Forum: Offtopic nicht schrumpfende Schrumpffolie


von Andi (loopy83)


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Hallo zusammen,

ich möchte gerne Elektronik zeitweise vor Feuchtigkeit schützen.
Dazu verwende ich in letzter Zeit Plastidip, welches man mit einem 
Pinsel aufträgt und trocknen lässt. Es bildet einen wasserdichten 
Überzug über SMD.

Leider ist es auf größeren Flächen mühsam aufzutragen und auch schwer 
wieder in einem Stück zu entfernen. Das Spray von Palstidip ist mir zu 
ungenau...

Gibt es eine Art Schrumpffolie, die man auflegt, mit 100-150°C anfönt, 
sie legt sich über die SMD Bauelemente, ohne in der Fläche einzugehen 
und wird dann wieder hart?
Beim abziehen könnte man sie wieder warm machen und am Stück ablösen...

Gibt es sowas?

Vielen Dank!
Andi :)

von Matthias X. (current_user)


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Hört sich für mich wie beim Tiefziehen an. Vielleicht kannst du dich in 
dem Bereich mal umsehen (Lexan bzw. PC). Die werden aber normalerweise 
in einem Rahmen gespannt.

von Rainer U. (r-u)


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Heißkleber und Isopropanol?

https://youtu.be/dNNqSXgj6DE

von Stephan W. (swal)


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Gibt es. Die Filme habe in der Tat Ähnlichkeit mit Heißkleber. Sie 
werden in der Industrie typischerweise passend gestanzt und partiell 
tiefgezogen. Anschließend werden sie auf das PCA "aufgeschmolzen". Ob es 
sowas auch für den Hausgebrauch gibt und ob das auch so einfach runter 
geht wie Heißkleber, weiß ich leider nicht.
Das Zauberwort ist glaube ich "conformal coating" - wobei man da 
hauptsächlich infos zu den "nassen" Verfahren findet.

von Andi (loopy83)


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Hallo und Vielen Dank!

Matthias x. schrieb:
> Hört sich für mich wie beim Tiefziehen an.

Gutes Stichwort, leider sieht das nicht wirklich praktikabel aus, um 
damit ein Mainboard wasserdicht zu bekommen, wenn sämtliche Steckplätze 
noch zugänglich sein sollen.

Rainer U. schrieb:
> Heißkleber und Isopropanol?

Das scheint ja gut mit kleinen Verklebungen zu funktionieren, aber in 
engen Ecken, oder großen Flächen, wird es dann sicher ebenso fummelig 
wie das Plastidip :-/

Stephan W. schrieb:
> Die Filme habe in der Tat Ähnlichkeit mit Heißkleber. Sie
> werden in der Industrie typischerweise passend gestanzt und partiell
> tiefgezogen. Anschließend werden sie auf das PCA "aufgeschmolzen".

Das klingt irgendwie nicht so, als wäre das etwas für den schnellen 
Heimgebrauch.
Die Lösung mit Plastidip funktioniert ja, nur kostet eben immer viel 
Zeit. Diese Zeit würde ich gerne einsparen.


Vielleicht gibt es ja Heißkleberplatten oder sowas, die nicht so arg 
kleben, so dass ich dann alle SMDs dran kleben habe und die sich mit 
einen Fön erweichen und auflegen lassen.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Was für ein Problem meinst Du eigentlich damit lösen zu können?

Ein "Mainboard" abdichten, aber so, daß Steckplätze weiterhin zugänglich 
sind? Sofern "Mainboard" tatsächlich das ist, was landläufig darunter 
verstanden wird; hast Du schon mal über die thermischen Aspekte 
nachgedacht? Da ist mitunter auch lustig vor sich hin heizende 
Leistungselektronik involviert ...

von c. m. (Gast)


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vielleicht laminiertüten (ohne kleber). platine rein, vakuum, und mit 
einem heißluftfön drüber.
pva folie wäre evtl auch was, aber die muss man in wasser einweichen.

…wobei mir nicht klar ist wie man mit "schrumpfschlauch", 
"erreichbarkeit der anschlüsse" und "einfache entfernbarkeit" auch 
wasserdicht hinbekommen soll.
hm… vielleicht ein wasserdichtes gehäuse?

von Andi (loopy83)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Was für ein Problem meinst Du eigentlich damit lösen zu können?
>
> Ein "Mainboard" abdichten, aber so, daß Steckplätze weiterhin zugänglich
> sind?

Mainboard ist genau das, was man darunter verstehen soll. Also ein 
handelsübliches PC-Mainboard. Die Steckplätze sollen frei bleiben, damit 
man CPU, RAM und Grafikkarten weiterhin tauschen kann.
Ich übertakte professionell PC-Systeme mit Flüssigem Stickstoff (LN2) 
und dabei entsteht natürlich ein Haufen Kondenswasser.
Das Vorbereiten der Hardware und das anschließende wieder sauber machen 
frisst eine Menge Zeit, so dass ich immer wieder auf der Suche nach 
Alternativen bin.
Anbei mal ein Bild, wie so ein Mainboard mit Plastidip aussieht. Kühler 
etc. für die angesprochene Leistungselektronik brauche ich nicht, weil 
alles gut über die CPU mitgekühlt wird. Außerdem ist das aktuell eh eher 
Bling Bling als wirklich sinnvoll...

- Ganz früher haben wir einfach Vaseline genommen, die Hardware dick 
damit eingeschmiert und das Board anschließend im Geschirrspüler 
gereinigt. War aber eine ziemliche Sauerei
- Dann haben wir Knetradiergummi von Faber Castell verwendet. Das war 
ganz gut, ließ sich aber nicht mehr ganz restlos entfernen und man hatte 
immer leichte Rückstände.
- Aktuell verwenden wir Plastidip, das geht gut drauf, gut wieder ab, 
hinterlässt keine Rückstände - der ganze Prozess ist aber eben recht 
zeitaufwendig.

c. m. schrieb:
> pva folie wäre evtl auch was, aber die muss man in wasser einweichen.

Danach muss ich mal schauen. In Wasser einweichen wäre nicht das 
Problem. Aber verschwindet das Wasser nach dem auflegen/trocknen dann 
wieder unter der Folie?

Vielen Dank! :)

von Operator S. (smkr)


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Interessantes Projekt, ich habe vor einigen Jahren ebenfalls die Sockel 
abgedichtet, da ich meinen PC in Öl einlegen wollte. Dabei durfte das Öl 
ebenfalls nicht unter die CPU kommen, da durch die hohen Frequenzen 
kurzschlüsse auftreten.

Damals habe ich die Sockel mit Sanitärsilikon umrandet, in deinem Fall 
reicht dies vermutlich nicht.

Hast du schon an die Folien für Autos gedacht? Diese könntest du mehr 
oder weniger aufspannen und ankleben, danach mit einem Skalpell die 
Sockel ausschneiden und mit dem Fön flachziehen. Vielleicht auch zuerst 
mit dem Fön und dann ausschneiden.

von Andi (loopy83)


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Der Rechner wird ja nicht in LN2 eingelegt, sondern partiell mit 
speziell angefertigten Kühlern gekühlt. Meist nur CPU und Grafikkarte, 
teilweise auch der RAM.

Autofolie dürfte hässliche Klebereste hinterlassen, außerdem legt sie 
sich nicht ausreichend eng an die SMDs an. :-/
Außerdem weiß ich nicht, wie sie sich dann bei -100°C oder so verhält. 
Vielleicht wird sie spröde, reißt vermutlich ein und lässt sich dann 
wieder nur in kleinsten Stückchen vom Board ziehen?

Aber vielleicht teste ich es einfach mal aus... mit dem Fön schön warm 
machen und dann mit einem Pinsel antupfen. So dürften keine größeren 
Lufteinschlüsse vorkommen. Hauptsache es gibt keine Kleberückstände :)

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