WLAN Modul zieht sich mit steigender gesendeter Bytes bei - Erklärung gesucht

Gast #4422640
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Sorry für die komische Überschrift,

aber das Phänomen ist wie folgt.
Ich habe mehrere Android Tablets (verschiedene Hersteller), welcher über 
WiFi zu nem Raspi verbinden (über nen Access Point). Funktioniert fast 
immer problemlos; alles sind DHCP Clients, meist HTTP Verbindung aber 
auch reine Sockets.

Bei einem Android Tablet Typen bekomme ich jedoch zu Beginn timeouts.
Das Problem lässt sich lösen, indem ich am Anfang ne erhöhte Datenmenge 
sende - aktueller Workaround ist n PING mit 5000Bytes als Payload (vom 
Android Tablet aus). Die ersten Pings timen out, aber nach ca. 5-10 
Sekunden funktioniert dann alles und die Latenz ist gering. Man sieht an 
den Pings, wie die Latenz mit jedem Paket geringer wird, bis sie sich 
irgendwo einpendelt.

Es scheint, als müsse sich das WLAN Modul von besagtem Tablet erst 
irgendwie 'bei ziehen'.

Das Ganze tritt wie gesagt nur mit einem Modell auf - hier aber 
reproduzierbar.

Hat jemand schonmal ein ähnliches Problem gehabt bzw ne Idee, an was das 
liegen könnte. Das Modul von dem Tablet (is nebenbei n Panasonic) ist 
nicht bekannt und Treiber sind auch nicht offen - mich würde aber 
interessieren, an was es liegen könnte.
Sowas wien Hopping Pattern a la Bluetooth gibts ja bei WiFi nicht - 
dächte ich. Und ne Art Bootstrap zum 'einpendeln' kenn ich auch nicht 
(was nichts heißt).

Gruß
Nico
Gast #4422678
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Hmmm...
Die 'Energiesettings' sind eigentlich alle auf 100% gesetzt - anders 
formuliert die Checkbox für 'Optimize Wifi Power Consumption' ist nicht 
gechecked.
Ich würde hoffen, dass das Modul nicht zu sehr in nen Sleep Modus 
gesetzt wird.
Ist nebenbei alles 2.4GHz.
Gast #4423170
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Schon mal einen anderen Kanal getetstet? Evtl. senden alle Leute in 
Deinem Haus 2,4 GHz fest auf Kanal 1? Evtl. regelt Dein NB/AP die 
Sendeleistung nach Bedarf und das eine NB ist etwas tauber? Mal 
Gegenprobe woanders machen?
#4423624
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Hi Nico

Das Hopping ist bei Wlan genauso vorhanden.
Im Bild kannst du wunderbar sehen wie drei Accespoints drei Geräte ohne 
große Daten versorgen.
Dabei ändert sich die "Frequenz" ständig und regelmäßig (kleine gelbe 
Punkte).
Kommen Daten zusammen, wird der ganze Kanal belegt (breite gelbe 
Balken).
Daher ist für mich ein Pingen an ein Android Gerät per Wlan kein guter 
beweis ob es verfügbar ist.
Android ist zudem ein Linux dass nicht auf sagen wir mal erreichbarkeit 
getrimmt ist.
Bis du in Schicht 5 (nach OSI) den Ping abarbeiten willst, wie 
normalerweise kann ich mir gut vorstellen dass dies erst in Schicht 7 
passiert da alles von den Apps und dem Treiber ausgehandelt wird.
-> Mehrere Pakete getauscht = Anwendung hat Priorität im Betriebssystem 
und darf eher auf den Ping Antworten.

Bin mal gespannt was noch so kommt ;-)
Angehängte Dateien:
Gast #4423636
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Marco K. schrieb:
> -> Mehrere Pakete getauscht = Anwendung hat Priorität im Betriebssystem
> und darf eher auf den Ping Antworten.

Die Ping-Prio wurde vor Jahren verringert weil damit früher Systeme in 
die Knie gezwungen wurden. Bevor die ganze SW gut funktioniert, sollte 
erst mal ganz unten im ISO-Referenzmodell die einfache Funkverbindung 
ausreichend gut funktionieren. Dann kann immer noch das Funkmodul 
komisch reagieren oder ... der DNS-Cache leer sein usw.
Gast #4424553
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Rolf M. schrieb:
> Rufus Τ. F. schrieb:
>> Nico B schrieb:
>>> als müsse sich das WLAN Modul von besagtem Tablet erst irgendwie 'bei
>>> ziehen'.
>>
>> Was soll das sein?
>
> Das hat er doch im Absatz direkt davor ausführlich erklärt. Ich finde
> diesen Begriff ja auch eigenartig, aber was damit gemeint ist, ist klar
> beschrieben.

Na ja. Da hast Du ja irgendwie auch recht. Allerdings beruht diese 
Auffassung auf Schlussfolgerungen des Lesers. Meiner Ansicht nach, wäre 
es vorzuziehen, daß der Autor sich klar äussert.

Nun ist auch das kein Absolutum. Und letztlich muss vom Empfänger resp. 
Leser immer auch interpretiert werden.

Im Grunde aber ist dann der inkrimierte Ausdruck lediglich eine 
Paraphrase des vorherigen Absatzes, denn er erklärt nichts, verdeutlicht 
nichts und fügt keine Details hinzu; im Gegenteil: er verwischt die 
vorherigen im Vergleich durchaus genauen Angaben.

Die Latenz wird geringer, Timeouts treten nach einiger Zeit nicht mehr 
auf. Das hätte für eine Frage nach den Ursachen völlig hingereicht.

Als Überschrift hättee ich z.B. vorgeschlagen: "Warum hängt Dynamik der 
WLAN-Latenz vom Typ des Android-Gerätes ab?" oder so ähnlich.

Nun: Eigentlich bedeutend ist meine (und anderer Leser) Nachfrage nicht. 
Ich habe mich einfach gewundert, was dieser Ausdruck nun eigentlich 
aussagen soll.
Es wäre allerdings wahrlich wünschenswert, wenn die Fragesteller sich 
hier angewöhnen, sich präziser auszudrücken und nicht unnötig neue 
Begriffe einführen. Ihr Verhalten bemerken sie aber nur, wenn 
nachgefragt wird.
Gast #4425647
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Erstmal danke für die vielen Anstöße und sorry für die unpräzise 
Formulierung.

Mit 'bei ziehen' meinte ich die Auswertung eines Regelkreises. Wie 
gesagt ist mein Wissen über WLAN/ WIFI etc recht dünn; ich hätte mir 
vorstellen können, dass, nachdem sich Client und Server auf ein Hopping 
Pattern verständigt haben, hier eine Art Einschwingprozess einsetzt 
(dass die Sprünge synchron laufen etc). Der Begriff Kanalschätzung wäre 
auch falsch, aber halt eine Art 'auf einander Abstimmen'.

Zumindest hätte das mein Problem erklärt.

Ich werde jetzt mal nen anderen AccessPoint bzw. andere Kanäle probieren 
- mal schauen, was passiert.

Und speziellen Dank an Marco - das Bild war super.

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