Hallo Forum-Gemeinde,
ich hab mir kürzlich ein neues Notebook gekauft. "Leider" mit inst.
WIN10.
Der zweite Schock kam, als ich mein geliebtes CAD-Prgr. CAD4
installieren wollte. WIN10 weigerte sich.
Bitte jetzt nicht auf mich einschlagen.
Ich nutze dieses Progr. seit Jahren, um u.a. meine (Bastel)-Schaltpläne
zu erstellen.
CAD4 ist einfach zu bedienen u. ich habe mir eine Bibliothek mit den v.
mir benötigten Elektronik-Schaltzeichen erstellt.
Das Programm lief schon unter WIN3.11, WIN ME, WIN98SE bis WIN-XP.
Nur WIN10 will nicht.
Jetzt habe ich mir heute einiges über "DOS Box" angelesen u. dies auf
den neuen Rechner installiert.
Beim Aufruf der CAD4 "setup.exe" kam jedoch die Meldung "This program
requires Microsoft Windows" !!???
Jetzt bin ich mit meinen Latein am Ende!!
Soll das heißen, daß unter "DOS Box" nur reine DOS-Programme laufen?
Ich hatte die Hoffnung, dieses Uralt-CAD4 in einer DOS-Emulations
Software starten zu können.
Hat jemand hier imm Forum ähnliche Erfahrungen gemacht u. kann mir
entsprechende Tips geben?? NICHT: "Neues CAD-Prgr. kaufen!"
In freudiger Erwartung!!
Dann installiere doch WIN3.1 in der Dosbox und darauf dann dein CAD4...?
Selbst Win95 in einer Dosbox ist Standard. Alternativ halt in eine
Virtualbox.
Hi,
erstmal zur Ursache:
Das Programm ist ein 16bit-Programm, da ja bereits unter Windows 3.11
lief. Auf Deinem neuen PC ist vermutlich ein 64bit-Windows instaliert,
die aber "nur" eine 32bit Emulationsschicht besitzt, jedoch keine für
16bit-Programme.
Mögliche Lösungen:
1. Wieder ein 32bit Windows einsetzen
- Nachteile: Evtl. keine gültige Lizenz vorhanden
- Max. 3.5GB RAM nutzbar
- Teiweise weniger performant
- Weniger Sicherheitsfeatures
- Evtl. keine Treiber / Support vom Hersteller
2. Älteres Windows z.B. 3.11, 95, 98, ... in einer Virtuellen Maschine
3. Du kannst/musst unter DOSBox noch ein Windows 3.11 oder 95
installieren.
DOSBox emuliert keine Windows, es kann aber eines darin betrieben
werden.
Vermutlich wird Variante 3 die einfachste/sinnvollste sein, auch wenn
dies ggf. etwas Einarbeitung erfordert.
Gruß Christoph
Oftmals ist bei solch alten Programmen auch der Installer schuld dass es
nicht klappt, da diese gerne mal die Windows Version prüfen. Und wenn da
nach dem Motto "if version >= Win3.11 AND version <= WinXP" geprüft wird
kommt man nicht weiter.
Wenn du noch eine Installation auf einem alten Rechner hast, kannst du
sonst einfach mal versuchen den Installationsordner rüber zu kopieren
und ggf. nach ein paar DLLs oder so die es noch braucht. Vielleicht
gehts dann schon. Und die eingebaute Kompatiblitätsmodus (Rechte
Maustaste => Eigenschaften => Kompatibilität) kannst du auch mal
versuchen.
Das Problem ist bereits identifiziert - das ist ein
16-Bit-Windows-Programm, und 64-Bit-Windows enthält keine
Laufzeitunterstützung für 16-Bit-Windows-Programme.
Eine Lösung ist der Einsatz von DOSBox, unter dem dann ein
16-Bit-Windows (eben 3.11) installiert werden muss, um das Programm zu
verwenden.
Eine andere Lösung ist die Verwendung einer virtuellen Maschine (VMWare,
VirtualBox o.ä.), in der ein 32-Bit-Windows (z.B. XP) installiert wird,
denn das erlaubt noch das Verwenden von 16-Bit-Programmen.
Letzteres ist wegen der doch besseren Graphik- und Netzwerkunterstützung
zu bevorzugen.
Hallo
und besten Dank für die guten Antworten!
Ich werde mich mal mit den Vorschlägen beschäftigen.
Mal sehen, zu welcher Lösung ich komme.
Danke nochmal,
Gruß, Manfred
Falls die anderen Varianten nicht funktionnieren könnte man noch
versuchen mit Linux und Wine das Ding zum laufen zu bringen. Man könnte
sogar erst ausprobieren, ob es geht, indem man einen Ubuntu Live USB
Stick erstellt, dann wine Installiert, mit winecfg wine auf XP
Simulation stellt und dann die Anwendung mit wine öffnet.
https://unetbootin.github.io/https://wiki.winehq.org/Ubuntu
Daniel A. schrieb:> Falls die anderen Varianten nicht funktionnieren könnte man noch> versuchen mit Linux und Wine das Ding zum laufen zu bringen.
Mal ne vllt. blöde Frage: Geht Wine nicht auch unter Windows?
Hmm. Ob jemand so wahnsinnig ist, den 16-Bit-Emulationslayer von Wine
auf Windows zu portieren, damit man unter x64 weiterhin mit Programmen
arbeiten kann, die keine Dateinamen kennen?
Rufus Τ. F. schrieb:> Hmm. Ob jemand so wahnsinnig ist, den 16-Bit-Emulationslayer von Wine> auf Windows zu portieren,
Bitte sehr:
http://oldwiki.winehq.org/WineOnWindows
Ist aber weniger eine Portierung, als der Versuch, die
Cross-Plattform-Tauglichkeit zu verbessern. Und sicher nicht für den
"Produktiveinsatz" geeignet. :)
Moin.
Ich weiß, das willst du am wenigsten hören.
Aber: Tote Pferde und so.
Wäre es nicht mal eine Überlegung Wert, auf ein neues Programm
umzusteigen.
Der Verlust an alten Schaltplänen ist nicht so groß, wie man im ersten
Moment denken mag. Da hängt meist ein ideeller Wert dran denn ein
realer. Du kannst ja die Dateien aufbewahren und den Installer auch.
Falls du wirklich mal das Bedürfnis spüren solltest da was zu laden,
kannst du dich immer noch damit beschäftigen.
Grüße
michael_ schrieb:> Vielleicht kann man das in andere Programme importieren.
Wenn man ganz viel Glück hat.
Andere Software aus dieser Zeit hat das Schicksal nicht, selbst wenn sie
vom "Marktführer" ist. Dokumente, die mit "Word für Windows" aus der
16-Bit-Ära erstellt wurden, sind mit heutigen Office-Versionen nicht
lesbar.
Danke für die große "Anteilnahme"
michael_ schrieb:> Was ist überhaupt "CAD4"?> Nie gehört.
Stammt v. d. Fa. Technobox, wurde im Kaufhaus "K" als CAD4-bhv-Edition
verkauft.
Ziemlich "schmales" Programm, bestand aus 2 Prgr.-, 2.
Bibliotheken-Disketten.
Eine Bibliothek mit Elektro-Inst.-Schaltzeichen, die 2. mit Symbole für
Architekten (Stühle, Schränke usw.).
Eine Bibliothek mit für mich alle relevanten Elektronik-Schaltzeichen u.
Baugruppen!! habe ich mir selbst erstellt.
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nicht"Gast" schrieb:> Aber: Tote Pferde und so.>> Wäre es nicht mal eine Überlegung Wert, auf ein neues Programm> umzusteigen.
In diese Richtung habe ich mich schon umgehört, bei Kollegen u.
innerhalb der Firma. (Visio, eagle usw.)
Diese Prgr. sind mir alle zu sehr aufgeblasen u. nur richtig nutzbar,
wenn man oft u. nicht nur gelegentlich (Hobby) damit zu tun hat.
Manfred
DOSBoxer schrieb:> Stammt v. d. Fa. Technobox, wurde im Kaufhaus "K" als CAD4-bhv-Edition> verkauft.
Das ist ein sehr einfaches 2D-CAD. Eigentlich garnicht für E-Technik
gemacht.
Ich habe mehrere Einträge aus der Holzverarbeitung gefunden.
Einfache 2D-Programme gibt es doch einige.
Auch für die Schaltplanerstellung.
Als Dateiendung habe ich .TCD gefunden.
Kannst du die Zeichnungen auch anders ausgeben, z.Bsp. als .DXF?
Die Zeit ist mehr als reif für einen Umstieg!
Ich bin mir nicht sicher, ob Cad6 von Malz++Kassner der Nachfolger von
Ihrem CAD4 ist, aber wenn Ihre Dateiendungen .t4g für Cad-Dateien und
.t4l für die Bibliotheken heißen, dann ist CAD6 www.cad6.de der
Nachfolger, der direkt auch .t4g- und .t4l-Dateien verarbeiten kann.
Alternativ können sie auch in das "moderne" Format .mkd konvertiert
werden. Bei uns in der Firma läuft CAD6 auch problemlos auf Rechnern mit
Win10.
Ich hoffe ich konnte helfen.
Sind denn deine Dateiendungen nun .TCD?
Wenn ja, dann ist es ein Ableger von TurboCAD.
Ich habe hier eine V.4, und da gibt es Dateien mit der Endung .TCD als
Import.
Genannt wird da TurboCAD für DOS 3.0.
Es gibt eine freie Version, aber ob die unter 64Bit W10 läuft, ist
zweifelhaft.
Hallo DOSBoxer,
ich kann es SO SEHR nachvollziehen.
Ich bin (war) Technobox CAD 4 Fan und nutzte das Programm bis vor kurzem
auf einem WIN98 Laptop.
Seit dem Defekt meines Rechners suche ich dieses geniale (da sehr
einfach zu bedienen) Programm im Netz. Technobox GmbH gibt es auch nicht
mehr - die heißen jetzt Tenado.
An das Programm (es ist von 1994) komme ich nicht mehr ran :(
Gibt es eine Möglichkeit, dass Programm von Dir noch einmal zu bekommen?
Vielen Dank im Voraus.
Chris
Hallo,
ich liebe auch mein altes CAD Programm Technobox CAD 4 und habe damit
alle Grundrisse meines Hauses gezeichnet. Ich habe noch einen alten
Rechner mit XP auf dem ich installieren könnte, aber meine erste
Diskette hat einen Lesefehler. Ich müsste meine Grundrisse als HPGL
ausgeben.
Wer die Diskette hat kann mir vielleicht die fehlende Dateien zumailen?
Also eine Lizenz dafür hab ich, zumal es damals keinen Lizenzschutz gab.
Wer die Diskette hatte, der hatte das Programm.
werner.probst.bn@gmail.com
Die Nachfolgefirma für CAD4BHV ist die Firma TENADO. Das Programm heißt
heute TENADO 2 D und kostet unter 1.000,- € (ist einfach zu googlen). Es
liest alte tcd- Dateien tadellos ein. Das heutige Tenado- CAD
konvertiert die tcd- Dateien auch in dwg, dxf oder pdf. Dann kann man
diese mit einem CAD- Programm weiterbearbeiten, z.B. dxf in Libre CAD
(GNU- Lizenz).