Einplatinencomputer: Anforderungen an die Dokumentation

OP #4432336
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Hallöchen,

wie jeder mitbekommen hat, gibt es bereits Einplatinencomputer (engl. 
SBC) wie Sand am Meer. Doch nur wenige eignen sich wirklich zum 
arbeiten.

Vielleicht könnte jemand stichpunktartig aufzählen, welche Resourcen/ 
Dokumentation (softwareseitig) einen guten SBC ausmachen.

Die Frage kam mir, als ich über das Treiber-Problem der Mali-GPU 
gestoßen bin. (Wie machen das die Chinesen von Lemaker, die den Treiber 
in ihrem OS-Image verwursten? Können die das im Prinzip, nur sie stecken 
keine Arbeit hinein?)

Dokumentation der Hardware wollte ich hier mal aussen vor lassen, da ich 
nicht vorhabe, eigene Boards zu entwickeln o.ä.
OP #4433968
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ist das nicht klar? Programmierer!
Ich hab zumindest noch nicht davon gehört, dass sich jemand einen fertig 
installierten Raspberry im Gehäuse mit Maus und Tastatur kauft und dann 
ein Benutzerhandbuch wünscht.


Die Liste hätte vielleicht so beginnen können:

-Open-Source-Treiber für GPU (deshalb der Einwurf mit der Mali-GPU im 
Anfangspost, denn für die gibt es den nicht)

-Datenblätter zu den einzelnen Registern (Bare-Metal-Programmierung, 
falls das jemand tut)

- fertige Images mit Linux, Android etc. pp.
#4434006
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Ich glaube, du hast mich missverstanden. Und nein, es ist nicht klar.

Wenn ich einen Raspberry Pi kaufe und kein Systemprogrammierer bin, dann 
will ich wissen:
- wo ich welchen Stecker reinstecken muss
- welche LEDs wie blinken müssen, wenn es funktioniert
- wo ich ein Image bekomme und wie ich es auf SD-Karte schreibe
- wie ich das Betriebssystem bediene
- welche Treiber Besonderheiten aufweisen und wie ich damit umgehe
- und so weiter.

Wenn ich ein Systemprogrammierer bin, dann will ich wissen:
- welche Chips verbaut sind, plus Datenblätter dazu
- wie die Chips verbaut sind, also Schaltplan
- wo ich eventuelle Treiber finde und wie ich sie in mein System 
einbinde

Das sind unterschiedliche Anforderungen für unterschiedliche 
Zielgruppen.

Ivan K. schrieb:
> ist das nicht klar? Programmierer!

System- oder Anwendungsprogrammierer?

> Ich hab zumindest noch nicht davon gehört, dass sich jemand einen fertig
> installierten Raspberry im Gehäuse mit Maus und Tastatur kauft und dann
> ein Benutzerhandbuch wünscht.

Dann schau mal z.B. unter www.parallella.org/quick-start/ - das ist das 
"Benutzerhandbuch". Und im Forum schlagen trotzdem ständig Leute auf 
"auf dem Bildschirm wird nichts angezeigt, was mache ich falsch".

> -Open-Source-Treiber für GPU (deshalb der Einwurf mit der Mali-GPU im
> Anfangspost, denn für die gibt es den nicht)

Mir scheißegal, wenn ich das Teil benutzen möchte. (Fertiges Image!)
Mir scheißegal, wenn ich meinen Treiber schreiben möchte. (Datasheet!)
Mir nicht egal, wenn ich ein Linux dafür bauen möchte.

> -Datenblätter zu den einzelnen Registern (Bare-Metal-Programmierung,
> falls das jemand tut)

Gibt's vom Chiphersteller. Wenn es keins gibt, vermerken oder nicht 
verbauen.

> - fertige Images mit Linux, Android etc. pp.

Ja sicher doch. Das ist aber keine Dokumentation.
OP #4434025
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> - fertige Images mit Linux, Android etc. pp.

> Ja sicher doch. Das ist aber keine Dokumentation.

deshalb hatte ich zusätzlich das Wort Resourcen mit verwendet.


Wie ist also die Vorgehensweise wenn ich als Systemprogrammierer nach 
neuer  Hardware suche (z.B. mit ARM Prozessor wie Banana Pi, Raspberri, 
Streuselkuchen Pi).
Muss ich für wirklich jede Schnittstelle vorher nach Datenblättern 
suchen? Und ob Treiber xy proprietär ist oder nicht? Die Wörter open 
source sind in diesem Zusammenhang nämlich meistens ein Witz.

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