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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Robotiks Master richtige Entscheidung?


Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Hallo liebe Ingenieure,

ich wurde vor ein paar Tagen für einen Master in Robotics, Cognition, 
Intelligence an der technischen Universität München akzeptiert 
[[http://www.in.tum.de/fuer-studieninteressierte/master-studiengaenge/robotics-cognition-intelligence.html]]. 
Ich wollte hier im Forum die Frage stellen ob ihr denkt es ist die 
richtige Entscheidung meinen beruflichen Werdegang in diese Richtung 
weiter zu führen.

Mein Hintergrund ist ein Bachelor in Mathematik. Im ersten und teilweise 
auch im zweiten Jahr habe ich diesen genossen. Besonders jedoch im 
dritten Jahr aber auch schon teilweise im zweiten Jahr wurde er jedoch 
sehr trocken und ich habe mich nur durch gequält. Da ich in England 
studierte gab es auch nicht die Möglichkeit so einfach zu wechseln. 
Jetzt wenn ich zurück denke hätte ich lieber E-technik, Mechatronik oder 
Maschinenbau studieren sollen. Ich hatte schon immer ein großes 
Interesse an Technologie, besonders Robotik und Automatisierungstechnik 
hört sich für mich sehr interessant an. Das Gute am Master in München 
ist, dass man problemlos als studierter Mathematiker anfangen kann ohne 
erhebliche Vorleistungen. Bei anderen Kursen hätte ich quasi fast einen 
ganzen E-technik Bachelor nachholen müssen.
Ich würde dann planen mich jetzt für Werkstudentenpositionen bei BMW, 
Siemens und auch bei ein paar Mittelständlern in München zu bewerben.

Meine Frage ist halt nur ob ihr denkt, dass meine Entscheidung gut ist? 
Ich folge jetzt einfach nur dem was mir am meisten Spaß machen würde. 
Ich habe mir schon viele andere Berufe wie dem des Zahnarztes, 
Erdölingenieurs und und und angeschaut, und obwohl diese auch ziemlich 
gut bezahlt sind haben Sie auch Ihre Tücken, und negative Aspekte. Die 
Bezahlung im Verhältnis zu Arbeitsbelastung/Bedingungen scheint bei 
allen Berufen sozusagen einen konstanten Quotienten zu bilden, sodass 
man einfach dass machen muss was einem am Meisten Spass macht, solange 
es Arbeit in dem Bereich gibt. In der Robotik scheint es ja besonders in 
Deutschland bergauf zu gehen [[z.B. 
http://www.heute.de/studie-zur-digitalisierung-industrie-4.0-60.000-jobs-in-gefahr-40672168.html]]. 
Hier sollen eine halbe Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden.

: Verschoben durch Moderator
Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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N. N. schrieb:
> In der Robotik scheint es ja besonders in
> Deutschland bergauf zu gehen [[z.B.
> 
http://www.heute.de/studie-zur-digitalisierung-industrie-4.0-60.000-jobs-in-gefahr-40672168.html]].
> Hier sollen eine halbe Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden.


Bergauf?
Ich lieg auf dem Rücken!
Robotik braucht man nur zu zwei zwecken:
a) Die Qualität in der Fertigung soll gesteigert werden.
b) Lohnkosten sollen gesenkt werden.

b) fällt in D-land und auch Weltweit flach, weil die Lohnkosten weit 
unter dem Einsatzksoten der Robotik liegen.
Es bleibt nur mehr a):
In D-land fällt der Anteil der Industrie an der Gesamtwertschöpfung eh 
ab.
Grund sind die hohen Energiekosten, Umweltschutzauflagen und die geringe 
Innovationskraft.
Also, wo sollen die 500000 Job`s in D-land im Bereich der Robotik 
entstehen?
Ahh, ich weis! In den Gehirnen der Redakteure der "Heute"-Redaktion!

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Danke für das Kommentar! Ja da weiß ich auch nicht mehr weiter :/

Habe bezüglich meiner Entscheidung auch mit vielen Leuten geredet (auch 
mit werdenden Ingenieuren) und mir wurde dieser Master von überall 
empfohlen. Nur mit erfahrenen Ingenieuren habe ich noch nicht 
gesprochen, weswegen ich hier auf dieses Forum gegangen bin

Auf der Website der TUM gibt es ja auch folgenden Link:
http://www.in.tum.de/fuer-studieninteressierte/master-studiengaenge/robotics-cognition-intelligence/berufsbilder.html

Dort steht als mögliche berufliche Tätigkeit:
(i) Konstruktion von Servicerobotern mit Interaktionskomponenten 
Sprache, Gestik, Dialogführung; (ii) Entwurf und Implementierung von 
Sensor-Aktor-Netzwerken; (iii) Entwicklung von sensorgeführten 
Industrierobotern für direkte Mensch-Roboter-Interaktion; (iv) Design 
von intelligenten Assistenzsystemen für die Medizin.

Punkt (i) scheint mir ein bisschen außerirdisch aber Punkt (ii) und (iv) 
sehen doch durchaus möglich als spätere berufliche Tätigkeit.

Außerdem sind Kurse wie Automatisierungstechnik, Computer Vision,
und Regelungstechnik sowieso wichtig. Mann hat auch ziemlich viel 
Wahlpflicht im Angebot. (32LP), sodass ich viele Fächer in der 
Elektrotechnik belegen kann (Wie z.B. elektrische Antriebe, 
Energietechnik, Kommunikationstechnik und Nachrichtentechnik).

Dadurch bin ich zwar nicht ganz so vielwissend wie ein Master-Studierter 
Elektroingenieur, aber ich komme schon nah drann ohne einen Bachelor in 
E-Technik nachholen zu müssen. Mir wird auch immer gesagt, dass 70% von 
dem was man in der Uni lernt eh nicht hilfreich sind, und ich kann mir 
dadurch genau die Kurse aussuchen, die mich gut auf den Arbeitsmarkt 
vorbereiten. (Naja manche Kurse wie Grundlagen der künstlichen 
Intelligenz werde ich durch den Master nehmen müssen, ohne später 
Anwendung dafür zu finden).

Was meint Ihr? Richtige Entscheidung, oder sollte ich doch lieber einen 
E-Technik Bachelor nachholen? Oder Master abbrechen und mir irgendwo im 
Embedded Systems Bereich einen Job suchen?

Autor: alter ludwig (Gast)
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N. N. schrieb:
> ich wurde vor ein paar Tagen für einen Master in Robotics, Cognition,
> Intelligence an der technischen Universität München akzeptiert
> 
[[http://www.in.tum.de/fuer-studieninteressierte/master-studiengaenge/robotics-cognition-intelligence.html]].
> Ich wollte hier im Forum die Frage stellen ob ihr denkt es ist die
> richtige Entscheidung meinen beruflichen Werdegang in diese Richtung
> weiter zu führen.

Halte ich für den falschen Weg ehrlich gesamt.

Ich würde im Bachelor etwas generisches (Elektrotechnik oder Technische 
Informatik) studieren und mich mehr oder weniger im Master 
spezialisieren.

Wenn du nur Robotik studierst, schränkst du deine Bewerbungschancen und 
Einsatzmöglichkeiten viel zu früh ein.

Ein breites Portofolie abzudecken kann dir deinen Arsch retten: Stell 
dir vor, du hast Frau und Familie und dein derzeitiger 
Robotik-Arbeitgeber kündigt dir. Eine Nachbarfirma hat eine Stelle als 
ET-Ingenieur frei - du bist aber, trotz eventuell vorhandener Kompetenz 
in dieser Richtung, nur die zweite Auswahl, da dein Studium nicht passt. 
Viel Spaß mit einem Familienumzug. Wärst du etwas breiter aufgestellt 
gewesen, wäre der Fall niemals eingetreten.

Autor: klausr (Gast)
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alter ludwig schrieb:
> N. N. schrieb:
>> ich wurde vor ein paar Tagen für einen Master in Robotics, Cognition,
                                          ^^^^^^
> Ich würde im Bachelor etwas generisches (Elektrotechnik oder Technische
               ^^^^^^^^
Na, fällt was auf? Sein Bachelor (Mathe) ist wohl generisch genug...

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Danke für das Kommentar klausr!

Genau, also ich habe im Moment keine Probleme mit meinem Bachelor Arbeit 
zu finden. Generell sind Arbeitgeber meinem Mathematik Bachelor eher 
positiv eingestellt, aber ich würde im Moment den Master gerne zuende 
studieren, um mehr Geld zu verdienen später. Ich merke hierbei, dass ich 
Ingenieurwissenschaften viel mehr genieße als Mathematik oder 
Informatik.

Jetzt habe ich vor kurzem ein Praktikum in der Versicherungsmathematik 
fertig, und hatte eine Werkstudentposition die ich neben meinem ersten 
Semester im Studium fortführte. Jedoch war mir das ganze extrem trocken, 
und ich habe mich entschieden, ich würde gerne in die Industrie gehen 
stattdessen. Also habe ich den Job verlassen (war komplett positiv das 
Ganze), und habe im ersten Semester in der Uni jetzt die folgenden 
Fächer genommen (statt Wirtschaftsmathe zu studieren):

1) Electrical Engineering (ähnlich wie Grundlagen der Elektrotechnik, 
aber mit einem höheren Tempo für Master Studenten)
2) Signale und Systeme (sehr wichtiges Fach für E-technik)
3) Systemnahe Software (um Programmierung mit C zu erlernen, was wichtig 
für Ingenieure ist)
4) Algorithmen und Datenstrukturen (Dies wurde als Vorleistung für 
meinen Robotiks Master verlangt, ist aber auch ein wichtiges Informatik 
Fach).


Ein Master in E-technik mit Fokus auf Automatisierungstechnik ist 
aufgrund erheblicher Vorleistungen nicht wirklich eine Option. (Möchte 
halt nicht nochmal 2 Jahre für einen Bachelor verlieren :-( ). Deshalb 
hat es sich gut angeboten den Master in die technische Uni München zu 
wechseln.

Der Master in Robotics, Cognition, Intelligence hat auch nur folgende 
Phlichtmodule:
Regelungstechnik, Robotics, Regelungstechnik, Robot Motion Planning, 
Roboter Dynamik, Computer Vision, Machine Learning, Technische Kognitive 
Systeme, Bildverstehen II, Automatisierungstechnik, Grundlagen der 
künstlichen Intelligenz, Mensch Maschine Kommunikation.

Dies umfasst nur 38LP und hat durchaus viele nützliche Module auch für 
die allgemeine Elektrotechnik. Die restlichen 82LP umfassen 
Wahlpflichtmodule, das Pflichtpraktikum, und die Seminare/ Masterarbeit. 
Diese kann man dann auch in der algemeinen Mechatronik nehmen und die 
Wahlpflichtmodule kann man auch komplett in die Elektrotechnik/ in den 
Maschinenbau stecken. Hierdurch würde ich wichtige E-Technik Fächer wie 
Nachrichten-Technik, Grundlagen der Halbleiter etc. nachholen und für 
den Master anrechnen lassen.

Dann fehlen mir im Vergleich zu einem richtigen E-technik Bachelor nur 
Fächer wie "Felder und Wellen" oder technische Mechanik, die eh kein 
Mensch braucht im späteren Berufsleben. Naja ich wüsste sonst nicht was 
ich mit meinem Mathematik Bachelor machen würde um später in der 
Industrie zu landen, und Robotik und Automatisierungstechnik 
interessiert mich doch am Meisten.

Autor: Cha-Woma Murks (Gast)
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Cha-Woma M. Immer wenn du etwas schreibst, wird diese Untersektion immer 
abwäiger und Trolliger. Willst du dich nichtmal mal zurückhalten mit 
deiner Alles-Ist-Scheiße Stimmung? Wenn dir die Welt nicht mehr gefällt, 
steht es dir frei dich von dieser selbst zu tilgen.

Ich trolle zwar selbst gerade. Aber ich trolle gegen dich. Merk dir 
meinen Namen.

?

Autor: lel (Gast)
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ganz ehrlich, du hättest lieber Elektrotechnik Bachelor, dann den Master 
machen sollen. Da kannst du auch Robotikmodule nehmen, jedoch nicht zu 
sehr darauf spezialisiert. Robotik wird mal eine sehr wichtige 
Industrie, die Frage ist nur wann. Natürlich könntest du nach dem Master 
an der Uni bleiben, wär wohl am klügsten in diesem Bereich.

Autor: lel (Gast)
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Aber an den TE nochmal, wenn dich  Robotik so interessiert, warum hast 
du dann überhaupt einen Bachelor in Mathematik gemacht?

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Im Abi fand ich Mathematik und die Logik dahinter richtig interessant. 
Nach dem dritten bis vierten Semester hatte ich es nicht mehr so 
interessant gefunden, aber ich habe trotzdem durhgepowert (was 
vielleicht ein Fehler war). Ich habe mir überlegt als Softwareentwickler 
irgendwo ein zu steigen, aber ich finde Ingenieurwissenschaften 
interessanter.


Naja ist ja nicht alles verloren. Ich kann auch in den E-technik 
Bachelor wechseln an der Uni in München. Aber nochmal 2 Jahre Bachelor 
und 2 Jahre Master ... hmmmm, das ist schon einige Zeit. Vielleicht 
sollte ich da auch lieber direkt als Softwareingenieur in einer 
technischen Richtung irgendwo einsteigen und keinen Master machen. Da 
wird man auch als Mathematiker genommen.

Meine Überlegung war jetzt den Master in Robotics, Cognition, 
Intelligence zu machen während ich als Werkstudent in einem deutschen 
Großunternehmen wie BMW, Siemens oder Bosch arbeite, um dort dann später 
übernommen zu werden. Mann macht ja nicht so viele Robotikmodule im 
Master und kann nach belieben Fächer aus E-Technik, Maschinenbau und 
Informatik wählen (auch wenn die nix mit Robotik zu tun haben).

Nur mann hat halt auf dem Lebenslauf nicht so eine wiedererkennbare 
Qualifikation.

P.s. in der Uni würde ich auf gar keinen Fall bleiben wollen. Viel 
lieber arbeite ich.

Autor: lel (Gast)
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Ich habe leider nicht so die Ahnung, wie groß die Jobchancen bei diesem 
speziallen Master sind, allerdings sei gesagt dass du in München 
eigentlich locker irgendwo unterkommen solltest, ist ja nicht so als 
würdest du auf einer "Wald und Wiesen-0815-was jeder kann und macht-FH" 
studieren. Es ist halt nur so, die Robotik liegt noch in der Kinderstube 
und ist ein mittlerweile wichtiges Forschungsgebiet. In diesem Gebiet 
direkt zu arbeiten wär eig. eine Promotion am sinnvollsten. Wenn du dich 
umsiehst, wie viele Robotikonzerne gibt es? In 10 Jahren mag es anders 
aussehen, aber zur Zeit wirst du kaum eine Stelle als Robotiker finden. 
Vielleicht müsstest du auch auswandern, da es woanders die Robotik 
vorangetrieben wird?

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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lel schrieb:
> In 10 Jahren mag es anders
> aussehen, aber zur Zeit wirst du kaum eine Stelle als Robotiker finden.
> Vielleicht müsstest du auch auswandern, da es woanders die Robotik
> vorangetrieben wird?

In D-land wird sowieso nix weltbewegendes mehr passiern.
Ok, vllt. das Mutti tod von der großemn weisen Schüssel fällt.

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Jaja, meinen Bachelor habe ich auch in Cambridge absolviert, sodass ich 
generell problemlos zum Interview eingeladen werde.

Habe mich vor kurzem auch für Werkstudentenpositionen bei Daimler 
(Messtechnik) und Airbus (Secure Communications) beworben, und wurde bei 
beiden zum Interview eingeladen. Bei BMW hat mir auch jemand aus dem nix 
(Initiativbewerbung) eine Werkstudentenposition angeboten im 
Projektmanagement. BMW ist halt bisschen blöd, da mann nur einen auf ein 
Jahr befristeten Vertrag kriegt, wonach man dann nie wieder etwas 
befristetes machen darf. Dort fest ein zu steigen ist auch anscheinend 
unglaublich schwer von dem was man so hört. Deshalb habe ich vorerst 
höflich abgelehnt.

Bei Daimler hieß es ich müsse zuerst Kommunikationstechnik als Modul 
studieren, und dann könnte ich dem Typen wieder eine E-mail schicken und 
er würde mich einstellen (wenn er bis dahin nicht jemand anderen hat). 
Ohne diese Grundkenntnisse ging es leider nicht. Beim Secure 
Communications Interview lief das Gespräch recht positiv, aber ich habe 
denen dann gegen Ende des Gesprächs gesagt, dass ich in 4/5 Monaten nach 
München umziehen werde, und da meinten die es würde sich nicht lohnen 
mich für so Kurze Zeit einzustellen (sonst hätten die mich genommen 
haben die gesagt). Ich habe mit dem E-Technik Ingenieur dort gesprochen 
und er hatte mir eigentlich empfohlen diesen Master weiter zu studieren. 
Er meinte wenn ich weiter studiere wäre mein Gehalt später höher.

Mein Problem damit einen E-Technik Bachelor zu wiederholen ist halt nur, 
dass viele Kurse gefühlt später nicht benutzt werden, oder? Legen 
Deutsche Ingenieure wirklich so viel Wert darauf zu sehen "Master in 
E-technik", oder reicht irgendein technische Master, wenn man doch 
genauso viel weiß wie ein E-techniker? Von den oberen Erfahrungen mit 
Bewerbungen hatte ich das Gefühl.

Robotiks in München zu studieren bedeutet übrigens nicht wirklich 
"Roboter zu bauen", sondern eher embedded Systems, Industrieroboter, big 
Data/ Sensor-Aktor Netzwerke, machine learning, computer vision und z.T. 
Medizintechnik.

Naja, am besten ist es vielleicht ich fange in München an und bewerbe 
mich für Werkstudentenpositionen und rede mal mit den potentiellen 
Arbeitgebern. Vielleicht können die mir sagen was sie von meinem Plan 
halten. Dann kann man immer noch in den E-technik Bachelor wechseln. 
Aber auf jeden Fall danke schonmal für deine Meinung. Ich werde mich auf 
jeden Fall weit entfernt von Themen wie "Künstliche Intelligenz" halten. 
Das braucht kein Schwein. Ich werde auch versuchen mir im Laufe des 
Studiums CAD bei zu bringen und Python. (C, VBA und MatLab kann ich 
schon).

: Bearbeitet durch User
Autor: lel (Gast)
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Naja Grundlagen wie Schaltungstechnik, Sensortechnik, Signale und 
Systeme etc. sind schon wichtig. Ich weiß nicht, ob du Grundlagenfächer 
in Master nehmen kannst. Klar baut man Roboter, ist aber eben wie du 
bereits geschrieben hast ein Teil von mehreren Gebieten, da die Robotik 
verschiedene Gebiete vereint. Wir haben schon im 5. und 6. Semester 
kleinere Roboter gebaut und sie dementsprechend programmiert(ebenfalls 
München). Ich habe mich aber gegen den Robotics Master entschieden, 
sondern für einen normalen Master, da ich nicht so auf Garching 
stehe(Robotics ist eher in Garching dank Info-Fakultät, E-Technik in 
München)

Autor: Karlibarli (Gast)
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Klar, technische Mechanik braucht im Berufsleben kein Ingenieur mehr :-D

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Ach krass, du bist ja auch in München :-) Können uns gerne auch mal 
treffen.
(was ich halt meinte ist, dass man nicht Roboter wie bei Terminator 
baut, sondern schon eher so Industrieroboter und intelligente Systeme)

Signale und Systeme mache ich dieses Semester schon, und Grundlagen der 
Elektrotechnik auch, da beides so wichtig ist wie du sagst. (Im Moment 
studiere ich das erste Semester woanders). Von meinen Erfahrungen her an 
der jetzigen Uni kann man Dinge wie Signale und Systeme auch in solchen 
interdisziplinären Mastern reinbringen, auch wenn die normalerweise im 
Bachelor angeboten werden. Ich weiß jetzt aber nicht ob das auch in 
München so ist.

Lol du hast wohl einen generellen E-technik Master gewählt, da man auch 
bessere Berufschancen hat. (Nicht nur weil du München zu Garching 
bevorzugst.).

Ich tendiere auch dazu das zu machen. Hätte ich doch nur E-Technik im 
Bachelor studiert :-(, aber vlt muss man da einfach die bitter Pille 
schlucken und wieder zwei Jahre E-technik Bachelor studieren K.P. :/. 
Ist eine schwierige Entscheidung, die ich da genau überlegen muss. aber 
wenn es nicht wirklich gute Chancen in der Robotik gibt, was mache ich 
den da? Dann doch lieber gleich mit dem arbeiten anfangen oder etwas 
ordentliches studieren...

Autor: lel (Gast)
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Ich weiß nicht, für mich war der Master zu spezialisiert, aber ob man 
bessere Berufschancen hat mit einem normalen Master kann ich nicht 
sagen. Du kannst ja wie du bereits  gesagt hast auch andere Gebiete 
spezialisieren.
Versteh mich nicht falsch, für Freaks, die in der Forschung neue Roboter 
entwickeln wollen, ist wohl Robotik das perfekte Studium(solche hab ich 
auch schon kennengelernt) Die angewandte Robotik, womit wohl in Zukunft 
viele Elektrotechniker ihr Geld verdienen werden, kann erst wohl in 10 
oder 20 Jahren? Realität werden. Hier kommt es ja drauf an, wie schnell 
sich die Robotik entwickelt. Es sollen ja noch im diesen Jahrzehnt die 
ersten Haushaltsroboter auf den Markt kommen. Und wenn die erfolgreich 
sein sollten, tja dann hast du mit deinem Studium aufs richtige Pferd 
gesetzt, aber alles leider reine Spekulation. Eins steht fest, Roboter 
werden ihre Anwendungsgebiete haben(Medizin, Militär, Raumfahrt, 
Industrie etc.), die Frage ist leider nur WANN. Ich kann dir leider 
nicht helfen ob 2 Jahre noch extra ein Bachelor die bessere Wahl wäre 
für dich. Das musst du selber entscheiden. Ich kann verstehen wenn du 
auch mal irgendwann Geld verdienen willst...

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Naja, ich könnte einen Master in Simulationsingenieurwesen 
(Computational Science & Engineering) mit meinem Bachelor machen. Das 
liegt mir jedoch nicht ganz so sehr wie direkte systemnahe Dinge und 
Elektrotechnik.

Ich weiß glaube ich was ich machen werde, ganz einfach. Ich nehme 
erstmal im Master Kurse wie Regelungstechnik und 
Automatisierungstechnik, die in den Robotiks Master gehen können, aber 
auch gut auf den späteren Beruf vorbereiten. Zeitgleich rede ich mit 
Arbeitgebern entweder durch Bewerbungen auf Werkstudentenpositionen oder 
Vollzeitstellen und finde heraus welche Fähigkeiten ich mir noch 
aneignen müsste um fest an zu fangen. Diese würde ich dann einfach 
studieren und entweder meinen Master berufsbegleitend fortsetzen (oder 
im schlimmsten Fall diesen abbrechen.)



P.s. irgendwie verstehe ich diese negative Einstellung gegenüber der 
deutschen Industrie in diesem Forum nicht. Sind wir nicht 
Exportweltmeister aufgrund unserer starken Industrie?

Autor: Ingenieur (Gast)
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N. N. schrieb:
> P.s. irgendwie verstehe ich diese negative Einstellung gegenüber der
> deutschen Industrie in diesem Forum nicht. Sind wir nicht
> Exportweltmeister aufgrund unserer starken Industrie?

Oh, du bist offenbar noch sehr jung und naiv, musst noch sehr viel 
lernen, zum Beispiel über Lobbyismus und die Einstellungspolitik großer 
Konzerne...

Autor: Dave (Gast)
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Mach einfach entweder Machine Learning, KI oder Computer Vision als 
Vertiefung.
Als Mathematiker solltest du da besser als die anderen 
sein(theoretisch).
Die Zukunft wird intelligenter (Internet Of Things, Autonomes Fahren, 
Telemedezin, Secure Clouds, Big Data).
Eigentlich steht die Welt vor dir, wenn du mehr Richtung Informatik 
denkst und ein Bisschen E-Technik vergisst, da du bei dem letzteren zu 
viel nachholen müsstest um wirklich gut zu sein.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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N. N. schrieb:
> P.s. irgendwie verstehe ich diese negative Einstellung gegenüber der
> deutschen Industrie in diesem Forum nicht. Sind wir nicht
> Exportweltmeister aufgrund unserer starken Industrie?

Wir sind deshalb Exportweltmeister weil wir das Kapital der 10% 
Gesellschaft  nicht besteuern, die Löhne niedrig halten und den Staat 
über Steuern  auf den "pösen" Konsum  und Löhne alimentieren.

Ehrlich ich schei.. auf dieses Land!

Autor: IchGlaubeEsNicht (Gast)
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>Ehrlich ich schei.. auf dieses Land!

Hast du eigentlich sonst keinen Menschen der die zuhört? Vielleicht 
deinen Friseur.
Daß du deine gequirlte Schei*e nicht ständig hier absondern mußt.

Warum wanderst du eigentlich nicht aus? Weil niemand Hartz IV-Empfänger 
wirklich haben möchte?

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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IchGlaubeEsNicht schrieb:
>>Ehrlich ich schei.. auf dieses Land!
>
> Hast du eigentlich sonst keinen Menschen der die zuhört? Vielleicht
> deinen Friseur.
> Daß du deine gequirlte Schei*e nicht ständig hier absondern mußt.

> Warum wanderst du eigentlich nicht aus? Weil niemand Hartz IV-Empfänger
> wirklich haben möchte?

Wieso? Mutti ruft doch nach H-IV-Empf.!

Autor: polb (Gast)
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Wenn du jemals als vollwertiger Elektrotechniker akzeptiert werden 
willst, kommst du an dem entsprechenden Bachelor und Master nicht 
vorbei.

Ich kenne einen FH-WIng-Bachelor (60% Etechnik-Anteil mit gesamten 
Grundstudium) mit anschließenden reinen Uni-Etechnik-Master. Noten 
wurden an der Uni sogar besser. Selbst der wird von den meisten Kollegen 
nicht als Etechniker akzeptiert.

Genug ältere Kollegen lästern wie Schulmädchen ähnlich wie in dem Forum 
hier ab, wenn ein jüngerer Kollege sich gewagt hat schon nach dem 
Etechnik-Bachelor in die Arbeitswelt einzusteigen.

Steig lieber als Software-Ingenieur ein oder mach ein richtiges 
Etechnik-Studium.

Lass dir nichts über die deutsche Wirtschaft erzählen. Kaum ein Land 
kann da mithalten. Leute die darüber herziehen sind in der Regel vom 
Neid zerfressen, weil sie es trotzdem zu nichts gebracht haben.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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polb schrieb:
> Selbst der wird von den meisten Kollegen
> nicht als Etechniker akzeptiert.

Warum, ist der Schwarzafrikaner?

Autor: polb (Gast)
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Seltsame Art von Humor. Aber falls du es tatsächlich nicht begriffen 
haben solltest: Wegen dem WIng-Bachelor

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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polb schrieb:
> Seltsame Art von Humor. Aber falls du es tatsächlich nicht
> begriffen
> haben solltest: Wegen dem WIng-Bachelor

Ich kenn nur chicken-wing!

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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@Dave besten Dank für deine Meinung. Ja das denke ich auch.

E-technik ganz nach zu holen ist dann doch zu schmerzhaft, besonders 
wenn man eh nicht 70% benutzt von dem was man an der Uni lernt. Da kann 
ich dann schon die wichtigsten Module lernen. Wenn nötig könnte ich 
einen E-technik Bachelor wahrscheinlich berufsbegleitend nachholen oder 
individuelle Kurse als Gasthörer nehmen, die meine Firma gerade braucht.

Ich finde auch schon Werkstudentenpositionen, die mit dem Robotics 
Master in Verbindung stehen in München. Z.b.: 
http://www.kununu.com/siemens/job/1726187

"Sie unterstützen unser Entwicklungsteam bei der Gestaltung innovativer 
Softwarelösungen im Bereich mechatronischer Systeme, Industrie 4.0, u.a. 
mittels Anbindung von Sensorik im IoT-Umfeld und Agentensystemen (z.B. 
JADE-Framework)".

Nur leider kann ich noch kein Java :-(

Autor: polb (Gast)
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Das man 70% nicht braucht ist nicht bei jeder Stelle so. Themen wie z.B. 
Regelung von elektrischen Antrieben kriegst du gar nicht hin ohne das 
Grundstudium verstanden zu haben.
Da lernt man neben C u.a. auch Java.

Es gibt genug Stellen als Software-Ingenieur, wo du tieferes Verständnis 
für Bauteile brauchst. Das lernst du in so einem Master aber nicht, weil 
das absolute Grundlagen sind.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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N. N. schrieb:
> Nur leider kann ich noch kein Java :-(

Mathe-Bac. und kein Java?
Wie das?

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Cha-woma M. schrieb:
> N. N. schrieb:
>> Nur leider kann ich noch kein Java :-(
>
> Mathe-Bac. und kein Java?
> Wie das?

K.P., dafür habe ich aber Kurse wie generelle Relativität gelernt, was 
mir natürlich jetzt viel bringt im Berufsleben. Von den ganzen Tensoren 
kriege ich noch immer Albträume.

Autor: lel (Gast)
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Aber so schnell lernt man eigentlich keine Programmiersprache. Vor allem 
während dem Studium, wo man nur Zeit hat 1-3h pro Tag zu programmieren. 
Hat man erstmal C++ gelernt nach 3 Jahren, muss man schon wieder die 
nächste Sprache lernen.

Die Behauptung, E-Ings akzeptieren nur E-Ings kann ich bestätigen, sogar 
von einem amerikanischen Kumpel. Er regt sich auch ständig auf, dass 
seine Firma nur Technische Informatiker einstellt(findet wohl keine 
E-Techniker) und diese kaum die technischen Grundlagen von eingebetteten 
System verstehen.

Autor: Markus (Gast)
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Ich finde es sinnvoller RCI an der TUM zu studieren als jetzt nochmal 
einenen Bachelor in Elektrotechnik zu machen. Mit einem 
Bachelorabschluss in Mathematik sollte das überhaupt kein Problem sein.
Ich sehe es auch nicht so, dass man dann durch diesen Studiengang dann 
später im Berufsleben auf den Bereich Robotik festgelegt ist. Es taucht 
zwar der Begriff Roboter im Namen des Studiengangs auf, aber es scheint 
mir, dass es mitnichten im Studium nur um das geht, was sich die 
Mehrheit unter einem Roboter vorstellt (Industrieroboter, 
Serviceroboter, etc.), sondern um allgemein um technische Systeme, die 
Sensorinformationen auswerten. Es handelt sich ja um ein 
wissenschaftliches, universitäres Studium und nicht um eine konkrete 
Berufsausbildung.
Ich kann auch nicht empfehlen einen großen Bogen um Maschinelles Lernen 
etc. zu machen, insbesondere bei einem mathematischem Vorstudium (außer 
du hast kein Interesse daran).

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Hallo Markus. Danke für dein Kommentar.

Ganz im Gegenteil. Ich finde Maschinelles Lernen und KI extrem 
interessant.
Von dem was man hier im Forum liest, hört sich das eher so an als ob die 
vierte industrielle Revolution in D wohl nicht passieren wird, und diese 
Fähigkeiten potentiell nicht genutzt werden, die ich mir hier aneigne. 
Mir ist schon wichtig, dass sich mein Master auch im Gehalt lohnt, neben 
dem Wunsch sich mehr in dem zu vertiefen was mich interessiert, und das 
ist "High-Tech".

Also ich höre schon von Firmen die solche Leute brauchen wie z.B. Festo, 
Kuka Industrie Roboter, und viele Mittelständler. Sogar Firmen wie 
Bloomberg brauchen Machine Learning Programmierer.


Da frage ich mich manchmal nur ob ich den Master noch machen soll. Ich 
könnte jetzt wahrscheinlich einen job für 40k irgendwo im Embedded 
systems Bereich finden, und wäre damit irgendwie auch zufrieden. Eine 
Sicherheit, dass der Master mein Gehalt erhöht habe ich ja auch nicht.

Aber ja, von dem was ich hier entnehme ist der RCI Master am 
sinnvollsten, wenn ich jetzt weiter studiere. ET würde mich zwei Jahre 
in der Karriere zurück werfen und das will ich nicht.

Autor: polb (Gast)
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Was am sinnvollsten ist wirst du nie erfahren, weil du niemals einen 
Vergleich haben wirst. Letztlich wirst du nur wissen, ob du mit deinem 
Weg zufrieden bist oder nicht.

Für manche lohnt sich der Master nie, weil die fehlenden zwei 
Jahresgehälter wegen der geringen Differenz nie oder erst nach mehreren 
Jahrzehnten eingeholt werden.
Für andere lohnt sich der Master auf Grund von Vitamin B was sich 
währenddessen ergeben hat. Vielleicht wäre sonst die Position als 
Abteilungsleiter wegen Vorurteilen älterer Kollegen auch nicht drinne 
gewesen.

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Danke für die hilfreich Meinung.

Ist schon schwierig Entscheidungen im Leben zu treffen.

: Bearbeitet durch User
Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Es gibt auch die Möglichkeit den "Biomedical Computing" Master mit einem 
Mathematik Bachelor zu absolvieren. Dieser hört sich auch ziemlich 
interessant an, aber geht ziemlich weit in Richtung Medizintechnik.

http://www.in.tum.de/fuer-studieninteressierte/master-studiengaenge/biomedical-computing.html


Naja ich lasse mich mal bei der TUM nochmal vor Ort beraten. Ich muss 
mich halt relativ früh entscheiden ob ich Richtung Medizintechnik oder 
Industrie-Informatik gehen will.

Autor: Dipl.- G. (hipot)
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N. N. schrieb:

> 1) Electrical Engineering (ähnlich wie Grundlagen der Elektrotechnik,
> aber mit einem höheren Tempo für Master Studenten)
> 2) Signale und Systeme (sehr wichtiges Fach für E-technik)
> 3) Systemnahe Software (um Programmierung mit C zu erlernen, was wichtig
> für Ingenieure ist)
> 4) Algorithmen und Datenstrukturen (Dies wurde als Vorleistung für
> meinen Robotiks Master verlangt, ist aber auch ein wichtiges Informatik
> Fach).

Klingt doch gut.



> Der Master in Robotics, Cognition, Intelligence hat auch nur folgende
> Phlichtmodule:
> Regelungstechnik, Robotics, Regelungstechnik, Robot Motion Planning,
> Roboter Dynamik, Computer Vision, Machine Learning, Technische Kognitive
> Systeme, Bildverstehen II, Automatisierungstechnik, Grundlagen der
> künstlichen Intelligenz, Mensch Maschine Kommunikation.

Klingt doch gut.

Hör mal auf, dir Streß zu machen, zu jammern und höre nicht auf die 
Blödiane hier im Forum.

Du hast ein Bakkalaureat in Mathe - wunderbar. Das hätten viele gerne, 
besonders die Tölpel die in höherer Mathe bei den Ings immer nur 
auswendig gelernt haben (um die Prüfung zu bestehen und die Note zu 
kriegen) und quasi nur per "Augen zu und durch" überlebten.
Das sind auch immer die, die dir später erzählen wollen, daß man das 
"nicht mehr braucht", oder daß das "überflüssig war". ;-)

Also, Du bist abstrakter Denker, "Strukturator", Systemversteher und 
Modellierer.

Du bist ohne zu zucken in der Lage, Differentialgleichungen noch 
besoffen nachts um drei lösen, während dir ein Escort-Model einen bläst 
und dir ein zweites Mädchen das Koks mit den prallen Brüsten ins Gesicht 
reibt und Du unterdessen Deinen Flüssigkeitshaushalt mit Wodka 
aufrechterhälst. Bravo.

Du bringst solide theoretische Grundlagen und computerpraktische 
Fertigkeiten in algorithmischer und diskreter Mathematik mit.

Du kannst Statistik.

Jetzt lernst Du ordentliche Grundlagen in ganz bestimmten Grundgebieten 
der Elektrotechnik. Wunderbar. Wenn Dir das nicht reicht, mach ein 
Semester länger und belege noch mehr allgemeine und/oder spezifische 
Lehrveranstaltungen aus den Vertiefungsrichtungen des 
Elektrotechnikstudiums. Hauptsache es macht Dir Spaß! Konsultiere 
entsprechende Modulhandbücher!


Auf jeden Fall: weniger Zweifel, weniger Panik. Erstmal fertig werden.
Vor allem in München: Zieh in eine WG, damit Du die oben erwähnten 
Mädels auch ganz natürlich findest. :D Spaß, Ablenkung und Müßiggang 
sind essentieller Bestandteil eines guten Studiums. :-) Im Hamsterrad 
laufen kannst Du später noch lange genug. :-P

Schränke Dich nicht zu sehr auf Automatisierung und Robotik ein; wenn Du 
die Mathematik in die Waagschale wirfst und ein grundlegendes 
Verständnis für Technik und Ingenieurwesen demonstrieren kannst, bist Du 
aus dem Schneider. Vielleicht solltest Du ebenfalls darüber nachdenken, 
ins Ausland zu gehen. Es gibt Arbeitsmärkte außerhalb Deutschlands, wo 
es wichtiger ist, zu beweisen, daß man leicht und schnell lernt, 
verantwortungsvoll denken und handeln kann und sich reinkniet, als schon 
im Vorfeld ganz bestimmtes Spezialwissen 100% beherrschen zu müssen, das 
einen Verfallsstempel trägt.

Spezialist kann man immer werden, in jeder Phase seiner Karriere. Stelle 
Dich als Generalist auf, der statt isolierten Wissens über einen 
anwendbaren Wissensverbund verfügt. Systemwissen. Mathematiker sind 
perfekt geeignet dafür. Spiele dieses As aus. Mit Deinen Kenntnissen und 
Fertigkeiten am Ende des Masters paßt Du auf vieeeeeeeel mehr Stellen 
als nur Automatisierung und/oder Robotik.


viel Glück -- und halte uns auf dem Laufenden :-)



P.S. Wenn ich den Stoff in den ersten Semestern nicht so erbärmlich 
trocken gefunden hätte, hätte ich mich auch in Mathe eingeschrieben. ;-)

Autor: lel (Gast)
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Dipl.- G. schrieb:
> Du hast ein Bakkalaureat in Mathe - wunderbar. Das hätten viele gerne,
> besonders die Tölpel die in höherer Mathe bei den Ings immer nur
> auswendig gelernt haben (um die Prüfung zu bestehen und die Note zu
> kriegen) und quasi nur per "Augen zu und durch" überlebten.
> Das sind auch immer die, die dir später erzählen wollen, daß man das
> "nicht mehr braucht", oder daß das "überflüssig war". ;-)

Das sagen aber meistens nur FHler.

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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> Du bist ohne zu zucken in der Lage, Differentialgleichungen noch
> besoffen nachts um drei lösen, während dir ein Escort-Model einen bläst
> und dir ein zweites Mädchen das Koks mit den prallen Brüsten ins Gesicht
> reibt und Du unterdessen Deinen Flüssigkeitshaushalt mit Wodka
> aufrechterhälst. Bravo.



Hahahahahahahahahahahahaha, wow ich glaube mein Leben ist nicht komplett 
bis ich das erlebe.

Jaja danke für die Motivation :-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Hannes U. (probability)
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Mach es einfach. Es kann dir hier keiner sagen, wie deine Chancen später 
sind. Fakt ist aber, dass die Robotik und Automatisierung im Kommen 
sind. Industrie 4.0 heißt das Zauberwort.

Ich würde an deiner Stelle dann noch während des Studiums ein Praktikum 
machen, um Kontakte zu knüpfen.

Viel Erfolg.

Autor: wurst (Gast)
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Ich würde mich weiter in Mathe spezialisieren die Jobs kommen später 
autmatisch weil das nicht viele können, Informatiker und E-Techniker am 
allerwenigsten auch wenn sie immer die Klappe am weitesten aufreisen
über ihren schweren und hohen Matheanteil. Wenn du schon ein Fuss in 
einer Versicherung drinn hast bleib dort.

Auf Buzzwords wie Industrie 4.0 und "Robotik ist die Zukunft" würde ich 
keinen Pfifferling geben, mich deshalb von solchen Modestudiengängen 
fern halten.

Wenn ich mal so überlege wieviel heute noch im Robotikbereich unterwegs 
sind die damals mit mir abgeschlossen haben, kein Einziger, was waren 
die alle angefixt von den Zukunftsphantastereien! Die haben damals alle 
bei DEN Robotikfimren wie Kuka,... angefangen. Das ist ne Scheissbranche 
die lebt nur von frischen Absolventen um deren Wissen abzugreifen, 
ähnlich wie die Durchlauferhitzer namens Forschungsinstitute an den 
Universitäten, da knechten die naiven Absolventen und Doktoranden für 
Peanuts bis der nächste Jahrgang bereit steht. In der Industrie ist es 
nicht ganz so krass aber entweder machst du dort langweilige Dödeljobs 
oder bist schlecht bezahlt in einer Forschungs/entwicklungsabteilung 
befristet angestellt. Hier und da wird dann mal mit Glück ein sicherer 
und interessanter Posten frei oder kannst zur rechten Zeit am rechten 
Ort geschickt wechseln aber sowas ist nicht planbar und nicht 
verlässlich, deshalb kann man davon nur abraten.

Autor: lel (Gast)
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Ich kann wurst nur zustimmen. Wer wirklich sowas wie Robotik machen 
will, sollte das Ausland in Betracht ziehen.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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lel schrieb:
> Ich kann wurst nur zustimmen. Wer wirklich sowas wie Robotik machen
> will, sollte das Ausland in Betracht ziehen.

Ab wo beginnt "geografisch" das Ausland?

Autor: lel (Gast)
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Cha-woma M. schrieb:
> lel schrieb:
>> Ich kann wurst nur zustimmen. Wer wirklich sowas wie Robotik machen
>> will, sollte das Ausland in Betracht ziehen.
>
> Ab wo beginnt "geografisch" das Ausland?

Jedes Land, das nicht von Murkel regiert wird!

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Hallo Hannes U.,
danke für dein Kommentar! Ich sehe das auch so. Ich muss mich einfach 
früh mit Audi und co. in Kontakt setzen.



Auch euch vielen dank für eure Kommentare lel und wurst.
ich glaube ihr versteht da was falsch. Mit echten "Kuka Industrie 
Robotern" befasst sich der Master, den ich studieren will, nur in den 
Kursen Robot Motion Planning und Roboter Dynamik, was beides nehme ich 
mal an nicht mehr als 12 LP von 120 LP sind oder so, also 10% des 
Kurses. Dort will ich auch nicht unbedingt hin. Es könnte hier 
vielleicht auch sein, dass man auch zu einem Robotiks Seminar gezwungen 
wird (und sich diese Prozentzahl etwas erhöhen wird), aber das weiß ich 
noch nicht.

Viel mehr geht es um intelligente Systeme und autonome Systeme, mit 
Kursen wie z.B. Computer vision and machine learning, Controlling 
autonomous systems, Image understanding, Artificial intelligence.
(Darüber hinaus hat man 32 LP von 120 LP, also 27% komplett freie Wahl 
an Kursen aus Maschinenbau, E-technik und Informatik)

Sprich, man würde am Ende des Kurses bei einem Automobilzulieferer die 
Sensoren Programmieren und entwickeln, und Programme bauen, die diese 
Sensordaten auswerten. Z.b. prüft ein Sensor heutzutage wie nahe du mit 
der Rückseite des Autos am Auto dahinter bist beim parken, und "piept" 
entsprechend. Oder bei der Passkontrolle die intelligenten Systeme 
Programmieren, welche erkennen ob dein Gesicht auch wirklich deinem 
biometrichen Passfoto entspricht (Die haben ja neuerdings Kameras, die 
das Automatisch machen). Mann kann damit auch in die Medizintechnik 
gehen und Software-Lösungen für Imaging Technologien wie MRI Scans/ CAT 
Scans bauen. Oder man kann an intelligenten Systemen arbeiten, die 
Chirurgen bei Eingriffen unterstützen. Man benutzt da ja z.B. Dinge wie 
den Da Vinci Medical Robot für Operationen heutzutage: 
http://www.southsideobgyn.com/wp-content/uploads/2013/03/Davinci-robot.jpg
Diese können z.T. dem Chirurgen falsche Bewegungen untersagen, oder 
seine Bewegungen in "feinere" Bewegungen in den endoskopischen 
maschinellen Armen übersetzen.


Habe auch vor kurzem mit jemandem von Audi gesprochen, und er meinte 
auch ich werde sicherlich bei der Sensorabteilung in Audi was finden. In 
die Versicherungsbranche will ich nicht hin, da mir die Arbeit extrem 
langweilig erschien. (Ich will ja nun nicht den ganzen Tag 
Versicherungstarife berechnen :( ). Gehälter stagnieren auch seit der 
Niedrigzinsphase, die wir in Europa seit einiger Zeit haben.

Naja wenn ich während dem Robotiks Master merke, dass ich nur Unsinn 
studiere, würde ich auch sofort auf E-technik wechseln oder mir direkt 
einen Job suchen. Seit ihr beiden immer noch negativ eingestellt 
bezüglich meiner Master Wahl?

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Also ca. die Hälfte der Fächer kann man sich nach belieben aussuchen aus 
den Bereichen Maschinenbau, E-technik und Informatik, und ich plane mir 
nützliche Fächer auszusuchen und mich ziemlich breit zu streuen mit 
diesen.

Ich bin mir schon ziemlich sicher, dass ich damit auf ein breit 
angesetztes Portfolio an Wissen komme, die sich in der Industrie 
nützlich macht, auch wenn ich später nicht im Bereich "intelligente, 
kognitive oder automatisierte Systeme" arbeite.

Ein Freund von mir hat z.B. im Bachelor den "Mode-Studiengang" 
erneuerbare Energien gemacht, und konnte damit mit weniger als einen 
Semester Auflagen den Master in Maschinenbau studieren, also war das für 
ihn auch kein Problem. Jetzt arbeitet er als Werkstudent bei Bosch in 
R&D (während seines Masters) und hat da nix mit Energien zu tun.



Die Frage ist halt nur was Arbeitgeber sagen werden wenn Sie so einen 
außerirdischen Master wie "Robotics, Cognition, Intelligence" sehen. Ich 
könnte im Lebenslauf darunter einen Satz schreiben um zu beschreiben, 
dass ich diverse Kurse aus Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik 
studiert habe und ca. welche Kurse ich da studiert habe. Ich hoffe mal, 
dass die Industrie nicht so doof ist so jemanden schlechter zu bezahlen 
und schlechtere Karriere Möglichkeiten zu geben, als jemanden, der den 
0815 Master in Elektrotechnik studiert hat, auch wenn beide für die 
gewisse Thematik an der Sie gerade arbeiten, die gleiche Leistung 
erbringen. (Dass kleine Schulmädchen über mich herlästern, weil ich 
nicht den Master in Elektrotechnik studiert habe, damit muss ich mich 
leider abfinden). Zudem plane ich mich auch während der Arbeit nach dem 
Master weiter zu bilden in der E-technik und Informatik, entweder als 
Gasthörer oder durch online Kurse, sodass ich auch irgendwann mindestens 
auf das gleiche Wissensniveau komme eines E-technik Bachelors. Ich meine 
das Wissen z.B. in "Signale und Systeme", was ich gerade studiere kann 
man sich auch perfekt von zu Hause aus aneignen, besonders wenn man 
schon versteht wie Fourier und Laplace transformationen funktionieren.

Ich versuche hier nicht gegen eure Meinungen zu protestieren, sondern 
diese zu verstehen, und eine "konstruktive Debatte" zu führen, um sicher 
zu gehen, dass ich das richtige mache falls ich mich für/gegen den 
Master entscheide.

Autor: wurst (Gast)
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N. N. schrieb:
> Habe auch vor kurzem mit jemandem von Audi gesprochen, und er meinte
> auch ich werde sicherlich bei der Sensorabteilung in Audi was finden. In
> die Versicherungsbranche will ich nicht hin, da mir die Arbeit extrem
> langweilig erschien. (Ich will ja nun nicht den ganzen Tag
> Versicherungstarife berechnen :( ).
Und Sensoren programmieren ist spannender? Das ist doch eher langweilig, 
auch wenn der Studiengang mit Theorie aufgefüllt wurde und jeder Furz 
mit einem weiteren Buzzword versehen (Image understading - ich kotze 
gleich), das was du da später machst sind fertige libs anwenden, da wird 
nicht viel grundlegend Neues entwickelt und schon gar nicht von Audi. 
Die kaufen den fertigen Sensorkram von Zulieferern, dort entstehen die 
"Innovationen" wobei die Konzepte dahinter davon uralt sind, jetzt zieht 
es halt grossflächig in Konsumerprodukte ein, weil 
Rechenleistung+Speicher nix mehr kostet. Ich behaupte mal salopp das ist 
80% Programmierhandwerk auf relaiv niedrigem Level + 20% theoretischem 
verwertbarem Background den man dafür wirklich braucht. Das wird 
schneller langweilig als es dir lieb ist. Echtes Expertenwissen das dich 
weiterbringt und sicher im Job trägt auch wenn mal ne Krise kommt ist 
das jedenfalls nicht.
Und jedes Jahr ziehen Hochschulen einen neuen entspr. 
"Spezialisierungstudiengang" wie Karnickel aus dem Hut, weil die 
Industrie passgenaue anakademisierte Hilfsarbeiter für einen weiteren 
willkürlich eng fokusierten Bereich haben will, nix anderes ist dieser 
Studiengang. Ein neuer Pseudoberuf und "Spezialisierung", das hat früher 
jeder E-Techniker gemacht, nach gewisser Einarbeitugszeit aber die gibts 
heute so gut wie nicht mehr, man will den passgenauen Idioten haben, der 
bekommt jetzt einfach ein neues Etiket rangepappt.
Mach was Klassisches wie meinetwegen E-Technik oder baue auf deinen 
Mathebachelor mit einem entspr. Master auf aber das ist dir ja zu 
trocken.

Glaube auch blos nicht dass sie bei Audi gerade auf solche 
Spezialabsolventen warten, wenn du fertig bist wird wieder eine neue Sau 
durchs Dorf getrieben oder es herrscht Einstellungsstop, wenn überhaupt 
wirst du eh nur bei einer Konzerntochter landen oder noch eher bei einem 
Zulieferer. So einen Master würde ich nur machen wenn ich in der entspr. 
(änliche) Branche einen Fuss in der Türe hätte.

> Naja wenn ich während dem Robotiks Master merke, dass ich nur Unsinn
> studiere, würde ich auch sofort auf E-technik wechseln oder mir direkt
> einen Job suchen. Seit ihr beiden immer noch negativ eingestellt
> bezüglich meiner Master Wahl?
Dir fehlt auch das E-Technikgrundwissen, wenn du unbedingt in die 
Schiene willst dann würde ich fast einen Bachelor E-Technik empfehlen.
Danach suchst du dir einen Job (kannst ja auch nicht ewig studieren) und 
schaust dich erst mal um was dich im Beruf wirklich interessiert. Wenn 
du mal richtig im Berufsleben stehts ändern sich die Perspektiven, dann 
merkst du evt. dass der erwünschte Bereich doch nicht das ist was du 
machen willst, warum auch immer.

Alleine schon das fehlende E-Technikwissen ist eigentlich der Killer, 
selbst wenn du nur theoretisch arbeiten und Software entwickeln würdest, 
würde dich glaube ich kaum einer einstellen, weil dort viele E-Techniker 
arbeiten und die stellen bevorzugt E-Techniker ein, rein schon aus 
praktischen Gründen damit du auch mal reine E-Technik Aufgaben 
übernehmen kannst. So speziell ist der Bereich nicht, dass man gezwungen 
wäre auf One-Trick-Ponys wie dich zurückgreifen zu müssen, da wartet man 
einfach weiter ein halbes Jahr auf den passenden Bewerber, der 
E-Technikwissen mitbringt.

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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In dem Fall werde ich mal seriös überlegen einen E-technik Bachelor 
stattdessen nach zu holen. Ist auch irgendwie traurig was für einen 
Fehler ich damit gemacht habe Mathe zu studieren.

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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P.s. frohe Weihnachten wünsche ich euch allen :-)

Ich glaube ich werde meinem Plan B folgen. Ich bewerbe mich jetzt auf 
jobs bei deutschen Industrie Großunternehmen. Dann falls ich den Job 
fest in der Tasche habe werde ich dort erst mal nachfragen ob ich auf 
Teilzeit ein Studium weiterführen könnte. Ich höre es werden ja oft 35h 
Verträge ausgegeben. Falls es auch nicht klappt mit dem job ist es ja 
egal. Das Vollzeit Studium steckt mir ja immer noch fest in der Tasche, 
und darauf kann ich zurück fallen.

Dann könnte ich dort mit meinem Vorgestzten reden und gucken ob Bachelor 
E-technik oder Master Robotik das richtige für mich ist. Auf jeden fall 
werde ich jetzt erst mal ran die Bewerbungen gehen!

Autor: lel (Gast)
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Naja ich würd auch lieber den Bachelor machen oder eben wie du vor hast 
nen Job suchen. Viel Glück noch!

Autor: Mops (Gast)
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Wenn du in den Master reinkommst, dann mach den Master. An der TUM hast 
du sehr viele Möglichkeiten und die Lehrstühle werden teilweise gerade 
erst aufgebaut und sind topmodern. Damit wirst du sicher nicht 
arbeitslos und es gibt sehr viele interessante neue Themen auf dem 
Gebiet ;) Lass dich von den negativen Leuten hier nicht davon abbringen.

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Hallo Mops,

das Master Angebot habe ich schon. Es schadet aber nicht vorher noch zu 
versuchen Arbeit zu finden in der Industrie. Dann habe ich immer noch 
die Option den Master nach dem ersten Semester ab zu brechen, und ihn 
berufsbegleitend weiter zu führen später, sogar noch an der TUM.

MFG

Autor: Mops (Gast)
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Jop da hast du Recht. Viel Erfolg !

Autor: Jeje (Gast)
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Das ist natürlich alles nur meine Meinung, die muss man nicht teilen und 
vielleicht habe ich auch unrecht:

Ich glaube die große Zeit der Ingenieure ist in Deutschland vorbei. 
Zumindest in der Masse wie wir es bisher kannten. Die Chinesen 
übernehmen langsam aber sicher den Markt der Qualitätsprodukte da der 
eigene Markt sehr stark ist und danach dürstet. In Deutschland ist China 
als "billig" Land verschrien weil Europäische Firmen dort Schrott 
fertigen lassen und hier hin importieren, in Wirklichkeit sprießen aber 
Technologie Unternehmen nur so aus der Erde und viele sind ja bereits 
fest am Markt - Huawei & co. sind da nur der Anfang. Im 
Automatisierungsmarkt sieht es ganz ähnlich aus - KUKA sieht da schon 
seine Pferde schwimmen da der chinesische Staat wie gewohnt die eigene 
Industrie puscht. Immer mehr Unternehmen setzen bereits auf Roboter aus 
lokaler chinesischer Produktion. Da braucht die Regierung nur mal den 
Hahn für KUKA zu drehen und dann wars das auch. In anderen Bereichen 
sieht es ganz ähnlich aus, Unterhaltselektronik (Mediaplayer & co.), 
Router, etc. etc. wird doch inzwischen von chinesischen Firmen zu einem 
großen Teil besser und günstiger gefertigt. Auf das Wissen der Deutschen 
Ings. - außer vielleicht die Jahrelange Expertise in der 
Qualitätssicherung - ist da schon lange keiner mehr angewiesen. Jetzt 
geht das alles noch aber die Trends sind momentan so stark das ich nicht 
wissen will wie die Ing-Landschaft hier in 30 Jahren aussieht.

Ich halte daher die Vorschläge sich eher im Bereich Informatik bzw. 
Wirtschaftsinformatik fortzubilden (Business Intelligence) für keine 
schlechte Idee. Gerade als Mathematiker hat man da beste Chancen und es 
gibt relativ viele Stellen. Gerade weil die IT immer mehr der enabler 
für neue Geschäftsprozesse ist, ist man da immer am Start egal welche 
Branche, egal welches Produkt. Interessant in dem Zusammenhang ist auch 
die Studie von McKinsey (Ten IT-enabled business trends for the decade 
ahead).


Ok - Ende mit der Panikmache. Ich glaube der TE hat gute Karrierechancen 
zumindest wenn die Reaktion der Unternehmen genauso stattgefunden haben 
wie er es beschreibt. Ich glaube er muss sich dann eher weniger Sorgen 
machen :-) , vor allem da er mit seiner Vorbildung problemlos im Ausland 
Fuß fassen kann.

Autor: Peter (Gast)
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Eh... Mit den neuen Leichtbau Robotern von Kuka können sich ALLE 
Mitbewerber aber ganz warm anziehen.

Wer die Gelegenheit hat sollte sich die auf einer Messe mal ansehen, 
also dagegen sind die anderen Produkte die Kuka vertreibt aus der 
Steinzeit.

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Das waren aber bis jetzt nur Bewerbungen auf Werkstudentenpositionen. 
Für feste Jobs bewerbe ich mich jetzt zum ersten Mal! Hoffen wir mal es 
klappt :) Ich kriege schon kalte Füße, aber ich muss da einfach Augen zu 
und durch!

Autor: lel (Gast)
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N. N. schrieb:
> Das waren aber bis jetzt nur Bewerbungen auf
> Werkstudentenpositionen.
> Für feste Jobs bewerbe ich mich jetzt zum ersten Mal! Hoffen wir mal es
> klappt :) Ich kriege schon kalte Füße, aber ich muss da einfach Augen zu
> und durch!

Das wird schon;) Brauchst nur Selbstbewusstsein. Ist wie bei Frauen, 
einfach Eier zeigen;)

Autor: Dipl.- G. (hipot)
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Jeje schrieb:

> Ich glaube die große Zeit der Ingenieure ist in Deutschland vorbei.
> Zumindest in der Masse wie wir es bisher kannten. Die Chinesen
> übernehmen langsam aber sicher den Markt der Qualitätsprodukte da der
> eigene Markt sehr stark ist und danach dürstet. In Deutschland ist China
> als "billig" Land verschrien weil Europäische Firmen dort Schrott
> fertigen lassen und hier hin importieren, in Wirklichkeit sprießen aber
> Technologie Unternehmen nur so aus der Erde und viele sind ja bereits
> fest am Markt - Huawei & co. sind da nur der Anfang. Im
> Automatisierungsmarkt sieht es ganz ähnlich aus - KUKA sieht da schon
> seine Pferde schwimmen da der chinesische Staat wie gewohnt die eigene
> Industrie puscht. Immer mehr Unternehmen setzen bereits auf Roboter aus
> lokaler chinesischer Produktion. Da braucht die Regierung nur mal den
> Hahn für KUKA zu drehen und dann wars das auch. In anderen Bereichen
> sieht es ganz ähnlich aus, Unterhaltselektronik (Mediaplayer & co.),
> Router, etc. etc. wird doch inzwischen von chinesischen Firmen zu einem
> großen Teil besser und günstiger gefertigt. Auf das Wissen der Deutschen
> Ings. - außer vielleicht die Jahrelange Expertise in der
> Qualitätssicherung - ist da schon lange keiner mehr angewiesen. Jetzt
> geht das alles noch aber die Trends sind momentan so stark das ich nicht
> wissen will wie die Ing-Landschaft hier in 30 Jahren aussieht.
>
> Ich halte daher die Vorschläge sich eher im Bereich Informatik bzw.
> Wirtschaftsinformatik fortzubilden (Business Intelligence) für keine
> schlechte Idee. Gerade als Mathematiker hat man da beste Chancen und es
> gibt relativ viele Stellen. Gerade weil die IT immer mehr der enabler
> für neue Geschäftsprozesse ist, ist man da immer am Start egal welche
> Branche, egal welches Produkt. Interessant in dem Zusammenhang ist auch
> die Studie von McKinsey (Ten IT-enabled business trends for the decade
> ahead).

Ich stimme zu. Deswegen bräuchten wir in Deutschland eine Stärkung der 
Universitätsausbildung und eine Verlängerung des Studiums statt 
Fachhochschulen. Fachhochschulen sind leicht zu kopieren, und das tun 
die Chinesen ja jetzt schon. Die "produzieren" jährlich mehr zehnmal 
mehr FH-Ingenieure als Deutschland. Und die lernen und machen irgendwann 
die gleiche Arbeit bei gleicher Qualität. Schon die Vorauswahl ist in 
China viel härter und quasi eine Bestenauslese -- trotzdem verlassen 
jährlich über 600.000 Ingenieure die chinesischen Hochschulen.
Innovation und damit Wettbewerbsfähigkeit könnten uns nur Uni-Ingenieure 
garantieren, die dann an Unis arbeiten oder in privaten 
Forschungsinstituten oder in den R&D-Abteilungen der Firmen. Humboldt 
läßt sich einfach kopieren, und ein kleines Volk von 
Ingenieur-Individualisten läßt sich nicht über Nacht "ausbilden". 
Ingenieurwesen hat in der Tat eine große Chance in Deutschland, aber 
eben als Wissenschaft, nicht als theorieschwaches Bastlertum, und 
zahlenmäßig als Nischenerscheinung statt Massenbetrieb wie heutzutage.

Trotzdem sollte der TE einfach seinen Master machen mit möglichst wenig 
Spezialisiserung und viel technischen Grundlagen. Der Rest ergibt sich. 
;-)

Autor: Ingenieur (Gast)
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lel schrieb:
> Ist wie bei Frauen,
> einfach Eier zeigen;)

Dann droht aber eine Anzeige wegen sexueller Belästigung.

Autor: polb (Gast)
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Warum ist es dann so schwierig geeignete Kandidaten in China zu finden? 
Beide Firmen in denen ich seit Abschluss arbeite tun sich nur in China 
schwer. In Deutschland und auch Osteuropa ist es einfacher. Das 
bestätigen auch die chinesischen Kollegen.

Und wenn du dort jemanden findest, kriegst du teilweise grausamen Code. 
FuSi? MISRA? Nie gehört. Wozu mal compilen zur Probe geschweige denn auf 
dem target testen, wird schon laufen also ohne einchecken. Ich bin 
mittlerweile schon froh, wenn man sich ordentlich auf Englisch 
verständigen kann.

Autor: lel (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> lel schrieb:
>> Ist wie bei Frauen,
>> einfach Eier zeigen;)
>
> Dann droht aber eine Anzeige wegen sexueller Belästigung.

Naja habe nie beim approachen ne Anzeige bekommen.
Aber was ich damit meine, Selbstbewusstsein ausstrahlen, das merken 
Personaler.
Ich kann Polb nur zustimmen, in China herrscht nur Masse statt 
Klasse(bei uns mittlerweile auch leider) An meiner UNI sind die Chinesen 
auch nur unterdurchschnittlich.

Autor: ahahaha (Gast)
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Und siehe da... Kuka gehört den Chinesen! Die mussten sich aber warm 
anziehen ;)

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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ahahaha schrieb:
> Und siehe da... Kuka gehört den Chinesen! Die mussten sich aber warm
> anziehen ;)

Wer?

Autor: ahahaha (Gast)
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Cha-woma M. schrieb:
> ahahaha schrieb:
>> Und siehe da... Kuka gehört den Chinesen! Die mussten sich aber warm
>> anziehen ;)
>
> Wer?

"die konkurrenz" so stand es zumindest in einem vorherigen Posting... 
"blablabla leichtbau von Kuka die Konkurrenz muss sich warm anziehen"

Autor: boeseringenieur (Gast)
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Hallo,

Wollte seid eh und je euch eine Nachricht schreiben.

Ich werde heute abend was schreiben.

MFG,
OP

Autor: Fadhel (Gast)
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Hallo 😊

Und hast du dein Master in München gemacht?
Ich möchte mich gerne informieren. Soltanifadhel@live.fr

Autor: boeseringenieur (Gast)
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Hallo,

den Master in München nicht anzutreten und stattdessen arbeiten zu gehen 
war definitiv die richtige Entscheidung; gut dass ich auf diesem Forum 
was geschrieben habe.

Habe bei einer größeren Beratungsfirma angefangen als IT-Berater bei 
Banken (ohne IT so richtig zu können). Einstiegsgehalt: 45k

Jetzt nach 1 und halb Jahren will ich in eine kleinere Firma wechseln 
mit einem Angebot von c. 80k pro Jahr. (Demnächst werde ich also 
kündigen).

In 5 Jahren will ich mich selbstständisch machen. (Bei etwas über 100k 
wird mein Gehalt wahrscheinlich abflachen und nicht mehr steigen, es sei 
denn jemand hat einen Vorschlag wie ich höher kommen könnte.)


Ein Problem das ich habe: Der deutsche "Räuberstaat" zieht mir als 
unverheiratete Person ein viertel meines Gehalts als Lohnsteuer ab, und 
nochmal ein viertel als Sozialleistungen. Das kann doch nicht wahr sein. 
Warum bin ich z.B. gezwungen in eine nicht-kapitalgebundene 
Rentenversicherung einzuzahlen, die durch den demographischen Wandel 
sich immer weniger für mich lohnt in Zukunft. Habe kein Problem mit 
steuern und Sozialabgaben, aber in Deutschland ist das 
Preis-Leistungsverhältnis von Arbeit echt auf unterirdischem niveau. 
Dafür gehts Bedürftigen und Beamten wahrscheinlich echt gut.

Ich würde gerne auswandern wenn ich selbstständig werde (nachdem ich 5 
Jahre hier gearbeitet habe und mir eine gesetzliche Rentenversicherung 
zusteht, sonst wird meine Rente in einem Block ausgezahlt und die Hälfte 
(Arbeitgeberanteil) geht verloren).

Ich denke entweder an Schweiz/ Lichtenstein/ Luxemburg. Was denkt ihr? 
Dort einen Job zu finden ist auf jeden Fall viel schwerer als hier.

MFG,
BoeserITler ( nicht mehr Ingenieur ;) )

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Hallo,

den Master in München nicht anzutreten und stattdessen arbeiten zu gehen
war definitiv die richtige Entscheidung; gut dass ich auf diesem Forum
was geschrieben habe.

Habe bei einer größeren Beratungsfirma angefangen als IT-Berater bei
Banken (ohne IT so richtig zu können). Einstiegsgehalt: 45k

Jetzt nach 1 und halb Jahren will ich in eine kleinere Firma wechseln
mit einem Angebot von c. 80k pro Jahr. (Demnächst werde ich also
kündigen).

In 5 Jahren will ich mich selbstständisch machen. (Bei etwas über 100k
wird mein Gehalt wahrscheinlich abflachen und nicht mehr steigen, es sei
denn jemand hat einen Vorschlag wie ich höher kommen könnte.)


Ein Problem das ich habe: Der deutsche "Räuberstaat" zieht mir als
unverheiratete Person ein viertel meines Gehalts als Lohnsteuer ab, und
nochmal ein viertel als Sozialleistungen. Das kann doch nicht wahr sein.
Warum bin ich z.B. gezwungen in eine nicht-kapitalgebundene
Rentenversicherung einzuzahlen, die durch den demographischen Wandel
sich immer weniger für mich lohnt in Zukunft. Habe kein Problem mit
steuern und Sozialabgaben, aber in Deutschland ist das
Preis-Leistungsverhältnis von Arbeit echt auf unterirdischem niveau.
Dafür gehts Bedürftigen und Beamten wahrscheinlich echt gut.

Ich würde gerne auswandern wenn ich selbstständig werde (nachdem ich 5
Jahre hier gearbeitet habe und mir eine gesetzliche Rentenversicherung
zusteht, sonst wird meine Rente in einem Block ausgezahlt und die Hälfte
(Arbeitgeberanteil) geht verloren).

Ich denke entweder an Schweiz/ Lichtenstein/ Luxemburg. Was denkt ihr?
Dort einen Job zu finden ist auf jeden Fall viel schwerer als hier.

MFG,
BoeserITler ( nicht mehr Ingenieur ;) )

Autor: Statistiker (Gast)
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N. N. schrieb:
> Ein Problem das ich habe: Der deutsche "Räuberstaat" zieht mir als
> unverheiratete Person ein viertel meines Gehalts als Lohnsteuer ab, und
> nochmal ein viertel als Sozialleistungen. Das kann doch nicht wahr sein.
> Warum bin ich z.B. gezwungen in eine nicht-kapitalgebundene
> Rentenversicherung einzuzahlen, die durch den demographischen Wandel
> sich immer weniger für mich lohnt in Zukunft. Habe kein Problem mit
> steuern und Sozialabgaben, aber in Deutschland ist das
> Preis-Leistungsverhältnis von Arbeit echt auf unterirdischem niveau.
> Dafür gehts Bedürftigen und Beamten wahrscheinlich echt gut.

Da hast du recht. Ein Freund verdient knapp 100k USD in Tokyo, er zahlt 
gerade mal knapp 29% Steuern und Abgaben. Mit extra Versicherung hat er 
100% Krankenversicherung und kann zu jedem Arzt gehen, den er will. Er 
kriegt z.B. einen Facharzttermin noch am selben Tag, hier wartet man 
Wochen. Der deutsche Sozialstaat wird überbewertet. Er ist zu teuer für 
die Leistung, die er bringt.

Autor: Qwertz (Gast)
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Statistiker schrieb:
> Der deutsche Sozialstaat wird überbewertet. Er ist zu teuer für die
> Leistung, die er bringt.

Ach was, das ist doch Jammern auf allerhöchstem Niveau. Es bleibt doch 
netto nun wirklich immer noch mehr als genug übrig. In Deutschland läuft 
das Meiste in der Realität sowie sehr viel besser als einige Miesepeter 
in Internetforen es wahrhaben wollen.

Autor: Statistiker (Gast)
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Qwertz schrieb:


> Ach was, das ist doch Jammern auf allerhöchstem Niveau. Es bleibt doch
> netto nun wirklich immer noch mehr als genug übrig.

Nein, tuts nicht. Mir werden nicht nur 50% in Form von Steuern und 
Abgaben gestohlen, sondern darf auch noch 19% MwSt zahlen, die 
Energiewende finanzieren und was weiß ich noch alles. Explodierende 
Mietpreise geben mir dann noch den Gnadensstoß.
Ich beneide meinen Freund, er zahlt nur 7% MwSt und nur die Hälfte an 
Strom- und Gaspreise.

Autor: Felix F. (wiesel8)
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Statistiker schrieb:
> Ich beneide meinen Freund, er zahlt nur 7% MwSt und nur die Hälfte an
> Strom- und Gaspreise.

Was genau macht dein "Freund"?

N. N. schrieb:
> Ein Problem das ich habe: Der deutsche "Räuberstaat" zieht mir als
> unverheiratete Person ein viertel meines Gehalts als Lohnsteuer ab, und
> nochmal ein viertel als Sozialleistungen. Das kann doch nicht wahr sein.
> Warum bin ich z.B. gezwungen in eine nicht-kapitalgebundene
> Rentenversicherung einzuzahlen, die durch den demographischen Wandel
> sich immer weniger für mich lohnt in Zukunft. Habe kein Problem mit
> steuern und Sozialabgaben, aber in Deutschland ist das
> Preis-Leistungsverhältnis von Arbeit echt auf unterirdischem niveau.
> Dafür gehts Bedürftigen und Beamten wahrscheinlich echt gut.
>
> Ich würde gerne auswandern

Hab ich auch sehr schnell gemerkt, als ich zu arbeiten anfing...

mfg

Autor: Statistiker (Gast)
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Felix F. schrieb:
> Statistiker schrieb:
>> Ich beneide meinen Freund, er zahlt nur 7% MwSt und nur die Hälfte an
>> Strom- und Gaspreise.
>
> Was genau macht dein "Freund"?
>
Cloud Engineer bei Rakuten.

Autor: Malu (Gast)
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Schleppen sich da nicht alle todkrank zur Arbeit, weil sie Angst haben, 
bei einem Fehltag gekündigt zu werden?

Autor: Statistiker (Gast)
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Malu schrieb:
> Schleppen sich da nicht alle todkrank zur Arbeit, weil sie Angst
> haben,
> bei einem Fehltag gekündigt zu werden?

Kannst du alles verhandeln, Anzahl Urlaubstage etc.
Ist in den USA auch nicht anders.
Soziale Bedingungen, was Arbeiten angeht, sind in Europa natürlich am 
besten. Dafür wird dir fast alles genommen. Wobei sich das natürlich 
auch ändert, Zeitarbeit ist ja bekanntlich am boomen.

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Ich würde sehr stark den Leuten hier empfehlen bei hohem Gehalt und 
Wunsch nach Auswanderung ins Ausland eine ETF-gebundene Rürup-Rente 
abzuschließen. Den Versicherungsmantel bekommt man schon für 1% 
Jahresgebühr.

Dadurch zahlt man keine Einkommenssteuer (43%) und keine 
Abgeltungssteuer (25%).
Die späteren Versteuerung der Auszahlungen der Rente können dann in 
einer Steueroase relativ günstig erfolgen. Der Staat verlangt dann nicht 
nochmal Steuern (solange man wirklich in der Steueroase lebt).


Kennt jemand andere legale Steuertricks?

Kann man z.B. in Frankreich leben und in Deutschland unter der Woche 5 
Tage als Berater tätig sein?

Autor: Jack (Gast)
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N. N. schrieb:
> Ich würde gerne auswandern

Ich habe kein Problem mit Leuten die wirklich auswandern. Ich habe ein 
Problem mit Leuten die nur drüber reden und weiter jammern. Man wandert 
durch Auswandern aus, nicht durch Reden. Also, red' nicht, mach.

> Ich denke entweder an Schweiz/ Lichtenstein/ Luxemburg. Was denkt ihr?
> Dort einen Job zu finden ist auf jeden Fall viel schwerer als hier.

Wie jetzt? Doch nicht alles scheiße hier? Man bekommt es auch im Ausland 
nicht gemalt und du wirst dort ebenfalls Kompromisse machen müssen. 
Hoffentlich welche die dir besser gefallen.

Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Hallo,

Wie gesagt, ich muss mindestens 5 Jahre in Deutschland gearbeitet haben, 
sonst geht viel Geld aus der eingezahlten gesetzlichen Rente verloren. 
Aber ich plane schonmal vor. Dadurch dass es schwerer ist in der Schweiz 
und co einen Job zu finden muss ich auch mehr Zeit einplanen.

Mit Familie und einer nicht arbeitenden Frau, ist die Steuer und 
Abgabenlast auch relativ human. Dann komme ich auch vielleicht wieder 
zurück. Steuerklasse 1 ist allerdings die Hölle.

MFG,

Autor: Qwertz (Gast)
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N. N. schrieb:
> Steuerklasse 1 ist allerdings die Hölle.

Einen dümmeren Satz habe ich hier im Forum seit sehr langer Zeit nicht 
gelesen. Trotz Steuern und Sozialabgaben geht es den Ingenieuren in 
Deutschland doch blendend, egal in welcher Steuerklasse. Sehr viel Geld 
für angenehme und wenig Arbeit.

Autor: ßßß (Gast)
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Qwertz schrieb:
> N. N. schrieb:
>> Steuerklasse 1 ist allerdings die Hölle.
>
> Einen dümmeren Satz habe ich hier im Forum seit sehr langer Zeit nicht
> gelesen. Trotz Steuern und Sozialabgaben geht es den Ingenieuren in
> Deutschland doch blendend, egal in welcher Steuerklasse. Sehr viel Geld
> für angenehme und wenig Arbeit.

Und am Jahresende ist es dann auch meist völlig egal in welcher 
Steuerklasse man war, was soll immer der Scheiß mit der Steuerklasse?

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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ßßß schrieb:
> Und am Jahresende ist es dann auch meist völlig egal in welcher
> Steuerklasse man war, was soll immer der Scheiß mit der Steuerklasse?

Nur nicht wenn jemand Elterngeld beziehen möchte und nicht längst über 
dem Maximalbetrag ist.
Denn dafür wird tatsächlich das NETTO der letzten Monate herangezogen. 
Warst du da in einer "schlechten" Steuerklasse, gibt's tatsächlich 
weniger Geld. Wer denkt sich so was aus? Warum nicht auch das über das 
Brutto ermitteln? Natürlich sollte das mit einem ordentlichen Gehalt 
egal sein, weil so wieso über dem Deckel, aber dennoch unfair.

: Bearbeitet durch User
Autor: N. N. (boeseringenieur)
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Mit dem "Scheiß mit der Steuerklasse" meinte ich folgendes:
1) Steuerklasse 1 = Single
2) Steuerklasse 3 = Verheiratere, Ehefrau arbeitet nicht.

Die Sozialabgaben werden dann nur einmal abgezogen, Frau bekommt noch 
eine kleine Rente fürs Kindergroßziehen und ist kostenlos in der 
Krankenversicherung mitversichert. Die Lohnsteuer (und in den meisten 
Fällen dann auch die Einkommensteuer) wird reduziert um 35% in meinem 
Fall. Bei 80k Gehalt und somit 66k zu versteuerndes Einkommen sind das 
13k Einkommenssteuer statt 20k.

Die 7k extra Einkommen plus die ganzen Sozialleistungen für die Frau 
lohnen sich dann auch endlich mal.



Momentan finanziere ich jedoch gefühlt jeden Deppen in Deutschland mit, 
der in einer etwas anderen Lage ist. Manchmal wünsche ich mir sogar 
einfach nur Arbeitslosengeld zu bekommen. (2k pro Monat Netto fürs nix 
tun hört sich schon verlockend an).
Besonders regen mich dann Leute auf, die am HBF nach nem Euro fragen. 
Den letzten Euro müssen die mir auch noch klauen.

Auch wenn das sehr negativ klingt, bin ich eigentlich glücklich mit 
meinem Leben in Deutschland. Viele andere Dinge sind hier schön, aber 
das Steuer -und Sozialsystem ist das Letzte.

Vor allem was hindert mich davon, all mein Geld im Alter meinem Kind zu 
schenken, und dann bequem im Alter mit einer mikrigen Rente zu leben, 
die dann vom Staat aufgestockt wird. Sogar Hauseigentum wird hier nicht 
zum Vermögen hinzugerechnet umd die Bedürtigkeit der Person 
festzustellen (solange man im Haus lebt). Nicht, dass ich sowas tuhe, 
aber ich sehe gefühlt viele Wege diesen Sozialstaat auszunutzen, und das 
ist nicht schön.

Autor: N. N. (boeseringenieur)
Datum:

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Hallo Kollegen,

wollte nochmal Rückmeldung geben.

Bin immer noch glücklich im Job als Software-Berater für Banken 
unterwegs.

Dass ich keinen Master habe, hat noch niemand bemerkt und das 
interessiert auch keinen. Bin so froh, dass ich auf die Leute hier 
gehört habe und nicht den Master gemacht habe.

Habe mir auch jetzt meine erste Wohnung gekauft. Ich glaube als 
Kapitalanlage lohnen sich Wohnungen und Häuser in Deutschland sehr. Die 
Immobilienpreise sind nicht teuer wenn man etwas ausserhalb von 
Großstädten kauft.

Außerdem kann man bei Altbauwohnungen zwei Teile steuerlich absetzen:
1) die jährlische Abschreibung von 2% des Kaufpreises jedes Jahr
2) jegliche Kosten die im Zusammenhang mit Renovierungsarbeiten 
entstehen.

Dadurch hat man Quasi zwei Abschreibungen, aber effektiv geht nur eine 
Abschreibung aus dem Vermögen verloren. Dadurch hat man jährlich fast 
keinen steuerlichen Gewinn, obwohl man trotzdem ordentlich einen Gewinn 
macht am Ende. (Also muss man oft keine Steuern zahlen bei Vermietung)

Also ich glaube wenn ich mir so ein Vermögen aufbauen kann, bleibe ich 
in Deutschland. Es ist auch sehr viel schön und gut hier, und ich bin 
hier relativ  glücklicher im vergleich zu den Meisten anderen Ländern 
auf der Erde. (bezahlte Steuern für berufliches Einkommen sind zwar 
überdimensioniert, aber was kann man machen.)

Viele Grüße

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