Hochohm / Hochspannungswiderstände 10 GOhm

Gast #4392907
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Hallo,
zur Überprüfung / Kalibrierung eies Istolationsmessgerätes suche ich 
Testwiderstände  >>  1 GOHM, die für min. U = 2 KV ausgelegt sind.

Aktuell habe ich mir 100 Widerstände 10 M 1 % 0,6 W zusammengelötet, 
komme so auf 1 GOhm.

Fertige Widerstände 10 GOhm oder 100 GOhm wären gut... Gibt es so etwas 
überhaupt.
#4392949
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Teuer...
Du fragst nach Widerständen die abseits des Üblichen liegen. Sowohl in 
Bezug auf die Widerstandswerte als auch auf die Spannungsfestigkeit.

Übrigens:
Der "Eigenbau" aus mehreren, kleineren Einzelwiderständen dürfte auch 
über schlaflose Nächte, in Bezug auf die Spannungssicherheit, 
hinweghelfen.
Persönliche Seite #4393243
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Uwe S. schrieb:
> Georg schrieb:
>> Heisst das nun, man braucht kein Öl, oder dass man es zusätzlich
>> besorgen muss?
> Das heißt natürlich, daß man kein Öl braucht. Sonst hätte ich
> geschrieben: (unter Öl).

So "natürlich" ist das nicht, es hätte gnausogut heissen können,
daß zur Verwendung Öl benötigt wird, die Lieferung aber eben ohne
erfolgt, weil sie z.B. als "new old stock" noch nie befüllt waren,
weil der Versand durch das Gewicht sonst zu teuer wird, oder simpel
weil irgendwelche Postrichtlinien den Versand mit Öl untersagen.

"Verkaufe Trafo, 6700 kVA (ohne Öl)" wäre ja auch nicht eindeutig.

Ich sags nur, weil ich mich das Selbe gefragt habe wie Georg :-)

Gruss, MdB
#4393246
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Dirk F schrieb:
> zur Überprüfung / Kalibrierung eies Istolationsmessgerätes suche ich
> Testwiderstände  >>  1 GOHM, die für min. U = 2 KV ausgelegt sind.

Dann solltest du mal bei Mouser nachschauen. Dort gibt es eine recht 
große Auswahl an Widerständen, die deine Bedingungen erfüllen. Und teuer 
sind die meiner Meinung nach auch nicht. 1GOhm mit 1% und minimum 2kV 
gibt es schon für unter 3€. Wenn du dich bei den 100GOhm auf 5% Toleranz 
beschränken könntest, gäbe es den auf für ca. 10€. Selbst bis in den 
TOhm Bereich kann man bei Mouser Widerstände kaufen.
#4393302
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Dirk F schrieb:
> Aktuell habe ich mir 100 Widerstände 10 M 1 % 0,6 W zusammengelötet,
> komme so auf 1 GOhm.
>
> Fertige Widerstände 10 GOhm oder 100 GOhm wären gut... Gibt es so etwas
> überhaupt.

Willst Du damit beweisen, dass Dein Isolationsmessgerät funktioniert?

100 M sind ja schon sehr hoch, aber 1 bis 10 oder 100 G ?

Da kann nichts aussagendes mehr herauskommen, weil alleine
schon Brummspannungen und statische Aufladung zum Tragen kommen...
Gast #4395096
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>>> Da kann nichts aussagendes mehr herauskommen, weil alleine
>>> schon Brummspannungen und statische Aufladung zum Tragen kommen...

Das Isolationsmessgerät besitzt einen integrierenden 24-Bit Delta-Sigma 
Wandler, der über 5 PLC   ( = 10 Messungen pro Sekunde bei 50 Hz) das 
Netzbrummen gut herausfiltert.

Bei 1 GOhm Testwiderstand komme ich auf 5 rauschfreie Dezimalstellen.

Möchte jetzt halt mal sehen, wie es bei 10 GOhm und 100 GOhm aussieht.

Aber Widerstände mit 10 % Toleranz kann man ja wohl zum Kalibrieren 
vergessen.....
Gast #4395529
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10% kann man ausmessen, MIT einem 100k 0.1% oder besser widerstand und 
einem 30V Netzteil.
Zuerst die 10mohm des multimeters mit dem 100k ausmessen und dann kann 
man den genauen Wert des widerstand herausfinden.
Man kann auch den widerstand verringern und dann ihn auf 1% abgleichen.
Gast #4395625
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Ich würde mal in Fingers Welt mir das Röntgenprojekt anschauen.
Eine brauchbare Lösung wäre, normale Widerstände in Serie schalten
und alles mit Silikon in einem Schlauch zu versiegeln. Dürfte
theoretisch sogar 100kV und mehr abkönnen.
Gast #4397280
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hhu schrieb:
> 10% kann man ausmessen, MIT einem 100k 0.1% oder besser widerstand und
> einem 30V Netzteil.
> Zuerst die 10mohm des multimeters mit dem 100k ausmessen und dann kann
> man den genauen Wert des widerstand herausfinden.

Hallo Hhu,
kannst Du bitte erklären wie man das genau macht ?
#4397775
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Man könnte den Widerstandswert auch mit einem Transimpedanzverstärker 
bestimmen. Mit einer hohen Spannung von ewtl. 10, 100 oder 1kV geht man 
an den zu messenden Widerstand. Anschließend wird der resultierende 
Strom gemessen mit einem bekannten und genauen Referenzwiderstand. 
Letzten Endes ist die Anordnung ein invertierender Verstärker. Ist die 
Eingangs- und Ausgangsspannung sowie einer der beiden Widerstände 
bekannt, ergibt sich der gesuchte unbekannte Widerstand. Durch die 
Verwendung einer hohen Spannung am Eingang lässt sich der Fehler durch 
den Offset des OPVs minimieren und gleichzeitig der resultierende Strom 
in Bereiche bringen, in denen der Biasstrom ebenfalls nur kleine 
Auswirkungen hat.

Für die Erzeugung der Messspannung könnte man evtl. das 
Isolationsmessgerät missbrauchen.

So könnte man einen 10% 100GOhm Widerstand mit einem 1% 1GOhm Widerstand 
vermessen. Natürlich kann man genauso den 1% 1GOhm Widerstand mit einem 
0,1% 10MOhm Widerstand zuerst ausmessen, um den Fehler noch kleiner zu 
halten.
Gast #4397804
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Oder meine HHu das so:

Reihenschaltung:  +30VDC - 10GOhm10% - 100K1%- Masse
Mit einem Multimeter mit 10 MOhm Innenwiderstand die Spannung am 100K 
messen.
Strom ausrechnen.
10GOhm bestimmen: R = (30V-U100K) / (I - (U100K/10M))
#4397905
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Hallo Dirk!

Du kannst Deine Widerstandskette stückweise ausmessen und kommst durch 
Addieren zum Gesamtwiderstand.

Du hast bereits einen 10 MOhm 0,1% Widerstand (oder besser!) als 
Eingangswiderstand in Deinem Multimeter, vielleicht sogar zwei (zweites 
Multimeter). Wenn nicht kannst Du Dir damit einen genau gleichen 
anfertigen.

Als Konstantspannungsquelle dienen 2 zusammengeklipste 9-V-Batterien (um 
im 20-V-Bereich am DVM bleiben zu können). Minuspol an den untersten 
Teilerwiderstand legen, den Pluspol über genaue 10 M an den ersten 
Widerstand (ein zweites DVM als Vorwiderstand kann ausgeschaltet 
bleiben).
Nun erst die Batteriespannung, dann die Spannung am Widerstand messen 
(dabei liegen 10 M parallel), die liegt in der Gegend von 1/3 der 
Batteriespannung.
Aus den beiden Spannungen und den 10-M-Widerständen kannst Du den 
untersten Teilerwiderstand errechnen, am besten mit Calc oder Excel.
Dann die Batterie am zweiten Widerstrand anklemmen und genau so 
verfahren.

Zum Schluß alles addieren (lassen) und einen Korrekturwiderstand 
anbringen, um auf 1 GOhm zu kommen.

Gruß   -   Werner
Gast #4397914
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Schau mal bei Metallux nach.
Die haben "runde" Werte auch vorrätig für kleines Geld von der Stange.

Und nein, 1 GOhm / 2 kV ist noch nichts Exotisches.
Wenn die sie nicht gerade mit der Blumenspritze nass machst ist das 
Handling unkompliziert.

Beste Grüße. Marek
Gast #4413723
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Hp M. schrieb:
> Hält wieviel Spannung aus?
>
> Du solltest das Teil nur mit Wollhandschuhen oder Fingerlingen
> anfassen, sonst ist die Genauigkeit bald Geschichte.

Hi,
hab den Widerstand mit 2KV ausgemessen.
Wie viel er maximal aushält, weiß ich nicht.

Danke für den Tipp !
Persönliche Seite #4414154
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Dirk F schrieb:
>> Du solltest das Teil nur mit Wollhandschuhen oder Fingerlingen
>> anfassen, sonst ist die Genauigkeit bald Geschichte.

Vor allem bei 0,25%. Da reichen ja 4 Tera Ohm parallel um den aus der 
Toleranz zu bringen :)



Dirk F schrieb:
> hab den Widerstand mit 2KV ausgemessen.

Und kommt mit... sagen wir mal 1kV... das gleiche Ergebnis raus?
Persönliche Seite #4415147
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Werner H. schrieb:
> Versuche es trotzdem - wenn sich nichts ändert, ok - wenn doch, war da
> ein Belag.

Das würde ich dann aber auch wirklich nur mit einem sehr reinen Alkohol 
machen. Bei der Spiritusflasche aus dem Baumarkt hätte ich da Angst es 
nur zu verschlimmern. Also eher IPA von KontaktChemie oder sehr reines 
Isopropanol aus der Apotheke oder so.


Uwe S. schrieb:
> Die o.g. Unterschiede stammen wohl eher von
> beginnenden Koronaentladungen...

An Koronaentladungen habe ich dabei noch gar nicht gedacht. Wobei der 
Widerstand auf dem Bild schon sehr groß aussieht. Und man könnte ja auch 
die Beine etwas nach außen Biegen um Spitzen so weit wie möglich 
voneinander zu trennen.

Ich hätte die Messergebnisse eher Spannungskoeffizentem, negativen TK 
und/oder dem Messgerät zugeschrieben.

Viele Grüße
Philipp

PS: Wahrscheinlich ist Dirk schon lange da, wo er hin wollte, ansonsten 
könnte man ja mal versuchen ob man durch eine Messung den negativen TK 
bestätigen kann.
Gast #4415195
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Philipp C. schrieb:
> ansonsten
> könnte man ja mal versuchen ob man durch eine Messung den negativen TK
> bestätigen kann

Also habe eben einen kleinen Temperaturversuch gefahren:

1KV  /  22°C :  R=10,041 GOHM

1KV  /  ca. 50°C :  R=10,034 GOHM  (Fön draufgehalten)

Aber die Genauigkeit des Widerstandes ist vollkommen ausreichend, wenn 
man überlegt, dass handelsübliche Isolationsmessgeräte mit ca. 5 % 
angegeben werden.....

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