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Forum: HF, Funk und Felder 433MHz Störsender finden RTL-SDR


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Autor: Oliver S. (phetty)
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Wir haben einen etwas abgelegenen Firmenparkplatz. Jetzt hatte ich es 
morgens bereits mehrfach dass ich auf den Knopf meiner Autofernbedienung 
drückte und NICHTS passierte. Zu Hause gings noch problemlos, zum 
Feierabend gehts auch wieder.
Von einem Kollegen weiss ich, dass er schonmal das gleiche Problem 
hatte.

Kann man mit einem DVB-T-Stick, laptop und RTL-SDR herausfinden ob da 
morgens vielleicht einer einen Störsender laufen lässt um den vormittag 
über gemütlich die Fahrzeuge auszuräumen?

Autor: Vancouver (Gast)
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Sollte gehen. Der RTL ist ja im Prinzip nix anderes als ein 
Breitbandreceiver. Mit Linux würde ich einfach mal GQRX auf die Frequenz 
einstellen und dann das Spektrum anschauen. Für Windows gibts sicher 
auch sowas. Problem: Damit kannst Du feststellen, ob etwas stört, aber 
nicht, wo der Sender sitzt.
Und ansonsten lobe ich mir mein Auto mit mechanischem 
Schlüsselloch-Fallback :-)

Autor: npn (Gast)
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Klar. Wenn da ein Signal ist, welches stark genug ist, daß es vom Auto 
stärker empfangen wird als der eigene Schlüssel, dann siehst du das GANZ 
deutlich.

Aber abgesehen davon, man kann nur von den Leuten die Autos "gemütlich 
ausräumen", die sich auf ihre Fernbedienung verlassen und es völlig 
ignorieren, daß vom Auto keine Bestätigung kommt (kurzes Blinken). 
Normalerweise hört man ja auch ein "Klack", wenn sich die Türe 
verriegeln. Wenn das ausbleibt, dann muß ich eben nochmal nachschauen 
und gegebenenfalls mit dem Schlüssel abschließen.

Autor: Oliver S. (phetty)
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Vancouver schrieb:
> Problem: Damit kannst Du feststellen, ob etwas stört, aber
> nicht, wo der Sender sitzt.

DAS würde ja erstmal ausreichen. Es muss ja nichts kriminelles dahinter 
stecken, evtl. auch ein irgendwie gearteter Fehler.

Autor: Kurt B. (kurt-b)
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Oliver S. schrieb:
> Vancouver schrieb:
>> Problem: Damit kannst Du feststellen, ob etwas stört, aber
>> nicht, wo der Sender sitzt.
>
> DAS würde ja erstmal ausreichen. Es muss ja nichts kriminelles dahinter
> stecken, evtl. auch ein irgendwie gearteter Fehler.

Ein Dauerträger auf 434... und alle 5 min ein kurzer Datenstring.
Das ging über zwei Jahre so. Wurde wohl wegen hohem Batterieverbrauch 
dann mal abgeschafft.

 Kurt

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Es braucht nicht viel Aufwand, um die ZV lahmzulegen.
Kürzlich habe ich einen Oszillator bei 433MHz gebaut ( mit SAW 
Resonator, wie in billigen Funkthermometern ).
Der Oszillator lag mit einer sehr kurzen Antenne auf dem Tisch und das 
Auto vor der Tür ( ca.20m Luftlinie ) war nicht mehr zu öffnen.
Nur an einem ganz bestimmten Punkt direkt neben dem Auto ging es noch.

Der Oszillator mit 1,5V Zelle hatte mit Sicherheit weit unter 5mW 
output.

Da ich vergessen hatte, dass der Oszillator noch läuft, habe ich erstmal 
den Funkschlüssel zerlegt, und die Batterie nachgemessen...:---/

: Bearbeitet durch User
Autor: Schwarz-Schilling (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Kürzlich habe ich einen Oszillator bei 433MHz gebaut ( mit SAW
> Resonator, wie in billigen Funkthermometern ).

Stefan M. schrieb:
> Da ich vergessen hatte, dass der Oszillator noch läuft...

Oha, seit wann sind denn Daueraussendungen von Trägern auf 433MHz 
zulässig?

Autor: Draco (Gast)
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Nen Auto auszuräumen is auch nicht zulässig.

Autor: npn (Gast)
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Draco schrieb:
> Nen Auto auszuräumen is auch nicht zulässig.

Einen Auto auszuräumen...
Was ist das für ein deutsch? ;-)

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Schwarz-Schilling schrieb:
> Oha, seit wann sind denn Daueraussendungen von Trägern auf 433MHz
> zulässig?

Als Funkamateur mit unmittelbarem Zugriff auf den Sender schon.

73

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Unter Windows ist SDR# (sdr-sharp) das übliche Programm, such bei 
Osmocom
http://sdr.osmocom.org/trac/wiki/rtl-sdr
Läuft bei mir auf dem Netbook mit Win7 ebenso wie auch GQRX unter 
Ubuntu.

Zum Suchen braucht man eine Richtantenne, ein Dosenstrahler ist bei 70cm 
Wellenlänge noch etwas zu groß. Yagi oder HB9CV sind hier typische 
Richtantennen.
http://www.wimo.com/zimmerantennen-ukw_d.html
naja 37,50€ ist noch etwas viel für eine einmalige Suche

: Bearbeitet durch User
Autor: Sascha (Gast)
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Hey Leute,
das kann auch ein anderer Empfänger sein, der da stört, ich habe das 
auch schon mal gehabt, früher sind da auch sogenannte Pendelempfänger 
mit einem SAW-Resonator aufgebaut worden. Heute sind solche Dinger 
eigentlich verboten.
Aber auf 433 MHz sind ja nicht nur Fernbedienungen und Amateurfunker da 
gibt es auch noch Plasma/Hochfrequenz/Öfen/Tiefenwärme usw. Geräte.

Wenn der Sender stark genug ist kann es auch schon ein BOS Tetra 
Umsetzer sein der die billigen Empfänger zustopft.

Gruß Sascha

Autor: Schwarz-Schilling (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Schwarz-Schilling schrieb:
>> Oha, seit wann sind denn Daueraussendungen von Trägern auf 433MHz
>> zulässig?
>
> Als Funkamateur mit unmittelbarem Zugriff auf den Sender schon.
>
> 73

Ach so, Du bist einer von den "Guten" ;-)

BTT:
Vielleicht würde es funktionieren, sich so eine Art HF-Gleichrichter mit 
angeschlossenem Voltmeter zusammenzustecken und damit den Parkplatz 
abzuspazieren? Ein modifizierter "Sat-Finder" könnte es evtl. auch tun.

Auf diese Weise sollte sich die Quelle doch leicht aufstöbern lassen, 
wenn sie wirklich lokal (und bösartig zum Zwecke des Fahrzeugausräumens 
platziert) ist.

Autor: Jens G. (jensig)
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>Vielleicht würde es funktionieren, sich so eine Art HF-Gleichrichter mit
>angeschlossenem Voltmeter zusammenzustecken und damit den Parkplatz

Wenn der Sender einiges an Leistung bietet, und nah genug ist, dann ja 
...

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Schwarz-Schilling schrieb:
> Oha, seit wann sind denn Daueraussendungen von Trägern auf 433MHz
> zulässig?

433 nicht (ist schon außerhalb des ISM-Bandes), aber auf 434 MHz schon. 
ISM-Band eben, keinerlei Regulierung für tatsächliche ISM-Anwendungen.

Auch SRDs haben keine Einschaltlimitierung dort, nur eine Begrenzung
der Leistung auf 10 mW ERP.

(Funkamateure wurden schon genannt, sie dürfen als Primärnutzer des
Bandes 750 HF produzieren.)

Autor: Old P. (old-papa)
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Schwarz-Schilling schrieb:
> BTT:
> Vielleicht würde es funktionieren, sich so eine Art HF-Gleichrichter mit
> angeschlossenem Voltmeter zusammenzustecken und damit den Parkplatz
> abzuspazieren?

Bei 433 MHz steckt man nichts "zusammen". In dem Bereich muss man schon 
nach HF-Gesichtspunkten arbeiten (nein, Arduino und Steckbrett ist das 
nicht)

> Ein modifizierter "Sat-Finder" könnte es evtl. auch tun.

Wenn Du diesen an die Antenne des Störers hälst, dann vielleicht. 
Zumindest findest Du den Störer ;-)

> Auf diese Weise sollte sich die Quelle doch leicht aufstöbern lassen,

"Leicht" ist mal wieder relativ...

> wenn sie wirklich lokal (und bösartig zum Zwecke des Fahrzeugausräumens
> platziert) ist.

Das könnte schon sein. Gehört habe ich davon, kann es mir auch 
vorstellen, kenne aber keinen der einen kennt, der das erlebt hat ;-)

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
Autor: Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite
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Lustiges Beispiel: Ein Blumenladen hier in der Straße hatte einen 
(CE!)Türwächter (wenn ein Kunde den Laden betritt  -> ding dong) mit 
offenbar heftiger Strahlungsabgabe. Vor dem Laden kann ein Bekannter 
sein Auto zwar parken, bekommt es aber aus gleichen Gründen nicht mehr 
weg, außer mit Schlüssel.

Also mal selektiv andere Plätze auf dem Areal ansteuern...

Günter

Autor: Alex (Gast)
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Danke. Bei mir hat ein billiger funk Thermometer das Signal von der 
Zentralverriegelung meines Insignia gestört.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Schwarz-Schilling schrieb:
> Oha, seit wann sind denn Daueraussendungen von Trägern auf 433MHz
> zulässig?

Da frag mal die Bundesnetzagentur und die Primärnutzer des 
Frequenzbereiches (s. z.B. Eintrags 247001 oder 247006 im 
Frequenznutzungsplan).

Autor: Marc H. (marchorby)
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Wolfgang schrieb:
> Schwarz-Schilling schrieb:
>> Oha, seit wann sind denn Daueraussendungen von Trägern auf 433MHz
>> zulässig?
>
> Da frag mal die Bundesnetzagentur und die Primärnutzer des
> Frequenzbereiches (s. z.B. Eintrags 247001 oder 247006 im
> Frequenznutzungsplan).

Jörg W. schrieb:
> 433 nicht (ist schon außerhalb des ISM-Bandes),

Augenroll:
433,050 - 434,7875 (,79) MHz ISM

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Marc H. schrieb:
>> 433 nicht (ist schon außerhalb des ISM-Bandes),
>
> Augenroll:
> 433,050 - 434,7875 (,79) MHz ISM

Ja, und?  433 MHz ist daher nicht im ISM-Band, 434 MHz schon.

Jetzt darf der Thread aber wieder in die Kiste, es ist unnütz, all
den alten Kram nochmal aufzurollen.  Schließlich wollte sich Alex
nur bedanken, dass ihm das SDR hilfreich bei der Suche nach einem
Störer war.

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