Hallo zusammen, ich möchte gerne Elektronik zeitweise vor Feuchtigkeit schützen. Dazu verwende ich in letzter Zeit Plastidip, welches man mit einem Pinsel aufträgt und trocknen lässt. Es bildet einen wasserdichten Überzug über SMD. Leider ist es auf größeren Flächen mühsam aufzutragen und auch schwer wieder in einem Stück zu entfernen. Das Spray von Palstidip ist mir zu ungenau... Gibt es eine Art Schrumpffolie, die man auflegt, mit 100-150°C anfönt, sie legt sich über die SMD Bauelemente, ohne in der Fläche einzugehen und wird dann wieder hart? Beim abziehen könnte man sie wieder warm machen und am Stück ablösen... Gibt es sowas? Vielen Dank! Andi :)
Hört sich für mich wie beim Tiefziehen an. Vielleicht kannst du dich in dem Bereich mal umsehen (Lexan bzw. PC). Die werden aber normalerweise in einem Rahmen gespannt.
Gibt es. Die Filme habe in der Tat Ähnlichkeit mit Heißkleber. Sie werden in der Industrie typischerweise passend gestanzt und partiell tiefgezogen. Anschließend werden sie auf das PCA "aufgeschmolzen". Ob es sowas auch für den Hausgebrauch gibt und ob das auch so einfach runter geht wie Heißkleber, weiß ich leider nicht. Das Zauberwort ist glaube ich "conformal coating" - wobei man da hauptsächlich infos zu den "nassen" Verfahren findet.
Hallo und Vielen Dank! Matthias x. schrieb: > Hört sich für mich wie beim Tiefziehen an. Gutes Stichwort, leider sieht das nicht wirklich praktikabel aus, um damit ein Mainboard wasserdicht zu bekommen, wenn sämtliche Steckplätze noch zugänglich sein sollen. Rainer U. schrieb: > Heißkleber und Isopropanol? Das scheint ja gut mit kleinen Verklebungen zu funktionieren, aber in engen Ecken, oder großen Flächen, wird es dann sicher ebenso fummelig wie das Plastidip :-/ Stephan W. schrieb: > Die Filme habe in der Tat Ähnlichkeit mit Heißkleber. Sie > werden in der Industrie typischerweise passend gestanzt und partiell > tiefgezogen. Anschließend werden sie auf das PCA "aufgeschmolzen". Das klingt irgendwie nicht so, als wäre das etwas für den schnellen Heimgebrauch. Die Lösung mit Plastidip funktioniert ja, nur kostet eben immer viel Zeit. Diese Zeit würde ich gerne einsparen. Vielleicht gibt es ja Heißkleberplatten oder sowas, die nicht so arg kleben, so dass ich dann alle SMDs dran kleben habe und die sich mit einen Fön erweichen und auflegen lassen.
Was für ein Problem meinst Du eigentlich damit lösen zu können? Ein "Mainboard" abdichten, aber so, daß Steckplätze weiterhin zugänglich sind? Sofern "Mainboard" tatsächlich das ist, was landläufig darunter verstanden wird; hast Du schon mal über die thermischen Aspekte nachgedacht? Da ist mitunter auch lustig vor sich hin heizende Leistungselektronik involviert ...
vielleicht laminiertüten (ohne kleber). platine rein, vakuum, und mit einem heißluftfön drüber. pva folie wäre evtl auch was, aber die muss man in wasser einweichen. …wobei mir nicht klar ist wie man mit "schrumpfschlauch", "erreichbarkeit der anschlüsse" und "einfache entfernbarkeit" auch wasserdicht hinbekommen soll. hm… vielleicht ein wasserdichtes gehäuse?
Rufus Τ. F. schrieb: > Was für ein Problem meinst Du eigentlich damit lösen zu können? > > Ein "Mainboard" abdichten, aber so, daß Steckplätze weiterhin zugänglich > sind? Mainboard ist genau das, was man darunter verstehen soll. Also ein handelsübliches PC-Mainboard. Die Steckplätze sollen frei bleiben, damit man CPU, RAM und Grafikkarten weiterhin tauschen kann. Ich übertakte professionell PC-Systeme mit Flüssigem Stickstoff (LN2) und dabei entsteht natürlich ein Haufen Kondenswasser. Das Vorbereiten der Hardware und das anschließende wieder sauber machen frisst eine Menge Zeit, so dass ich immer wieder auf der Suche nach Alternativen bin. Anbei mal ein Bild, wie so ein Mainboard mit Plastidip aussieht. Kühler etc. für die angesprochene Leistungselektronik brauche ich nicht, weil alles gut über die CPU mitgekühlt wird. Außerdem ist das aktuell eh eher Bling Bling als wirklich sinnvoll... - Ganz früher haben wir einfach Vaseline genommen, die Hardware dick damit eingeschmiert und das Board anschließend im Geschirrspüler gereinigt. War aber eine ziemliche Sauerei - Dann haben wir Knetradiergummi von Faber Castell verwendet. Das war ganz gut, ließ sich aber nicht mehr ganz restlos entfernen und man hatte immer leichte Rückstände. - Aktuell verwenden wir Plastidip, das geht gut drauf, gut wieder ab, hinterlässt keine Rückstände - der ganze Prozess ist aber eben recht zeitaufwendig. c. m. schrieb: > pva folie wäre evtl auch was, aber die muss man in wasser einweichen. Danach muss ich mal schauen. In Wasser einweichen wäre nicht das Problem. Aber verschwindet das Wasser nach dem auflegen/trocknen dann wieder unter der Folie? Vielen Dank! :)
Interessantes Projekt, ich habe vor einigen Jahren ebenfalls die Sockel abgedichtet, da ich meinen PC in Öl einlegen wollte. Dabei durfte das Öl ebenfalls nicht unter die CPU kommen, da durch die hohen Frequenzen kurzschlüsse auftreten. Damals habe ich die Sockel mit Sanitärsilikon umrandet, in deinem Fall reicht dies vermutlich nicht. Hast du schon an die Folien für Autos gedacht? Diese könntest du mehr oder weniger aufspannen und ankleben, danach mit einem Skalpell die Sockel ausschneiden und mit dem Fön flachziehen. Vielleicht auch zuerst mit dem Fön und dann ausschneiden.
Der Rechner wird ja nicht in LN2 eingelegt, sondern partiell mit speziell angefertigten Kühlern gekühlt. Meist nur CPU und Grafikkarte, teilweise auch der RAM. Autofolie dürfte hässliche Klebereste hinterlassen, außerdem legt sie sich nicht ausreichend eng an die SMDs an. :-/ Außerdem weiß ich nicht, wie sie sich dann bei -100°C oder so verhält. Vielleicht wird sie spröde, reißt vermutlich ein und lässt sich dann wieder nur in kleinsten Stückchen vom Board ziehen? Aber vielleicht teste ich es einfach mal aus... mit dem Fön schön warm machen und dann mit einem Pinsel antupfen. So dürften keine größeren Lufteinschlüsse vorkommen. Hauptsache es gibt keine Kleberückstände :)
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