Glühbirne zwischen zwei Außenleitern betreiben

Gast #4416380
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Hallo liebe Elektronikergemeinde,
Wäre Es theoretisch möglich, eine Glühlampe zwischen Zwei Außenleitern 
zu betreiben? also ohne N?
Man Bräuchte ja dann für 3 Phasenstrom + Gelbgrün nur 4 Adern und man 
hätte Licht und könnte einen Elektromotor betreiben

Mit freundlichen Grüßen
Alexander
: Bearbeitet durch Admin
Gast #4416382
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Das Man Eine Glühlampe alleine nicht zwischen zwei Außenleitern 
betreiben kann ist mir bewusst, mich würde interessieren ob man nicht 
mehrere Glühbirnen irgendwie so zusammenschalten könnte das eine 
Symmetrische Last entsteht.
:
Gast #4416393
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Alexander schrieb:
> Das Man Eine Glühlampe alleine nicht zwischen zwei Außenleitern
> betreiben kann ist mir bewusst, mich würde interessieren ob man nicht
> mehrere Glühbirnen irgendwie so zusammenschalten könnte das eine
> Symmetrische Last entsteht.

klar 3 Glühlampen als Stern.


Oder ein exotischen netz mit 127/230V dann kannst du auch Eine 
betreiben.
:
Gast #4416394
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> Hallo liebe Elektronikergemeinde,
> Wäre Es theoretisch möglich, eine Glühlampe zwischen Zwei Außenleitern
> zu betreiben? also ohne N?

Natürlich wäre das möglich, allerdings sollte es dann eine Glühlampe mit 
400V Nennspannung sein.
Gast #4416442
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Da wir sowieso eine viel zu hohe Netzspannung haben weil wir direkt 
alleine Vom Transformatorhaus gespeist werden und die Glühlampen bei uns 
alle Viel zu schnell kaputt gehen sehe ich hier sogar einen Vorteil :D
:
Gast #4416446
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Praktisch gesehen ist die Variante mit den zwei Glühbirnen zwischen Zwei 
Aussenleitern ja viel besser, ich habe zwar keine Symmetrische Last auf 
dem Drehstromnetz aber bevor man in einer Sternschaltung die Glühbirnen 
Unnötig schrottet, schalte ich lieber einfach zwei in Reihe, denn wenn 
eine Kaputt geht dann bleibt wenigstens die andere Heil.

Habe ich das also richtig verstanden?
:
Gast #4416464
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Tut mir ja leid das ich mit meinen 16 Jahren noch nicht so viel von der 
Materie verstehe...

Aber lieber frage ich doch nochmal nach wenn ich mir unsicher bin.

Und bitte kommt mir jetzt nicht daher das die 230V für mich ach doch 
viel zu gefährlich seien.
:
#4416484
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Alexander schrieb:
> Da wir sowieso eine viel zu hohe Netzspannung haben weil wir direkt
> alleine Vom Transformatorhaus gespeist werden...

Die Transformatoren besitzen mehrere Abgriffe. Man kann mit deren Hilfe 
die Spannung, die die Verbraucher "bekommen" anpassen. Rufe mal den 
Energieversorger an und bitte darum, das zu prüfen, bzw. zu tun.

MfG Paul
:
Gast #4416816
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Wie sieht das dann aus mit der Phasenverschiebung wenn die 3Phasen nicht 
gleichmäßig belastet werden?

Schlagen sich da 2 500w Birnen eigentlich stark auf die Verschiebung auf 
oder ist das eher zu Vernachlässigen?
:
#4416835
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Alexander schrieb:
> Aber zwei in Reihe zwischen zwei Aussenleitern funktioniert das wirklich
> ?!

Mein Vater hatte eine "Prüflampe" mit 2 in Serie geschalteten
Glühbirnchen, ähnlich der, die in Kühlschränken eingebaut ist...


Bei 230 V (früher 220V) leuchteten die eben schwächer als bei
400 V (früher 380V), damit ließ sich erkennen, womit man es dann
zu tun hatte...


Das Ding sah ungefähr aus wie ein alter Rasierapparat mit 2 Lampen
und durchsichtiger Schutzkappe mit 2 flexiblen (weichen) Drähten
und mit Prüfspitzen...
:
#4416837
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Alexander schrieb:
> Schlagen sich da 2 500w Birnen eigentlich stark auf die Verschiebung auf
> oder ist das eher zu Vernachlässigen?

Ist den der Haarfön, welcher eine einzige Phase mit 2kW belastet ein 
Problem?

Mani W. schrieb:
> Das Ding sah ungefähr aus wie ein alter Rasierapparat mit 2 Lampen
> und durchsichtiger Schutzkappe mit 2 flexiblen (weichen) Drähten
> und mit Prüfspitzen...

Exakt dieses Teil kenne ich auch :-)
Sind die Messkabel den auch dunkelrot? ;-)
:
Gast #4417141
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Ist das nicht so das wenn man z.b zwei phasen belastet und eine nicht 
und man dann z.b einen dreiphasigen elektromotor anschliest das die 
wicklungen dann mit unterschiedlichen spannungen belastet werden ?
Weil doch ein drehstromnetz immer symmetrisch belastet werden muss oder 
?
Wird durch die belastung zweier phasen nicht die spannung auf der 
anderen höher ?
:
#4417146
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Alexander schrieb:
> Ist das nicht so das wenn man z.b zwei phasen belastet und eine
> nicht
> und man dann z.b einen dreiphasigen elektromotor anschliest das die
> wicklungen dann mit unterschiedlichen spannungen belastet werden ?

Sie werden mit unterschiedlichen STRÖMEN belastet.

> Weil doch ein drehstromnetz immer symmetrisch belastet werden muss oder
> ?

Nicht MUSS, aber SOLL. Eine 100%ig symmetriesche Belsatung krigne selbst 
große Netze nie perfekt hin. eine gewisse Toleranz (Stichwort: 
Schieflast) ist zulässig.

> Wird durch die belastung zweier phasen nicht die spannung auf der
> anderen höher ?

Was Du möglicherweise meinst, findet sich unter dem Stichwrt 
"Sternpunktverschiebung". Ist z.b. in amerika beim dortigen 
weitverbreiteten System gelegentlich ein Thema (sog. "loose neutral 
wire")
:
Gast #4417375
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Kauf dir einen gebrauchten Steuertrafo mit prim 400v und sek 230v und 
schon ist das Problem gelöst. Dann kannst du auch  normale 230v 
Leuchtstofflampen anschliessen.
Oder am besten gleich eine gescheite 5 ader Leitung legen. Da setzt man 
doch keinen Bauernstrom hin !
Letzendlich wirst du dich immer ärgern, wenn kein N / 230V da sind.

Und wie siehts mit 30mA FI aus ?
Gast #4417619
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Elektrofan schrieb:
>> Und deine Drehstromsteckdose im Schuppen braucht dann keinen N ?
>
> Gewöhnliche 3~Drehstrommaschinen kommen jedenfalls ganz gut ohne N aus.

Aber meiner Meinung nach nicht gut ohne PE ;)

Vielen Dank für die Hilfe, dann werde ich mir wohl separat noch einen FI 
im Schuppen installieren müssen, glücklicherweise haben wir so einen 
auch noch, nur ich muss noch die Auslösekennlinie anschauen
:
#4417665
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Sollte dann aber einer mit 0.03 A sein.

Als die #schwiegers meines Bruders ein Haus besichtigten, welches er 
dann auch gekauft hat, was ein Schnäppchen war, habe ich da nen 0.5 A-FI 
in der Verteilung gefunden. Die Hausverdrahtung war da eh im Argen.

Lichtschalter oft nicht auf Normhöhe, was aber noch das kleinere Problem 
war. Bruder Mit Frau und Säugling bei den Schwiegers, und ich hatte dann 
über Nacht ungefragt freie Hand. Von 17:00 Uhr bis ca 20:00 Bohrhammer, 
um die Beziehungen zu den neuen Nachbarn nicht zu strapazieren, den Rest 
der Nacht dann verlegen und zugipsen.

Da waren über Lampenanschlüsse mehrere Räume verkettet. Den FI habe ich 
dann schnell durch einen 0.03er ersetzt, und beim Öffnen des 
Zählerkastens nach Abriss der Plombe mit Genehmigung des EVU ergab sich 
ein Bild des Horrors.

Du kannst im Stadel ne Verteilung setzen (lassen), auch mit 
Vierdrahtlösung, indem du den N auf N und PE im Verteiler aufteilst. Da 
dann direkt nen FI anschliessen und danach die Sicherungen auf die 
Phasen aufteilen.

Was für ein Erdkabel ist denn dort verlegt? 4x1.5 oder deutlich höher? 
Sollte mindestens 4x2.5 mm² sein.

Allerdings hast du dann keine Rückversicherung, wenn der N mal 
schwächelt, oder ausfällt, da bist du dann der N-leiter, falls da an 
irgendeinem Gerät L gegen Nasse geht. Daher lieber noch zusätzlich was 
nichtrostendes einen Meter in den Boden rammen und über nen gelbgrünen 
Draht ebenfalls an die Nullschiene des Verteilers klemmen.

Edit: Phasenunwucht gibt es zwar, aber da braucht es andere Lasten, um 
für EVUs lästig zu werden.
#4417680
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Thomas S. schrieb:
> Allerdings hast du dann keine Rückversicherung, wenn der N mal
> schwächelt, oder ausfällt, da bist du dann der N-leiter, falls da an
> irgendeinem Gerät L gegen Nasse geht.

Da muss nicht amal ein defektes Gerät sein. Du mußt einfach nur ein 
Schutzklasse-I-Gerät anfassen das vollkommen in Ordnung ist und irgenwo 
einen Verbraucher (z.B. Licht) einschalten.

PEN geht nur mit Querschnitten mindestens 10 Quadrat Kupfer - die 
genannten kleinen Querschnitte nur im TT-Sytem!
#4417692
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Kommst Du aus Bayern? Deine Wortwahl ist so.

Thomas S. schrieb:
> habe ich da nen 0.5 A-FI
> in der Verteilung gefunden.

Das könnte in einem TT-Netz als Abschaltorgasn für die gesamte Anlage 
normal sein. Wenn du den durch einen 30 mA-Typ ersetzt, wird der 
wahrscheinlich "das Gras wachsen hören" und allzu leicht auslösen, 
gefährlich ist das nicht.
Wenn du den 30 mA-FI nur für die Steckdorsen oder noch schlimmer: nur 
für das Bad einbaust, dann ist das TT-System ausgehebelt, der 
Brandschutz nicht mehr gegeben und die Anlage todgefährlich geworden.
Gast #4417700
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Thomas S. schrieb:
> Allerdings hast du dann keine Rückversicherung, wenn der N mal
> schwächelt, oder ausfällt, da bist du dann der N-leiter, falls da an
> irgendeinem Gerät L gegen Nasse geht. Daher lieber noch zusätzlich was
> nichtrostendes einen Meter in den Boden rammen und über nen gelbgrünen
> Draht ebenfalls an die Nullschiene des Verteilers klemmen.

Einen Erdungsstab noch zusätzlich ranzuhängen geht bei mir mit der 
Installation eines Extrigen FI Schalters sowieso einher

Außerdem habe ich wie ich gesagt habe das ich den Gelb-Grünen als 
Nulleiter verwendet natürlich keine Klassische Nullung gemeint, sondern 
ein normales TT-Netz
:
Gast #4417703
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Route 6. schrieb:
> Das könnte in einem TT-Netz als Abschaltorgasn für die gesamte Anlage
> normal sein. Wenn du den durch einen 30 mA-Typ ersetzt, wird der
> wahrscheinlich "das Gras wachsen hören" und allzu leicht auslösen,
> gefährlich ist das nicht.

Dasselbe Problem hatten wir schon als wir uns einen Messer 2-Phasen Wig 
Schweißapparat mit 450A gekauft haben auch schon :D
:
#4417715
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Alexander schrieb:
> Da wir sowieso eine viel zu hohe Netzspannung haben weil wir direkt
> alleine Vom Transformatorhaus gespeist werden und die Glühlampen bei uns
> alle Viel zu schnell kaputt gehen sehe ich hier sogar einen Vorteil :D

Hast das mal gemessen? Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich dachte das 
gleiche auch immer. Für meine PV Anlage habe ich einen extra 
Hausanschluss bekommen mit nur etwa 8 Meter Zuleitung direkt zum Trafo 
an der Ortseinspeisung. Ich dachte auch immer dass da bestimmt die 
Spannung überhöht ist. Als ich dann einen Datenlogger installiert habe, 
hat der aus den 5 Wechselrichtern Netzspannung von 215 bis 223 V im 
Tagesverlauf ausgelesen und geloggt. Ich konnte es kaum glauben und hab 
mal mit dem DMM gemessen und es ist tatsächlich so.

Seitdem frage ich mich, ob der Ort vielleicht ausschließlich über die 
Trafostation auf der anderen Seite des Ortes gespeist wird und dieser 
Trafo nicht aktiv ist...

Bei der Räumung einer Messiwohnung einer entfernt verwandten von mir 
kamen alte Glühbirnen heraus, die wir aufgebraucht haben. Eine davon war 
extrem hell. Laut Beschriftung hatte die nur 120 oder 110 V Spannung 
oder so. Hat aber erstaunlicherweise ganz schön lange gehalten. Ich 
hätte eigentlich vermutet dass sie sofort durchbrennt. War vermutlich 
noch Qualität aus der alten Zeit bevor unser Netz auf 230 V umgestellt 
wurde :-)
:
Gast #4417853
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Über welche Querschnitte und welche Länge reden wir denn? Welche Leitung 
? 3p und PE ?
Ja, ein TT System mit zweckentfremdetem Gelbgrün als N und (Gemessenem!) 
Erdstab und FI würde funktionieren, die Leitung wäre aber nicht 
normgerecht belegt (seufz).
Nach VDE ist die gelbgrün Ader entweder ein PE oder ein PEN (ab 10qmm), 
aber nie ein reiner N. Falls Dir das Sorgen macht, gäb es noch die 
Möglichkeit, den Gelbgrün mit blau umwickelt als PEN in der HV vor der 
Aufteilung in N und PE anzuschließen (Außenleiter direkt dort 
absichern), aber nicht, wenn schon ein TT System ankommt und wenn er 
kleiner als 10.. :))) usw usw.
vieradrig auf 3 Phasen ohne N ist aber wirklich nur noch etwas für die 
Güllepump' von geizigen, alten Bauern. Also keine Flex, Bohrmaschine, 
Handlampe etcetcetc.

Warum liegt das alte Kabel noch rum ?
Weil es niemand mehr brauchen kann!

Wenn du auf die normmäßige Belegung scheißt, dann mach halt ein TT 
System mit Erdstab draus.
#4417890
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Grrrr! schrieb:
> che Querschnitte und welche Länge reden

Alexander schrieb:
> Außerdem habe ich wie ich gesagt habe das ich den Gelb-Grünen als
> Nulleiter verwendet natürlich keine Klassische Nullung gemeint, sondern
> ein normales TT-Netz

Das wäre aber nicht VDE-konform. Ein TT-Netz hat keinen PEN. Und dort 
hat der Neutralleiter auch blau zu sein und nicht gelb/grün.

Der gelb/grüne hat dort ausschließlich Schutzleiterfunktion. Du darfst 
ihn nicht für N verwenden! Nix anderes!
:
Gast #4418331
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> Neee, der FI ist nicht nur für das Bad, sondern für die ganze Wohnung
> und er darf lieber einmal mehr, als zu selten auslösen.

Schliesslich soll man ja auch gelegentlich mal die Gefriertruhe abtauen.
Wenn man im Urlaub ist, geht das eben nur vollautomatisch     ;-)
#4427444
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Schieflast ist ja erlaubt. Bei uns darf man ohne Nachfrage 20A einphasig 
ziehen. Zweiphasig gehen 2x18A.
Auf nachfrage auch mehr, aber es liegt wohl im Eigenen interesse es mit 
der Schieflast nicht zu übertreiben. Mögen die anderen Geräte im Haus 
nicht so, wenn die Spannung über 250V geht
#4427471
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Alexander R. schrieb:
> Unser Schweißtrafo hat aber 10KVA Leistungsaufnahme über zwei Phasen...
>
> 100A Strom über eine Phase dann also 200A
>
> Schieflast dann wohl jenseits der 250V oder was?

Die 200A kommen Sekundärseitig raus. Primär ist die Stromaufnahme 
geringer. Außerdem 10kVA != 10kW

Ein Schweißtrafo hat im allgemeinen einen Leistungsfaktor von 0,6-0,7
Ein 10kVA-Schweißtrafo nimmt also rund 6,5kW Wirkleistung.
2x230V@18A=8.3kW reicht also völlig aus. Um die Blindleistung des Trafo 
zu kompensieren, sollten im Schweißgerät Kondensatoren verbaut sein.
Gast #4428105
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Das mit der Schieflast schein ja ein interessantes Thema zu sein...
Kommt doch aber auch darauf an Welche Phasen belastet werden ob die 
Lichtstromgeräte dann eine zu hohe Spannung bekommen oder?

Wenn man annehmen würde, das an L1 Lichtstrom hängt, und ich jetzt 
zwischen L1 und L2 die Leistung ziehe, steigt doch dann an L3 die 
Spannung an wobei an L3 keine Lichtstromgeräte hängen oder?

Werde wohl mal das Multimeter in einer unserer Schukodosen vom Haus 
stecken müssen und dann mit Vollgas 450A schweißen oder?
Wird wohl das sinnvollste sein.

Außerdem würde mich noch interessieren warum man kein Lokales TT-Netz 
parallel zum Netz des EVUs installieren darf.

Bei uns im HAK sind 4 Adern, also 3 Phasen und ein Gelb grüner der dann 
in der Unterverteilung vom Haus zu PE und N aufgeteilt wird.
#4428411
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Alexander R. schrieb:
> Das mit der Schieflast schein ja ein interessantes Thema zu sein...

Naja, aber zuhause hält sich das in Grenzen. Wenn die Installation 
vernünftig ausgeführt wurde, passiert nicht viel mit der Schieflast. Ein 
vernünftiger Eli überlegt sich schon, was er wie anklemmt. Das eben 
Steckdose für Geschirrspüler nicht auf der selben Phase hängt wie für 
den Backofen. So habe ich es mal gelernt und das haben auch früher die 
Eli's schon gelernt. Und es ist ja nicht so, dass du in deinem ganzen 
Haus nur den Schweistrafo an zwei Phasen hast, sondern ein Kühlschrank 
will regelmäßig Leistung haben, eine Heizung auch. Und wenn die Sachen 
bei dir nicht gerade eingeschaltet sind, dann sind sie es beim Nachbarn. 
Ich denke, es ist für einen einzelnen Haushalt sehr schwer, einen ganzen 
Straßenzug in eine gefährliche Schieflast zu bringen. Anders ist das mit 
Gewerbe, aber da gibt es eher Ärger, wenn du nicht vernünftig 
kompensierst.

Dennis
#4428428
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Die Anzahl an gespaltenen Haaren nimmt ja exorbitante Ausmaße an.

Für die Ausgangsfrage gilt doch:
JEDER Verbraucher, so er für die vorhandene Spannung geeignet ist, kann 
auch an selbige angeschlossen werden.

Das gilt doch auch von der Mikrolampe bis zum großen Scheineschmeißer.

Bei den Außenleitern geht es um 400V plus minus der üblichen dollen 
Ranzen. Um allerdings hierfür passende Lampen zu bekommen kann es nicht 
schaden den Füllstand des Portemonnaies im Auge zu behalten oder 
Anpassungsmaßnahmen, in Sachen Futter, zu treffen.
#4429199
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Dennis H. schrieb:
> Alexander R. schrieb:
>> Das mit der Schieflast schein ja ein interessantes Thema zu sein...
>
> Naja, aber zuhause hält sich das in Grenzen. Wenn die Installation
> vernünftig ausgeführt wurde, passiert nicht viel mit der Schieflast. Ein
> vernünftiger Eli überlegt sich schon, was er wie anklemmt. Das eben
> Steckdose für Geschirrspüler nicht auf der selben Phase hängt wie für
> den Backofen. So habe ich es mal gelernt und das haben auch früher die
> Eli's schon gelernt.
>
> Dennis

Na ja, interessant wird es mit Elektroautos. Der i3 z.B. lädt nur an 
einer Phase. Mit Doppellader kann der 32A, also 7,4kW, an einer Phase 
ziehen. Da geht die Spannung an der Phase schon ziemlich in die Knie. 
Ich habs mal bei mir zu hause mit 24A ausprobiert (mehr gibt die 
Sicherung nicht her). Da ist die Spannung schon auf 210V eingebrochen. 
L2 und L3 sind auf 255V rauf. 32A Würde ich jetzt nicht unbedingt 
ausprobieren wollen.

Und zumindest unser Elektriker hatte ziemlich wenig Ahnung von E-auto 
Thematik..
Gast #4429836
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Den i3 kann man doch aber auch 3 Phasig laden oder?
Also unser Schweißapparat wenn von zwei Phasen Leistung zieht kann man 
ja wohl grob sagen das die Spannung auf der dritten Phase sich wohl um 
die 230-245 V bewegen wird oder?
Wenn der Haushalt nur Lichtstrom hätte, dann würde die Schieflast ja 
sowieso keinen Interessieren oder?
#4429979
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Alexander R. schrieb:
> Den i3 kann man doch aber auch 3 Phasig laden oder?
> Also unser Schweißapparat wenn von zwei Phasen Leistung zieht kann man
> ja wohl grob sagen das die Spannung auf der dritten Phase sich wohl um
> die 230-245 V bewegen wird oder?
> Wenn der Haushalt nur Lichtstrom hätte, dann würde die Schieflast ja
> sowieso keinen Interessieren oder?

Nope. Aus unerfindlichen Gründen hat BMW nur Schnarchladen an L1 im 
Programm.
Ein 6,5kW-Schweißgerät aufgeteilt auf 2 Phasen hat wohl keinen 
drastischen Einfluss auf die Spannung an der 3. Phase.
Gast #4431282
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> Ein 6,5kW-Schweißgerät aufgeteilt auf 2 Phasen hat wohl keinen
> drastischen Einfluss auf die Spannung an der 3. Phase.

Wobei es einen Unterschied macht, ob auch der Neutralleiter gebraucht 
wird (und damit Nullstrom fliesst).
Ohne Nullstrom ändert sich die Spannung der 3. Phase überhaupt nicht.
#4431380
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Fabian F. schrieb:
> Na ja, interessant wird es mit Elektroautos.

Das sicherlich. Du schreibst, du hast es mit 24A probiert, da wäre der 
Querschnitt und die Länge der Leitung noch interessant. Ich denke mal, 
für die E-Autos, wenn sie denn überhaupt je in so großen Stückzahlen 
gebaut werden, bekommen ihre extra 10mm² Anschluss direkt vom HAK und 
mit extra Zähler, weil es ein paar Jahre vom Staat subventioniert wird. 
Und da sollte die Spannung dann nicht so einsacken. Weil der Leitung in 
deiner Straße sind die 32A ziemlich egal. Das Problem liegt eher in den 
Häusern und geht schon bei der Leitung vom HAK zum Zählerplatz los. Das 
alles hat aber ehrlich gesagt rein gar nichts mehr mit der 
Ursprungsfrage zu tun und ist ansich ein eigenständiges Thema.

Dennis
#4431386
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Elektrofan schrieb:
> Wobei es einen Unterschied macht, ob auch der Neutralleiter gebraucht
> wird (und damit Nullstrom fliesst).
> Ohne Nullstrom ändert sich die Spannung der 3. Phase überhaupt nicht.

Mal es mal mit Zeigerdiagrammen auf. Du wirst feststellen, wenn du nur 
zwei Phasen belastest, wirst du es nie hinbekommen, dass sich die Ströme 
gegenseitig aufheben. Ausnahme bildet wieder eine Kombi aus 
entsprechender induktiver Last an der einen Phase und kapazitive Last an 
der anderen, was allerdings nicht praxisrelevant ist.


Dennis
Gast #4432062
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In das Messer Grießheim Unitig GW 450 Elektroden/Wig Gerät gehen zwei 
Phasen, und ein Gelb-Grüner rein ich denke Mal eine PEN Leitung.

Falls sich noch jemand für das Innenleben dieses Dinosauriers 
interessiert Habe ich eine Hand voll Bilder angehängt.

Das Gerät wurde vermutlich von Daimler Sindelfingen zum Kupferpreis 
rausgeschrieben..

Mfg Alex
Angehängte Dateien:
Gast #4432399
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> Du wirst feststellen, wenn du nur
> zwei Phasen belastest, wirst du es nie hinbekommen, dass sich die Ströme
> gegenseitig aufheben.

Liegt im Schaltbild

http://www.antriebstechnik.fh-stralsund.de/1024x768/Dokumentenframe/Kompendium/Notstromaggregate/Bilder/Image1.gif

nur ein Verbraucher an L1/L2 OHNE Verbindung zum "N", fliesst KEIN 
Nullstrom, daher gibt es keine Beeinflussung von L3 gegen "N".

Wendet man die "Symmetrischen Komponenten" (beliebte Foltermethode für 
Ing.-Kandidaten der Elektrische Energietechnik) an,

https://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrische_Komponenten

hat das Drehstromsystem eben kein Nullsystem, sondern nur das Mit- und 
das Gegensystem.
Gast #4772302
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Alexander R. schrieb:
> I would have even a complete circuit diagram of the device
> If anyone would be interested in it I could to even
> Upload

Hallo Alex
Irgendeine Chance für mich, die elektrischen Schaltpläne für unitig 
GW300 zu erhalten. Ich habe gerade gekauft eine zweite Hand-Einheit und 
viele Drähte sind getrennt und vielleicht einige Teile fehlen. Können 
Sie mir bitte den elektrischen Plan schicken? Meine E-Mail ist 
simihajni2002@yahoo.com. Vielen Dank
#6825189
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Moin
Natürlich kann man eine 230V Glühbirne an 400V betreiben.
Mann muß nur einen passenden Kondensator in Reihe davorschalten.

Das ist wieder kein Scherz:
Zur Gesellenprüfung als RdF-Techniker in den 70 hieß es:
Sie haben eine Glühbirne mit 110 Volt Betriebsspannung aus der
Hamburger S-Bahn sollen diese am 220V Netz (damals) betreiben.
Berechnen Sie den Vorschalt Kondensator.

Lösung : Zastrow 3. Auflage 1981 Seite 10 RC-Reihenschaltung.

Wenn ich einen Drehstrom-Motor in Sternschaltung habe fließt duch den 
Null kein Strom, geht also auch ohne siehe Bauern-Strom. Habe ich einen 
Drehstrom-Motor in Dreiecksschaltung, brauche ich keinen Null.

HolgerR
Gast #6825713
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Holger R. schrieb:
> Zur Gesellenprüfung als RdF-Techniker in den 70 hieß es:
> Sie haben eine Glühbirne mit 110 Volt Betriebsspannung aus der
> Hamburger S-Bahn sollen diese am 220V Netz (damals) betreiben.
> Berechnen Sie den Vorschalt Kondensator.
>
> Lösung : Zastrow 3. Auflage 1981 Seite 10 RC-Reihenschaltung.

Du hast die Lösung erst 1981 gefunden? Bist also in den 70ern 
durchgefallen?
#6826159
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Percy N. schrieb:
> Oder man klaut noch eine und schaltet sie in Serie.
Das war nicht die Aufgabe.
Ich sagte doch 1 Lampe = Prüfungsaufgabe RC-Schaltung.
Das wahr wirklich eine Prüfungsaufgabe damals.

Percy N. schrieb:
> Diese Lampen waren wimre bis in die 70er Jahre in Gebrauch. Und Leitern
> brauchte man damals nicht, die Sitze waren hoch genug.
Noch ein Hamburger

H. H. schrieb:
> Du hast die Lösung erst 1981 gefunden? Bist also in den 70ern
> durchgefallen?
Ne, hab habe 1976 Gesellenprüfung bestanden
und den Meister im RfF 1982 bestanden.
Hab nur aus dem Heft von 1981 zitiert.
HolgerR
#6826391
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Alexander schrieb:
> Wäre Es theoretisch möglich, eine Glühlampe zwischen Zwei Außenleitern
> zu betreiben?

Hi,
für Glimmlampen ging das schon seit ewigen Zeiten trotz Bedenken 
bezüglich ausreichender Isolation bei einer E10-er Fassung. Ob es auch 
380 bzw. 400V Glühlampen gibt, müsste man erst einmal herausfinden. Die 
dann aber bestimmt schon mit E27.

ciao
gustav
Angehängte Dateien:
:
Gast #6826402
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> Zur Gesellenprüfung als RdF-Techniker in den 70 hieß es:
> Sie haben eine Glühbirne mit 110 Volt Betriebsspannung aus der
> Hamburger S-Bahn sollen diese am 220V Netz (damals) betreiben.
> Berechnen Sie den Vorschalt Kondensator.

Eine Aufgabe für Hellseher: Das ist alles ausgerechnet!     SCNR
#6826406
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Hi,
Reihenschaltung von zwei 230V Glühlampen bringt die Gefahr mit sich, 
dass bedngt durch Exemplarstreuungen die Lampe, die eher den 
Kaltwiderstand überwindet, eine höhere Spannung abbekommt, somit eher 
kaputtgeht. Und jede Lampe bekäme im stationären Zustand nur 200V statt 
230V.
{BTW: Hab da noch ein Video zu. Kommt später.}

ciao
gustav
Gast #6826415
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> ... dass bedngt durch Exemplarstreuungen die Lampe, die eher den
> Kaltwiderstand überwindet, eine höhere Spannung abbekommt, somit
> eher kaputtgeht.

Wie bei klassischen Tannenbaum-Lichterketten.

> Und jede Lampe bekäme im stationären Zustand nur 200V
> statt 230V.

Dann halten die Birnchen wiederum länger, wie oben schon geschrieben.

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