[S] Altes, leicht exotisches Empfängerprinzip für 27MHz Fernsteuerung

Gast #4448713
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Damals (das war so Ende der 70er Jahre), als ich noch jünger war,
habe ich mich im Selbstbau/ Entwickeln von Fernsteuerungen für
Modellflugzeuge geübt.

Da kam mir ein IC entgegen in dem ein ganzer Empfänger drin war
der nicht nach dem Superhet Prinzip arbeitete (auch kein
Pendelempfänger). Meine dumpfe Erinnerung sagt mir dass es ein
Direktempfänger war der selektiv über einen sehr weiten Bereich
die HF der Antenne bis zu einer Begrenzung verstärkte (AGC) und am
Ausgang ein AM-demoduliertes Signal hergab. Das funktionierte ganz
prächtig und war eine schöne Alternative zu den Superhets mit
(unerwünscht ;-)  ) schwingender Eingangsstufe und aufwendiger ZF
Filterung ....

Leider ist die Hardware und das Wissen dazu vom Zahn der Zeit
aufgefressen worden. Jetzt wollte ich rückblickend das Ganze
nochmal auffrischen.

Hat bitte jemand einen Tip dazu wie dieser Empfänger (-Baustein)
von "Damals" hiess?
Gast #4448738
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Michael B. schrieb:
> ZN414

>> Input frequency range 0.15 - 3.0 MHz

Sagt das Datenblatt ....

Ja so ähnlich ..... aber ich meine ich hatte ein DIL-Gehäuse mit
vielleicht 14 Pins ..... und das IC hatte sich tatsächlich
selbst automatisch die richtige Verstärkung eingestellt - ohne
Poti oder sonstige Vorkehrungen ...

Womöglich wurde es in einer Ausgabe von Elektor vorgestellt.
#5317820
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Zwar schon zwei Jahre her, aber die zitierte ursprüngliche 
Mittelwellenschaltung habe ich hier: 1973 Seite 7-81, eine ganze Seite 
mit Platinenlayout und Wickelzeichnung der Ferritantenne.
Für einen AM-Produktdetektor fehlt aber auch hier eine Aussage, wie die 
90 Grad Phasenverschiebung an den beiden Produktdetektoreingängen 
zustandekommen. Irgendein Dreckeffekt wirds wohl sein. Hat halt 
irgendwie funktioniert.
(Firma: matzetronics) #5317918
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DG2DRF schrieb:
> Ich denke das war der Baustein TCA440. Ist ein Kurzwellen AM Empfänger.

Echt feines Teil damals, allerdings war das ja ein Superhet.

Frickelfritze schrieb:
> Da kam mir ein IC entgegen in dem ein ganzer Empfänger drin war
> der nicht nach dem Superhet Prinzip arbeitete

Kanns also nicht gewesen sein. Wer aber heute einen nicht trennscharfen 
Empfänger auf 27MHz betreibt, ist selber schuld. Hätte nicht gedacht, 
das es den Chip bei Reichelt noch gibt, guter Fund zum fürstlichen 
Preis.
Gast #5318454
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Matthias S. schrieb:
> TCA440

Ich finde den TCA440 auch super. Allerdings hat mir ein Bekannter 
(Radio- und Fernsehtechniker) erzählt, dass er in seinem Leben etliche 
dieser Bausteine ausgetauscht hat, weil der TCA440 wohl zu spontanen 
inneren Kurzschlüssen neigt.


Ein einfacher Fernsteuerempfänger könnte auch aus mehreren gekoppelten 
LC-Empfangskreisen und einer Diodengleichrichtung bestehen.
(Firma: matzetronics) #5318957
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Ozneroll schrieb:
> Hat keine spulen Daten also?

Also schaust du, wie die Spulen im Sender gewickelt sind und wickelst 
die für dem RX erstmal genauso. Abgleichen tust du sie dann mit dem 
Grid-Dipper.

HerrMann schrieb:
> dass er in seinem Leben etliche
> dieser Bausteine ausgetauscht hat, weil der TCA440 wohl zu spontanen
> inneren Kurzschlüssen neigt.

Diese alten ICs hatten immer mal spontane Fehler. Die ganze Serie von 
Farb-ICs (TCA640, 650 und 660) z.B. waren immer mal wieder der Grund für 
merkwürdige Fehler bei Glotzen. Die Jungs waren damals einfach noch 
nicht so gut wie heute.
#5319163
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m.n. schrieb:
> Wer sendet denn auf diesen Tiefstfrequenzen?

CB Funker

Ich bin damals auf dem CB Funk gekommen nur durch ein 
Fernsteuerempfänger der in ein Modellauto saß.
An diesen Empfänger hatte ich am Demodulatorkreis ein Kristallohrhörer 
angeschlossen und konnte so mit erstmals dem CB Funk lauschen.
Damals lief der CB Funk auf den 12 AM Kanäle mit 0,5Watt Sendeleistung.

Das Modellauto brauchte für den Leistungsteil 6 Mignons und für den 
Empfänger ein 9V Block.
Gast #5319272
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Michael M. schrieb:
> CB Funker

Die vielleicht ja. Aber von einem lizensierten Funkamateur kann man 
schon erwarten, daß er Millihertz und Megahertz auseinanderhalten kann.
Es besteht doch schon ein Unterschied, ob man mit einer Luftspule mit 10 
Windungen auskommt, oder sich vor dem Wickeln nach dem Weltmarktpreis 
von Kupfer erkundigen muß.

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