Forum: Offtopic Datenbank für Defekte an Geräten und Reparaturkosten


von Stephan S. (outsider)


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Das schwebt mir schon länger vor, gibt es so etwas? Eine Datenbank 
online wo jedes Gerät oder PKW gelistet werden kann und Leute eintragen 
können, wann sie es gekauft haben, was kaputt ging, wann es kaputt ging, 
was der Hersteller für die Reparatur wollte? Ich habe den Eindruck dass 
so eine Internet Seite eine riesengroße Sache wäre. Ein mächtiges 
Werkzeug um Hersteller zu zwingen Pfuschen zu vermeiden, sodass sie sich 
hüten würden absichtlich oder aus Kostengründen minderwertige 
Komponenten zu verbauen.

Kann man wohl als Betreiber von so einer Seite Leben, dass man es 
hauptberuflich angehen könnte? Es wäre ja sehr viel Arbeit nötig für 
Kategorisierungen und Pflege von neuen Modellen, Fehlerbildern...

Ich finde genau so etwas fehlt der Menschheit. Vielleicht will mir die 
Idee ein Startup klauen? Bitte sehr, macht es! Aber macht es gut!

von K. J. (Gast)


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Joar hört sich gut an, allerdings ist es immer Glückssache ob sowas gut 
leuft, Reparaturtipps hast du noch vergessen für die DB, sowas ähnliches 
gibt es ja bei Murksneindanke aber da ist die Auflistung einfach kacke.

von Stephan S. (outsider)


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Gute Idee mit den Reparaturtips für Leute die selbst Hand anlegen. Wenn 
man von der Plattform leben wollte, könnte man auch gleich ein System 
einführen zur Vermittlung von Firmen, die die Reparatur günstiger 
übernehmen als der Hersteller. Da gibt es bestimmt noch viele weitere 
Ideen wenn man sich so ein Konzept weiter durchdenkt und mehr Leute ihre 
Wünsche an so ein System äußern würden.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass da einige Hersteller 
unglaublich sauer wären, und man rechtliche Probleme bekäme. Vielleicht 
käme dabei ja sogar heraus, dass Premiumhersteller X von PKW unglaublich 
viele Probleme versucht zu vertuschen und seine Kunden abzockt.

Man könnte auch auf der Startseite kleine Statistiken anzeigen. Pfusch 
des Monats oder so...

von Stephan S. (outsider)


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Vermutlich wäre es recht schwer zu kategorisieren. Meist bekommt man ja 
keine gescheite Erklärung was überhaupt kaputt war. Oft sogar überhaupt 
nichts. Trotzdem könnte so eine Datenbank nur richtig erfolgreich sein, 
wenn so viele Leute wie möglich mit machen. Also nicht nur die, die auch 
in der Lage wären Fehler selbst zu beheben, sondern auch der 
Durchschnittsbürger, dem von den Herstellern unverschämte Preise 
abverlangt werden.

Man müsste dann wohl Fehlerbilder sammeln, beschreiben und bei Einträgen 
in die Datenbank abfragen, ob sich der Fehler der eingetragen wird 
genauso äußert wie in der Beschreibung schon vorhanden ist.

von Der M. (mhh)


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Stephan S. schrieb:
> gibt es so etwas?

http://www.repdata.de/Repdatenbank/Testordner/index.php

Nicht so vollumfänglich wie von Dir angedacht, aber durchaus nützlich.

Stephan S. schrieb:
> Ein mächtiges
> Werkzeug um Hersteller zu zwingen Pfuschen zu vermeiden, sodass sie sich
> hüten würden absichtlich oder aus Kostengründen minderwertige
> Komponenten zu verbauen.

Du glaubst tatsächlich noch an den Weihnachtsmann...

 ;)

von Timm T. (Gast)


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Stephan S. schrieb:
> Kann man wohl als Betreiber von so einer Seite Leben, dass man es
> hauptberuflich angehen könnte?

Vor allem sollte man sich überlegen, WO man leben will? Bzw. die Seite 
hosten.

Ich könnte mir bei einigen Herstellern vorstellen, daß die so eine Seite 
ganz schnell juristisch angehen, von wegen geschäftsschädigend und so.

von Stephan S. (outsider)


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Der M. schrieb:
> Du glaubst tatsächlich noch an den Weihnachtsmann...
>
>  ;)

Na wenn die Seite genügend Aufmerksamkeit bekäme, bliebe denen doch 
Garnichts anderes übrig!

Timm T. schrieb:
> Ich könnte mir bei einigen Herstellern vorstellen, daß die so eine Seite
> ganz schnell juristisch angehen, von wegen geschäftsschädigend und so.

Ja, da müsste man gut aufpassen was man schreibt. Man müsste gut darauf 
achten, dass Nutzer nicht böse Sachen schreiben können, weil sie von 
einer Firma verärgert wurden.

von Ernst O. (ernstj)


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Na bei Autos gibt es das ja schon, Beispiel ADAC Pannenstatistik. Die 
Idee mit anderen Geräten so etwas zu etablieren finde ich gut. 
Allerdings kostet ein neues Auto 10 bis 100 mal soviel wie ein PC oder 
eine Waschmaschine. Das bedeutet, dass es entsprechend schwieriger sein 
dürfte, genügend Macht aufzubauen.

Früher (TM) gab es noch Elektrogeschäfte, in denen man Geräte aller Art 
reparieren lassen konnte.

Und dann hauen Portale für Reisen, für Hotels, für Energieanbieter, 
Branchenverzeichnisse usw auf die Werbetrommel dass die Ohren taub 
werden.

In dem ganzen Zirkus Fuss zu fassen wird nicht einfach sein. Möglich 
schon.

von Stephan S. (outsider)


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Die Statistik vom ADAC ist aber total verzerrt. Einige Hersteller bieten 
eine Mobilitätsgarantie an und diese sorgt dafür, dass die Fehler von 
diesen Autos nicht in der Statistik auftauchen. Die Ergebnisse sind 
außerdem nicht einfach zu interpretieren, weil die Daten nicht schön 
aufbereitet und verfügbar gemacht sind. Noch dazu steht darin überhaupt 
nichts zu den Reparaturkosten. Mir War der ADAC schon lange vor den 
Skandalen zuwider. Alles derart offensichtlich so hingedreht wie die es 
brauchen.

Und von der Macht des großen Vereines für die Mitglieder merkt man auch 
nichts. Das Geld der Einführung der LKW Maut sollte zu 100 Prozent dem 
Straßenverkehr zugute kommen. Tut es auch. Gleichzeitig wurden aber die 
Gelder mit denen die Straßen vorher finanziert wurden abgezogen und 
unterm Strich bleibt alles gleich, nur dass der Verbraucher jetzt noch 
mehr zahlt und es den Straßen doch nicht besser geht. Warum macht der 
mächtige ADAC denn nichts dagegen?

Wenn die Leute erst mal merken würden, dass 80 Prozent ihres Geldes 
nicht für das was sie wirklich wollen (Pannenservice) draufgehen, 
sondern für andere Dinge die sie garnicht wollen, dann sähe es für den 
Verein eh böse aus. Nur so zum Vergleich: ADAC Jahresbeitrag 90 Euro, 
guter Schutzbrief beim Kfz Versicherer 15 Euro...

von Luca E. (derlucae98)


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Stephan S. schrieb:
> Leute eintragen können, wann sie es gekauft haben, was kaputt ging, wann
> es kaputt ging, was der Hersteller für die Reparatur wollte?

So etwas ähnliches gibt es bereits: 
http://www.murks-nein-danke.de/murksmelden/

von Stephan S. (outsider)


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Luca E. schrieb:
> So etwas ähnliches gibt es bereits:
> http://www.murks-nein-danke.de/murksmelden/

Von denen habe ich auch schon mal gehört, der Betreiber hat öfters zum 
Thema geplante Obsoleszenz Interviews gegeben. Aber wenn ich die Seite 
ansehe, sehe ich z.B. für Samsung seit 2013 ganze 3 Einträge. Das hilft 
nicht mehr weiter als jede beliebige andere Website oder Forum, wo 
jemand seinen Frust ablässt über ein Reparaturerlebnis. Es gibt keine 
Sortierung nach Modellen und keine Sortierung nach Art von Fehler. Würde 
bei derart vielen Einträgen aber auch noch nicht viel Sinn machen :-)

von Stefan M. (derwisch)


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Die Idee  des TO ist sicher nicht schlecht.
Aber das wird ganz schnell eine "Hass und Troll" Seite.
Wie will man verhindern, dass Leute, die den hersteller XY sowieso 
hassen, nicht völlig falsche und erfundene Geschichten auftischen.

Im Prinzip müsste jeder Vorgang, der dort gepostet wird erstmal mit 
Beweisen untermauert werden.
Sonst kann man da vom ersten Tag an nichts glauben.

von Stephan S. (outsider)


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Naja, wenn Leute Einträge gemacht haben, kann ein Hersteller diese 
zumindest nicht mehr schön reden. Er könnte höchstens zusätzliche 
positive Erlebnisse schildern und bei Konkurrenten schlechte Erlebnisse 
eintragen.

Aber wenn die Seite erst mal groß genug wäre und richtig viel Zulauf und 
Einträge hat, dann könnten die Hersteller nur noch mit recht großem 
Aufwand was dagegen machen.

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