Hi Alle, ich hab diesen Motor aus einem Brotbackautomaten ausgebaut. Dort drin dreht er mit einer Untersetzung ca. 100 U/min. Wie auf den Bildern zu sehen, hat er nur 3 Anschlusskabel. 1) Wie schließe ich den an? 2) Was kann ich bezüglich der Drehzahl erwarten? Der Motor war an einer Steuerplatine angeschlossen. Wird die Drehzahl durch die Platine gesteuert (nur 3 Anschlüsse), oder wird er am 220V Netz mit einer konstanten Drehzahl laufen? MfG
Kann man so pauschal nicht sagen. Es könnte ein Drehstrommotor sein, der mit Hilfs- oder Betriebskondensaor am Einphasennetz läuft. Ein Bild der Platine wäre hilfreich.
Das erste Bild nochmal aus etwas anderer Perspektive. Kann man, wenn man durch die Lüftungsschlitze sieht, einen Kommutator und Bürsten/Kohlen sehen?
Die Ständerwicklung scheint fast die gesamte axiale Dimension einzunehmen. Da ist kein Platz mehr für Kommutator und Bürsten.
>ich hab diesen Motor aus einem Brotbackautomaten ausgebaut. Dort drin >dreht er mit einer Untersetzung ca. 100 U/min. Wie auf den Bildern zu >sehen, hat er nur 3 Anschlusskabel. 1) Wie schließe ich den an? das sollte Dir der Brotbackautomat sagen können, aus dem Du den Motor ausgebaut hast. Also mal Leitungen verfolgen ... 2) Was kann ich bezüglich der Drehzahl erwarten? Ergibt sich aus den Durchmessern beider Zahnriemenscheiben, wenn Du schon weist, daß da nach der Untersetzung was mit 100U/min dreht ...
Erste einfache Mesung: wenn du einen Durchgangsprüfer/Ohmmeter o.ä. hast, miss einmal, ob irgeneiner der 3 Drähte mit dem Gehäuse verbunden ist. Wenn ja, ist das der Schutzleiter und an die anderen beiden kommt dann der Saft. Wenn kein Trafo im Automaten drin ist, werden es wohl 230V sein.
Hi, war verhindert und habe erst heute die Antworten gelesen. 1) der Motor hat keine Kohlen oder Anker. 2) Die Platine gibt es leider nicht mehr. Soweit ich mich erinnere, waren da Relais drauf, die vllt. die 220V schalten. Es war auch ein Kondensator auf der Platine. 3) Keines der Kabel hat Verbindung zum Gehäuse. Wenn ich rot und schwarz ans Multimeter anschließe und ihn leicht drehe, entsteht bis 0,3V (oder sowas Einstellung 200V Wechslstrom, Anzeige: 0,3) 4) Es ist kein Trafo für den Motor in dem Brotbäcker gewesen. Ich frage mich wegen der Drehzahl (100U/min IM Bäcker) ob der Motor geregelt sein kann und er, wenn ich ihn direkt an 220V anschließe, vielleicht überdreht. Aber eine Regelung mit 1 Kabel erscheint mir dann auch nicht möglich. Was mach ich nun? Ich habe 2 Kabel aus der Steckdose und 3 am Motor. An welche Farbe schließe ich die an UND was mach ich mit dem dritten Kabel? Gibt es eine Idee, wie man so ein Experiment (einfach Kabel dran und Strom einschalten) am Besten absichert?
Peter M. schrieb: > Gibt es eine Idee, wie man so ein Experiment (einfach Kabel dran und > Strom einschalten) am Besten absichert? Du betreibst ihn am besten erstmal mit niedrigerer Spannung, z.B. 24V~ oder so. Dann sollte er zumindest ein bisschen was tun. Vorher kannst du ja nochmal die Widerstände der einzelnen Wicklungen messen und mal aufschreiben, was du zwischen den Farben gemessen hast. Wenn du den Typ des Brotbackers noch weisst, kannst du auch mal nach Unterlagen im Netz suchen.
Von aussen ist schon an der Wicklung zu erkennen, das es ein Mehrphasenmotor ist. Das es ein Asynchronmotor (Kurzschlussläufer) sein muss, ergibt sich daraus, das er beim Drehen, keine nennenswerte Spannung abgibt. Also bleiben nur noch 2 Möglichkeiten: Auf der Leiterplatte war ein (drehstrom) Wechselrichter, oder die wahrscheinlichste Variante - https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor Jetz wäre noch zu klären, wie die beiden Wicklungen liegen. Das lässt sich mit 2 Widerstandsmessungen klären, wobei auch erkennbar ist, ob beide Wicklungen gleich sind, oder es eine Haupt- und eine Hilfswicklung (hochohmiger) gibt. Die grösste Herausforderung ist jetzt noch, die Größe des erforderlichen Kondensators. Da diese aber immer ein Kompromiss für die jeweilige Lastsituation ist, wäre etwas Probieren erforderlich. Idealerweise vergleicht man mit dem Oszi (Achtung: Netztrennung!), die Spannung über den Wicklungen, bei annähernd der zu erwartenden Last. Phasenverschiebung sollte 90° sein. Ist sie zu klein, ist der Kondensator zu groß und umgekehrt. Aber wie gesagt, auch in der Originaldimensionierung wird es ein Kompromiss sein, da die Belastung des Motors im Brotbackautomaten auch nicht konstant gewesen sein dürfte. Würde etwa eine Drehzahl von 1400U/min erwarten und mit einem 5µF/400V-MKP Kondensator beginnen.
Das ist ein Einphasen-Kurzschlussläufermotor mit Hilfswicklung. Mit einem Ohmmeter die Wicklungen messen, Ader gegen Ader. Es ergeben sich drei Werte. Beim größten Wert sind beide Wicklungen in Reihe. Die jetzt freie Leitung ist Mp. Von Mp aus gemessen die nierderohmigere Wicklung kommt an L1. Die andere über einen Kondersator auch an L1. Gruß debe
Da bin jetzt wohl zu spät gekommen. Ich habe zwei solcher Motore aus Backautomaten hier liegen, die scheinen mir aber etwas größer zu sein. Da ist ein 4µF 450V~ Kondensator vor der Hilfswicklung.
Dieter B. schrieb: > Ich habe zwei solcher Motore aus Backautomaten hier liegen ... Was machst du mit denen? Also ich würde gerne mit meinem eine Getreidemühle bauen. Die Mahlsteine habe ich schon aus Granit hergestellt. Deshalb benötige ich auch die niedrige Drehzahl. R.M und debe: Das mit dem Ausmessen liefere ich bald nach.
Peter M. schrieb: > Was machst du mit denen? Die dürfen sich ausruhen, z.Z. nichts mit im Sinn. Das Blechpaket des Motors ist 104 x 104 x 24mm. Die Zahnriemenscheiben haben 16/128 Zähne, also Übersetzung 8:1. Bei 1400 n/min sind das 3 Umdrehungen/sek. Ist das nicht etwas reichlich für eine Getreidemühle? Der Zahnriemen, ist auch noch vorhanden, hat eine gestreckte Länge von ca. 560mm. debe
Habe mir den Motor mal vorgenommen. Beide Wicklungen haben ca. 109Ohm. Dieser Motor ist also für Rechts- und Linkslauf geeignet.
Dieter B. schrieb: > Dieser Motor ist also für Rechts- und Linkslauf geeignet. Muß ja: Im Teig ist ja auch rechts- bzw. linksdrehende Milchsäure enthalten. MfG Paul
Dieter B. schrieb: > Habe mir den Motor mal vorgenommen. Beide Wicklungen haben ca. 109Ohm. Meiner hat: weiß zu rot: 171 Ohm, weiß zu schwarz:87, schwarz zu rot: 84 Es war noch ein Kondensator 4 yF +- 5%, 450V ~DB-C dabei. Der Brotbäcker dreht ja links und rechtsrum. Wie schieße ich jetzt an? Brauche nur eine Drehrichtung. Wie heißen die Bezeichnungen für die drei Kabel? Vllt. git es ja nen Link, wie der angeschlossen wird? Danke mal für die bisherigen Antworten.
schwarz an L zwischen weiß und rot den Kondensator je nach gewünschter Drehrichtung dann N an weiß oder rot
Dieter B. schrieb: > Habe mir den Motor mal vorgenommen. Beide Wicklungen haben ca. 109Ohm. > Dieser Motor ist also für Rechts- und Linkslauf geeignet. Was haben die Widerstände denn mit einer Eignung für die eine oder andere Drehrichtung zu tun? Bei einem Einphasen-Wechselstrommotor mit Arbeits- und Hilfsphase wird der Drehsinn getauscht, indem du eine von beiden Wicklungen andersherum anschließt. Geeignet für Rechts- und Linkalauf ist ein Motor bei den nur 3 Enden ausgeführt sind schon, es muss allerdings dazu die Wicklung geöffnet werden.
> Was haben die Widerstände denn mit einer Eignung für die eine oder > andere Drehrichtung zu tun? Wenn der Motor nur 3 Anschlüsse hat, bleibt nur, die beiden Wicklungen zu tauschen (die vorher hinter dem Kondensator war, dann direkt und umgekehrt). Wenn die Hilfswicklung schwächer ausgeführt wäre, dann würde sich sich jetzt schwer tun. Sowas macht man aber normalerweise nur mit Motoren, die nicht unter Vollast anlaufen müssen, z.B. Lüftern und Kreiselpumpen.
Michael S. schrieb: > schwarz an L > > zwischen weiß und rot den Kondensator > > je nach gewünschter Drehrichtung dann N an weiß oder rot Danke!
R. M. schrieb: > Wenn der Motor nur 3 Anschlüsse hat, bleibt nur, die beiden Wicklungen > zu tauschen (die vorher hinter dem Kondensator war, dann direkt und > umgekehrt). > Wenn die Hilfswicklung schwächer ausgeführt wäre, dann würde sich sich > jetzt schwer tun. Sowas macht man aber normalerweise nur mit Motoren, > die nicht unter Vollast anlaufen müssen, z.B. Lüftern und Kreiselpumpen. Ich habe bisher auch noch keinen Einphasen-Motor gesehen, bei den Arbeits- und Hilfsphase die gleiche Wicklung haben. Ich habe fast 10 Jahre als Elektromaschinenbauer gearbeitet, und dabei auch etliche Einphasen-Motoren neu gewickelt. Ich habe allerdings schon die Wicklung von Motoren die bisher nur 3 Enden ausgeführt hatten "losgeprokelt" und den gemeinsamen Anschluss ausgeführt, um einen Wechsel der Drehrichtung möglich zu machen. Bei Billigmotoren ist das meistens nicht schwer, weil die Wicklung nur sehr leidlich bandagiert und vergossen ist.
Thomas W. schrieb: > und dabei auch etliche > Einphasen-Motoren neu gewickelt. Ich habe allerdings schon die Wicklung > von Motoren die bisher nur 3 Enden ausgeführt hatten "losgeprokelt" und > den gemeinsamen Anschluss ausgeführt, um einen Wechsel der Drehrichtung > möglich zu machen. Bei Billigmotoren ist das meistens nicht schwer, weil > die Wicklung nur sehr leidlich bandagiert und vergossen ist. kannst Du evtl. einem Noob wie mir erklaeren wie ich einen 2-poligen Motor in der Drehrichtung umkehre ? Gruss asko
Wenn man an die Wicklung nicht gut dran kommt, läßt sich die Drehrichtung ändern, in dem man den Stator oder den Rotor umdreht. Ist bei obigen Motoren sehr leicht möglich. Allerdings nicht im Betrieb!! debe
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