Hallo miteinander! Eine vielleicht etwas unübliche Frage: Für eine Messung möchte ich gerne meinen Atmega256RFR2 unter "Volllast" betreiben. Wie krieg ich also meinen MC dazu, möglichst viel Strom zu verbrauchen? Er ist schon fest auf eine Platine gelötet, an die Ausgäng kann ich also nicht so viel dranhängen. Ich hätte jetzt als erstes mal den Takt aufgedreht, meine ADCs angeschmissen und meine Busse (JTAG, USART, SPI) vollgeschrieben. Die Versorgungsspannung soll auf 3.3 V bleiben, außerdem habe ich keinen Quarz auf meiner Platine um das Funkmodul zu benutzen. Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Fass ohne Boden ist, man also immer noch etwas finden kann, was noch etwas Strom verbraucht, deshalb frage ich hier. Außerdem fehlt mir noch ein bisschen das grundlegende Verständnis für die Architektur: habe ich zum Beispiel für meine Busse überhaupt eine extra "Recheneinheit"? Also benötigt der MC überhaupt mehr Leistung, wenn ich den Bus vollschreibe gegenüber einer einfachen Dauerschleife? Für die synchronen Busse dürfte ja alleine die Clock Strom verbrauchen...Und wenn ich etwas rechne: Spielt es da eine Rolle, was ich rechne? Also verbraucht eine while(1) genauso viel Strom wie wenn ich ständig auf Register oder den SRAM zugreife? Ist eventuell ein Zugriff auf dne Flash oder EEPROM energetisch noch aufwändiger? Falls jemand Vorschläge oder Antworten auf eine oder mehrere dieser Fragen hat, ist er herzlich willkommen mitzudiskutieren. Viele Grüße, Matthias Viele Grüße, Matthias
Meistens steht in den Datenblättern, was die einzelnen Einheiten so ca an Bedarf haben. Die Wahrheit kannst du dann ja ausmessen, aber für Richtwerte ist das Datenblatt dienlich.
Uwe B. schrieb: > Zunaechst einmal die Frage, warum Du das machen willst? Achso, entschuldige, hätte ich gleich dazusagen können: Ich möchte die Wärmeentwicklung im Package, abhängig von Umgebungstemperatur und "Auslastung" des Controllers messen. Ulrich F. schrieb: > Meistens steht in den Datenblättern, was die einzelnen Einheiten so ca > an Bedarf haben. > Die Wahrheit kannst du dann ja ausmessen, aber für Richtwerte ist das > Datenblatt dienlich. Vielen Dank, ich werde da mal weiter reinsehen. Verlustleistung messen ist momentan - abgesehen von der Temperatur - gerade noch relativ schwierig, auf meiner Platine habe ich keine Shunts o.ä. mit denen ich die Leistung des MC ausmessen könnte. An meiner Versorgung hängen leider noch ein paar mehr ICs.
Nimm einen ohmschen Widerstand und befeuere ihn mit der maximal zulässigen Leistung des AVRs und gucke was passiert...
Ingo L. schrieb: > Nimm einen ohmschen Widerstand und befeuere ihn mit der maximal > zulässigen Leistung des AVRs und gucke was passiert... Ich verstehe leider nicht wie mir das helfen soll: Ich kann relativ schlecht die Temperatur im Widerstand messen. Abgesehen davon, dass diese nicht unbedingt was mit der Temperatur auf dem Chip in genau diesem Package auf genau dieser Platine zu tun haben muss.
alle Ports mit dem maximalen Strom (Datenblatt) belasten nach VCC und GND abzüglich der Recheneinheit. Ich hatte in meinen nie mehr als 40-60mA im Mittel ohne nenneswerte Portbelastung bei 16 MHz gemessen. Aber die Die Temperatur verrät die ein Atmel eh nicht.
Joachim B. schrieb: > Aber die Die Temperatur verrät die ein Atmel eh nicht. Doch. Auf Seite 460 des angehängten Datenblattes stehts auch, wie es geht ;). Wie gesagt, es geht jetzt hier weniger darum, dass ich wissen möchte, wie viel das Teil verbraucht, sondern darum, dass ich diesen Zustand erreichen möchte, in dem er viel verbraucht. Aber wenn ihr sagt, dass alles außer die o.g. Maßnahmen Kleinvieh ist, hat mir das ein wenig Arbeit erspart. Antworten auf die Fragen zum Verlustleistungsverhalten je nachdem was man mit dem Microcontroller rechnet würden mich natürlich trotzdem interessieren.
Matthias Erhardt schrieb: > je nachdem was man mit dem Microcontroller rechnet Nein... Das hat keine nennenswerten Auswirkungen. Wenn nicht gerade im Sleep, dann trampelt der immer Vollgas vor sich hin.
Ulrich F. schrieb: > Wenn nicht gerade im Sleep, dann trampelt der immer Vollgas vor sich > hin. Vielen herzlichen Dank!
Die höchste Last (Thermisch) ergibt sich wenn alle Ausgänge maximal belastet werden dabei aber Pmax im Auge behalten, da dieser bei der Betrachtung eines einzelnen Ausganges verschüt' geht. Und dann ordentlich grübeln lassen (irgendeine Berechnung durchführen).
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