Hallo zusammen,
bei der Ansteuerung eines TRIAC (BTA12/600BW, snubberless) frage ich
mich, welcher Spannung die Widerstände auf der 230V-Seite ausgesetzt
sind (R9 und R10 im angehängten Schaltbild).
Im ausgeschalteten Zustand fällt die Spannung meiner Ansicht nach
beinahe komplett über dem Optotriac ab.
Im eingeschalteten Zustand fällt die Spannung hauptsächlich über der
Last ab.
Wie verhält es sich aber während des Ein- und Ausschaltvorganges? Fällt
da zu irgend einem Zeitpunkt über R9 eine hohe Spannung ab?
Über R10 kann es ja maximal die Hälfte der Spannung sein, also im
Regelfall max 163V, weil er mit R9 in Reihe geschaltet ist.
Wäre R9 mit einer Spannungsfestigkeit von 250V ausreichend
dimensioniert?
Die Widerstandsgrößen habe ich übrigens aus dem Datenblatt des MOC3063
entnommen. Die Last ist ein elektronisches Vorschaltgerät. Osram hat in
einem technischen Anwendungsleitfaden folgendes veröffentlicht, weshalb
ich einen snubberless TRIAC gewählt und auf einen externen Snubber
verzichtet habe:
> Im Gegensatz zu konventionellen Vorschaltgeräten (KVG:
> induktiv, 50 Hz) ist bei elektronischen Vorschaltgeräten
> nahezu keine Phasenverschiebung vorhanden. Daher ist
> keine Kompensation erforderlich. Jedoch entstehen beim
> Betrieb von elektronischen Vorschaltgeräten geringe Verzerrungen
> des sinusförmigen Netzstromverlaufs. Allgemein
> werden diese Verzerrungen auch durch Harmonische oder
> Oberwellen beschrieben.
Vielen Dank und viele Grüße
Christian