Was ich nicht ganz verstehe. Wir nehmen ein einfaches Würfelspiel. Die Wahrscheinlichkeit eine bestimmte Zahl zu würfeln, beträgt 1/6. Das gilt für jeden Wurf. Man kann aber auch berechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, x mal hintereinander eine bestimmte Zahl zu Würfeln. Also, wenn bei einem Würfelspiel 100 mal die 6 fällt, welcher Wahrscheinlichkeit sollte man trauen? (Außer den Realitäten seines Geldbeutels)
@ Peter Funke (toto) >bestimmte Zahl zu würfeln, beträgt 1/6. >Das gilt für jeden Wurf. Ja. >Man kann aber auch berechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, x mal >hintereinander eine bestimmte Zahl zu Würfeln. Ja (1 / 6)^(x-1) >Also, wenn bei einem Würfelspiel 100 mal die 6 fällt, welcher >Wahrscheinlichkeit sollte man trauen? (1/6)^99 = 9,1838802449190380486671706462678e-78 Da muss man verdammt lange würfeln, um das irgendwann mal zu beobachten.
Beim Wuerfelspiel sind die Wuerfe unabhaengig voneinander. dH die erste 6 erhaelt man als 1/6. Zwei 6 hintereinander waeren dann mit 1/36, 3 sechsen mit 1/(6 6 6), bei 6 sechsen noch 1/(6^6)
Falk B. schrieb: > Da muss man verdammt lange würfeln, um das irgendwann mal zu beobachten. Aber was würdest du machen, du bist bei einem solchem Würfelspiel, es ist tatsächlich 99 mal hintereinander die 6 gefallen. Du hast die Chance all dein Geld zu setzen(sowie vorhanden). Die Wahrscheinlichkeit sagt, du hast eine 1/6 Chance. ;-) oder nicht?
Peter F. schrieb: > Aber was würdest du machen, du bist bei einem solchem Würfelspiel, es > ist tatsächlich 99 mal hintereinander die 6 gefallen. Du hast die Chance > all dein Geld zu setzen(sowie vorhanden). > Die Wahrscheinlichkeit sagt, du hast eine 1/6 Chance. ;-) oder nicht? Wenn ich so ein Spiel miterleben würde, würde ich davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit für die 100te 6 deutlich höher als 1/6 ist (weil ich gleichzeitig davon ausgehe, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Würfel gezinkt ist). Bei einem idealen Würfel beträgt die Wahrscheinlichkeit aber in der Tat selbstverständlich nur 1/6.
Peter F. schrieb: > Aber was würdest du machen, du bist bei einem solchem Würfelspiel, es > ist tatsächlich 99 mal hintereinander die 6 gefallen. Du hast die Chance > all dein Geld zu setzen(sowie vorhanden). Die Wahrscheinlichkeit sagt, > du hast eine 1/6 Chance. ;-) oder nicht? Die Wahrscheinlichkeit sagt, dass die Würfel gezinkt sind. Meine Ersparnisse würde ich nicht in manipulierte Spiele investieren. Aber welchen Zweck verfolgt dieser Thread denn überhaupt?
Bei 100 Sechsen hintereinander wuerd ich davon ausgehen, dass der Wuerfel nur Sechsen enthaelt...
Jan H. schrieb: > Die Wahrscheinlichkeit sagt, dass die Würfel gezinkt sind. Meine > Ersparnisse würde ich nicht in manipulierte Spiele investieren. Das ist meine Frage. Wenn die Wahrscheinlichkteit für jeden Wurf unabhängig ist, dann gibt es keinen Grund hinter 99 mal 6, oder 5... einen gezinkten Würfel zu vermuten. Jeder(?) denkt aber intuitiv so?
>>Man kann aber auch berechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, x mal >>hintereinander eine bestimmte Zahl zu Würfeln. >Ja (1 / 6)^(x-1) Bei x = 1 wäre das also eine Wahrscheinlichkeit von 1/6 ^ 0 = 1 ????
Fatal E. schrieb: > Bei x = 1 wäre das also eine Wahrscheinlichkeit von 1/6 ^ 0 = 1 ???? Ok, vergesst das. War ne Schnapsidee...
Peter F. schrieb: >> Bei x = 1 wäre das also eine Wahrscheinlichkeit von 1/6 ^ 0 = 1 ???? > > Ok, vergesst das. War ne Schnapsidee... Woher weißt Du, wieviel Schnaps Falk zu sich genommen hat?
J.-u. G. schrieb: > Woher weißt Du, wieviel Schnaps Falk zu sich genommen hat? Livestream aus Falks webcam ;) scnr Namaste
Fatal E. schrieb: > Bei x = 1 wäre das also eine Wahrscheinlichkeit von 1/6 ^ 0 = 1 ???? Stimmt ja auch. Die Wahrscheinlichkeit bei jedem Wurf die gleiche Zahl zu erhalten, ist bei nur einem Wurf tatsächlich 1. Darüber ist Falk oben gestolpert. 100x die gleiche Zahl ist nicht die gleiche Wahrscheinlichkeit wie 100x die 6.
Dennoch kommt vor, was jeder Wahrscheinlichkeit widerspricht. Ab und zu gehe/ging ich ins _asino (inzwischen kaum noch - das französische Roulette durch das amerikanische ersetzt, statt Black Jack fast nur noch Poker und Baccara, ein Schelm wer da an Gewinnmaximierung denkt) Aber ich habe es selbst erlebt: 38 x rot am Stück. Ich denke nicht, dass in deutschen _asinos die Spiele manipuliert sind. Gut, dass ist noch ein gutes Stück entfernt von 100 mal 6, aber dennoch nach "normalen menschlichem Empfinden" praktisch scheinbar unmöglich. War witzig zu beobachten, wie der Tisch umringt wurde und fast ausschliesslich rot/schwarz gespielt wurde, alle mit ihren persönlichen Wahrscheinlichkeitsrechnungen im Kopf.
H.Joachim S. schrieb: > Dennoch kommt vor, was jeder Wahrscheinlichkeit widerspricht. RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR ist genauso unwahrscheinlich wie RSSSSRRSRRSRSSRRSSRRSRRSSRRSSRRRSSRSR nur würdest du dich da nicht wundern.
Ich habe mich nicht gewundert :-) Aber ich schiebe auch hier ein "scheinbar" nach: "Dennoch kommt vor, was scheinbar jeder Wahrscheinlichkeit widerspricht."
rot und schwarz, vergessen wir mal Zero. Hm, das ist 2^38. Kaum zu glauben. Du hast ja quasi den Urknall erlebt.
Abdul K. schrieb: > rot und schwarz, vergessen wir mal Zero. Hm, das ist 2^38. Kaum zu > glauben. Du hast ja quasi den Urknall erlebt. NAIN! Die Rechnung ist falsch, das würde nur gelten, wenn er genau 38 Spiele beobachtet hat. Siehe C----o-Thread vor einigen Tagen. Diese verf----e Forensoftware will mir tatsächlich verbieten, C----o zu schreiben! Diese verf----e Forensoftware will mit tatsächlich verbieten, verf---- zu schreiben! Zensur! Polizeistaat! Ich werde unterdückt! Seht ihr, wie ich unterdrückt werde!?!
Muss direkt mal stöbern, ob alte Spielelisten verfügbar sind. Es war am 3./4. oder 5.Juni 2011 in Bad Neuenahr.
Timm T. schrieb: > Diese verf----e Forensoftware will mir tatsächlich verbieten, C----o zu > schreiben! Dann schreib halt Spielkasino oder Spielhölle. Ts, ts ..
Abdul K. schrieb: > rot und schwarz, vergessen wir mal Zero. Hm, das ist 2^38. Kaum zu > glauben. Du hast ja quasi den Urknall erlebt. Wenn er das geahnt hätte, also seinen Obolus im Bewusstsein einer sich tollkühn anbahnenden Glückssträhne wiederholend auf rot zu verfrachten. Wie lange hätte er wohl durchgehalten, dem Verdopplungssegen bzw. seiner Voraussage die Stange zu halten? 38 mal wohl eher nicht. ;-)
Timm T. schrieb: > Diese verf----e Forensoftware will mir tatsächlich verbieten, C----o zu > schreiben! Ach, man muss sich nur zu helfen wissen ;-) --> Саsinо <--
G. C. schrieb: > Wie lange hätte er wohl durchgehalten, dem Verdopplungssegen bzw. seiner > Voraussage die Stange zu halten? Wenn er mit 10€ anfängt und dann immer bei Verlust den vorherigen Einsatz verdoppelt, muss er bei 39. Mal knapp 2,8 Billionen Euro an Chips auf den Tisch legen, die man vorher schon über 38 Spiele hingeblättert hat. und dann hat man tatsächlich 10€ Gewinn eingefahren. Der Croupier bekommt natürlich 10% vom Gewinn - "Tip"
Mit genug Geld wäre das dennoch ein vielversprechender Gewinnansatz. Und deshalb gibts ein Tischlimit, gekoppelt an den Mindesteinsatz. 8 oder 9mal kann man verdoppeln (10€min, 5000€max?). Und solche Serein kommen durchaus häufiger vor. Hat man es also bis zum Exsess getrieben und die Serie lief dagegen, hat man knappe 10.000 in den Sand gesetzt. Sprich, man muss dann 1000 Spiele mit 10€ Einsatz gewinnen, um erstmal wieder bei Null anzukommen :-)
Peter F. schrieb: > Das ist meine Frage. Wenn die Wahrscheinlichkteit für jeden Wurf > unabhängig ist, dann gibt es keinen Grund hinter 99 mal 6, oder 5... > einen gezinkten Würfel zu vermuten. > Jeder(?) denkt aber intuitiv so? Es stimmt, dass die Wahrscheinlichkeit für 99x6 dieselbe ist wie für jede andere, "zufällig" erscheinende Zahlenreihe. Von der Seite her hast du recht. Man kann sich dem Thema aber statistisch auch anders nähern. Zum Beispiel über die Häufigkeit der einzelnen gewürfelten Zahlen. Damit macht man sich unabhängig von konkreten Zahlenfolge, und sieht trotzdem, dass da etwas nicht stimmen kann, denn 100 Würfe haben schon eine ordentliche Aussagekraft. Aber auch bei Mustern wie diesen kann man ruhig misstrauisch werden. Das wird auch gerne bei der Analyse von Verschlüsselungen oder Zufallszahlengeneratoren verwendet: sieht man ein Muster, dann stimmt etwas nicht. Was mich zu deiner Aussage "Jeder denkt aber intuitiv so" bringt. Das stimmt wohl, wir Menschen können nur schlecht intuitiv mit Wahrscheinlichkeiten umgehen, wohl auch, weil wir große und kleine Zahlen nicht wirklich begreifen können. Und auch, weil wir gerne Muster sehen wo es keine gibt. Aber dein Beispiel hat genug statistische Aussagekraft um es als praktisch unmöglich ansehen zu können. Gezinkte Würfel sind da um sehr viele Zehnerpotenzen wahrscheinlicher.
Jan H. schrieb: > Das > stimmt wohl, wir Menschen können nur schlecht intuitiv mit > Wahrscheinlichkeiten umgehen[...] Genau das ist auch der Grund, weshalb das Geburtstagsparadoxon existiert.
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