Gestern hat mich mal wieder mein Verstand zum zweifeln gebracht. Eine
poplige Led sollte an 30V betrieben werden. Kurz nachgedacht, etwa
5K-Ohm sollten passen. Griff in die Schachtel, ein 5,1K (DDR-NOS) sollte
es sein.
Mist, LED funzelt nur :-(
Bin ich zu doof? Aber Moment: am LNG stehen rund 3mA Verbrauch an. Wie
das? Ok du Knalltüte, jetzt wird gemessen!
Ergebnis siehe Foto.... Zum Test dann noch weitere aus der Schachtel:
alle haben 5,1K! Da greift der alte Mann also unter Hunderten genau den
Törken raus.....
Sachen gibt es....
Old-Papa
Ich bin vorsichtig, was die Farbcodierung von Widerständen anbelagt, da
habe ich schon verschiedene Werte mit gleichen Farbaufdrucken gehabt.
Bevor ich bestücke, messe ich sie aus. Das hat mir schon vile Zeit bei
der
Fehlersuche gespart. Hier:
http://www.zabex.de/site/ohmmeter.html
fand ich ein geniales Gerät zum Messen und Klassifizieren von
Widerständen.
Das mißt enorm schnell. Kann ich nur empfehlen, zu bauen!
MfG Paul
Naja, wenn man einen Sack voll guter Flukes hat, dann baut man sowas
eher nicht mehr ;-)
Die Idee mit dem Kontaktgedöhns hat aber was!
Old-Papa
Achso...
Ja, bei Farbringen bin ich auch vorsichtig, bei Ziffern ist mir das
jetzt zum ersten mal passiert. Und ich habe im Leben viele bezifferte
verbaut ;-)
Old P. schrieb:> Naja, wenn man einen Sack voll guter Flukes hat, dann baut man sowas> eher nicht mehr ;-)
Ich habe auch eine Reihe guter industrieller Meßgeräte. KEINES ist so
schnell, wie das oben Genannte. Erst das macht z.B. das Sortieren von
einem Sack voll Widerständen erträglich.
MfG Paul
Hatte mal "Spaß" mit nem USB-Kabel. Schnell nur einen(!) Stecker mit
Kabel gebraucht, also durchgezwickt.
Rot an Plus,
Schwarz an Minus,
Datenleitungen verbunden
An Rechner gesteckt...
und nichts passiert. Außer dass meine Schaltung ganz warm wurde...
Wie sich beim Messen herausstellte, ist Rot wohl Minus und Schwarz Plus,
danach funktionierte es auch. Glücklicherweise hat es auch die Schaltung
und der Rechner überlebt.
Oder wie war das? Rot ist Schwarz und Plus ist Minus? ;-)
(steht zwar nirgends geschrieben, dass es so sein muss... Aber warum
sollte man es denn anders machen?)
Seitdem messe ich alles grundsätzlich nach. Schutz gegen Verpolung und
Überspannung kommt grundsätzlich rein.
Paul B. schrieb:> Ich habe auch eine Reihe guter industrieller Meßgeräte. KEINES ist so> schnell, wie das oben Genannte. Erst das macht z.B. das Sortieren von> einem Sack voll Widerständen erträglich.>> MfG Paul
Ok, ich habe mir jetzt mal das Video angesehen, hat was ;-)
Bei mir lümmeln wohl noch 1 Mio Widerstände in diversen Schachteln,
Tüten und sogar Eimern rum. Da ich auch rund eine Mio. sortierte habe
(oder gar mehr), hatte ich bisher keinen Druck. ;-)
Old-Papa
Old P. schrieb:> Da ich auch rund eine Mio. sortierte habe> (oder gar mehr), hatte ich bisher keinen Druck. ;-)
Wen Du Druck hättest, könntest Du auch ein Manometer zum Sortieren
verwenden.
;-)
MfG Paul
Old P. schrieb:> ein 5,1K (DDR-NOS)
Entweder ist das ein Lese- oder ein Druckfehler.
Es heisst nicht DDR, sondern DCR = Dual Core Resistor.
Da diese aber aus der DDR stammen, funktionieren sie nicht. Sie haben
einen Bug. Das äussert sich darin, dass der 2. Core nicht existiert.
Somit sind es eigentlich Single Core(SCR). Die richtige Kennzeichnung
wurde aber unterlassen, da das sowieso nie einer nachgemessen hat, da es
keine Messgeräte mit einer derartigen Genauigkeit gab.
Du hast somit einen der wenigen, vielleicht den einzigen, existierenden
DCR erwischt.
Damit hast du jetzt nachgewiesen, dass es im real exisierenden
Sozialismus tatsächlich real existierende DCRs gegeben hat, was nicht
nur vom Westen mit dem Hinweis auf die industrielle Rückständigkeit,
bestritten, sondern auch von der eigenen Partei- und Staatsführung
angezweifelt wurde.
Darüber kann man schon den Verstand verlieren.
mfg.
Old P. schrieb:> 5,1K (DDR-NOS
Danke für das Bild. Offensichtlich ist diese Schreibweise
auch in der DDR üblich gewesen.
Das werde ich dem Mod. Jörg unter die Nase reiben wenn er
nochmal über die Schreibweise 5K1 meckert. ;-)
LG
OXI
Die Drehzahlsteuerung meiner Uhrmacherdrehbank hat ein
Zehngangpoti. Das hatte Aussetzer.
Also mal ein Neues eingebaut.
Damit lief die Maschine aber nur noch langsam !?
Poti wieder raus und gemessen.
Statt dem Aufkleberwert 5K, hatte das Teil 10K.
Made in Japan.
Das sieht jetzt etwas vergammelt aus, weil es in einer Kiste mit
diversem Schrott rumfliegt, eigentlich ist es brandneu.
Grüße Bernd
I habe mal 10 Muster von 22000uF Elkos bekommen. Dabei war ein Zettel
vom Hersteller, der darauf hinwies, dass der "aufgeschrumpfte" Wert von
2200uF nicht der Wahrheit entspreche... :-]
Tja, fragt sich eigentlich nur noch, ob das nach geschätzten 40 Jahren
noch Säuglingssterblichkeit ist, oder nicht? ;-)
Sehr wahrscheinlich ist nämlich, daß der Widerstand, als er noch bei den
Anderen in der Kiste lag, auch 5K1 hatte.
Er erzielt evtl. Spitzenpreise bei Ebay, wenn man auf seine
Wertsteigerung hinweist!
>Tja, fragt sich eigentlich nur noch, ob das nach geschätzten 40 Jahren>noch Säuglingssterblichkeit ist, oder nicht? ;-)>Sehr wahrscheinlich ist nämlich, daß der Widerstand, als er noch bei den>Anderen in der Kiste lag, auch 5K1 hatte.
Glaube ich nicht so richtig. Ich habe auch etliche solche R's hier
rumliegen. Wenn man die durchmißt, gibt's gelegentlich ein paar
Ausreiser, aber nicht so extrem wie im obigen Beispiel. Selbst normale
Kohleschicht sind nach solch einer Zeit nicht sehr daneben.
Da denke ich mal auch, daß es vielleicht eher ein 11k Widerstand ist.
Allerdings - wenn da keine Toleranz draufsteht, dann müsste es eher ein
20%iger sein, von dem es dann wohl keinen 11k geben dürfte ...
Ich glaube, die R's mit dem Strich unter der Bezeichnung sind ohnehin
von der etwas besseren Sorte (besserer TK, oder höhere zeitliche
Konstanz oder sowas - möglicherweise Metallschicht).
Old Papa hat einfach den Zettel verbummelt, wo der Hinweis zur
paarweisen Verwendung dieses Widerstandes drauf stand. Denn der zweite
wurde in mühevoller Handarbeit so ausgewählt, daß genau die 5,1 kOhm mit
minimaler thermischer Drift herauskamen.
Hätte der Klebestreifen namens "Gänsehaut" (der beide verband) die Zeit
überdauert, wäre es ihm vllt. wieder eingefallen.
http://www.ostfirmen.de/tag/gansehaut-klebeband/
:)
Jens G. schrieb:> Glaube ich nicht so richtig.
Immerhin wären ja (bei 5K1) ca. 0,15W abgefallen, und es waren vor allem
knapp 30V gegeben. Wenn es da einen schlechten Kontakt z.B. unter einer
der Kappen gab, kann das schon mal zur vollständigen Unterbrechung
führen, weil sich an der Stelle doch eine gewisse Wärme anhäuft.
Da der jetzige Wert tatsächlich sehr nahe am Doppelten liegt: wären
nicht evtl. zwei Widerstandsbahnen denkbar, von denen eine jetzt gar
keinen Kontakt mehr hat? Wäre zwar aufwendiger zu konstruieren, aber im
Osten gab es öfter aus heutiger Sicht (viel zu) aufwendige
Konstruktionen...
Wenn z.B. der Abgleich-Laser nicht der Genaueste war, könnte man dessen
Auswirkungen durch zwei Widerstände in einem halbieren. Sowas in der
Art.
Uwe S. schrieb:>> Immerhin wären ja (bei 5K1) ca. 0,15W abgefallen ......
.... die einen 0,5Watter noch nicht zum Schwitzen bringen sollten.
> Da der jetzige Wert tatsächlich sehr nahe am Doppelten liegt: wären> nicht evtl. zwei Widerstandsbahnen denkbar, von denen eine jetzt gar> keinen Kontakt mehr hat? Wäre zwar aufwendiger zu konstruieren, aber im> Osten gab es öfter aus heutiger Sicht (viel zu) aufwendige> Konstruktionen...
Der R kommt aus meinen Schachteln und nicht aus der Raumfahrttechnik ;-)
> Wenn z.B. der Abgleich-Laser nicht der Genaueste war, könnte man dessen> Auswirkungen durch zwei Widerstände in einem halbieren. Sowas in der> Art.
Bahnhof... :-(
Ansonsten: Interessante Fehleranalysen hier im Thread. ;-)
Old-Papa
OXI T. schrieb:> Das werde ich dem Mod. Jörg unter die Nase reiben wenn er nochmal über> die Schreibweise 5K1 meckert.
Die Norm IEC 62 ist ja auch genau dafür: Bezeichnung von Bauteilen.
In einem Forum dagegen hat sie wenig Sinn, da kannst du problemlos
ein Punkt oder Komma tippen und mittlerweile sogar einfach ein Ω.
In der Norm sind ja auch die Farbkennzeichnungen standardisiert, willst
du deshalb künftig in deinen Forenbeiträgen Spannungen (um diese ging
es glaub' ich damals, dafür war die Norm aber eh' nie gedacht) als
„braun-grün-schwarz“ angeben, wenn du 1,5 V meinst? ;-) Hätte natürlich
den Vorteil, dass du auch gleich noch die Toleranz deines Messgeräts
mit angeben könntest, „braun-grün-schwarz-braun“. :-)
@old-papa: Man muss halt mal daneben greifen können. :)
Old P. schrieb:>> Immerhin wären ja (bei 5K1) ca. 0,15W abgefallen ......>> .... die einen 0,5Watter noch nicht zum Schwitzen bringen sollten.
Nicht den ganzen R. Aber eine Stelle mit schlechtem Kontakt, z.B. unter
der Kappe. Bei 30V bildet sich problemlos ein winziger Lichtbogen.
Old P. schrieb:>> Wenn z.B. der Abgleich-Laser nicht der Genaueste war, könnte man dessen>> Auswirkungen durch zwei Widerstände in einem halbieren. Sowas in der>> Art.>> Bahnhof... :-(
Wenn er zwei Widerstandsbahnen hätte, würde ein Abgleichfehler an einer
Bahn nicht mehr so stark zu Buche schlagen.
Das mit dem Abgleich ist aber nur ein Beispiel. Möglicherweise ergaben
sich zwei Bahnen einfach durch den Konstruktionsprozess, oder man wollte
an Ausfallsicherheit gewinnen, oder, oder...ist nur ein Gedanke, wegen
dem ca. doppelten Wert.
Fast immer sind alte Konstruktionen eigentlich viel zu kompliziert, weil
man damals diese und jene Fertigungsmöglichkeit noch nicht hatte...
Uwe S. schrieb:> Old P. schrieb:>>> Immerhin wären ja (bei 5K1) ca. 0,15W abgefallen ......>>>> .... die einen 0,5Watter noch nicht zum Schwitzen bringen sollten.>> Nicht den ganzen R. Aber eine Stelle mit schlechtem Kontakt, z.B. unter> der Kappe. Bei 30V bildet sich problemlos ein winziger Lichtbogen.
Also, ich hantiere bei meinen "Sinnlosexperimenten" (O-Ton Frau) auch
mal mit 1000V und mehr. Deiner Logik und der Statistik zur Folge müsste
ja dann fast jeder 2. R in "Lichtbogenrauch" an den Kappen aufgehen.
Njcht, das es sowas nicht gäbe, Kappenfehler sind mir durchaus bekannt
(und ärgern besonders, man sieht nichts) doch die sind meistens nicht
stabil. Mein 5,1er hätte dann bei jedem Einschalten unter Last
irgendeinen ulkigen Wert. Die 10.9 stehen aber wie eine Eins!
>> Wenn er zwei Widerstandsbahnen hätte, würde ein Abgleichfehler an einer> Bahn nicht mehr so stark zu Buche schlagen.> Das mit dem Abgleich ist aber nur ein Beispiel. Möglicherweise ergaben> sich zwei Bahnen einfach durch den Konstruktionsprozess, oder man wollte> an Ausfallsicherheit gewinnen, oder, oder...ist nur ein Gedanke, wegen> dem ca. doppelten Wert.
Ich kann das Dingens ja mal in Aceton legen ;-)
> Fast immer sind alte Konstruktionen eigentlich viel zu kompliziert, weil> man damals diese und jene Fertigungsmöglichkeit noch nicht hatte...
Nö, häufig auch, weil man die in den technischen Daten von Geräten
angegebenen Werte auch einhalten wollte. Wenn z.B. bei einem
DDR-Plattenspieler was von RIAA-Entzerrung angegeben wurde, dann wurde
das auch sehr genau eingehalten. Ganz im Gegensatz zu den vielen "guten"
Westgeräten, deren Daten nur auf dem Papier standen.
Aber wir schweifen ab...
Old-Papa
Auch Dioden können einen Ärgern..
Das gute Stück hat mich doch ein paar Stunden Fehlersuche gekostet.
Mal wieder ein tolles Beispiel von "Wer billig kauft.."
Die LL4148 war direkt von einem 2500er Reel, der Hersteller Kingtronics
sagte mir bis dahin auch nichts. Der schöne aufdruck auf dem Ettiket
"Pass QC01 2015.01.29" ist dann doch etwas höhnisch.
Das gemeine war auch noch, dass die Diode mit dem Ring auf der richtigen
Seite im Gurt lag und es so bei der visuellen Kontrolle auch nicht
auffiehl.
Ich frage mich ja wie so etwas passieren kann..
Erinnert mich an die Rolle Widerstände von der Vishay Precision Group,
die 33k Sollwert hatten, in der aber zufällig verteilt auch 9,1k drin
waren. Sind Widerstände, die garkeinen Aufdruck / Farbcode haben. Da die
Schaltung mit beiden Widerständen läuft, nur mit 9,1k eben schlechter,
dauerte es, bis das Problem bemerkt wurde. Die Fehlersuche dauerte dann
auch etwas. War Neuware direkt vom Hersteller.