Sorry für die komische Überschrift, aber das Phänomen ist wie folgt. Ich habe mehrere Android Tablets (verschiedene Hersteller), welcher über WiFi zu nem Raspi verbinden (über nen Access Point). Funktioniert fast immer problemlos; alles sind DHCP Clients, meist HTTP Verbindung aber auch reine Sockets. Bei einem Android Tablet Typen bekomme ich jedoch zu Beginn timeouts. Das Problem lässt sich lösen, indem ich am Anfang ne erhöhte Datenmenge sende - aktueller Workaround ist n PING mit 5000Bytes als Payload (vom Android Tablet aus). Die ersten Pings timen out, aber nach ca. 5-10 Sekunden funktioniert dann alles und die Latenz ist gering. Man sieht an den Pings, wie die Latenz mit jedem Paket geringer wird, bis sie sich irgendwo einpendelt. Es scheint, als müsse sich das WLAN Modul von besagtem Tablet erst irgendwie 'bei ziehen'. Das Ganze tritt wie gesagt nur mit einem Modell auf - hier aber reproduzierbar. Hat jemand schonmal ein ähnliches Problem gehabt bzw ne Idee, an was das liegen könnte. Das Modul von dem Tablet (is nebenbei n Panasonic) ist nicht bekannt und Treiber sind auch nicht offen - mich würde aber interessieren, an was es liegen könnte. Sowas wien Hopping Pattern a la Bluetooth gibts ja bei WiFi nicht - dächte ich. Und ne Art Bootstrap zum 'einpendeln' kenn ich auch nicht (was nichts heißt). Gruß Nico
Ich habe bei meinen Nexus zumindest beobachtet, das sie Ping-Zeit steigt wenn man das gerät keine Daten überträgt. Es schein die WLAN Aktivität zu drosseln um Energie zu sparen.
Hmmm... Die 'Energiesettings' sind eigentlich alle auf 100% gesetzt - anders formuliert die Checkbox für 'Optimize Wifi Power Consumption' ist nicht gechecked. Ich würde hoffen, dass das Modul nicht zu sehr in nen Sleep Modus gesetzt wird. Ist nebenbei alles 2.4GHz.
teste mal an einen anderen Access Point..
Nico B schrieb: > als müsse sich das WLAN Modul von besagtem Tablet erst irgendwie 'bei > ziehen'. Was soll das sein? In welcher Sprache sagt man so etwas?
Schon mal einen anderen Kanal getetstet? Evtl. senden alle Leute in Deinem Haus 2,4 GHz fest auf Kanal 1? Evtl. regelt Dein NB/AP die Sendeleistung nach Bedarf und das eine NB ist etwas tauber? Mal Gegenprobe woanders machen?
Unter "bei ziehen" in Bezug auf WLAN und einen Rechner kann ich mir auch nichts vorstellen. Falls das ein lokales Idiom ist, übersetze das bitte in's Hochdeutsche oder Tech-Speak.
Klaus schrieb: > Unter "bei ziehen" in Bezug auf WLAN und einen Rechner kann ich mir auch > nichts vorstellen. Mach dir nichts draus. Da bist du nicht alleine.
Mein Tip um die Kanalbelegung im WLAN darzustellen: Homedale. Freeware für Windows. changman
Das Tool gibt es auch für Android, nennt sich WiFi-Analyzer.
Rufus Τ. F. schrieb: > Nico B schrieb: >> als müsse sich das WLAN Modul von besagtem Tablet erst irgendwie 'bei >> ziehen'. > > Was soll das sein? Das hat er doch im Absatz direkt davor ausführlich erklärt. Ich finde diesen Begriff ja auch eigenartig, aber was damit gemeint ist, ist klar beschrieben.
Hi Nico Das Hopping ist bei Wlan genauso vorhanden. Im Bild kannst du wunderbar sehen wie drei Accespoints drei Geräte ohne große Daten versorgen. Dabei ändert sich die "Frequenz" ständig und regelmäßig (kleine gelbe Punkte). Kommen Daten zusammen, wird der ganze Kanal belegt (breite gelbe Balken). Daher ist für mich ein Pingen an ein Android Gerät per Wlan kein guter beweis ob es verfügbar ist. Android ist zudem ein Linux dass nicht auf sagen wir mal erreichbarkeit getrimmt ist. Bis du in Schicht 5 (nach OSI) den Ping abarbeiten willst, wie normalerweise kann ich mir gut vorstellen dass dies erst in Schicht 7 passiert da alles von den Apps und dem Treiber ausgehandelt wird. -> Mehrere Pakete getauscht = Anwendung hat Priorität im Betriebssystem und darf eher auf den Ping Antworten. Bin mal gespannt was noch so kommt ;-)
Marco K. schrieb: > -> Mehrere Pakete getauscht = Anwendung hat Priorität im Betriebssystem > und darf eher auf den Ping Antworten. Die Ping-Prio wurde vor Jahren verringert weil damit früher Systeme in die Knie gezwungen wurden. Bevor die ganze SW gut funktioniert, sollte erst mal ganz unten im ISO-Referenzmodell die einfache Funkverbindung ausreichend gut funktionieren. Dann kann immer noch das Funkmodul komisch reagieren oder ... der DNS-Cache leer sein usw.
Sorry Buchstabendreher OSI-Referenzmodell.
Rolf M. schrieb: > Rufus Τ. F. schrieb: >> Nico B schrieb: >>> als müsse sich das WLAN Modul von besagtem Tablet erst irgendwie 'bei >>> ziehen'. >> >> Was soll das sein? > > Das hat er doch im Absatz direkt davor ausführlich erklärt. Ich finde > diesen Begriff ja auch eigenartig, aber was damit gemeint ist, ist klar > beschrieben. Na ja. Da hast Du ja irgendwie auch recht. Allerdings beruht diese Auffassung auf Schlussfolgerungen des Lesers. Meiner Ansicht nach, wäre es vorzuziehen, daß der Autor sich klar äussert. Nun ist auch das kein Absolutum. Und letztlich muss vom Empfänger resp. Leser immer auch interpretiert werden. Im Grunde aber ist dann der inkrimierte Ausdruck lediglich eine Paraphrase des vorherigen Absatzes, denn er erklärt nichts, verdeutlicht nichts und fügt keine Details hinzu; im Gegenteil: er verwischt die vorherigen im Vergleich durchaus genauen Angaben. Die Latenz wird geringer, Timeouts treten nach einiger Zeit nicht mehr auf. Das hätte für eine Frage nach den Ursachen völlig hingereicht. Als Überschrift hättee ich z.B. vorgeschlagen: "Warum hängt Dynamik der WLAN-Latenz vom Typ des Android-Gerätes ab?" oder so ähnlich. Nun: Eigentlich bedeutend ist meine (und anderer Leser) Nachfrage nicht. Ich habe mich einfach gewundert, was dieser Ausdruck nun eigentlich aussagen soll. Es wäre allerdings wahrlich wünschenswert, wenn die Fragesteller sich hier angewöhnen, sich präziser auszudrücken und nicht unnötig neue Begriffe einführen. Ihr Verhalten bemerken sie aber nur, wenn nachgefragt wird.
Erstmal danke für die vielen Anstöße und sorry für die unpräzise Formulierung. Mit 'bei ziehen' meinte ich die Auswertung eines Regelkreises. Wie gesagt ist mein Wissen über WLAN/ WIFI etc recht dünn; ich hätte mir vorstellen können, dass, nachdem sich Client und Server auf ein Hopping Pattern verständigt haben, hier eine Art Einschwingprozess einsetzt (dass die Sprünge synchron laufen etc). Der Begriff Kanalschätzung wäre auch falsch, aber halt eine Art 'auf einander Abstimmen'. Zumindest hätte das mein Problem erklärt. Ich werde jetzt mal nen anderen AccessPoint bzw. andere Kanäle probieren - mal schauen, was passiert. Und speziellen Dank an Marco - das Bild war super.
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