Hallo ! ich möchte verstehen, wozu man bei Ethernet den sendeseitigen Abschlusswiderstand 100 Ohm (=Zw) benötigt (in Wirklichkeit nimmt man ja 2x50 Ohm symmetrisch gegen Masse, aber nur zum Verständnis...). An der Empfängerseite (rechts) wäre es mir klar, da der Verstärker hochohmig ist und eine Leitung ja abgeschlossen sein sollte. Bei der Sendeseite (links) verstehe ich das jedoch nicht so ganz: Da müsste ja eigentlich die Quellimpedanz dem Zw entsprechen, was bringt es da, einen 100Ohm parallel zu schalten? Es kommt ja dennoch zu Reflexionen, da es eine Fehlanpassung bleibt...Wäre nett, wenn mir das jemand erläutern könnte. Es würde für mich nur Sinn machen, wenn die Sendeimpedanz der Quelle 50Oghm beträgt - aber das ist es ja nicht. Danke Michael
In der Praxis sorgt man dafür, dass die Quellimpedanz 100 Ohm beträgt. Den von Dir gezeichneten Widerstand habe ich bisher in keinem Schaltplan gesehen.
Zum Beispiel kannst du das im angehängten Auszug aus dem Datenblatt des Silabs CP2201 sehen. Da siehst du 2x 8 Ohm in Reihe an eine 1:2.5 Übertrager. Dazu kommt noch die Ausgangsimpedanz des Mikrochips.
Ich sehe gerade, dass die Schaltung bei Wiznet und dem EN28J60 tatsächlich so ist, wie du oben gezeigt hast. Da kann man aber auch sehen, dass die Leitungen über die Widerstände nach VCC gezogen werden. Ich nehme an, dass die Ausgangsstufen dieser IC's kein Push/Pull können, sondern nur einfache Open-Collector Transistoren haben. In diesem Fall wäre der externe Widerstand zugleich die Ausgangsimpedanz.
1 | +3,3V +3,3V |
2 | o o |
3 | | | |
4 | |~| 50 Ohm |~| |
5 | |_| |_| |
6 | | | |
7 | +---------Übertrager--------+ |
8 | | | |
9 | | | |
10 | |/ \| |
11 | ----| |--- |
12 | |\> </| |
13 | | | |
14 | | | |
15 | Gnd GND |
Ich habe jemanden gefragt: Der hat gemeint, dass die Treiberstufe für Tx oft eine Stromquelle ist, die dann natürlich mit einem Innenwiderstand versehen werden muss. Ich verwende einen Broadcom Switch als Phy.
Michael W. schrieb: > Ich habe jemanden gefragt: Der hat gemeint, dass die Treiberstufe für Tx > oft eine Stromquelle ist, die dann natürlich mit einem Innenwiderstand > versehen werden muss. Ich verwende einen Broadcom Switch als Phy. Bei aktuellen 100Base-TX-PHYs (auch bei solchen von Switches, falls mit integrierten PHYs) sind RX und TX immer symmetrisch beschaltet und es sind immer 1:1-Übertrager. Bei der Beschaltung der Abschluss-Widerstände und der chipseitigen Mittenanzapfungen der Übertrager gibt es viele Varianten, die bauteilspezifisch sind. Bei modernen PHYs sind die Abschlusswiderstände meist integriert. Deshalb chipseitig immer die Applikationsvorschläge des jeweiligen PHY-Herstellers verwenden. Ansonsten riskiert man Fehlanpassung (geringe Reichweite, viele Übertragungsfehler) oder das Senden funktioniert überhaupt nicht.
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