Paul

von J. A. (gajk)


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Paul B. schrieb:
> J. A. schrieb:
>> Hab ich wen vergessen?
>
> Den ADAC.
> Der ist gerade auf dem Weg zu einem dieser Transporter, um einen Defekt
> zu beheben. Das Ersatzteil dafür wird später in einem Transporter von
> "Day & Night Delivering Service" geliefert.
>
> mfG Paul

Ach, wie konnte das passieren! Doch da fällt mir ein: Der Staatsanwalt, 
der hinter dem ADAC steht und das Auto wegen Ranglistenfälschung 
beschlagnahmen will. Abgeschleppt wird dann natürlich auch vom ADAC-LKW, 
der aber auch nicht durchkommt.

Bei amazon werden sie schon wissen, warum sie auf Drohnen setzen und 
nicht auf den bodengebundenen Verkehr!

von Paul B. (paul_baumann)


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Mit Drohnen
kann man mich verschonen.
Ich gehe lieber in die Stadt
und schaue nach, was man dort hat.

Soll denn die Innenstadt veröden,
nur, weil die Leute wie die Blöden
vor dem Rechner nur auswählen,
statt sich mal in's Geschäft zu quälen?

MfG Paul

von J. A. (gajk)


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Paul B. schrieb:
> Mit Drohnen
> kann man mich verschonen.
> Ich gehe lieber in die Stadt
> und schaue nach, was man dort hat.
>
> Soll denn die Innenstadt veröden,
> nur, weil die Leute wie die Blöden
> vor dem Rechner nur auswählen,
> statt sich mal in's Geschäft zu quälen?
>
> MfG Paul

In der Stadt da steht ein Shop,
wollt dort was kaufen, ist ja topp!
Doch der Verkäufer macht sich rar,
und was ich wollte war nicht da.
Was er hatte war zu teuer
das war mir dann doch nicht geheuer.
Vor dem Shop, du meine Fresse
steht ja schon die Politesse
schreibt mir nen Überweisungsträger
ich wurde selber fast zum Schläger
fuhr nach hause ziemlich sauer
schürfte auch noch eine Mauer.
Shop-Romantik? Welch ein Hohn!
Dann lieber doch bei amazon!

von Hardy F. (hardyf)


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Ich war mal vor nicht allzulanger Zeit im osteuropäischen 
Nicht-EU-Ausland.

Da gab es Geschäfte in der Stadt und auf dem Markt, da konnte man jede 
X-beliebige "Schraube" einzeln kaufen. Wurde auch in kleines 
Cellophan-Beutelchen verpackt.

"Schraube " = Synonym für "Alles was man so braucht"

Da gibt es auch in jeder größeren Stadt einen sogenannten Radio-Markt. 
Da kann man dann "Schraube" durch Widerstand ersetzen.
Oder IC
Oder Transistor.

Und vor dem Markt konnte man auch gleich bei den Oma's noch echtes 
Bio-Gemüse für zu Hause mitnehmen.

Dort sieht man nichts von Verödung der Innenstädte.

Aber sie wollen auch in die EU......

von Timm T. (Gast)


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Hardy F. schrieb:
> Da gibt es auch in jeder größeren Stadt einen sogenannten Radio-Markt.
> Da kann man dann "Schraube" durch Widerstand ersetzen.

Ja, das gabs hier vor 20 Jahren auch noch. Da hat dann der A2030 15 DM 
gekostet, und war doch nicht als Ersatz für den A2003 geeignet - 
"dochdoch, das geht sicher". Aber Schüler verarschen geht immer.

Das Problem ist nicht EU oder Osteuropa. Das Problem sind die 
Lohnkosten. Da kannst Du nicht mehr jeden Widerstand und jede Schraube 
einzeln in Plastetüchen abpacken lassen, und das zu bezahlbaren Preisen.

In Indien geht das auch: Da bekommst Du in einer größeren Stadt auch 
fast alles. Du mußt halt wissen wo. Und bist dann 4 Stunden für eine 
Dose WD-40 unterwegs. Wieviel kostet dann die Dose WD-40, Deinen 
Stundenlohn für die Beschaffung eingerechnet?

von Gerd E. (robberknight)


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Timm T. schrieb:
> Das Problem ist nicht EU oder Osteuropa. Das Problem sind die
> Lohnkosten.

und die zunehmende Vielfalt. Du kannst nicht in jeder größeren Stadt nen 
Radiomarkt abhalten, bei dem das Warensortiment von Digikey oder Mouser 
komplett vorrätig sind.

von Hardy F. (hardyf)


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Die beiden letzten Beiträge kann ich nur vollumfänglich unterschreiben.

Es stimmt - das ist die Kehrseite davon.

von J. A. (gajk)


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Gerd E. schrieb:
> Timm T. schrieb:
>> Das Problem ist nicht EU oder Osteuropa. Das Problem sind die
>> Lohnkosten.
>
> und die zunehmende Vielfalt. Du kannst nicht in jeder größeren Stadt nen
> Radiomarkt abhalten, bei dem das Warensortiment von Digikey oder Mouser
> komplett vorrätig sind.

Hm, wie war es denn früher? Da gab es doch auch Lohnkosten. Warum 
"lohnte" sich das Herauskramen einer Schraube damals und heute lohnt es 
sich nicht?
Verdient der Käufer zu wenig um das Schraubenhervorholen zu bezahlen?
Oder haben sich die Löhne von Schraubenhervorholer und Käufer so sehr 
angeglichen, dass der Käufer die Schraube lieber selber raussucht 
(Baumarkt)?
Oder ist der Warenwert nicht hoch genug (weil im Ausland hergestellt) 
und der Lohnanteil durch das Hervorholen der Schraube viel zu hoch?

von J. A. (gajk)


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Paul B. schrieb:
> Mit Drohnen
> kann man mich verschonen.
> Ich gehe lieber in die Stadt
> und schaue nach, was man dort hat.

Da ich in München wohne, versuche ich auch, lieber etwas "direkt" 
abzuholen. Letztens ging es um ein lebensmittelechtes 
Hochtemperatur-Silikon.

Bestellpreis mit Lieferung im Internet unter 10 Euro.
Bei zwei Händlern (lt. Web-Site Vertriebspartner) angerufen:
1. Haben das Produkt nicht da und würden es auch nicht bestellen können.
2. Haben das Produkt da, können jedoch keinen Preis sagen, am besten 
noch mal in der nächsten Woche anrufen, wenn der Kollege wieder aus dem 
Urlaub ist.

Davon, dass man als Anrufer meist pampig empfangen wird und es als Gnade 
angesehen wird, nach Bestand und Preis einer Sache zu schauen mal ganz 
abgesehen.

Der Handel hat einfach noch nicht geschnallt, dass man in Internetzeiten 
ganz anders in die Pötte kommen muss als noch vor 10 Jahren.

von Paul B. (paul_baumann)


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J. A. schrieb:
> Da ich in München wohne, versuche ich auch, lieber etwas "direkt"
> abzuholen. Letztens ging es um ein lebensmittelechtes
> Hochtemperatur-Silikon.

Ja, das ist so eine Sache...
Einerseits ist München eine Stadt mit ungefähr 1,4 Millionen Einwohnern. 
Da kann man auch bei Spezialsubstanzen und Spezialteilen mit genügend 
Interessenten rechnen. Hier habe ich noch ca. 40000 Leute um mich rum 
-da legt sich keiner solches Spezialsilikon hin, weil die Gefahr zu hoch 
ist, daß das Gelumpe vernetzt, bevor ein Käufer kommt.

Mir geht es eher um den Kauf von Massenware (Schuhe, Jacken, Hemden, 
Kleider, Blusen etc.) Da gehe ich doch lieber in ein Geschäft, habe die 
Ware sofort am Mann, sehe, ob sie passt, welche Qualität der Stoff 
hat,
ob der Mantel zu grün ist oder die gelben Punkte darauf zu auffällig...
;-)

MfG Paul

von Cihan S. (cihan_s)


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In unserem Radiomarkt kriegt man nur Widerstände oder Kippschalter für 
4€.
Ist auch ein älteres Ehepaar was versucht mit HAMA Gerätschaften über 
die Runden zu kommen.

Das Problem ist, das man ein Warenlager hat, welches sehr alt ist, und 
viele Sachen bestellt werden müssen.

Wenn bestellen, dann kann ich es auch selber machen. Ist günstiger und 
kommt direkt nach hause.
Wenn man sich angewöhnt hat nicht alles direkt einen Tag später da haben 
zu wollen lebt man viel gelassener. Ich kann mittlerweile auch 4 Wochen 
auf ein Bauteile warten ohne Zappelig zu werden. Ist halt ein Hobby und 
nicht mein Lebensunterhalt.

von Axel L. (axel_5)


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J. A. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Timm T. schrieb:
>>> Das Problem ist nicht EU oder Osteuropa. Das Problem sind die
>>> Lohnkosten.
>>
>> und die zunehmende Vielfalt. Du kannst nicht in jeder größeren Stadt nen
>> Radiomarkt abhalten, bei dem das Warensortiment von Digikey oder Mouser
>> komplett vorrätig sind.
>
> Hm, wie war es denn früher? Da gab es doch auch Lohnkosten. Warum
> "lohnte" sich das Herauskramen einer Schraube damals und heute lohnt es
> sich nicht?
> Verdient der Käufer zu wenig um das Schraubenhervorholen zu bezahlen?
> Oder haben sich die Löhne von Schraubenhervorholer und Käufer so sehr
> angeglichen, dass der Käufer die Schraube lieber selber raussucht
> (Baumarkt)?
> Oder ist der Warenwert nicht hoch genug (weil im Ausland hergestellt)
> und der Lohnanteil durch das Hervorholen der Schraube viel zu hoch?

Früher ist jeder elektronisch interessierte Schüler/Student mehr oder 
weniger jeden Tag in diese Läden gegangen. Was nicht da war musste 
betellt werden, man hatte keine Alternative und hat gewartet. Dazu kam, 
dass es nicht so viel Auswahl gab, zu meiner Studentenzeit gab es als 
Mikro einen 8031 oder einen 8031. Schon ein 80535 war praktisch nicht zu 
beschaffen und immens teuer. Da war die Lagerhaltung überschaubar. Gab 
zwar Versender, die hatten dann in den einschlägigen Zeitschriften 
inseriert, um die zu bekommen landete man dann wieder im Elektronikladen 
und hat dann gleich noch was mitgenommen, wo man schon mal da war.

Heute machen die Kunden das nur noch, wenn sie etwas dringend brauchen 
und sie keine Lust haben, zwei Tage zu warten.

Und für die paar Fälle lohnt sich das nicht.

Gruss
Axel

von Martin S. (led_martin)


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Axel L. schrieb:
> Früher ist jeder elektronisch interessierte Schüler/Student mehr oder
> weniger jeden Tag in diese Läden gegangen.

Was dann gleich noch zur Pflege von Bekanntschaften/Freundschaften 
genutzt wurde, auch neue Kontakte wurden so geknüpft. Heute kann es 
durchaus sein, daß der Nachbar, nur durch eine Wand getrennt, auch 
Elektronikbastler ist, man weiß es aber nicht.

Mit freundlichen Grüßen - Martin

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Paul B. schrieb:
> Mir geht es eher um den Kauf von Massenware (.......
> Kleider, Blusen etc.) Da gehe ich doch lieber in ein Geschäft, habe die
> Ware sofort am Mann, sehe

Interessantes Outfit für einen Mann....

?

von Paul B. (paul_baumann)


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Magnus M. schrieb:
> Interessantes Outfit für einen Mann....

Das ist nur meine Alltagskleidung. Da mußt Du mal sehen, wie ich 
aussehe, wenn ich zur Hochzeit eingeladen werde.
;-)
Ich wollte eigentlich nur eine Rückmelde-Möglichkeit einbauen, ob der 
Beitrag gelesen worden ist. Ist er.

MfG Paul

von Gerd E. (robberknight)


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J. A. schrieb:
> Hm, wie war es denn früher? Da gab es doch auch Lohnkosten. Warum
> "lohnte" sich das Herauskramen einer Schraube damals und heute lohnt es
> sich nicht?

Wegen der Spezialisierung und dadurch gesteigerten Effizienz:

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an die klassische Conrad-Bauteiltheke. 
Keine Ahnung ob es die heute noch in der Form irgendwo gibt, es ist 
sicher 10 Jahre her daß ich die das letzte Mal genutzt habe.

Da steht der Verkäufer und gibt Bestellnummern in den PC ein und wenn es 
ein Teil  nicht gibt, diskutiert er mit dem Kunden was für ein Teil als 
Alternative taugt. Manche Käufer kommen mit ner fertigen Nummernliste, 
andere suchen mühsam neben dem Verkäufer im Katalog rum.

Wenn die Auswahl fertig ist, geht der Verkäufer in seinen Schubladen die 
Teile suchen, abzählen und verpacken.

Montags morgens steht der Verkäufer rum weil keiner kommt, Samstags 
morgens ist dagegen ne lange Schlange die manche Kunden wieder 
abschreckt.

Wenn Du das mit einem modernen Kleinteilelager mit Pick-by-Light, 
automatisch programmierten Zählwagen, Förderbändern, Arbeitsteilung bei 
der Verpackung und einem entsprechenden Teiledurchsatz vergleichst, dann 
ist da ein deutlicher Effizenznachteil für den Händler vor Ort zu sehen.

Den müsste der auf den Preis aufschlagen und das ist der Kunde heute 
nicht mehr bereit zu bezahlen, weil er die Preise der Onlinehändler 
kennt und vergleichen kann.

von Timm T. (Gast)


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J. A. schrieb:
> Hm, wie war es denn früher? Da gab es doch auch Lohnkosten.

Früher kostet das Anfertigen einer Schraube enorm viel mehr. Soviel, daß 
Schrauben sogar wiederverwendet, und selbst Nägel geradegeklopft wurden. 
Heute ist die Industriefertigung der Chinaschraube so billig, daß es 
sich nichtmal lohnt, sich nach einer heruntergefallenen Schraube zu 
bücken. Mehr als 10sec gesucht, und Deine verlorene Arbeitszeit kostet 
mehr als die Schraube wert ist.

Dann schau Dir mal alte Häuser an, wie aufwändig da mitunter Dachgiebel, 
Türeinfassungen, Türen, Fenster gearbeitet sind. Schau Dir mal altes 
Geschirr an. Oder alte Instrumente - sowohl Musik als auch technische.

Früher waren die Materialkosten hoch, und die Lohnkosten extrem niedrig. 
Dafür wurde "fürs Leben" gearbeitet. Da stand der Bauernschrank dann 
Generationen im Bauernhaus, der Tisch dito und das Bett konnte man bei 
Umzug nicht mitnehmen, das bekam man aus dem Zimmer nicht raus.

Damals haben auch Klamotten mehrere Jahre gehalten. Wie auch immer die 
das gemacht haben.

Heute muß der Handwerker fünf Stunden arbeiten, um sich eine Stunde 
seiner eigenen Arbeit leisten zu können. Eine Bekannte friert sich grad 
aufm Weihnachtsmarkt die Beine ab, Töpfersachen. Ehrlich berechnet mit 
Material, Arbeitszeit und Energiekosten kostet da eine Tasse eben 12 
Eur. Das nehmen die Leute in die Hand, fragen nach dem Preis und 
stellens wieder hin. Klar, im Geizhals kostet das 6er Set Chinakeramik 
nur 5 Eur.

von Johannes O. (jojo_2)


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Gerd E. schrieb:
> Vielleicht erinnerst Du Dich noch an die klassische Conrad-Bauteiltheke.
> Keine Ahnung ob es die heute noch in der Form irgendwo gibt, es ist
> sicher 10 Jahre her daß ich die das letzte Mal genutzt habe.

Hab ich auch ein paar mal VERSUCHT zu nutzen, wenn ich grad in der Nähe 
war. Im Endeffekt wars immer so:
- Ein paar Bauteile benötigt
- Davon etwa 1/3 nicht im Laden verfügbar (auch keine passenden 
Alternativen)
- Dann brauch ich den Rest auch nicht, wenn ich eh selbst bestellen muss

Bei Mikrocontrollern und ICs sah es meistens ganz schlecht aus.
Bei der Menge an existierenden Bauelementen können die natürlich nicht 
alle vor Ort vorgehalten werden.

Grundsätzlich würde ich daher auch den Versandhandel nicht allgemein 
verteufeln. Das machen eher die Firmen, die es jahrelang übersehen 
haben, wohin die Entwicklung geht.
Ladengeschäft ist vor allem für Dinge sinnvoll, die ich mir ansehen will 
oder die ich möglichst schnell brauche. Die meisten Bauelemente gehören 
nicht zu diesen Kategorien.

Natürlich gibt es aber auch Verbesserungsbedarf in manchem Ladengeschäft 
(Notebookverkäufer mit großem Onlineshop):
- "Haben Sie [USB-Stick]?"
- "Moment, nein haben wir leider nicht da"
- "Ok, können Sie mir den bitte bestellen, würde ich dann direkt hier 
abholen"
- "Moment, nein, wir können den nicht hierher liefern lassen, nur zu 
Ihnen nach Hause. Bestellen Sie den am besten selbst."
- "Ok danke"
Hab den Stick dann auch selbst bestellt, aber nicht bei denen...

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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von J. A. (gajk)


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Johannes O. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Vielleicht erinnerst Du Dich noch an die klassische Conrad-Bauteiltheke.
>> Keine Ahnung ob es die heute noch in der Form irgendwo gibt, es ist
>> sicher 10 Jahre her daß ich die das letzte Mal genutzt habe.
>
> Hab ich auch ein paar mal VERSUCHT zu nutzen, wenn ich grad in der Nähe
> war. Im Endeffekt wars immer so:
> - Ein paar Bauteile benötigt
> - Davon etwa 1/3 nicht im Laden verfügbar (auch keine passenden
> Alternativen)
> - Dann brauch ich den Rest auch nicht, wenn ich eh selbst bestellen muss

Ich habe die Conrad-Filiale in Laufnähe und wenn ich was brauche, schau 
ich vorab im Internet nach ob sie es dahaben. Meist ist es war kleineres 
und der Preis egal wenn man es sofort haben möchte (z. B. 80 Cent für 
ein Bauteil gegenüber 19 Cent beim Versender, aber dann zuzuglich Porto 
etc.).

Bei mir sieht es dann so aus: Schlange, am Tresen einer, der sich mit 
dem Verkäufer das ganze Projekt zusammenschustern lässt. "Oder soll ich 
doch Wechselspannung nehmen?" hört man dann schon mal. Viele andere 
müssen warten und wissen genau mit best. nr. was sie wollen.

Mit der Verfügbarkeit ist es so ne Art umgekehrter Perkolationseffekt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Perkolationstheorie

Wenn mal ein Teil nicht da ist - kein Problem. Wenn mehr Teile nicht da 
sind und das regelmäßig, werden die vorhandenen nun auch überflüssig.

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