Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ansteuerung TRIAC mit MOC3063, Spannungsfestigkeit Widerstände


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von Christian R. (cmrudolph)


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Hallo zusammen,

bei der Ansteuerung eines TRIAC (BTA12/600BW, snubberless) frage ich 
mich, welcher Spannung die Widerstände auf der 230V-Seite ausgesetzt 
sind (R9 und R10 im angehängten Schaltbild).

Im ausgeschalteten Zustand fällt die Spannung meiner Ansicht nach 
beinahe komplett über dem Optotriac ab.
Im eingeschalteten Zustand fällt die Spannung hauptsächlich über der 
Last ab.

Wie verhält es sich aber während des Ein- und Ausschaltvorganges? Fällt 
da zu irgend einem Zeitpunkt über R9 eine hohe Spannung ab?
Über R10 kann es ja maximal die Hälfte der Spannung sein, also im 
Regelfall max 163V, weil er mit R9 in Reihe geschaltet ist.

Wäre R9 mit einer Spannungsfestigkeit von 250V ausreichend 
dimensioniert?

Die Widerstandsgrößen habe ich übrigens aus dem Datenblatt des MOC3063 
entnommen. Die Last ist ein elektronisches Vorschaltgerät. Osram hat in 
einem technischen Anwendungsleitfaden folgendes veröffentlicht, weshalb 
ich einen snubberless TRIAC gewählt und auf einen externen Snubber 
verzichtet habe:

> Im Gegensatz zu konventionellen Vorschaltgeräten (KVG:
> induktiv, 50 Hz) ist bei elektronischen Vorschaltgeräten
> nahezu keine Phasenverschiebung vorhanden. Daher ist
> keine Kompensation erforderlich. Jedoch entstehen beim
> Betrieb von elektronischen Vorschaltgeräten geringe Verzerrungen
> des sinusförmigen Netzstromverlaufs. Allgemein
> werden diese Verzerrungen auch durch Harmonische oder
> Oberwellen beschrieben.

Vielen Dank und viele Grüße
Christian

von Michael B. (laberkopp)


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Christian R. schrieb:
> Wie verhält es sich aber während des Ein- und Ausschaltvorganges?

Die ist noch nicht mal das Problem, der MOC3063 hat ZeroCross, zündet 
also immer bei ca. 16V und nicht mitten in der Halbwelle (was auch ok 
wäre, 1us hält der Widerstand das schon aus).

Schlimm wird es, wenn der TRIAC trotz Zündimpuls NICHT zündet, d.h. ins 
Gate fliesst 1A rein und A1 A2 werden nicht niederohmig. Eine Halbwelle 
hält der Widerstand die Wattzahl aus, aber wenn das wiederholt auftritt, 
eher nicht.

Glücklicherweise kann die Situation auch als 'TRIAC kaputt' angesehen 
werden.

Christian R. schrieb:
> weshalb ich einen snubberless TRIAC gewählt und auf einen
> externen Snubber verzichtet habe:

Auf einen 275V~ VDR sollte man aber nicht verzichten, Elektronik geht 
bei Überspannung doch ruck-zuck kaputt.

von Christian R. (cmrudolph)


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Das offensichtliche hab ich bei der Überlegung vergessen... Den 
Optotriac mit ZeroCross habe ich ja extra genommen, um den Rest der 
Schaltung zu vereinfachen...

Den VDR werde ich dann noch einplanen und ganz normale 250V Widerstände 
nehmen.

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