Hallo, damit der ADC nicht so wackelt, baue ich immer einen kleinen Kerko ein. Spielt es dabei eigentlich eine Rolle, ob man das andere Beinchen an 5V oder an GND anschliesst?
Nicht wirklich. GND ist aber üblicher. Du musst dir vor allem überlegen wie groß der Kondensator ist, und welche Bandbreite du dem Signal damit aufzwingst.
Grösse und Art sind ein ganz anderes (komplexes) Thema. Hier geht es nur um den Anschluss des anderen Beinchens. Manchmal ist 5V viel näher dran als GND. Deshalb schliesse ich es immer dort an, wo der resultierende Stromkreis die geringste Induktivität aufweist. Da ich aber nur Bastler bin, wollte ich mal wissen, was die Fachmänner dazu sagen.
Christian S. schrieb: > Grösse und Art sind ein ganz anderes (komplexes) Thema. Hier geht es nur > um den Anschluss des anderen Beinchens. Aber halt auch durchaus wichtig. Und wenn du schon was analoges Abtasten möchtest solltest du dich da ein wenig einlesen.
Beachte aber, dass du Störungen auf der 5V-Versorgung kapazitiv in den ADC koppelst, wenn du den Kondensator entsprechend verbindest.
> Spielt es dabei eigentlich eine Rolle, ob man das andere Beinchen an 5V > oder an GND anschliesst? Zur Abwechslung mal eine intelligente philosphische Frage hier im Forum? :-) Also Grundsetzlich ist es erstmal egal weil wir ja alle wissen das Spannungsquellen fuer Wechselspannung einen Kurzschluss darstellen. In einer gut designten Schaltung in der Praxis sollte es auch egal sein weil man sie so ausgelegt hat das Vcc genauso sauber ist wie GND. Ausserdem sollte man sich klar machen das jeder Schaltungsteil der Stoerungen auf Vcc verursacht weil er dort Strom zieht, das genauso auf GND machen wird. Allerdings ist die Praxis manchmal nicht so gut wie man sie gerne haette. Zum Beispiel koennte es ja sein das man einen kompletten Layer fuer GND hat, Vcc aber duerftiger angebunden ist, oder sogar bewusst ueber eine Induktivitaet, Widerstand, Sicherung etwas von der Spannungsquelle abgekoppelt ist. Dann waere es sicher geschickter gegen GND zu koppeln. Olaf
Ein Keramikkondensator gehört direkt und mit kürzesten Leitungen parallel zu den ADC-Eingängen! (also von E+ nach E-/GND) und nicht nach +V. Denn diese Spannung wird gewandelt. Des weiteren verbieten sich eigentlich bedrahtete Kondensatoren wegen der großen Induktivität. Bei 8...12-Bit ADCs und mäßigen Abtastraten ist aber Alles noch nicht sooo wild. Bei >= 16Bit und >= 100KSPS ist das optimale Layout entscheident für viele LSBs. Da zählt jeder Millimeter Leitungslänge. Meist wird aber beim Anti-Aliasing-Filter gespart / geschlampt und gedacht, dass das Nyquist-Kriterium für die Abtastrate reicht.
@ Alexxx (Gast) >Ein Keramikkondensator gehört direkt und mit kürzesten Leitungen >parallel zu den ADC-Eingängen! (also von E+ nach E-/GND) und nicht nach >+V. >Denn diese Spannung wird gewandelt. JAWOLLLLL!! Mein Gott, geht's noch? Mehrere Leute haben vollkommen richtig beschrieben, daß es prinzipiell egal ist, ob man an GND oder VCC anschließt und dann kommst du und macht hier ein riesen Faß auf. >Des weiteren verbieten sich eigentlich bedrahtete Kondensatoren wegen >der großen Induktivität. Schwachsinn! Jahrzehntelang wurde auch UHF-Schaltungen massenhaft mit bedrahteten Bauteilen gefertigt. Ein kleiner uC kommt dort nicht mal ansatzweise hin! >Bei 8...12-Bit ADCs und mäßigen Abtastraten ist aber Alles noch nicht >sooo wild. >Bei >= 16Bit und >= 100KSPS ist das optimale Layout entscheident für >viele LSBs. Da zählt jeder Millimeter Leitungslänge. Sinnloses Geschwätz!
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