Gast
#4446779
Hallo Es hat etwas länger gedauert, mein Erstlingswerk. Vorher war noch ein Umweg über KiCad. Danach kamen die Übungen mit Dip Trace und für den Endspurt der Erwerb einer Dip-Trace-Lizenz für den nicht kommerziellen Gebrauch, maximal 4 Layer und 1000 Pins sind deren Limitierungen. Diese Meldung hier ist nicht dafür gedacht, um gegen KiCad-Enthusiasten anzukämpfen. In der Anwendung bin ich jedoch zu dem Schluss gekommen, dass Dip Trace für den Hausgebrauch alle erforderlichen Tools bereithält, um relativ gelassen ein Projekt durchführen zu können, an dessen Ende ein PCB-Layout steht, dass durch externe Fertiger auf der Basis üblicher Dateien auf die Platine gebracht werden kann. Mit den Dip-Trace-Editoren lässt sich zügig arbeiten, Pads bzw. die dazugehörigen Symbole lassen sich mühelos und mit der benötigten Präsision erstellen. Die Pads und Symbole werden umgehend in die Library übernommen, so dass man sie auch unverzüglich anwenden kann - vorbei die Zeiten mit Stop&Go. Als EDA-Neuling musste ich natürlich einige Fußfallen überwinden, bis ich zu dem Ergebnis gelangt bin, was meinen gesteckten Zielen entspricht. Den Aufbau habe ich mit voller Absicht in altertümlicher DIL-Technik betrieben, meinen Augen zu liebe. In der SMD-Variante hätte ich mir hunderte von Bohrungen ersparen können, aber ich lasse die Platine schließlich fertigen. Geroutet habe ich manuell, mit dem Autorouter ging mir das zu schnell, außerdem wollte der Autorouter gleich 2-lagig loslegen. Also habe ich meine Lernphase erst einmal 1-lagig von Hand absolviert. Die äußeren Kupferflächen habe ich grob in 4 Quadranten unterteilt und sind der 0-Volt-Spannungsebene vorbehalten, wobei ich sorgsam darauf geachtet habe, Erdschleifen zu vermeiden. Es gibt also einen zentralen Erdungspunkt und eine sternförmige Verzweigung. Wozu das Ganze? Es handelt sich um eine H-Brücke mit PWM-Ansteuerung für einen DC-Motor, 2 Drehrichtungen + anderem Schnickschnack. Die Logik wird mit 15 VDC betrieben, die H-Brücke mit diskreten N-Channel-MOSFETs ist für maximal 60 VDC ausgelegt, ggf. können auch 100 VDC relaisiert werden. Interessierte können sich die Dateien (für Dip Trace) herunterladen - Kritik ist ausdrücklich erwünscht.
