Ladung bem Kondensator

OP #4394883
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Ne dumme Frage zum Plattenkondensator:

Es gilt ja C=Q/U
Q ist die Ladung.

Wenn der Kondensator nur aufgeladen ist, ist die eine Platte ja negativ 
und die andere positiv geladen.

Bezieht sich Q auf die Ladung auf EINER Platte? Oder ist die Hälfte von 
Q negativ und die andere positiv?
Gast #4394949
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Andreas schrieb:
> Das bezieht sich auf eine Platte, dh. +Q auf der einen und -Q auf
> der anderen Platte.

Ich halte die Antwort für trolligen Unsinn.

J. A. schrieb:
> ist die eine Platte ja negativ und die andere positiv geladen.

Bei meinen Elkos ist ein Anschluss immer an Masse, also 0V, und die 
andere wird nur positiv aufgeladen.

Dem Kondensator ist das egal, er sieht nur die SpannungsDIFFERENZ.

Das U in der Formel ist diese Differenz. Es gibt kein +U und -U dabei.

Eine 12V Batterie hat auch keinen +12V und -12V Anschluss, sondern 
0V/12V oder wie auch immer damit die DIFFERENZ 12 beträgt.
#4395001
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Ladung = Strom x Zeit

Veranschaulichung: Ersetze den Strom durch Elektronen, die eine 
bestimmtete Zeit in den Kondensator fließen, dann befindet sich eine 
definierte Anzahl Elektronen auf dieser einen Platte, sie ist dann 
negativ geladen. Gleichzeitig werden durch Influenz genau dieselbe 
Anzahl Elektronen aus der anderen Platte herausgedrängt (Abstoßung), 
diese Platte ist demzufolge positiv geladen.
Auf beiden Platten befindet sich die gleiche Ladung mit verschiedenem 
Vorzeichen, einmal Elektronenüberschuß, das andere mal Elektronenmangel.

Unter Kraftaufwand können sie getrennt werden.

vgl. Wikipedia - Influenz, Elektrostatik u.a.

Gruß   -   Werner
#4395017
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Beim Laden eines Kondensators wird ja nur Ladung verschoben, von einer 
zur andren Platte.
 Was auf die eine Platte als Elektronen geschoben worden ist, fehlt halt 
auf der andren Platte in Form von "positiver Ladung".
Und wenn man das von beiden Platten addiert kommt Null heraus.

eben: minus 0,15As auf der einen Platte  und plus 0,15As auf der andren 
Platte addiert, ergibt Null.
Gast #4395050
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Werner H. schrieb:
> Auf beiden Platten befindet sich die gleiche Ladung mit verschiedenem
> Vorzeichen, einmal Elektronenüberschuß, das andere mal Elektronenmangel.

Aha - wenn man also die negative Seite mit GND verbindet, hat man am 
positiven Anschluss +Q wie die Formel vorhersagt, und -Q am negativen 
Anschluss verschwindet im Nirwana, oder wird das in freie Energie 
umgewandelt?

Peter R. schrieb:
> eben: minus 0,15As auf der einen Platte  und plus 0,15As auf der andren
> Platte addiert, ergibt Null.

Also kann man einen Kondensator überhaupt nicht aufladen? Ich frag ja 
bloss.

Georg
#4395066
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Du verwechselst anscheinend Ladung mit Spannung an den Platten.

Das Laden findet nur von der einen auf die andre Platte, entsprechend 
der Spannung zwischen den Platten.

Wenn zum Beipiel eine Platte auf 90V relativ zu Null steht und die andre 
auf 100V relativ zu Null, wird zwischen den Platten nur Ladung 
verschoben, die den 10V entspricht.

Das ist die Kapazität zwischen den Platten.

Es gibt zwar auch eine Kapazität des Kondensators zur Masse  bzw. 
Umgebung die beträgt aber nur wenige pF (ca, 1.11...pF je cm³ des 
Kondensators) und hat nur in Sonderfällen Bedeutung

Georg schrieb:
> Aha - wenn man also die negative Seite mit GND verbindet, hat man am
> positiven Anschluss +Q wie die Formel vorhersagt, und -Q am negativen
> Anschluss verschwindet im Nirwana, oder wird das in freie Energie
> umgewandelt?

Also, wenn Du an freie Energie glaubst, hast Du noch einen langen 
Lernprozess vor Dir.

Ob man einen geladenen Kondensator mit einer Platte an irgendeine oder 
keine Spannung anschließt, ändert an der Verteilung der Ladungen auf dem 
Kondensator garnichts. Dafür ist nur die Spannung ZWISCHEN den Platten 
zuständig.

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