Hallo, ich informiere mich momentan über Isolations-Messungen an Elektro-Installationen und habe mir auch mal ein paar günstige Geräte angesehen: http://www.reichelt.de/Isolationsmessgeraete/UT-511/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=4022&ARTICLE=97159&OFFSET=16&WKID=0& https://www.reichelt.de/Isolationsmessgeraete/PEAKTECH-2695-2/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=5876&ARTICLE=90903&SEARCH=isolations%20messger%E4t&OFFSET=16&WKID=0& Bei Wikipedia werden entsprechende Grenzwerte genannt, wonach elektrische Anlagen bei 500 Volt Prüfspannung mindestens 1 GOhm haben sollten. Kann es in der Praxis vorkommen, dass der Isolations-Widerstand einer Elektro-Installation den Messbereich von z.B. 4 GOhm überschreitet? Und kann man dann in jedem Fall zweifelsfrei ablesen, dass es MEHR als 4 GOhm sind, so dass quasi nur die Genauigkeit auf der Strecke bleibt? Beim Uni-T habe ich in der Anleitung gelesen, dass man während einer Isolations-Messung unter gar keinen Umständen die Prüfspitzen aneinander halten soll. Ich interpretiere das so, dass man ebenfalls unter gar keinen Umständen vergessen darf, vor der Isolations-Messung eine normale Durchgangsprüfung vorzunehmen, da Leitungen unter bestimmten Umständen ja auch mehr oder weniger kurzgeschlossen sein können (z.B. Nagel durch Mantel-Leitung gejagt oder bei TN-C Netzen vor der Messung in einer UV vergessen PE und N zu trennen). Gehen diese Geräte nun mit Sicherheit kaputt, wenn man ne Iso-Messung bei Kurzschluss durchführt, oder zeigen die einen Kurzschluss an und überleben das in der Regel sogar, sofern man nicht gerade mehrere Minuten auf den Kurzschluss draufhält? Wenn ich das richtig verstehe, bedeutet ein Fehlerstrom >= 30mA bei einem RCD, dass der Isolations-Widerstand <= 7666 Ohm ist. Kann man das so rechnen? Irgendwelche Meinungen zu einem der beiden genannten Geräte? Viele Grüße LK
LK schrieb: > Bei Wikipedia werden entsprechende Grenzwerte genannt, wonach > elektrische Anlagen bei 500 Volt Prüfspannung mindestens 1 GOhm haben > sollten. Falsch gelesen oder ist ein Fehler im Wiki? Neuanlagen mit Nennspannung bis einschließlich 500V werden mit 500V DC geprüft und der Iso-Widerstand muß mindestens ein *Mega*ohm betragen. (VDE 0100-600) LK schrieb: > Beim Uni-T habe ich in der Anleitung gelesen, dass man während einer > Isolations-Messung unter gar keinen Umständen die Prüfspitzen aneinander > halten soll. Ein absolutes No-Go. Auch Fremdspannungen in der Anlage sollte das Prüfgerät erkennen bzw. überleben. LK schrieb: > Wenn ich das richtig verstehe, bedeutet ein Fehlerstrom >= 30mA bei > einem RCD, dass der Isolations-Widerstand <= 7666 Ohm ist. Kann man das > so rechnen? Ja. Bei 230V.
Hallo Route 66, vielen Dank für Deine Antworten, und ich muss mich entschuldigen, ich habe mich peinlicherweise mit der Einheit vertan. Kann man denn ungefähr sagen, wie plausible Werte einer Isolations-Messung in einer Elt.Installation aussehen? Ich habe leider noch nie ein entsprechendes Mess-Protokoll zu sehen bekommen und die zitierten Werte sind ja lediglich Mindest-Werte. Mich interessiert, ob echte Messungen dann auch überwiegend eher in der Größenordnung der geforderten Werte liegen (also z.B. 3 Megaohm), oder ob die Werte bei fachgerechter Installation immer extrem weit darüber liegen und wenn ja, wo ungefähr? Viele Grüße LK
LK schrieb: > Mich interessiert, ob echte Messungen dann auch überwiegend eher in der > Größenordnung der geforderten Werte liegen (also z.B. 3 Megaohm), oder > ob die Werte bei fachgerechter Installation immer extrem weit darüber > liegen und wenn ja, wo ungefähr? kommt auf die Anlagengröße an. Bei einem Stromkreis im Privathaushalt sollte das gerät immer unendlich anzeigen.
Mindestwerte trägt man nicht in ein Messprotokoll ein sondern die Werte die man misst. Der Ideale Wert, wäre natürlich unendlich, aber es kommt oft vor, dass man schlechtere Werte misst. Oft verursacht durch Kondensatoren in Waschmaschinen, Leuchtstofflampen.....Also wenn möglich, alle Geräte vorher ausstecken. Außerdem wird meistens im Paralellbetrieb gemessen, d.h. alle PE und N-Leiter sind noch aufgeklemmt. Da braucht man nur zwei Leitungen haben, die 2 MOhm haben, und schon misst man an der Grenze, nämlich 1 MOhm. Wenn ich so etwas messe, klemme ich alle Nulleiter ab, und messe sie einzeln. Meist bestehen dann diese Anlagen die Prüfung. Zum Messen muß man eh sicherstellen, dass es keine verbindung zwischen N und PE-Leiter gibt. Denn obwohl im Unterverteiler die Verbindung nicht gibt, weil die Zuleitung 5 Adrig ist, ist die Verbindung dennoch gegeben, denn spätestens im Hausanschlusskasten ist der PE und N Zusammengeschaltet... Und noch etwas: Feuchte Wände verhunzen auch den Isolationswiderstandswert.
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