Forum: Offtopic Raketentechnik


von Paul B. (paul_baumann)


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Da man hier oft liest, daß die behandelten Themen keine Raketentechnik
seien, hier mal ein Link zu einer wirklichen Neuerung in der 
Raketentechnik:
http://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Uebersicht/Hier-landet-die-SpaceX-Rakete-nach-Weltraumflug-senkrecht-auf-der-Erde

Das war zwar schon am gestrigen Tag, ich halte es aber dennoch für 
interessant.
mfG Paul

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Ja das ist ein Meilenstein von der Oneway~ zur Pfandrakete,

Weis schon jemand was zu den verwendeten Treibstoffen? ich "fürchte" 
wenn das so "normal" wird wie das Autofahren werden wir ein neues 
Problem an der Backe haben?

Namaste

von (prx) A. K. (prx)


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Winfried J. schrieb:
> Weis schon jemand was zu den verwendeten Treibstoffen?

Flüssigsauerstoff und Kerosin, also grad so modern wie die erste Stufe 
der Saturn V: https://en.wikipedia.org/wiki/SpaceX_rocket_engine_family

von (prx) A. K. (prx)


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Winfried J. schrieb:
> Ja das ist ein Meilenstein von der Oneway~ zur Pfandrakete,

Hiess es beim Space Shuttle anfangs auch. Abgesehen vom grossen 
Treibstofftank war alles wiederverwendbar. Tatsächlich erwies es sich 
als wesentlich teurer als die Wegwerfraketen.

Der Pferdefuss ist, inwieweit anschliessend jede Schraube rausgedreht 
und jeder Klebebandflicken von Hand kontrolliert und erneuert werden 
muss.

von Le X. (lex_91)


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Eine technische Meisterleistung, ganz klar.
Schön dass es endlich geklappt hat.

Ob es sich rechnet wird sich zeigen.
Kommt drauf an wie oft die erste Stufe maximal verwendet werden kann und 
wieviel an Wartung jedesmal draufgeht.

Mit dem SpaceShuttle würd ichs nicht direkt vergleichen.
Das Shuttle ist ein Beispiel für misslungenes Projektmanagement: zuviele 
Mitreder mit unterschiedlichen Interessen (NASA vs USAF), unklare 
Anforderungen, Nachjustierungen am laufenden Band, explodierende 
Kosten...
Letzendlich war das Shuttle mehr ein Konjunkturprogramm für die 
amerikanische Wirtschaft. So wie bei uns der Eurofighter oder BER.

Musk trau ich noch eher zu dass er seine Hausaufgaben gemacht hat, 
immerhin ist er erfolgreicher Unternehmer. Wenn er der Meinung ist das 
rechnet sich, wieso nicht?
Und wenn sichs nicht rechnet ist das immerhin auch eine Erkenntnis.

von Falk B. (falk)


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Hmm. Vertikale Landung? Kostet das nicht ne Menge sinnlosen Treibstoff? 
Schließlich kostet JEDES kg das hochgebracht werden muss VERDAMMT viel!

http://www.bernd-leitenberger.de/raketengrundgleichung.shtml

http://www.bernd-leitenberger.de/bemannte-raumfahrt.shtml

http://www.bernd-leitenberger.de/bemannte-raumfahrt2.shtml

Sehr viele interessante Artikel!

von Lutz H. (luhe)


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Das Mineralwasser wird in der Einwegflasche angeboten und die Rakete 
soll ewig halten. Ein seltsames Völkchen. (Bisher haben etwa 90% der 
Raumfahrer überlebt.)

von Le X. (lex_91)


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Falk B. schrieb:
> Hmm. Vertikale Landung? Kostet das nicht ne Menge sinnlosen Treibstoff?
> Schließlich kostet JEDES kg das hochgebracht werden muss VERDAMMT viel!

Natürlich kostet eine Landung zusätzlichen Treibstoff, oder es 
verringert sich eben die mögliche Nutzlast. Scheint aber so als würde 
sich das dennoch rechnen, zumindest glauben die Jungs das.
So sinnlos ist der Treibstoff also nicht angelegt: du verlierst nicht 
die komplette erste Stufe.

Die Links hast du schon mal gepostet, damals haben sie aber besser zum 
Thema gepasst.

Das Problem bei der bemannten Raumfahrt ist ein anderes. Jedes kg 
Nutzlast in Stufe 3 macht sich in Stufe 2 bemerkbar und noch mehr in 
Stufe 1. Das schaukelt sich sehr schnell sehr hoch (wer KSP gezockt hat 
kann davon ein Lied singen ;-) )
Die Landesysteme hier betreffen aber nur Stufe 1, die dadurch eben mehr 
Treibstoff braucht.
Alles darüber (also ab Stufe 2) muss nicht extra an das "Lande-Feature" 
angepasst werden.

von Michael K. (Gast)


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le x. schrieb:
> Musk trau ich noch eher zu dass er seine Hausaufgaben gemacht hat,
> immerhin ist er erfolgreicher Unternehmer. Wenn er der Meinung ist das
> rechnet sich, wieso nicht?

Erfolgreich ist er seit geraumer Zeit vor allem bei der Beschaffung 
immer neuer Finanzierungen.
Tesla, SpaceX, Hyperloop.
Keines dieser Unternehmen spielt seine Kosten ein.

Ich ziehe den Hut vor der unternehmerischen Energie, aber das Konzept 
Unternehmen mit Gewinn zu verkaufen bevor sich das Geschäftsmodel 
beweisen muß hat Musk reich gemacht.

von (prx) A. K. (prx)


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Im Begriff "Unternehmer" steckt die Idee drin, was zu unternehmen.
Statt nur zu verwalten.

von Marko ⚠. (mos6502) Benutzerseite Flattr this


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Michael K. schrieb:
> le x. schrieb:
>> Musk trau ich noch eher zu dass er seine Hausaufgaben gemacht hat,
>> immerhin ist er erfolgreicher Unternehmer. Wenn er der Meinung ist das
>> rechnet sich, wieso nicht?
>
> Erfolgreich ist er seit geraumer Zeit vor allem bei der Beschaffung
> immer neuer Finanzierungen.
> Tesla, SpaceX, Hyperloop.
> Keines dieser Unternehmen spielt seine Kosten ein.
>
> Ich ziehe den Hut vor der unternehmerischen Energie, aber das Konzept
> Unternehmen mit Gewinn zu verkaufen bevor sich das Geschäftsmodel
> beweisen muß hat Musk reich gemacht.

Schon mal was von PayPal gehört?

von Michael K. (Gast)


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Malignes M. schrieb:
> Schon mal was von PayPal gehört?
Ja, schon mal meinen Text komplett gelesen ?

Musk ist ein toller Unternehmer.
Er ist sehr erfolgreich mit dem was er tut.
Er hat aber Unternehmen immer gegründet, wertvoll gemacht und dann 
verkauft.
Paypal war noch nicht mal seine Idee. Er hat ein Jahr vor der Fusion mit 
Paypal X.com gegründet die das gleiche gemacht haben und hat dann mit 
Paypal fusioniert.
Er ist also ein begnadeter Geldeintreiber mit einer Nase für gute Ideen.
Das müssen auch nicht seine Ideen sein um sich die zu eigen zu machen.
Jobs war doch nicht anders. Viele fremde Federn und eine Nase fürs 
Geschäft.

Jetzt aber davon auszugehen das die Technik der Wiederverwertung von 
Raketenstufen wirtschaftlich erfolgreich sein muß nur weil ein Herr Musk 
sich Medienwirksam als Erneuerer der Raumfahrt präsentiert halte ich für 
weit hergeholt.

Herr Musk ist in letzter Zeit etwas einsilbig geworden was seine 
Rakteten angeht.
Er musste erkennen das die Technik nicht ganz so trivial ist wie er es 
gern gehabt hätte.
Da er auf dem Wasser trotz intensiver Versuche nicht landen kann muß nun 
die Bevölkerung gewarnt werden von Fenstern und Türen wegzubleiben wenn 
so ein Teil wieder zur Landung ansetzt.
Ein großer Störfall reicht um Herrn Musk mit seinen Raketen in die Wüste 
zu schicken. Er kann aber nicht beliebig neue Infrastruktur bauen wenn 
er noch einen Kostenvorteil bieten will.

Wie auch bei der Luftfahrt ist der Flug an sich relativ unspektakukär.
Start und Landung sind die kritischen Phasen und da er ein extem 
belastetes Triebwerksteil mit  Kerosin / Flüssigsauerstoff Gemisch 
landen läßt das bei einer technischen Störung binnen weniger Sekunden 
über bewohntem Gebiet ist, halte ich die Folgekosten für wenig 
überschaubar.

Gut, er hat ein wenig Bewegung in die Sache gebracht, aber das Konzept 
einer klassischen senkrechtstartenden Rakete aufrecht zu erhalten und 
die einfach mal landen zu lassen könnt sich aber genauso als 
wirtschaftlicher Fehlschlag erweisen.
Im Endeffekt muß sich das rechnen und da habe ich noch keine Rechnung 
gesehen welchen Kostenanteil die Stufe 1 ausmacht und wie die 
Zusatzkosten mit der Anzahl der möglichen Wiederverwertungen korreliert.

Das ist für mich momentan eine von diesen interessanten Sprechblasen die 
sich erstmal ganz toll anhören so wie der Helium3 Abbau auf dem Mond 
oder der Erzabbau auf Asterioden.
Viel Emotion und ein solides 'Wir schaffen das'.
Klar schafft man das, aber gibt es überhaupt ein tragfähges 
Geschäftsmodel um sich alleine durch das operative Geschäft zu 
finanzieren und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen ?

von Paul B. (paul_baumann)


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Michael K. schrieb:
> Viel Emotion und ein solides 'Wir schaffen das'.

Bitte nicht! Nicht auch noch hier...

MfG Paul

von (prx) A. K. (prx)


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Paul B. schrieb:
>> Viel Emotion und ein solides 'Wir schaffen das'.
>
> Bitte nicht! Nicht auch noch hier...

Wär dir "yes we can" lieber? ;-)

Den Deutschen Beamten-Dreisatz hört man oft genug.

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Paul B. schrieb:
> Michael K. schrieb:
>> Viel Emotion und ein solides 'Wir schaffen das'.
>
> Bitte nicht! Nicht auch noch hier...

Okay: Wir bekommen absolut nix gepeilt.

Besser jetzt?

von Paul B. (paul_baumann)


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Es ging um jenen, der dieses Raketenprojekt ermöglicht hat, nicht um 
IRGENDEINEN Mist, der in "diesem, unserem Lande" von einer einzelnen 
Person als Parole ausgegeben wurde.

In diesem Zusammenhang ist dieser o.g. unsägliche Satz vollkommen 
daneben.

Johann L. schrieb:
> Okay: Wir bekommen absolut nix gepeilt.

Das ist wohl wahr: BER, Elb-Viel-Harmonie, technisch zuverlässige 
Bahntechnik etc. etc.

> Besser jetzt?

Nein, nicht besser -nicht mal gut.
------------------------------------------------------------------------ 
--

Mir ist die Diskussion über diese neuartige Raketentechnik wichtiger.

MfG Paul

von (prx) A. K. (prx)


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Michael K. schrieb:
> Wie auch bei der Luftfahrt ist der Flug an sich relativ unspektakukär.

Von grad diesem Typ liest man freilich einen recht interessanten 
Fehlschlag zu einem anderen Zeitpunkt, nämlich bei der Stufentrennung. 
Damit die 1. Stufe wiederverwendbar ist muss deren Triebwerk nach der 
Abschaltung und Trennung nachgekühlt werden. Was zu einem kleinen 
Restschub führt. Blöd ist, wenn man das zu berücksichtigen vergisst und 
folglich diese Stufe bei der Trennung in die nächste brettert, bevor 
diese gezündet hat.

von Holm T. (Gast)


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Die von SpaceX verwendeten russischen Triebwerke (RD180, sehr 
interessante Geschichte, das sind die Triebwerke die eigentlich die 
russische Mondrakete N1 antreiben sollten) sind ca. 30% effizienter als 
das was alle Anderen  bisher auf die Beine gestellt haben. Diese 
Tatsache schafft ganz offensichtlich Reserven die nun zur Landung der 1. 
Stufe verwendet werden können.

..die ULA heult in der Zwischenzeit herum,  das sie diese Triebwerke 
nicht kaufen dürfen (wegen Embargos wegen der Krim) und damit Raketen 
für militärische Satelliten nur für 400 Millionen US$ anbieten können 
und nicht für 80 Millionen wie SpaceX..., die betteln das Embargo 
brechen zu dürfen.

So viel zu amerikanischer HiTec.

:-)

Gruß,

Holm

von (prx) A. K. (prx)


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Holm T. schrieb:
> Die von SpaceX verwendeten russischen Triebwerke

Ich finde beim RD-180 Triebwerk nur einen Zusammenhang mit der Atlas 
Serie. Bei SpaceX wird eine eigene Trieberkserie "Merlin" aufgeführt.

> das sind die Triebwerke die eigentlich die
> russische Mondrakete N1 antreiben sollten

Dazu wiederum finde ich den damit nicht verwandten Typ NK-33. Das RD-180 
war für die Energia gedacht, aus deren Shuttle-Konkurrenzprogramm.

von Le X. (lex_91)


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Michael K. schrieb:
> Klar schafft man das, aber gibt es überhaupt ein tragfähges
> Geschäftsmodel um sich alleine durch das operative Geschäft zu
> finanzieren und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen ?

Das muss sich eben zeigen.
Wir wissen jetzt was technisch geht, ob das wirtschaftlich Sinn macht 
(ja, macht) werden die nächsten Jahre zeigen.
Der Stunt von SpaceX war ein sehr schöner Meilenstein, aber noch lange 
nicht das Ziel.
Witzig dass du ausgerechnet Mond/Asteroiden-Mining als Beispiel für 
"Sprechblasen" anführst. Diese Techniken scheitern ja momentan unter 
anderem an hohen Startkosten. Indirekt bringt SpaceX also auch hier 
Leben in die Sache.
Das sowas Jahrzehnte dauern wird sollte jedem klar sein. Da muss noch 
viel Wasser die Donau runter.
Aber "Sprechblase" find ich doch bisl zu negativ behaftet.

Michael K. schrieb:
> Da er auf dem Wasser trotz intensiver Versuche nicht landen kann

Da verwechselst du Ursache und Wirkung.
Die Landung auf dem Wasser war eine Vorraussetzung um den Versuch 
überhaupt am Cape Canaveral überhaupt durchführen zu dürfen.
Schätzungsweise dürfte die Landung auf einer treibenden Barke auch 
schwerer sein (Seegang).
Von "Wasser schaffen wir nicht, weichen wir aufs Festland aus" kann also 
keine Rede sein.

von Holm T. (Gast)


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Ok, möglicherweise haue ich da was durcheinander, muß nochmal lesen 
..hab aber keine Zeit jetzt :-)

Gruß,

Holm

von Le X. (lex_91)


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A. K. schrieb:
> eigene Trieberkserie "Merlin"

Die Merlin ist imho eine Entwicklung von SpaceX, basiert aber auf einem 
russischen Aggregat. Gefertigt wird bei/von SpaceX.

Die Quelle müsst ich aber erst suchen, falls gewünscht.

von Holm T. (Gast)


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le x. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> eigene Trieberkserie "Merlin"
>
> Die Merlin ist imho eine Entwicklung von SpaceX, basiert aber auf einem
> russischen Aggregat. Gefertigt wird bei/von SpaceX.
>
> Die Quelle müsst ich aber erst suchen, falls gewünscht.

Gerne..


Das Besondere an den russischen Dingern ist wohl, das der gesamte 
Sauerstoff durch die Turbine der Hochdruckpumpe läuft.. eine explosive 
Angelegenheit, die alle Anderen als "nicht machbar" klassifizierten..

Gruß,

Holm

von (prx) A. K. (prx)


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le x. schrieb:
> Die Merlin ist imho eine Entwicklung von SpaceX, basiert aber auf einem
> russischen Aggregat.

Ist aber offenbar weder mit RD-170/180 noch NK-33 verwandt. Diese beiden 
Systeme verwenden völlig andere Verfahren als das Merlin.

Holm T. schrieb:
> Das Besondere an den russischen Dingern ist wohl, das der gesamte
> Sauerstoff durch die Turbine der Hochdruckpumpe läuft.. eine explosive
> Angelegenheit, die alle Anderen als "nicht machbar" klassifizierten..

Halblang. Macht das Space Shuttle Main Engine auch. Gleiche 
Entstehungszeit wie das RD-170.

von Unbekannt U. (Gast)


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Michael K. schrieb:
> Im Endeffekt muß sich das rechnen und da habe ich noch keine Rechnung
> gesehen welchen Kostenanteil die Stufe 1 ausmacht und wie die
> Zusatzkosten mit der Anzahl der möglichen Wiederverwertungen korreliert.

Tja, dumme Sache dass Herr Musk Dich nicht vorher um Rat gefragt hat; da 
hätte er bestimmt eine Menge Geld gespart. Ähm, weil wir beim Thema 
sind: Wo finde ich eigentlich Deine Rechnung, dass sich das nicht lohnen 
kann?

Wo wir gerade beim Geld sind: Was hat nochmals der erste kommerzielle 
Computer gekostet und welche Leistungsdaten hatte er? Egal ob Größe, 
Leistungsaufnahme, Rechenleistung? Und was kostet heute ein Smartphone 
und wie sind seine technischen Daten im Vergleich zum erwähnten, ersten 
Computer?

Und wie war das mit dem Fliegen? Was haben die ersten kommerziellen 
Flüge gekostet? Was kostet heute ein Billig-Flug?

Du willst Ingenieur oder Techniker sein, hast aber gleichzeitig eine so 
rückwärtsgewandte Sichtweise?

von Thomas W. (thomas_v2)


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Wirklich vorwärtsgerichtet wäre es die Technik des Weltraumfahrstuhls zu 
realisieren. Die benötigte Technologie dafür ist in Form von 
Kohlenstoffnanoröhren prinzipiell schon vorhanden, wenn diese nur länger 
gebaut werden könnten (...ein paar tausend Kilometer).

Interessant ist dazu diese Raumzeit-Podcast Folge:
http://raumzeit-podcast.de/2013/07/05/rz054-space-elevator/

Absolut abgefahren wenn man sich das alleine im Kopf vorstellt, dass 
sowas mal Realität werden könnte.

von (prx) A. K. (prx)


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le x. schrieb:
> Die Merlin ist imho eine Entwicklung von SpaceX, basiert aber auf einem
> russischen Aggregat. Gefertigt wird bei/von SpaceX.
>
> Die Quelle müsst ich aber erst suchen, falls gewünscht.

Wär interessant, weil ich dazu nichts finde. Der Triebwerkschef von 
SpaceX kommt zudem von TRW und angeblich kommt das Konzept auch aus 
dieser Richtung.
http://www.airspacemag.com/space/is-spacex-changing-the-rocket-equation-132285884/?all
https://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Mueller

von (prx) A. K. (prx)


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A. K. schrieb:
>> Das Besondere an den russischen Dingern ist wohl, das der gesamte
>> Sauerstoff durch die Turbine der Hochdruckpumpe läuft.. eine explosive
>> Angelegenheit, die alle Anderen als "nicht machbar" klassifizierten..
>
> Halblang. Macht das Space Shuttle Main Engine auch. Gleiche
> Entstehungszeit wie das RD-170.

Zumindest haben beide das gleiche prinzipielle Verfahren 
(Hauptstromverfahren). Allerdings scheint die amerikanische Variante das 
erheblich komplizierter umzusetzen, also teurer.

Das Merlin Triebwerk arbeitet nach dem älteren und einfacheren aber 
weniger effizienten Nebenstromverfahren.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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A. K. schrieb:
> Allerdings scheint die amerikanische Variante das
> erheblich komplizierter umzusetzen, also teurer.

Der Space Shuttle Main Engine hat allerdings eine bisher ungeschlagene 
Zuverlässigkeitsquote von 100% - der Preis hat sich also gelohnt. Nie 
ist so ein Motor ausgefallen oder gar explodiert.
http://www.rocket.com/space-shuttle-main-engine

von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
[..]
> Halblang. Macht das Space Shuttle Main Engine auch. Gleiche
> Entstehungszeit wie das RD-170.

Das stimmt nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=TMbl_ofF3AM

Wer keine Zeit hat soll  ab 48:00 gucken..

Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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..besser noch ab 40:00 etwa.



Die SSME ist Stoneage Technology im Vergleich:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9e/Ssme_schematic_%28updated%29.svg/800px-Ssme_schematic_%28updated%29.svg.png



Gruß,

Holm

von Michael K. (Gast)


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Unbekannt U. schrieb:
> Du willst Ingenieur oder Techniker sein, hast aber gleichzeitig eine so
> rückwärtsgewandte Sichtweise?

Da mißverstehst Du mich.
Ich halte nur nicht viel davon hurra zu brüllen weil da momentan eine 
neue schicke Idee im Breitwandformat durch die Medien gezerrt wird.

Musk appeliert an die Emotionen, malt bunte Bilder und gründet in so 
schneller Abfolge Unternehmen das der Strom neuen Geldes nie aufhört.
Komischerweise wird das mit realem Erfolg verwechselt.

Musk betreibt keine Grundlagenforschung.
Er versucht nur etwas das in anderen Bereichen bereits erfolgreich 
funktioniert hat wirtschaftlich erfolgreich in den Massenmarkt zu 
bringen.
Er hat weder die Elektroautos entwickelt, noch die Triebwerke, 
Startrampen oder die Idee mit Strahltriebwerken einen stabilen Flug + 
Landung hinzulegen.
Der Hyperloop ist Rohrpost in größerem Maßstab und die Idee das so zu 
machen hatten ein dutzend Leute vor ihm.
Musk ist nur sehr viel besser bei PR und Investorensuche.
Dadurch werden die Ideen die er adoptiert hat aber nicht automatsich zu 
einem Geniestreich.

Nun kommt ein Herr Musk und malt bunt Bilder und redet davon das eine 
tolle neue Welt fürn Appel und ein Ei zu haben ist.
Jetzt darf ich ihn aber nicht an seinem wirtschaftlichen Erfolg messen 
weil es rückwärtsgerichtet ist Herrn Musk nicht mit feuchten Augen an 
den Lippen zu hängen ?

Gerade weil ich Techniker bin und der physischen Welt verhaftet, stelle 
ich Fragen und bilde mir eine Meinung bevor ich in hektische Aktivität 
verfalle. Wenn mich eine Idee nicht überzeugt, weder eine grundsätzlich 
neue Technik zu erkennen ist noch ein wirtschaftlicher Erfolg dann bin 
ich raus.

von Paul B. (paul_baumann)


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Michael K. schrieb:
> Wenn mich eine Idee nicht überzeugt, weder eine grundsätzlich
> neue Technik zu erkennen ist noch ein wirtschaftlicher Erfolg dann bin
> ich raus.

Auf Wiedersehen.

MfG Paul

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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A. K. schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> Ja das ist ein Meilenstein von der Oneway~ zur Pfandrakete,
>
> Hiess es beim Space Shuttle anfangs auch. Abgesehen vom grossen
> Treibstofftank war alles wiederverwendbar. Tatsächlich erwies es sich
> als wesentlich teurer als die Wegwerfraketen.
>
> Der Pferdefuss ist, inwieweit anschliessend jede Schraube rausgedreht
> und jeder Klebebandflicken von Hand kontrolliert und erneuert werden
> muss.

eben.

Michael K. schrieb:
> Gerade weil ich Techniker bin und der physischen Welt verhaftet, stelle
> ich Fragen und bilde mir eine Meinung bevor ich in hektische Aktivität
> verfalle. Wenn mich eine Idee nicht überzeugt, weder eine grundsätzlich
> neue Technik zu erkennen ist noch ein wirtschaftlicher Erfolg dann bin
> ich raus.

and so far

Ja es ist ein technischer Erfolg und die Idee ist nett mehr aber nicht.

Den Lift ins Weltall (Eine ebenso nette Idee) habe ich schon 1976  am 
Bahnhof Ostkreuz in der S-Bahn nach Erkner auf dem Weg von der Schole in 
die Datscha meiner Eltern ersponnen. Dummer Weise hat die Sache mehr als 
nur den Hakeken mit der Länge des Seiles und dessen Eigengewicht. Es 
braucht gewissermassen eine Gegenkraft das Seil straff zu halten. Also 
einen "geostationären Mond" damit kommt nur ein Äqatorialer Standort in 
Frage. Und was passiert bei einem Sturm? Die Sache hat auch mehr Haken 
als sich ein faszinierter Reporter auch nur zusammenphantasieren kann.

Bei allem was wir können sollte man immer weder den Nutzen noch den 
Aufwand aus den Augen verlieren.

Namaste

von Jens G. (jensig)


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>Frage. Und was passiert bei einem Sturm? Die Sache hat auch mehr Haken

Bei einem Seil mit etlichen 10000km Länge ist ein Sturm auf den unteren 
paar 10km eher ein Klacks.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Jens G. schrieb:
> Bei einem Seil mit etlichen 10000km Länge ist ein Sturm auf den unteren
> paar 10km eher ein Klacks.

Das weißt du woher?

Ich baue Aufzüge und verwende Lotschnüre, Zugluft genügt umd das Lot 
aufzuschwingen ....

jetzt kommst du

Namaste

von Le X. (lex_91)


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Manchmal frage ich mich ob es den Leuten nur darum geht erstmal alles 
madig zu reden.

Jeder hier, auch die "Anhänger" der "Sprechblasen" (dazu zähl ich mich 
auch) wissen dass die hier diskutierten Technologien Zukunftsmusik sind.
Das wurde oft genug klargestellt. Niemand bricht in grenzenlose Euphorie 
aus, auch kein (ernstzunehmender) Reporter.

Es ist deswegen nicht angebracht, immer wieder das "Kommt mal wieder 
runter, das wird eh nix"-Lied anzustimmen.

von (prx) A. K. (prx)


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le x. schrieb:
> Manchmal frage ich mich ob es den Leuten nur darum geht erstmal alles
> madig zu reden.

Nicht "den Leuten", aber solche gibts immer auch. Gäbe es nur diese 
wären wir immer noch nicht von den Bäumen gestiegen. Aber dafür gäb es 
auch keine von uns ausgelöste Klimaveränderung.

von Le X. (lex_91)


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Achja, zum Thema Merlin:
Ich habe die Info über den russischen Ursprung nicht finden können. 
Meine Aussage ist also nicht haltbar ;-)

Meinte, es hier irgendwo gelesen zu 
haben:http://forum.kerbalspaceprogram.com/index.php?/topic/84278-orion-its-not-just-a-constellation-anymore/&page=1
Oder in einem anderen Thread dort.

von Paul B. (paul_baumann)


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A. K. schrieb:
> Gäbe es nur diese
> wären wir immer noch nicht von den Bäumen gestiegen.

Das hätte nicht geholfen, denn hier findet sich sofort wieder jemand, 
der Dich gleich wieder auf die Palme bringt.

;-)

MfG Paul

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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le x. schrieb:
> Es ist deswegen nicht angebracht, immer wieder das "Kommt mal wieder
> runter, das wird eh nix"-Lied anzustimmen.

Dieses Lied ist sicher nicht das meine, eher ist es die Suche nach der 
erfolgversprechensten Methode und das identifizieren von Irrwegen, so 
verlockend sie sein mögen. Sie zu gehen kostet viel Energie, welche man 
besser anders investiert. Deshalb betrachte ich es als notwendig sich 
rechtzeitig auch ein Bild davon zu machen welche Schwierigkeiten auf 
einen warten und zu analysieren ob und wie sie zu überwinden sind.

 Oft ist ein Schritt zurück oder nur ein kurzes Innehalten effektiver 
als sich zu verzetteln oder gar in etwas zu verrennen, was einen am Ende 
in eine Sackgasse führen würde. Erfahrungen welche man erst machen muss 
um zu lernen seine Kräfte sinnvoll einzuteilen. Aber ich gönne jedem 
jeden Erfolg und freue mich darüber. Skeptisch macht mich nur ein Hype 
der keinen Widerspruch dultet und massenpsychotisches Verhalten von 
Menschen welche einer Chimäre nachzulaufen scheinen.

Namaste

von Le X. (lex_91)


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Winfried J. schrieb:
> Skeptisch macht mich nur ein Hype

Ich seh immer noch keinen Hype.
Zumindest nicht hier und nicht in seriösen Quellen.
Paul hat einen informativen Link gepostet, einige haben hier 
kommentiert. Kein Hype.

Winfried J. schrieb:
> das identifizieren von Irrwegen

Wie ich schon paar mal schrub: wir wissen jetzt was technisch geht. 
Jetzt muss sich (durch mehrfaches Wiederholen der Leistung) zeigen, ob 
SpaceX' Geschäftsmodell tragfähig ist.
Dann wissen wir ob Musk auf einem Irrweg war.

Kritik ist bei solchen Vorhaben immer erwünscht, da hast du schon recht.
Hier hat aber niemand das Konzept als Lösung aller Menschheitsprobleme 
tituliert, ganz im Gegenteil, ich hab selbst versucht den Erfolg 
kleinzureden.
Deswegen wirken die ewigen Mahnungen hier für mich wie Madigmachen.

von Falk B. (falk)


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@ Michael Knoelke (Firma: Knoelke Elektronik) (knoelke)

>Musk ist ein toller Unternehmer.
>Er ist sehr erfolgreich mit dem was er tut.
>Er hat aber Unternehmen immer gegründet, wertvoll gemacht und dann
>verkauft.

The american dream!

>Jetzt aber davon auszugehen das die Technik der Wiederverwertung von
>Raketenstufen wirtschaftlich erfolgreich sein muß nur weil ein Herr Musk
>sich Medienwirksam als Erneuerer der Raumfahrt präsentiert halte ich für
>weit hergeholt.

Me too!

>Er musste erkennen das die Technik nicht ganz so trivial ist wie er es
>gern gehabt hätte.

Ist halt ein "kleiner" Unterschied ob man einen Internethype lostritt, 
der auf materielosem Informationsaustausch basiert oder echte Hardware, 
dazu noch Raketentechnik, voranbringen will.

>Ein großer Störfall reicht um Herrn Musk mit seinen Raketen in die Wüste
>zu schicken. Er kann aber nicht beliebig neue Infrastruktur bauen wenn
>er noch einen Kostenvorteil bieten will.

Das ist das kleinste Problem.

>Gut, er hat ein wenig Bewegung in die Sache gebracht,

Was schon mal wichtig ist. Auch die NASA hat nach dem Apolloprogramm 
deutlich an Dynamik eingebüßt und ist zur trägen Behörde geworden.
Ausserdem fehlt seit langem der Wettbewerb mit den Russen, die haben 
kein Geld. Und hier greift nun mal das urtypische Marktprinzip. 
Konkurrenz belebt das Geschäft. Monopole versumpfen.

> aber das Konzept
>einer klassischen senkrechtstartenden Rakete aufrecht zu erhalten und
>die einfach mal landen zu lassen könnt sich aber genauso als
>wirtschaftlicher Fehlschlag erweisen.

Kann sein.

>Im Endeffekt muß sich das rechnen und da habe ich noch keine Rechnung
>gesehen welchen Kostenanteil die Stufe 1 ausmacht und wie die
>Zusatzkosten mit der Anzahl der möglichen Wiederverwertungen korreliert.

Die Erfahrungen mit dem Spaceschuttle zeigen in die andere Richtung! Der 
Hitzeschild aus tausenden HighTec Kacheln war viel zu anfällig und 
wartungsintensiv = teuer! 2 Shuttles gingen deswegen verloren! Die 
Russen haben an ihren Kapseln eine KORK(!)schicht aussen dran, die 
einfach kontrolliert abbrennt! KISS!!!

>Das ist für mich momentan eine von diesen interessanten Sprechblasen die
>sich erstmal ganz toll anhören so wie der Helium3 Abbau auf dem Mond
>oder der Erzabbau auf Asterioden.
>Viel Emotion und ein solides 'Wir schaffen das'.

Sicher, was sonst. Was macht man mit Helium3? Kernfusion?

>Klar schafft man das, aber gibt es überhaupt ein tragfähges
>Geschäftsmodel um sich alleine durch das operative Geschäft zu
>finanzieren und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen ?

Dot.com Bubble 3.0 ;-)

>Da mißverstehst Du mich.
>Ich halte nur nicht viel davon hurra zu brüllen weil da momentan eine
>neue schicke Idee im Breitwandformat durch die Medien gezerrt wird.

Me too! Aber so lief es immer!

>Musk appeliert an die Emotionen, malt bunte Bilder und gründet in so
>schneller Abfolge Unternehmen das der Strom neuen Geldes nie aufhört.
>Komischerweise wird das mit realem Erfolg verwechselt.

Der (kurzfristige) Erfolg (Prototypen) gibt ihm recht.

>Musk betreibt keine Grundlagenforschung.

Will er auch gar nicht. Zu zeit- und geldaufwändig. Dazu braucht man 
eine Cash-Cow im Rücken.

>Er versucht nur etwas das in anderen Bereichen bereits erfolgreich
>funktioniert hat wirtschaftlich erfolgreich in den Massenmarkt zu
>bringen.

Was nur recht und "billig" ist. Hat Steve Jobs auch so gemacht, und das 
ser erfolgreich.

>Der Hyperloop ist Rohrpost in größerem Maßstab und die Idee das so zu
>machen hatten ein dutzend Leute vor ihm.

Aber es hat noch keiner umgesetzt.

>Musk ist nur sehr viel besser bei PR und Investorensuche.
>Dadurch werden die Ideen die er adoptiert hat aber nicht automatsich zu
>einem Geniestreich.

Jupp!

>Nun kommt ein Herr Musk und malt bunt Bilder und redet davon das eine
>tolle neue Welt fürn Appel und ein Ei zu haben ist.

Werbung & PR halt, as american as it can.

>Jetzt darf ich ihn aber nicht an seinem wirtschaftlichen Erfolg messen
>weil es rückwärtsgerichtet ist Herrn Musk nicht mit feuchten Augen an
>den Lippen zu hängen ?

;-)

>verfalle. Wenn mich eine Idee nicht überzeugt, weder eine grundsätzlich
>neue Technik zu erkennen ist noch ein wirtschaftlicher Erfolg dann bin
>ich raus.

Jain. Ich schau es mir einfach an und schaue was passiert. Wenn es dann 
doch klappt, schön. Wenn nicht, naja, es war zu befürchten.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Jain. Ich schau es mir einfach an und schaue was passiert. Wenn es dann
> doch klappt, schön. Wenn nicht, naja, es war zu befürchten.

Das schöne an dieser Betrachtungsweise: Man hat immer recht gehabt. ;-)

Vielleicht wird das ein Schuss in den Ofen, SpaceX geht irgendwann 
pleite und etliche (hoffentlich weitgehend) private Milliarden wurden 
verschossen. Was solls, dein Geld wars dann nicht. Vielleicht wird ein 
Erfolg und ein paar Leute verdienen sich dumm und dusselig. Nja, ist 
dann auch nicht dein Geld, aber mancher hier wird dann vielleicht mosern 
weil die so stinkreich sind, oder?

> Die Russen haben an ihren Kapseln eine KORK(!)schicht aussen dran, die
> einfach kontrolliert abbrennt! KISS!!!

Wenn man etwas nicht versucht, dann wird man es nie schaffen. Und 
manches merkt man eben erst, wenn man es versucht hat. Im Positiven wie 
im Negativen.

Abgesehen davon haben die Russen das auch so gemacht wie die Amerikaner. 
Nur wurde deren ebenfalls mit Hitzeschutzkacheln ausgestattete 
Shuttle-Konkurrenz Buran aus Geld- und Sinnmangel eingestampft und die 
Amerikaner haben es durchgezogen. Am Ende kamen bei den Russen einige 
Nebenprodukte wie die erwähnten RD-170/180 Triebwerke raus.

Der wirkliche Fehler der Amerikaner war nicht, es zu versuchen. Sondern 
keinen Plan B zu haben, für den Fall, dass es nicht das hält, was man 
sich davon versprochen hatte. Die Russen hatten ihren Plan B, indem sie 
den alten Kram zunächst einfach weiter betrieben haben. Und nun mit den 
erwähnten Nebenprodukten aufgrund wesentlich billigerer Konstruktion 
eine bessere kommerzielle Basis hatten.

von Falk B. (falk)


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@A. K. (prx)

>> Jain. Ich schau es mir einfach an und schaue was passiert. Wenn es dann
>> doch klappt, schön. Wenn nicht, naja, es war zu befürchten.

>Das schöne an dieser Betrachtungsweise: Man hat immer recht gehabt. ;-)

Nicht wahr?! Die optimale Einstellung für Politiker!

>> Die Russen haben an ihren Kapseln eine KORK(!)schicht aussen dran, die
>> einfach kontrolliert abbrennt! KISS!!!

>Wenn man etwas nicht versucht, dann wird man es nie schaffen.

Das ist doch gar nicht die Frage.

> Und
>manches merkt man eben erst, wenn man es versucht hat. Im Positiven wie
>im Negativen.

Auch klar. Der Streitpunkt ist hier doch aber Mehrwegrakekte gegen 
Einwegrakete. Dazu wollte ich nur eine Anmerkung machen. Mehr nicht.

>Abgesehen davon haben die Russen das auch so gemacht wie die Amerikaner.

Bei Shuttle vielleicht.

>Nur wurde deren Shuttle-Konkurrenz Buran aus Geldmangel eingestampft und
>die Amerikaner haben es durchgezogen.

Stimmt. Ausserdem war Buran nur gut 10 Jahre später flugbereit. Dafür 
war der 1. und einzige Flug vollautomatisch!

> Am Ende kamen bei den Russen
>einige Nebenprodukte wie die erwähnten RD-170/180 Triebwerke raus.

>Der wirkliche Fehler der Amerikaner war nicht, es zu versuchen.

Hat doch keiner behauptet.

> Sondern
>keinen Plan B zu haben, für den Fall, dass es nicht das hält, was man
>sich davon versprochen hatte.

Wozu auch? Das Shuttle war ja eigentlich als Militätspielzeug geplant 
und so ziemlich alle damals, noch zu Apollozeiten, glaubten an das 
Konzept der Wiederverwertung. Kritische Stimmen gab es wohl nicht so 
viele und wenn doch, wurde sie wie immer ignoriert.

> Die Russen hatten ihren Plan B, indem sie
>den alten Kram zunächst einfach weiter betrieben haben.

Old school baby!!! Schon paradox. Die ISS wird nur von ein paar 
russischen Raketen mit technischem Stand Ende 1960, Anfang 1970 Jahre am 
Laufen gehalten! Und das relativ preiswert!

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
>>Abgesehen davon haben die Russen das auch so gemacht wie die Amerikaner.
>
> Bei Shuttle vielleicht.

Einen ablativen Hitzeschild hatte Apollo ebenso.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Wozu auch? Das Shuttle war ja eigentlich als Militätspielzeug geplant

Dummerweise war es letztlich als Transportmittel für alles vorgesehen, 
was hoch musste. Militärisch und zivil. Weil man an die eigenen 
Rechnungen glaubte. Weshalb man auch Alternativen für blossen 
Satellitentransport nicht weiter verfolgte und das Shuttle auch noch 
dafür einsetzen musste, als längst klar war, dass es sich nicht rechnet.

Zivil war das einfach nur entgangener Gewinn. Den sammelte Ariane ein, 
teils auch die Russen. Bei Militärsatelliten ging das freilich schlecht.

> Old school baby!!! Schon paradox. Die ISS wird nur von ein paar
> russischen Raketen mit technischem Stand Ende 1960, Anfang 1970 Jahre am
> Laufen gehalten! Und das relativ preiswert!

Wie gesagt, der Plan B fehlte. Wenn einer auf etwas Neues setzt, dann 
gibts zwei mögliche Resultate. Wenn das Neue wie geplant funktioniert 
steht derjenige dumm da, der bloss zuguckt. Aber eben auch umgekehrt. 
Hier wars umgekehrt.

Rückwärts betrachtet findet sich freilich immer wer, der es vorher schon 
gewusst hat. Also genau wusste, dass KISS hier richtig gewesen wäre. Im 
umgekehrten Fall wäre er aber der Dinosaurier gewesen, der die Zeichen 
der Zeit nicht erkannt hatte.

Kein Zweifel, die Russen haben viel richtig gemacht. Aber manches dürfte 
eher Glück als Weisheit zu verdanken sein. Pleiten, Pech und Pannen 
hatten sie auch. Aber keine öffentlichen Filme dazu, wenn eine komplette 
Startrampe mitsamt Personal und General draufgeht, weil es (zu) eilig 
ist (Nedelin, 126 Menschen, man möge sich das auf US-Seite vorstellen).

PS: Rauchen kann Leben retten. Der Konstrukteur überlebte, weil er sich 
grad eine reinzog und deshalb weit genug weg war. ;-)

von Falk B. (falk)


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@ A. K. (prx)

>> Wozu auch? Das Shuttle war ja eigentlich als Militätspielzeug geplant

>Dummerweise war es letztlich als Transportmittel für alles vorgesehen,
>was hoch musste. Militärisch und zivil. Weil man an die eigenen
>Rechnungen glaubte.

Du meinst jene, welche von weiblichen Azubis der milchverarbeitenden 
Industrie erstellt wurden?
Und ich behaupte mal, daß dort jenseits der nüchternen Ingenieursebene 
auch eine GEHÖRIGE Portion Euphorie mit dabei war.

> Weshalb man auch Alternativen für blossen
>Satellitentransport nicht weiter verfolgte und das Shuttle auch noch
>dafür einsetzen musste, als längst klar war, dass es sich nicht rechnet.

Eben, "Fortschritt", koste es was es wolle.

von Falk B. (falk)


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@A. K. (prx)

>PS: Rauchen kann Leben retten. Der Konstrukteur überlebte, weil er sich
>grad eine reinzog und deshalb weit genug weg war. ;-)

Die Geschichte war vor einigen Jahren mal in der Zeitung, fand ich schon 
tragik-komisch.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Und ich behaupte mal, daß dort jenseits der nüchternen Ingenieursebene
> auch eine GEHÖRIGE Portion Euphorie mit dabei war.

Gewissermassen. Die Zukunftsgläubigkeit war damals noch ungebrochen. 
Nicht nur bei diesem Thema.

von Timm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Aber manches dürfte
> eher Glück als Weisheit zu verdanken sein. Pleiten, Pech und Pannen
> hatten sie auch. Aber keine öffentlichen Filme dazu

Ähm Apollo 1? Gibts da einen Film dazu, wie zwei Astronauten in der 
sauerstoffgefüllten Kapsel verbrennen?

Falk B. schrieb:
> Ausserdem fehlt seit langem der Wettbewerb mit den Russen, die haben
> kein Geld.

Ja, deswegen schießen auch die Russen die Satelliten der Amis hoch, weil 
die es selbst nicht mehr können.

von (prx) A. K. (prx)


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Timm T. schrieb:
> Ähm Apollo 1? Gibts da einen Film dazu, wie zwei Astronauten in der
> sauerstoffgefüllten Kapsel verbrennen?

Im übertragenen Sinn schon. Sie gingen recht offen mit ihren 
Katastrophen um, während die Sowjets ihre Katastrophen möglichst zum 
Staatsgeheimnis erklärten. Dieser Unterschied im Umgang mit Problemen 
findet sich öfter.

von (prx) A. K. (prx)


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Timm T. schrieb:
> Ja, deswegen schießen auch die Russen die Satelliten der Amis hoch,

Zumindest versorgen sie die ISS und liefern die besseren Triebwerke. Mit 
den Satelliten scheint es nicht so einfach zu sein, selbst wenn man 
Boykott-Einflüsse abzieht. Beim Zenit-Programm klemmt es etwas, seit 
sich die Ukrainer mit den Russen zoffen und die Proton scheint für 
Bauweise und Startmethode westlicher geostationärer Satelliten weniger 
geeignet zu sein.

Ist jetzt ja auch nicht so, dass die Amerikaner garnichts hätten. 
Mittlerweile haben sie wieder, die RD-180 Triebwerke beziehen die ja 
nicht zum Zigaretten anzünden.

Bei zivilen Satelliten gibt es einen globalen Markt, der freilich 
mitunter von Feindseligkeiten und Boykotts behindert wird. Davon 
abgesehen ist es zivilen Satellitenbetreibern im Prinzip egal, wer die 
hochschiesst. Preis und Verlässlichkeit interessiert die mehr als 
nationales Pathos.

von Matthias S. (da_user)


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Ich habe zufälligerweise diesen Artikel entdeckt:

http://scienceblogs.de/wasgeht/2015/12/26/lohnen-sich-wiederverwendbare-raketen/

Der Autor schreibt hier, dass es deutliche Unterschiede zwischen dem 
SpaceX und dem Shuttle Projekt gibt. SpaceX verwendet die erste Stufe 
wieder. Die größere Last schlägt sich hier bei weitem nicht so weit bis 
zur Nutzlast durch, wie beim SpaceShuttle.

Auch vermutet der Autor, dass der Revisonsaufwand bei weitem nicht so 
hoch ist, da das gleiche Triebwerk in der zweiten Stufe verbaut ist, und 
dort deutlich mehr leisten muss. Notfalls kann man das gebrauchte 
Triebwerk ausschlachten.

von (prx) A. K. (prx)


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Matthias S. schrieb:
> Ich habe zufälligerweise diesen Artikel entdeckt:

Der ist nicht ganz korrekt. Beim Shuttle ging einzig der grosse 
Treibstofftank verloren. Die Triebwerke zum Tank sassen im Shuttle 
selbst und wurden wiederverwertet. Die Feststoff-Booster wurden 
ebenfalls wiederverwertet.

von Falk B. (falk)


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@Matthias S. (da_user)

>http://scienceblogs.de/wasgeht/2015/12/26/lohnen-s...

>Auch vermutet der Autor, dass der Revisonsaufwand bei weitem nicht so
>hoch ist, da das gleiche Triebwerk in der zweiten Stufe verbaut ist, und
>dort deutlich mehr leisten muss. Notfalls kann man das gebrauchte
>Triebwerk ausschlachten.

Klingt alles toll, aber wieviel technischen Hintergrund hat der Autor 
WIRKLICH?

von (prx) A. K. (prx)


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Ein wesentlicher Unterschied ist die erforderliche Zuverlässigkeit.

In einem bemannten System wie dem Shuttle ist jeder Ausfall ein 
existentielles Risiko für das ganze Programm. In einem unbemannten 
System sind Ausfälle hauptsächlich eine betriebswirtschaftliche Rechnung 
und in Grenzen tolerierbar.

SpaceX kann also mit einer Ausfallrate leben, die jedes bemannte 
Programm sprengen würde. Das kann sich erheblich auf die 
Recycling-Kosten auswirken, sobald man da etwas Erfahrung gewonnen hat.

Wenn der Mensch für eine Raumfahrtmission nicht zwingend erforderlich 
ist, dann hat er darin nichts verloren.

von Falk B. (falk)


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@A. K. (prx)

>In einem bemannten System wie dem Shuttle ist jeder Ausfall ein
>existentielles Risiko für das ganze Programm.

Deswegen gibt es ja auch die "man rated" Triebwerke bzw. anderen 
Komponenten.

>Wenn der Mensch für eine Raumfahrtmission nicht zwingend erforderlich
>ist, dann hat er darin nichts verloren.

http://www.bernd-leitenberger.de/bemannte-raumfahrt2.shtml

"Selbst engagierte Befürworter der bemannten Raumfahrt wie 
Raumfahrtvisionär Jesco von Puttkammer sagen heute, dass der Nutzen der 
bemannten Raumfahrt im soziokulturellen Umfeld ist. Anders ausgedruckt: 
Es befriedigt den Menschen andere Menschen im Raum schweben zu sehen. 
Der wissenschaftliche und technische Nutzen ist dagegen gering."

Das kriegt Hollywood besser und billiger hin. Haben sie ja schon 1969 
bewiesen.

;-)

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Das kriegt Hollywood besser und billiger hin. Haben sie ja schon 1969
> bewiesen.

Der beste Film dazu ist nicht aus Hollywood. ;-)
https://de.wikipedia.org/wiki/Kubrick,_Nixon_und_der_Mann_im_Mond

von Timm T. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Das kriegt Hollywood besser und billiger hin. Haben sie ja schon 1969
> bewiesen.

Ach ja? Hollywood kann Materialforschung in der Schwerelosigkeit? 
Untersuchungen zum Knochen- und Muskelwachstum? ...

Auch wenn Du es nicht glauben magst: Nur weil die Gravity drehen können, 
heißt das nicht, daß man daraus neue Erkenntnisse gewinnen könnte.

von Falk B. (falk)


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@ Timm Thaler (timm-thaler)

>> Das kriegt Hollywood besser und billiger hin. Haben sie ja schon 1969
>> bewiesen.

>Ach ja? Hollywood kann Materialforschung in der Schwerelosigkeit?
>Untersuchungen zum Knochen- und Muskelwachstum? ...

Du solltest zitieren lernen und dich mit der Funktion von Smilies 
vertraut machen. Das Lesen von Texten hinter Links wäre dann der nächste 
Schritt für dich.

"Bei der Medizin beißt sich die Schlange in den Schwanz: Die meisten 
Experimente dienen nur dazu festzustellen, warum und wie die 
Schwerelosigkeit dem Menschen zusetzt und was man dagegen machen kann. 
Sie dienen dazu den Abbau an Muskelmasse und Knochensubstanz bei 
Langzeitaufenthalten zu minimieren. Würde man niemanden ins Weltall 
schicken so wären sie auch völlig überflüssig."

von Timm T. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Das Lesen von Texten hinter Links wäre dann der nächste
> Schritt für dich.

Ist ja nicht so, daß ich von BL noch nie was gelesen hätte. Ist eine 
spezielle Einzelmeinung, der andere Meinungen entgegenstehen.

Osteoporose-Forschung ist eben nicht nur für Kosmonauten, sondern auch 
für Leute, die nie ins Weltall kommen werden, von Interesse, meinst Du 
nicht?

von (prx) A. K. (prx)


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von Paul B. (paul_baumann)


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Danke für den Link
MfG Paul

von Le X. (lex_91)


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Vielleicht auch interessant:
http://www.nbcnews.com/tech/innovation/spacex-plans-drone-ship-rocket-landing-jan-17-launch-n492471

Schaun wir mal ob das Kunststück nochmal klappt, noch dazu auf einer 
Barke.

Zum Thema " Unterschied Falcon-9 zum SpaceShuttle" hat sich hier jemand 
Gedanken gemacht:
http://forum.kerbalspaceprogram.com/index.php?/topic/88441-spacex-vehicle-recovery-and-reusability-thread/&page=115#comment-2339820

Das Shuttle hatte also nichts mehr mit den ursprünglichen Plänen der 
NASA zu tun.
Das ist erstmal nichts neues, aber umso mehr wird deutlich, dass man die 
beiden Projekte einfach nicht vergleichen kann.
Die Falcon hat von Anfang an einen bestimmten UseCase und wurde 
daraufhin entwickelt, das Shuttle sollte zum Schluß eine eierlegende 
Wollmilchsau werden.

PS: trotzdem bin ich Shuttle-Fan, schon allein zwecks dem genialen 
Lego-Technik Modell :-)

von Falk B. (falk)


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@ le x. (lex_91)

>daraufhin entwickelt, das Shuttle sollte zum Schluß eine eierlegende
>Wollmilchsau werden.

Womit man mal wieder sieht, was dieses Tier kostet!

von Paul B. (paul_baumann)


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Falk B. schrieb:
> Womit man mal wieder sieht, was dieses Tier kostet!

If you want Rockets, you need Woolmilksows.

Best Regards
Paul

von Le X. (lex_91)


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Gestern gab es ja wieder einen F9 Start, diesesmal allerdings die ältere 
V1.1. Das Kunststück im Dezember wurde von einer V1.2 dargeboten.

Mission ist geglückt, Nutzlast ist im Orbit.
Die Landung der ersten Stufe war vielversprechend, das Ziel wurde 
getroffen (schwimmende Barke bei heftigem Seegang).
Allerdings gab es wohl Probleme mit einem der Landefüße.
Im Ergebnis also bestenfalls eine Bruchlandung.

Und so sieht das dann aus:
https://www.instagram.com/p/BAqirNbwEc0/

Übrigens war das der letzte geplante Flug einer F9V1.1.
Die Liste der geglückten V1.2-Landungen bleibt also makellos :-)

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