Auch Mercedes bekommt Ärger Ein zweiter Fall Volkswagen? Die Kanzlei sucht nun weitere Mercedes Diesel-Fahrer für eine Massenklage. Sie listet 14 Modelle auf, die sie der Grenzwertüberschreitungen verdächtigt. Die Anwälte behaupten, dass Dieselautos von Mercedes bei Tests auf der Straße im Schnitt 19 Mal so viele Stickoxide emittieren, wie erlaubt. In einzelnen Tests wurden den Anwälten zufolge die erlaubten Grenzwerte sogar um das 65-fache überschritten. Nachtigall... Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/auch-mercedes-bekommt-aerger-ein-zweiter-fall-volkswagen-14078829.html
Es geht um "BlueTec"-Diesel. "Blue", das ist die blaue Ersatzflüssigkeit, der altbekannte Harnstoff. Pack den Tiger in den Tank -- wer schon mal in einem Raubtierhaus war, weiß, wonach es da riecht. Hier übrigens ist die in der FAZ natürlich unerwähnt bleibende Liste: http://mms.businesswire.com/media/20160218006140/en/509879/5/2479529_mercedes_infographic%5B2%5D.jpg?download=1
Schon irgendwie grotesk, dass das Fracking-Pionier-Land, das täglich mehrere Millionen Liter hochgiftige Prozess- und Abwässer in tiefliegende Gesteinsschichten verpresst und das Grundwasser der Bewohner, Farmer und deren Nachfolgegenerationen systematisch vergiftet, im Bereich der deutschen Importwagen den moralischen Primus des Umweltschutzes mimt.
Michael S. schrieb: > Schon irgendwie grotesk, dass das Fracking-Pionier-Land, das > täglich mehrere Millionen Liter hochgiftige Prozess- und Abwässer in > tiefliegende Gesteinsschichten verpresst und das Grundwasser der > Bewohner, Farmer und deren Nachfolgegenerationen systematisch vergiftet, > im Bereich der deutschen Importwagen den moralischen Primus des > Umweltschutzes mimt. Wie auch im VW-Thread schon paarmal erwähnt: Das ist völlig egal. Wenn ein Hersteller gegen geltendes Recht verstößt, eventuell sogar noch bewusst, dann ist das zu ahnden. Da spielt es auch keine Rolle wenn zwei Straßen weiter der Redneck mit seinem Coalroller rumdüst, der ein gesetzliches Schlupfloch gefunden hat. Zwei völlig unterschiedliche Themen. Ich geb dir aber recht, moralisch ist die Lage höchst zweifelhaft. Es dürfte klar sein dass es nicht um Umweltschutz geht sondern um Geld und Schutz der heimischen Wirtschaft. Aber das Gesetz gibt ihnen halt recht und da haben sich Hersteller dran zu halten, egal wie unsinnig das ist.
Könnten die europäischen Wagen nicht mal die Ami Schlitten untersuchen. Da würde sicher etwas gefunden werden, und dann könnte man mal zurückschiessen... Wirtschaftskrieg 2.0
TM F. schrieb: > Könnten die europäischen Wagen nicht mal die Ami Schlitten untersuchen. > Da würde sicher etwas gefunden werden, und dann könnte man mal > zurückschiessen... > > Wirtschaftskrieg 2.0 Das sind keine Diesel und auch keine aufgepeppten Minimotoren. Und bei Benzinern ist das mit der Abgasreinigung wesentlich einfacher. Gruss Axel
TM F. schrieb: > Wirtschaftskrieg 2.0 Dass ausländische Firmen, vor allem US-amerikanische bei uns Narrenfreiheit haben sieht man bei den Big Playern, z.B. Apple, Facebook und Google. Da wird laufend geltendes Recht mit Füssen getreten. Thema Datenschutz, Steueroasen... Die EU ist nicht in der Lage oder nicht Willens die Probleme zu lösen. Ab und zu mal eine lächerliche Million Bußgeld, das wars. Mit TTIP dürfte das nicht besser werden. Ein recht einseitiger "Krieg", wie ich meine. PS: sorry für die Politik, aber das Thema lädt eh früher oder später dazu ein
Michael S. schrieb: > Schon irgendwie grotesk, dass das Fracking-Pionier-Land, das täglich > mehrere Millionen Liter hochgiftige Prozess- und Abwässer in > tiefliegende Gesteinsschichten verpresst und das Grundwasser der > Bewohner, Farmer und deren Nachfolgegenerationen systematisch vergiftet, > im Bereich der deutschen Importwagen den moralischen Primus des > Umweltschutzes mimt. kommt halt praktisch. Denn in Zeiten eines angedachten TTIP kann man schliesslich keine Zölle mehr erheben.
> In einzelnen Tests wurden den Anwälten zufolge die erlaubten Grenzwerte sogar um
das 65-fache überschritten.
Tja ... weshalb muss man denn eine Technologie in den Staaten verkaufen
? Ein duemmlicher Furz. Und am Markt vorbei. Sollen die doch mit ihren
Benzinsaugern gluecklich werden. Mehr Hubraum, mehr Verbrauch. Das muss
eben so sein.
Wenn Mercedes doof ist haben sie in den Staaten Investitionen. Deswegen
koennen sie abgezockt werden. Ohne Investitionen dort koennten sie sagen
: Eine interessante Feststellung .. eigentlich sind wir bei euch mit
unserer Technologie falsch. Bye. Bye.
Das ist aehnlich wie in Russland, wo mal eben mal ein Werk verstaatlicht
wird, oder sonstwie den Besitzer wechselt.
Oder D. schrieb: > Tja ... weshalb muss man denn eine Technologie in den Staaten verkaufen > ? Ein duemmlicher Furz. Und am Markt vorbei. Sollen die doch mit ihren > Benzinsaugern gluecklich werden. Mehr Hubraum, mehr Verbrauch. Das muss > eben so sein. Es gibt auch in den USA Menschen, denen die ihre Umwelt nicht ganz am Arsch vorbei geht, und die sind die Zielgruppe dieser "Clean Diesel". Der Wettbewerber in dem Bereich sind die Japaner, bspw. Toyota mit ihren Hybrid-Autos. Das ist ein milliardenschwerer Markt, und den will man verständlicherweise nicht kampflos der Konkurrenz aus Fernost überlassen. Die deutschen Autokonzerne standen vor der Wahl, mit welcher Strategie man den Wettbewerb der umweltaffinen Kundengruppe bestreitet, und man hat sich eben für die Diesel-Technologie und nicht Hybrid entschieden. Doof ist dann nur, wenn man die Disel-Technologie nur mit Tricks sauber und gleichzeitig auch effizient kriegt. Aufs falsche Pferd gesetzt also.
> ..oder sonstwie den Besitzer wechselt. Ja, in Russland kanm man auch Firmen "klauen" :) http://archiv.raid-rush.ws/t-296161.html
> Es gibt auch in den USA Menschen, denen die ihre Umwelt nicht ganz am Arsch vorbei geht, und die sind die Zielgruppe dieser "Clean Diesel". Es gibt auch "Clean Benziner". Halt nicht mit 5 Litern Hubraum und 8 Zylindern. > Das ist ein milliardenschwerer Markt, und den will man verständlicherweise nicht kampflos der Konkurrenz aus Fernost überlassen. Eine Firma muss sehr viele Autos verkaufen, um die 20 Milliarden Busse hereinzubekommen...
Oder D. schrieb: > Eine Firma muss sehr viele Autos verkaufen, um die 20 Milliarden Busse > hereinzubekommen... Vom Sitzplatzverhältnis her betrachtet um die 250 Milliarden.
Oder D. schrieb: > Wenn Mercedes doof ist haben sie in den Staaten Investitionen. Deswegen > koennen sie abgezockt werden. Ohne Investitionen dort koennten sie sagen > : Eine interessante Feststellung .. eigentlich sind wir bei euch mit > unserer Technologie falsch. Bye. Bye. > Eher das Gegenteil. Wenn VW in den USA ein Werk schliesst, haben die schon mal einen Gouverneur, der ihnen hilft, denn Arbeitsplätze sind ein wichtiges Kriterium. > Das ist aehnlich wie in Russland, wo mal eben mal ein Werk verstaatlicht > wird, oder sonstwie den Besitzer wechselt. Wann wurde denn in den USA ein ausländisches Autowerk verstaatlicht ? Gruss Axel
Oder D. schrieb: >> Es gibt auch in den USA Menschen, denen die ihre Umwelt nicht ganz am > Arsch vorbei geht, und die sind die Zielgruppe dieser "Clean Diesel". > > > Es gibt auch "Clean Benziner". Halt nicht mit 5 Litern Hubraum und 8 > Zylindern. > > Diese Nähmaschinchen, die man neuerdings in Deutschland als Motor bezeichnet, haben ja wohl die gleichen Probleme mit Feinstaub wie die Diesel. Letztlich scheint wohl Toyota auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Gruss Axel
Axel L. schrieb: > Diese Nähmaschinchen, die man neuerdings in Deutschland als Motor > bezeichnet, haben ja wohl die gleichen Probleme mit Feinstaub wie die > Diesel. Das Problem wird politisch erst angesprochen wenn es der richtige Zeitpunkt ist. Meinst du ein Dobrindt würde auch nur ein "like" bekommen wenn er dieses Problem jetzt anspricht??? > > Letztlich scheint wohl Toyota auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Tausche Pest gegen Cholera. Wirklich interessant ist die gesamte Umweltbelastung in der Laufzeit des Produktes. Und da muss ein Hybridfahrzeug nicht umbedingt besser aussehen als ein Golf 4. Was der Kunde kauft ist eine andere Geschichte. Ich will nicht wissen wieviel Autos nur durch den Slogan "Ecotec" "Blue..." "Green..." "Hybdrid" verkauft werden. Ich sehe den derzeitigen Trend eher als Praxisversuch. Irgendwann werden sich die Elektrischen schon durchsetzen, aber zum jetzigen Zeitpunkt stehen sie ökölogisch nicht viel besser da.
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