Flachbandkabel oder Einzeladern für geräteinterne Verdrahtung

OP #4398467
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Tach,

In vielen kommerziellen Geräten gehobener Preisklasse (Schätzungsweise 
jeweils wenige tausend Geräte weltweit) sehe ich öfter Verkabelungen aus 
vielen Einzeladern auf vielpolige Wire2Board Verbinder und nur sehr 
selten Flachbandkabel. Vom Querschnitt würden Flachbandkabel häufig 
dennoch reichen.

Woran kann es liegen, dass der jeweilige Hersteller so entscheidet?
Angehängte Dateien:
Gast #4398482
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Flachbandkabel lassen sich in einem Gerät mit beschränkten 
Platzverhältnissen verlegen. Da sind einzeladern bequemer.
Des Weiteren muss es ja nicht unbedingt so sein, dass eine 
Steckverbindung 1:1 ist. Kann ja gut sein, dass die Verbindung in einem 
Kabelbaum von einem Anschluss auf mehrere aufgesplittet wird.
#4399845
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Hallo,

Philip K. schrieb:
> Oder D. schrieb:
>> I2C sollte die Leiterplatte nicht verlassen.
>
> Wieso das? Teilweise wird I2C hier doch sogar als Hausbus propagiert...
> Über NYM Leitungen  oder sogar zwei nasse Wäscheleinen.

weil I2C von Philips als Verbindungsbus zwischen IC und Controller in 
Geräten entworfen wurde. Er sollte z.B. den inzwischen mit PLL 
abstimmbaren Tuner mit dem Controller verbinden, diesen mit der 
Fernbedienung und dem Videotextdecoder und dem Lautstärke/Klangregler 
usw.

Dafür ist auch die Art der Hardware ausgelegt. Für externe Busse gibt es 
genug andere Sachen, RS232, RS485, CAN usw.
Natürlich kann man auch I2C dafür "mißbrauchen" solange man vom 
Protokoll redet. Elektrisch dürften da entsprecehnde Treiberbausteine 
usw. fällig sein, die gibt es inzwischen teilweise auch.

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #4399887
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Philip S. schrieb:
> sind Freiluftverdrahtungen für Busse wie I2C
> dann wohl besser geeignet

Kapazität ist nicht das einzige  Kriterium. Einzeldrähte (sofern nicht 
sinnvoll verdrillt) spannen eine viel größere Leiterschleife auf als 
sinnvoll belegte Flachbandkabel, ergeben also viel Induktivität und -- 
was viel schlimmer ist -- gründliches  Einsammeln von Magnetfeldern.

Philip K. schrieb:
> Teilweise wird I2C hier doch sogar als Hausbus propagiert...

Das sind dann Fälle von "zufällig geht es bei mir meistens, also muss es 
eine gute Idee sein" und von Bastlerstolz, der es erfordert, eine 
möglichst ungeeignete Lösung zum Laufen zu kriegen.
Gast #4400229
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Philip K. schrieb:
> Wenn man es so betrachtet, sind Freiluftverdrahtungen für Busse wie I2C
> dann wohl besser geeignet, oder?

Wenn man es anders betrachtet, nicht. Vor allem sind die Eigenschaften 
von Einzeldrähten (die ja für Datenübertragung paarweise benutzt werden 
müssen, weils ohne Rückleitung eben nicht geht) wie z.B. Impedanz 
ziemlich zufällig, während bei Flachkabeln die Impedanz spezifiziert und 
vor allem über die ganze Länge gleich ist.

Georg

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