Noch zwei Wochen, dann ist meine Jahrzehnte alte VDI-Mitgliedschaft beendet. Ich habe sie Mitte des Jahre gekündigt. Nun kommen sie an wie eine Telefonfirma und bieten mir einen Bestechung von 20 Euro in Form eines Amazon-Gutscheins wenn ich es mir nochmal überlege. 20 Euro, ausgerechnet von Amazon, die mit dem ganz speziellen Umgang mit Leiharbeitern, damit ich weiterhin mit meiner Mitgliedschaft die jeden Ingenieurs unwürdige Fachkräftemangel-Statistik des VDI unterstütze. Die 20 Euro sagt viel darüber aus, was man von den Mitgliedern hält. Nämlich das es Leute sind, die sich nicht für die (missratene) Politik des VDI interessieren, sondern für die Verbilligungen des VDI ihre Seele verkaufen, so wie beim ADAC. So billig bin ich dann doch nicht.
Ich war auch mal im VDI. Während des Studiums gabs dann mal eine heisse Phase, wo ich viel zu tun und die Briefe vom VDI ungelesen beisete gelegt hab. Es waren eh meist Kursangebote zu Preisen die ich mir nicht leisten konnte und zu Themen, die mich (noch) nicht interessierten. Ich war dann etwas entsetzt, als dann einige Zeit später der VDI mit einem Inkassobüro gedroht hat. Irgendwo in den ungelesenen Briefen war auch eine Rechnung und 1. Mahnung. Trotzdem, von anderen Vereinen kannte ich das so, dass bei nichtbezahlen es erstmal auch keine Leistungen mehr gibt. Jedenfalls haben sie mit dem Geld auch gleich meine Kündigung bekommen. Ein Verein ist das wohl nur aus steuerrechtlichen Gründen. Grüße
Axel B. schrieb: > Trotzdem, von anderen Vereinen kannte > ich das so, dass bei nichtbezahlen es erstmal auch keine Leistungen mehr > gibt. Und genau DAS wäre ja schwierig geworden. Wie soll man eine Leistungserbringung einstellen die es nicht gibt.
Axel B. schrieb: > Irgendwo in den ungelesenen Briefen war > auch eine Rechnung und 1. Mahnung. Nunja, nicht bezahlen, dann Rechnungen und Mahnungen ignorieren spricht erstmal gegen dich und nicht gegen den Verein.
> Die 20 Euro sagt viel darüber aus, was man von den Mitgliedern hält.
so weit wuerde ich gar nicht gehen. Die 20EUR bezeugen wohl eher, wie
die Vertreter des VDI selbst ticken. Die wuerden womoeglich fuer einen
20EUR Amazongutschein alles moegliche tun. Nur keine ethisch korekten
Dinge, da hat man da ja keinen persoenlichen Vorteil davon...
Hannes J. schrieb: > 20 Euro, ausgerechnet von Amazon, die mit dem ganz speziellen > Umgang mit Leiharbeitern, Was ist an Amazons Umgang mit Leiharbeitern so speziell? Meines Wissens stellen die vor Weihnachten zusätzliche Leute ein, die genau wissen, daß der Vertrag zeitlich begrenzt ist, weil die zusätzliche Arbeit zeitlich begrenzt ist. Ein Vorgehen, daß seit Jahrzehnten in anderen Branchen üblich ist. Daß Verdi das nutzt um damit auf die Tränendrüse zu drücken und Stimmung gegen Amazon zu machen, zeigt doch nur, daß sich die Typen bei Verdi für nix zu blöd sind. Zum Thema Leiharbeiter sollen die doch bitte mal in die deutsche Industrie schauen, wo inzwischen bei ettlichen Firmen die Hälfte der Belegschaft aus Leiharbeitern besteht.
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