Tach, In vielen kommerziellen Geräten gehobener Preisklasse (Schätzungsweise jeweils wenige tausend Geräte weltweit) sehe ich öfter Verkabelungen aus vielen Einzeladern auf vielpolige Wire2Board Verbinder und nur sehr selten Flachbandkabel. Vom Querschnitt würden Flachbandkabel häufig dennoch reichen. Woran kann es liegen, dass der jeweilige Hersteller so entscheidet?
Flachbandkabel sehen ästhetischer aus, sind aber auch immer nebenher stärkere Kondensatoren, als Freiluftverdrahtung.
Der Footprint der Stecker ist vermutlich kleiner. Außerdem gibts beispielsweise keine (oder kaum?) 3-polige Flachbandkabel bzw. deren Stecker und Buchsen.
Flachbandkabel lassen sich in einem Gerät mit beschränkten Platzverhältnissen verlegen. Da sind einzeladern bequemer. Des Weiteren muss es ja nicht unbedingt so sein, dass eine Steckverbindung 1:1 ist. Kann ja gut sein, dass die Verbindung in einem Kabelbaum von einem Anschluss auf mehrere aufgesplittet wird.
Thomas S. schrieb: > ... > stärkere Kondensatoren, als Freiluftverdrahtung. Wenn man es so betrachtet, sind Freiluftverdrahtungen für Busse wie I2C dann wohl besser geeignet, oder?
Ich wuerde Einzeldraehte und Flachband nicht gegeneinander ausspielen. I2C sollte die Leiterplatte nicht verlassen. Einzeldraehte lassen viel mehr Strom durch.
Oder D. schrieb: > I2C sollte die Leiterplatte nicht verlassen. Wieso das? Teilweise wird I2C hier doch sogar als Hausbus propagiert... Über NYM Leitungen oder sogar zwei nasse Wäscheleinen.
Hallo, Philip K. schrieb: > Oder D. schrieb: >> I2C sollte die Leiterplatte nicht verlassen. > > Wieso das? Teilweise wird I2C hier doch sogar als Hausbus propagiert... > Über NYM Leitungen oder sogar zwei nasse Wäscheleinen. weil I2C von Philips als Verbindungsbus zwischen IC und Controller in Geräten entworfen wurde. Er sollte z.B. den inzwischen mit PLL abstimmbaren Tuner mit dem Controller verbinden, diesen mit der Fernbedienung und dem Videotextdecoder und dem Lautstärke/Klangregler usw. Dafür ist auch die Art der Hardware ausgelegt. Für externe Busse gibt es genug andere Sachen, RS232, RS485, CAN usw. Natürlich kann man auch I2C dafür "mißbrauchen" solange man vom Protokoll redet. Elektrisch dürften da entsprecehnde Treiberbausteine usw. fällig sein, die gibt es inzwischen teilweise auch. Gruß aus Berlin Michael
Philip S. schrieb: > sind Freiluftverdrahtungen für Busse wie I2C > dann wohl besser geeignet Kapazität ist nicht das einzige Kriterium. Einzeldrähte (sofern nicht sinnvoll verdrillt) spannen eine viel größere Leiterschleife auf als sinnvoll belegte Flachbandkabel, ergeben also viel Induktivität und -- was viel schlimmer ist -- gründliches Einsammeln von Magnetfeldern. Philip K. schrieb: > Teilweise wird I2C hier doch sogar als Hausbus propagiert... Das sind dann Fälle von "zufällig geht es bei mir meistens, also muss es eine gute Idee sein" und von Bastlerstolz, der es erfordert, eine möglichst ungeeignete Lösung zum Laufen zu kriegen.
Philip K. schrieb: > Wenn man es so betrachtet, sind Freiluftverdrahtungen für Busse wie I2C > dann wohl besser geeignet, oder? Wenn man es anders betrachtet, nicht. Vor allem sind die Eigenschaften von Einzeldrähten (die ja für Datenübertragung paarweise benutzt werden müssen, weils ohne Rückleitung eben nicht geht) wie z.B. Impedanz ziemlich zufällig, während bei Flachkabeln die Impedanz spezifiziert und vor allem über die ganze Länge gleich ist. Georg
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