LC-, RC-, PI-Filter Welchen für FBAS-Filterung??

OP #4412131
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Hallo,

ich habe eine FBAS-Videoquelle welche zwar die 75Ohm und 1Vpp hat, 
allerdings von unterschiedlichen Störquellen umgeben ist.

Die Quelle ist über 75R an einem OPV (TSH122) angeschlossen. Nun würde 
ich gerne einen möglichst einfachen passiven Filter an den Eingang des 
OPVs hängen damit
a) der DC Anteil aus dem Videosignal ausgekoppelt wird und
b) nur das Videosignal selbst (Filter mit fg = 10Mhz) durchkommt

Ich bin bisschen mit der Filterauswahl irritiert.
Ursprünglich dachte ich, ich könnte einen einen C nehmen, dahinter einen 
"billigen" LC Tiefpass und da dahinter dann erst den 75R als Last. Nun 
meinte ein Kollege dass der 75R vor den Filter müsste, was mir dann aber 
das Ausgangssignal nach dem Filter (sprich das was in den OPV reingeht) 
verfälschen würde.

Dann gibts ja noch die RC-Filter und Pi-Filter. Welche Unterschiede gibt 
es nun in den verschiedenen Filteraufbauten gleicher Ordnung?

Wie erhalte ich einen "simplen" passiven Filter? Da das ganze für den RC 
Modellbau ist, sollte es auch nicht extrem groß werden. Wäre super wenn 
ich da 0603 Teile verwenden könnte.

Vielen Dank Euch schonmal!

MfG Rush
Gast #4412175
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Hallo Rush,

der Gleichspannungsanteil des Videosignals kann man nicht einfach 
entfernen.
Der Gleichspannungsanteil des Videosignals ist nach dem Entfernen 
mittels Kondensators Wiederherzustellen. Dafür werden in Fernsehgeräten 
Klemmschaltungen eingesetzt. Wird dies nicht vorgenommen ist der 
Gleichspannungswert am C vom Bildinhalt abhängig, so dass z.B. die 
Synchronsignale des FBAS nicht richtig ausgewertet werden.
Außerdem wird die Gruppenlaufzeit der nachgeschalteten Verstärker von 
der Signalamplitude abhängig, dass bei einem PAL-Farbbild zu einer 
Änderung der Farbsättigung führen kann. Hier ist das SECAM-Verfahren 
überlegen, da Phasenfehler in den modulierten Farbdifferenzsignalen zu 
keinen Beeinträchtigungen führen.
Schau dazu mal in die Schaltpläne von Videorecordern. In den 
Videoausgangsstufen, vor dem HF Modulator, befindet sich ein Filter (nur 
von 3 MHz auf 10 MHz umdimensionieren)  und die Klemmschaltung.

MfG Nautilus
OP #4412194
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Achso... das FBAS ist ja garnicht synchron sehe ich gerade :-/ -0,3V bis 
0,7V. Ist also um 0,2V angehoben... hm. Ist ja doof!


Ich sehe im Datenblatt:
http://www.st.com/web/en/resource/technical/document/datasheet/CD00205551.pdf

Auf Seite 10: "The DC level shifter optimizes the position of the video 
signal with no clamping on the output rails."

Würde der DC Levelshifter in dem Fall nicht die Klemmschaltung 
übernehmen ?
Gast #4412217
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Moin,

In dem TSH ist doch schon ein Filter 6. Ordnung drinnen. Ich glaub' 
nicht, dass du deine Probleme los wirst, wenn du da einfach noch einen 
Tiefpass davorknallst.
Und ob ein Eingangskondensator gut tut, bin ich mir auch nicht sicher. 
Im Datenblatt steht ja dazu nix. Die VideoDACs, die ich kenne, hatten 
Stromquellenausgaenge, die auf einen definierten R nach Masse arbeiteten 
- ohne irgendwelche Koppel-Cs, weil die, wie ja schon hier erwaehnt 
wurde, eine nachtraegliche Klemmung noetig machen.

Gruss
WK
Gast #4412257
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Hallo,

dieser Schaltkreis macht nur Sinn, wenn das Videosignal aus einem DAC 
geliefert wird. Außerdem muss auch geprüft werden, wie das Filter 
arbeitet, ist dieses auch für das europäische Fernsehsystem geeignet 
(kein Kammfilter).
Aus dem Datenblatt ist zu entnehmen, dass der DAC direkt angeschlossen 
ist. Das DC-Shifting bedeutet, dass das Synchro-Signal sehr nahe zu dem 
GND Potenzial verschoben wird. Zur Beurteilung, ob diese Verschiebung 
dynamisch schnell genug erfolgt um eine Klemmung zu realisieren weiß ich 
nicht.

MfG Nautilus
OP #4412291
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Hi,

ja, habe es eben auch gesehen dass ja bereits ein LP-Filter im OPV 
selbst vorhanden ist. Von daher brauche ich den zusätzlichen schonmal 
nicht.
Jetzt bleibt nur noch die Frage offen wie ich die Störungen aus der 
Videoleitung bekomme? Reicht da ein Ferrit im 0603-er auf der 
Signalleitung und der dazugehörigen Masseleitung ?
OP #4412378
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Genau kann ich sie nicht beschreiben. Das ganze soll in RC Flugzeuge 
rein. Die Störquellen sind demnach von der Verkabelung des Fliegers 
abhängig. Ich denke die größte Störquelle dürfte der Brushlessregler 
sein, ansonsten dieverse Schaltregler. Die Frequenzbereiche kenne ich 
von daher leider nicht.

Deswegen hatte ich ja anfangs die Idee mit dem LP der eben nur das 
Videosignal durchlässt. Aber hatte erst später gesehen dass der OPV 
schon einen integriert hat.

Bei meinem jetzigen Aufbau habe ich horizontale Streifen im Bild die 
abhängig von der Motordrehzal auftragen. War der Motor aus, war das Bild 
klar. Erhöhe ich die Drehzahl, werden die Streifen immer 
stärker/intensiver.

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