Hallo,
Ich hänge Momentan an einem Problem. Und zwar will ich für meine analoge
Digitaluhr eine Akku-Ladeschaltung bauen.
Hier im Forum habe ich schon ein Paar Beiträge gefunden, aber irgendwie
scheint keine von denen ansatzweise verständlich für mich zu sein.
Der Akku sollte geladen werden, wenn die Uhr am Netz (12V) hängt.
Ich hatte mir schon überlegt den Akku direkt über einen Spannungsregler
und einem Widerstand als Strombegrenzung zu laden.
Da ich aber in manchen Foren gelesen hatte, eine eigene Ladeschaltung zu
bauen ziemlich gefährlich wäre, habe ich das mal unterlassen ;)
Aber ob es wirklich funktioniert stelle ich in Frage.......
2ter Gedanke war ein MAX712, da aber ziemlich viel Beschaltung von Nöten
wäre, und er auch noch ziemlich teuer ist, würde ich es nur im äußersten
Notfall probieren.
Bei dem Akku den ich laden möchte handelt es sich um einen 7.4V Li-Ion
Akku mit 2 Zellen und 700mAh.
Würde mich um Hilfe freuen ;)
MCP73831 braucht zwei Kondensatoren und einen Widerstand. Der ist
allerdings für einen Einzelligen Akku gedacht.
Aber wenn du nach der Produktbeschreibung auf der Herstellerseite
suchst, findest du vielleicht auch einen ähnlichen Chip für zweizellige
Akkus.
Habe grad auf der Website vom Hersteller nachgeschaut, diese Laderegler
unterstützen alle leider nur eine Zelle....
Da heißt´s für mich wohl weitersuchen ;)
Hein3 schrieb:> Stefan U. schrieb:>> MCP73831 braucht zwei Kondensatoren und einen Widerstand.>> Der verträgt max. 6V, so weit ich das erinnere.
Raten muss man da nicht, im Datenblatt steht max. 6Vin ;)
https://www.sparkfun.com/datasheets/Prototyping/Batteries/MCP73831T.pdf
Von den Linearladern ist das aber einer der langsamsten ICs. 500mA
erreicht der bei mir nicht. Eine 8.4V-Variante gibt es auch nicht davon.
Aufbau und Ladekurve ist der drittvorletzte Eintrag in der Auflistung:
http://blog.koepi.info/2015/06/closer-inspection-of-few-chargers.html
Der maximale Ladestrom ist der geringste, der mir bislang untergekommen
ist. Einzig die Möglichkeit, den Ladestatus durch antiparallele LED
darzustellen, ist witzig. Habe ich aber nicht so gelötet und bis auf die
Tests ist das Ding auch wieder in der Versenkung verschwunden.
> Wie wäre es mit so etwas? Bei der Bestellung als Kommentar> dazuschreiben, dass du wirklich die EUP8202-84ADIR1 (8.4V, SOP8)-Version> benötigst.>> http://www.aliexpress.com/item/10PCS-EUP8202-84ADI...>> http://www.bdtic.com/DataSheet/EUTECH/EUP8202.pdf
Nun leider finde ich keinen günstigen Li-Ion Akku, der eine Spannung von
8,4V besitzt, und zudem klein und Kompakt ist.
Noch eine Frage:
Dürfen eigentlich Akkus mit einer Höheren Spannung geladen werden, als
sie eigentlich hergeben?
"Bei dem Akku den ich laden möchte handelt es sich um einen 7.4V Li-Ion
Akku mit 2 Zellen und 700mAh." - Bitte lies' dir Grundlagen LiIon-Akkus
an. Deren "Nutz-Spannung-Bereich" reicht von 3.0-4.2V. Nominelle
Spannung ist der Mittelwert, die Spannungslage, die der Akku die meiste
Zeit besitzt. Die lautet - Tadaaa! - 3.7V.
Ich leihe dir nun ein "Mal Zwei". Vielleicht kommst du dann darauf.
D.h. wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe:
Dass der Akku eine Ladeschlussspannung besitzt die ca. 4,2V besitzt. Und
alles darüber Blödsinn ist.
Für mich wäre dann die Logische Schlussfolgerung, dass ich den 7,4V Akku
mit einem Laderegler Laden kann, der ihn mit einer Spannung von 8,4V
Lädt.
Da -> 4,2V * 2 = 8,4V
Genau, jetzt hast du es :)
Der Lader ist für deinen "7,4V nominell = 8,4V Ladeschluss"-Akku
geeignet. Du solltest den Ladestrom auf maximal 700mA einstellen, das
geht dort mit dem Rsens. einem Shunt-Widerstand. Ich glaube, da stand
100mV als Feedbackspannung im Datenblatt, das sollte also mit einem
150-200mOhm-Widerstand gehen.
Balancer und/oder Schutzschaltung würde ich dennoch verbauen, wenn der
Platz es zulässt. Sonst alle paar Monate mal die Zelle überprüfen, ob
die noch ok ist oder zu viel Drift hat.
Da wird man ja immer gscheiter ;)
Ich werde mich mir noch überlegen ob ich einen Balancer benützen werde,
wäre aber schon nützlich.
Also wird sich der Akku im "Not-Betrieb" einfach auf 3V entladen, und
nachher erst wieder geladen wenn die Uhr wieder ans Netz angeschlossen
wird.....
Wenns so ist, dann hab ich keine Zweifel mehr, dass die Schaltung nicht
funktionieren wird.
Dein Zwei-Zellen-Akku darf nicht unter 6,0V entladen werden!
Diese Tiefentladung mögen LiIons überhaupt nicht; ich vermute, du hast
sogar einen LiPo, und der könnte dir "thermisch böse werden". LiPo
fackeln recht spektakulär ab. Also bitte, begrenze Entladung auf 6V!
Gibt es dafür vielleicht "wieder" eine Schaltung? Da ich nie weiß, wie
lange die Uhr nicht am Netz hängt.
Das ist eben das Problem, der Akku wird sich weiter und weiter
entladen....
"2S Li-Ion mit 700mAh" klingt wie der Akku, den Pollin lange Zeit
verramscht hat. Der hat schon eine Schutzschaltung und so einen
Pseudo-Balancer eingebaut.
Wenn man diesen Akku aus 12V laden will, paßt ein LT1510 (z.B. von
Reichelt) perfekt. Der kann sowohl den Strom als auch die Spannung und
ist als schaltender Regler auch effizienter als die linearen Teile.
Axel S. schrieb:> "2S Li-Ion mit 700mAh" klingt wie der Akku, den Pollin lange Zeit> verramscht hat. Der hat schon eine Schutzschaltung und so einen> Pseudo-Balancer eingebaut.>> Wenn man diesen Akku aus 12V laden will, paßt ein LT1510 (z.B. von> Reichelt) perfekt. Der kann sowohl den Strom als auch die Spannung und> ist als schaltender Regler auch effizienter als die linearen Teile.
Hier noch der Link zu dem Akku:
https://www.conrad.at/de/modellbau-akkupack-liion-74-v-700-mah-carson-side-by-side-tamiya-stecker-1413897.html
Wenn der eine interne Schutzschaltung hätte dann wäre das super, nur
finde ich leider kein Datenblatt von diesem Akku....
Und wenn, hätte der LT eine innere Schutzschaltung/ einen
Unterspannungsschutz?
Das sieht nach zwei 14500er-Akkus in Serie aus; die 4mm Höhenaufschlag
sprechen für ein BMS/PCB.
Dann brauchst du einfach nur einen 8.4V-Lader und fertig. Leider finde
ich kein Datenblatt dort, wo bestätigt würde, dass eine Schutzschaltung
integriert ist.
Das kann man aber auch selber testen: Mit Spannungsmessung mal sanft
entladen (ich würde den jetzt nur mit 1C belasten, also 700mA). Bei 6V
dann aufmerksam beobachten. geht der Akku bis 5V, ist das noch im Rahmen
- dann sollte jedoch ein Sprung auf 0V erfolgen (Schutzschaltung trennt
die Zelle). Sinkt die Spannung jedoch rasch weiter, Last entfernen und
schnell (maximal paar Minuten derart niedrigen Akkustand lassen) wieder
aufladen - ebenfalls mit maximal 1C (700mA).
Simon schrieb:> analoge Digitaluhr
Aha.
> am Netz (12V)
Aha.
> Bei dem Akku den ich laden möchte handelt es sich um einen 7.4V Li-Ion> Akku mit 2 Zellen und 700mAh.
Da wäre dir grosse Frage, ob Zellen mit ohne ohne Schutzschaltung.
> Ich hatte mir schon überlegt den Akku direkt über einen Spannungsregler> und einem Widerstand als Strombegrenzung zu laden.
Das geht nur bei Akkus mit Schutzschaltung.
> 2ter Gedanke war ein MAX712
Da steht schon im Datenblatt NiMH und nicht Li-Ion. Meinst du nicht, daß
dir das was sagen soll?
> Da ich aber in manchen Foren gelesen hatte, eine eigene Ladeschaltung zu> bauen ziemlich gefährlich wäre, habe ich das mal unterlassen ;)
Dann solltest du das auch tun:
http://www.ebay.de/itm/LiPo-Ladegerat-mit-Balancer-fur-7-4V-11-1V-2S-3S-Neu/181759020168
Hallo,
Okay, danke für die vielen Vorschläge.
Dann werde ich einen Akku-Lader mit passendem Akku kaufen, da es sicher
am Sichersten ist. Da ich mir der Gefahr nicht ganz bewusst war.
Vielen Dank Leute ;)
Simon schrieb:
>Dann werde ich einen Akku-Lader mit passendem Akku kaufen, da es sicher
am Sichersten ist. Da ich mir der Gefahr nicht ganz bewusst war.
Ao bist du auf der sicheren Seite.
Hier kannst du sehen was eine LiPo anrichten kann:
http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/27542124
LiPo hat mit den industriellen Rundzellen nicht viel gemein. LiIons
können zwar auch ausgasen und in geschlossenen Röhren (mieser E-Zig-Mod
oder hermetisch dichte Taschenlampe) zur Rohrbombe mutieren. Sie sind
jedoch in der Regel wesentlich verzeihender als LiPos, die man nur
punktieren muss, um den SuperGAU auszulösen.
Zudem kommt noch die Zellchemie ins Spiel. IMR-Akkus - also mit
Mangananteil im Elektrodenmaterial - fackeln eigentlich gar nicht ab,
nicht einmal, wenn man einen Nagel durch die Zelle schlägt (gehört
tatsächlich zur Testprozedur bei Markenakkus.)
Dieses ganze Herumtheoretisieren hilft dem Threadstarter jedoch nicht.
Conrad liefert schlicht kein brauchbares Datenblatt. Alle wichtigen
Details fehlen: Zellchemie, Zellenhersteller, ...
Man könnte auch einfach mit einer vernünftigen Markenzelle selber
loslegen, da lässt sich das Risiko dann abschätzen und sachgerecht
eingrenzen. http://nkon.nl/ liefert günstig auch nach Deutschland.
"Efest" ist keine Marke, ebensowenig "Keeppower" - die ziehen nur neue
SChrumpfschläuche über grade verfügbare Zellen. Hersteller und somit
Original sind: Panasonic, Sanyo (von Panasonic aufgekauft ;) ), Sony,
LG, Samsung. Deren Zellen haben diverse Schutzmechanismen bereits in der
Zellarchitektur, sodass mit diesen Zellen eigentlich nichts passiert
(hier ist Panasonic besonders stark.)