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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LED Statistik


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Autor: Falk B. (falk)
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Hallo Allerseits,

hier mal ein paar reale Daten zum Thema LED-Flußspannung und deren 
Streuung. Mit einer kleinen Schaltung und einem Arduino kann man relativ 
schnell 100 LEDs und mehr durchmessen. Ich hab hier in einer Rumpelkiste 
158 eher alte, gelbe LEDs mal durchgemessen, wenn man die teilweise 
Oxidation bei einigen Pins betrachtet, vermutlich 10-20 Jahre alt. Die 
Streuung ist relativ groß, wenn man mal grob vom Medianwert von 2,350V 
+/- 30% anschaut, liegt die Toleranz bei ca. +/-150mV. Die grünen LEDs 
sind ähnlich toleriert, 2,23V +/- 100mV. Last but not least die alten, 
roten LEDs mit ungewöhnlich hoher Flußspannung von ca. 2,27V und +/- 
100mV.

Zur Schaltung gibt es nicht viel zu sagen. Eine einfache 
Konstantstromquelle speist die LED. Zur Verhinderung von 
Eigenerwärmung und Drifteffekten wird die Messung mit einem kurzen 1ms 
Strompuls durchgeführt, dabei wird das Testobjekt (DUT, device under 
test) mittels Ausgangspin einfach kurzgeschlossen. Die beiden dicken 
Drähte sind dafür geplant, dass man dort schnell eine SMD-LED einkeilen 
und damit kontaktieren kann. Von 0603 bis 1206 sollte das passen, hab 
ich aber nur mit 1206er LEDs probiert.

Das Programm ist Arduino-Style, wobei es auch leicht an andere 
Umgebungen anpassbar ist. Es können bis zu 200 Bins für die 
LED-Selektion angelegt werden, praktisch braucht man eher weniger. Der 
ADC hat 5mV Auflösung, damit kommt man bei 200 Bins auf +/- 0,5V 
Messbereich. Sollte reichen. Für die Messung muss man nur die LED in die 
Fassung stecken und <return> drücken, daraufhin wird die Flußspannung in 
mV und der zugehörige Bin ausgegeben. Damit kann man sehr einfach und 
schnell seine LEDs nach Flußspannung sortieren. Im Hintergund wird dazu 
die Statistik mitgeschrieben und am Ende bei Eingabe von <space> und 
<return> (Arduino-Terminal) diese ausgegeben. Durch die Semikolons kann 
man den Texte einfach kopieren und in Excel/OpenOffice importieren und 
als Diagramm darstellen.

Also, an alle LED-Parallelschalter. Fix mal die Schaltung aufgebaut und 
gemessen. Dabei muss man beachten, daß man als Vin ausreichend Spannung 
braucht, so 9-12V sind OK. Die High Power Variante habe ich nicht 
aufgebaut und getestet, die Ansteuerung ist aber schon im Programm drin. 
Ich bin mal gespannt wie moderne, aber billige China-LEDs so 
abschneiden.

Viel Spaß beim Nachbauen und Ausmessen.

MFG
Falk

Autor: Frank (Gast)
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Die Ergebnisse wären sicher ganz interessant, wenn sie denn vernünftig 
gemessen worden wären und man sie bei einem sinnvollen Stromwert 
gemessen hätte.

Die Impulsmessung halte ich für absolut kontraproduktiv und schädlich, 
was die Genauigkeit der Messungen betrifft. Der Sinn entzieht sich mir 
auch, Du mußt ja die 200 LEDs ja nicht in 0,2 Sekunden testen.

Eine Stromquelle in 1 ms auf ihren genauen Wert zu bekommen ist 
natürlich nicht unmöglich, aber auch nicht trivial. Und welche weiteren 
störenden Effekte eine solche Schnellmessung noch negative beeinflussen 
ist auch noch fraglich.

Und warum man 320 mA Meßstrom verwendet ist mir auch äußerst 
schleierhaft. Das ist ein völlig unzulässiger Stromwert für diese LEDs. 
Und das Ergebnis entsprechend sinnlos, weil die Ergebnisse damit nutzlos 
werden.

Im Prinzip ist das nun: Bei einer Meßschaltung in die man kein Vertrauen 
haben kann, kamen bei unzulässiger Betriebsweise die folgenden 
unplausiblen Werte heraus.

Was soll man damit nun anfangen?

Dabei bin ich ein ausgesproichener Freund von solchen Experimenten, aber 
da muß man sauberer arbeiten. Schade, bei 20 mA Nennstrom und einer 
Messung im Sekundenbereich wären die Ergebnisse sehr interessant 
gewesen.

Hast Du Oszilloskopbilder für den Strom- und Spannungsverlauf an der 
LED?

Autor: Lachender Eskimo (Gast)
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Frank schrieb:
> Und warum man 320 mA Meßstrom verwendet

Da steht 20mA, kannste nicht lesen?


Es will wohl überlegt sein, in diesem Miesepeter-Forum eigene Ergebnisse 
zu posten...

Autor: Der Andere (Gast)
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Falk B. schrieb:
> hier mal ein paar reale Daten zum Thema LED-Flußspannung und deren
> Streuung.

Danke für ein paar echte Zahlen bei der ewigen Diskussion.

Falk B. schrieb:
> Zur Verhinderung von
> Eigenerwärmung und Drifteffekten wird die Messung mit einem kurzen 1ms
> Strompuls durchgeführt,

Hmm, wäre es nicht sinnvoller die Durchlassspannung im thermisch 
eingeschwungenen Nennbetrieb zu messen.
Also nach einigen Sekunden bei Nennstrom. So misst du die Led bei 
Zimmertemperatur. Diese Temperatur wird sie aber im Normalbetrieb nur 
ausgeschaltet haben.

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Lachender Eskimo schrieb:
> Es will wohl überlegt sein, in diesem Miesepeter-Forum eigene Ergebnisse
> zu posten...
Ich bin auf die Messung der neuen LEDs gespannt.
Vielleicht darf dann die LED-Parallelschalt-Fraktion aufatmen...  ;-)

Frank schrieb:
> Eine Stromquelle in 1 ms auf ihren genauen Wert zu bekommen ist
> natürlich nicht unmöglich, aber auch nicht trivial.
Wenn man am Ende dieser 1 ms misst und nicht aus der Sättigung 
herauskommt, sondern aus dem Kurzsvchluss, dann ist der OP gerade mal im 
Kleinsignalbereich unterwegs.
Oder andersrum: sogar so ein lahmer Schnarchzapfen wie der LM358 schafft 
0,3V/us. Von 0 bis 2,3V also mit 6us ausreichend Luft bis zum Ende der 1 
ms...

Autor: Wolfgang (Gast)
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Frank schrieb:
> Eine Stromquelle in 1 ms auf ihren genauen Wert zu bekommen ist
> natürlich nicht unmöglich, aber auch nicht trivial.

Wenns dich beruhigt, kannst du den Stromfluss durch die LED über einen 
Shunt steuern, der die Spannung gerade so weit runter zieht, dass durch 
die LED kaum noch was fließt. Dann merkt die Stromquelle von der 
Modulation des LED-Stromes kaum etwas.
Was meinst du, wie Laserdioden moduliert werden. Da redet keiner von ms.

Autor: Der Andere (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Was meinst du, wie Laserdioden moduliert werden. Da redet keiner von ms.

Zumal man bei Falk sicher davon ausgehen kann dass er weiss was er da 
tut.

Autor: soul e. (souleye)
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Falk B. schrieb:

> (...) Ich hab hier in einer Rumpelkiste
> 158 eher alte, gelbe LEDs mal durchgemessen, wenn man die teilweise
> Oxidation bei einigen Pins betrachtet, vermutlich 10-20 Jahre alt. Die
> Streuung ist relativ groß, wenn man mal grob vom Medianwert von 2,350V
> +/- 30% anschaut, liegt die Toleranz bei ca. +/-150mV.

Für zufällig verteilte VF (d.h. keine Selektion) ist das eine übliche 
Streubandbreite.

Wenn Du nach VF selektierte Bauteile kaufst, liegen die üblicherweise 
+/-75 mV auseinander. Speziell für Parallel- oder 
Parall-Serien-Schaltung (Matrix) selektierte Bauteile streuen nochmal 
deutlich weniger (< +/-25 mV).


> Zur Verhinderung von
> Eigenerwärmung und Drifteffekten wird die Messung mit einem kurzen 1ms
> Strompuls durchgeführt,

Zur Selektion werden die LEDs mit Bemessungsstrom (Selektionsstrom) 
betrieben und vor der eigentlichen Messung 5 ms lang vorgeheizt. Den 
Delay müsstes Du noch einbauen, wenn Du Deine Ergebnisse mit den 
datalog-Werten von Osram & Co vergleichen willst.

Autor: Falk B. (falk)
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@ soul eye (souleye)

>Zur Selektion werden die LEDs mit Bemessungsstrom (Selektionsstrom)
>betrieben und vor der eigentlichen Messung 5 ms lang vorgeheizt.

Das bezweifle ich mal. Mag sein daß man sich auf einen Meßpuls von 5ms 
geeinigt hat, "vorheizen" ist das allerdings kaum.

> Den
>Delay müsstes Du noch einbauen,

Ist schon drin, muss man nur auf 5ms ändern, so man es denn braucht.

>wenn Du Deine Ergebnisse mit den
>datalog-Werten von Osram & Co vergleichen willst.

Hab keine Osram-LEDs.

Autor: soul e. (souleye)
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Falk B. schrieb:
> @ soul eye (souleye)
>
>>Zur Selektion werden die LEDs mit Bemessungsstrom (Selektionsstrom)
>>betrieben und vor der eigentlichen Messung 5 ms lang vorgeheizt.
>
> Das bezweifle ich mal. Mag sein daß man sich auf einen Meßpuls von 5ms
> geeinigt hat, "vorheizen" ist das allerdings kaum.

Nenn es wie du willst. Die LED-Hersteller haben sich auf Messbedingungen 
geeinigt, die Grundlage ihrer Lieferbedingungen sind. Und da wird 5 ms 
gewartet, bis Flusspannung, Farbort etc abgelesen werden.

Autor: Falk B. (falk)
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@  Der Andere (Gast)

>> Zur Verhinderung von
>> Eigenerwärmung und Drifteffekten wird die Messung mit einem kurzen 1ms
>> Strompuls durchgeführt,

>Hmm, wäre es nicht sinnvoller die Durchlassspannung im thermisch
>eingeschwungenen Nennbetrieb zu messen.

Nein. Denn dann würde man die Flußspannung mit der thermischen Drift 
vermischen. Das will man im Allgemeinen nicht.
Denn mit der jetzigen Methode bleibt die Eigenerwärmung vernachlässigbar 
klein. D.h. man kann die LED in den Klimaschrank legen und bei 
verschiedenen Temperaturen die Flußspannung messen. Damit hat man dann 
den Tk der Flußspannung.
Das wird bei den meisten Halbleitern so gemacht. Man kann nicht Dutzende 
Ampere für mherere Sekunden durch einen MOSFET jagen, der noch auf dem 
Waver ist.

>Also nach einigen Sekunden bei Nennstrom. So misst du die Led bei
>Zimmertemperatur.

Das ist Absicht. Siehe oben.

2,2V*20mA*1ms=44uJ (abgegstahlte Energie wird vernachlässigt)

Wenn man die Wärme in einen Alumimiumträger von 1x1x1mm^3 einbringt 
(Schätzung), erhöht sich dessen Temperatur um 18 mK. (spezifische 
Wärmekapazität 0,896 KJ/(kg*K) )

dT = E  Q  m = 44uJ  896 J  (kg * K) / 2,7ug = 18mK

Ob die Wärme in 1ms wirklich vom LED-Chip vollständig auf den 
Aluminiumträger übergeht, weiß ich nicht, dazu müsste man genauere Daten 
der Mechanik haben und eine Wärmenetzrechung machen.

Autor: Frank (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Frank schrieb:
>> Eine Stromquelle in 1 ms auf ihren genauen Wert zu bekommen ist
>> natürlich nicht unmöglich, aber auch nicht trivial.
> Wenn man am Ende dieser 1 ms misst und nicht aus der Sättigung
> herauskommt, sondern aus dem Kurzsvchluss, dann ist der OP gerade mal im
> Kleinsignalbereich unterwegs.
> Oder andersrum: sogar so ein lahmer Schnarchzapfen wie der LM358 schafft
> 0,3V/us. Von 0 bis 2,3V also mit 6us ausreichend Luft bis zum Ende der 1
> ms...
Da scheinen manche die Schaltung nicht zu verstehen. Wie Du jetzt auf 
einen Operationsverstärker kommst ist mir schleierhaft. Und wie Du auf 
den LM358 kommst ist mir noch unerklärlicher.

Keiner kann sagen, ob die Testschaltung nach 1 ms schon meßfähig ist, 
nicht mal der Erbauer, ansonsten bitte ich um Oszilloskopbilder. Was 
aber viel schlimmer ist, daß man sich völlig unnötig diesem Zeitdruck 
hingibt. Es ist ja völlig uninteressant, was die LED nach 1 ms macht 
sondern was sie "normal" macht. Daher ist es egal ob man nach 1 ms, nach 
1 sec, oder nach 100 Sekunden mißt. Aber im Fall von 1ms geht man 
unnötige Fehlerquellen ein. Klar die Messung muß eh nicht genau sein, 
aber bei 1 ms und der Stromquelle, wo Stromquellen bekanntlich sehr 
langsam einschwingen halte ich das für fahrlässig.

Will heißen durch den kurzen Meßzeitraum, ware zu jeder Messung zu 
belegen, daß die Stromquelle schon eingeschwungen war. Bei einer Messung 
1 Sekunde nach Schalten kann man davon ausgehen.

Bei 1 ms nicht, zumal die Schaltung darüber hinaus noch einen Filter 1. 
Ordnung bei 1,5 kHz einsetzt.

Darüber hinaus ist die gemessene Verteilung zwar nicht Unmöglich, aber 
doch unerwartet breit. +/-5% wären normal, +/-7,5% noch plausibel, die 
gemessenen >+/-10% unplausibel.

Autor: Falk B. (falk)
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@ Frank (Gast)

>Keiner kann sagen, ob die Testschaltung nach 1 ms schon meßfähig ist,
>nicht mal der Erbauer, ansonsten bitte ich um Oszilloskopbilder.

Wieder mal die Reichsbedenkenträger unterwegs?

>Was
>aber viel schlimmer ist, daß man sich völlig unnötig diesem Zeitdruck
>hingibt.

Wer hat den?

> Es ist ja völlig uninteressant, was die LED nach 1 ms macht
>sondern was sie "normal" macht.

Das habe ich mehrfach erklärt. Take it or leave it.

> Daher ist es egal ob man nach 1 ms, nach
>1 sec, oder nach 100 Sekunden mißt.

Nö.

> Aber im Fall von 1ms geht man
>unnötige Fehlerquellen ein.

Nö^2.

> Klar die Messung muß eh nicht genau sein,
>aber bei 1 ms und der Stromquelle, wo Stromquellen bekanntlich sehr
>langsam einschwingen halte ich das für fahrlässig.

Schwachsinn.

>Will heißen durch den kurzen Meßzeitraum, ware zu jeder Messung zu
>belegen, daß die Stromquelle schon eingeschwungen war.

Blödsinn^2.

>Bei einer Messung
>1 Sekunde nach Schalten kann man davon ausgehen.

Was macht dich da so sicher, " wo Stromquellen bekanntlich sehr langsam 
einschwingen" ?

>Bei 1 ms nicht, zumal die Schaltung darüber hinaus noch einen Filter 1.
>Ordnung bei 1,5 kHz einsetzt.

Hä? Wo denn?

Hier im Artikel wurde die Low Current Version mit 20mA ohne 
Angswiderstand aufgebaut. Aber selbst die High Current Version mit 
1k+100nF ist nach ~500us auf 99,7% Endwert gelaufen, der Meßpuls ist 
aber 1ms breit.

>Darüber hinaus ist die gemessene Verteilung zwar nicht Unmöglich, aber
>doch unerwartet breit. +/-5% wären normal, +/-7,5% noch plausibel, die
>gemessenen >+/-10% unplausibel.

LEDs sind keine Widerstände.

[ ] Du hast Ahnung von Elektronik
[ ] Du hast Ahnung von realen LED-Statistiken.

Danke für das Gespräch.

Autor: soul e. (souleye)
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Frank schrieb:

> (...) Es ist ja völlig uninteressant, was die LED nach 1 ms macht
> sondern was sie "normal" macht. Daher ist es egal ob man nach 1 ms, nach
> 1 sec, oder nach 100 Sekunden mißt.

Nein, das ist es nicht. Es soll die Flusspannung bei Raumtemperatur 
gemessen werden, ohne Einfluss der Eigenerwärmung. Daher macht man das 
möglichst zügig. In der Produktion wird nach 5 ms gemessen. Wenn man 
seine Ergebnisse mit denen im Datenblatt vergleichen will, sollte man 
das auch tun. Falk ist da mit seinen 1 ms nah genug dran.



> Darüber hinaus ist die gemessene Verteilung zwar nicht Unmöglich, aber
> doch unerwartet breit. +/-5% wären normal, +/-7,5% noch plausibel, die
> gemessenen >+/-10% unplausibel.

Wie kommst Du auf diese Idee? +/-150 mV Streubandbreite sind für 
Bauteile ohne VF-Selektion (die noch dazu aus der Grabbelkiste und nicht 
hintereinanderliegend von einem Gurt stammen) völlig in Ordnung.

Mit VF-Selektion wärst Du bei +/-75 mV pro Rolle. Und auch das sind noch 
keine für Parallelschaltung freigegebenen Bauteile!

: Bearbeitet durch User
Autor: ArnoR (Gast)
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Falk B. schrieb:
> Die High Power Variante habe ich nicht aufgebaut und getestet

Solltest du auch nicht. Der LM317 reagiert etwas träge auf hartes 
Anlegen der Eingangsspannung. Da wird der Strom für einige µs nur den 
den 3R9 un die Spannungsabfälle begrenzt (~2A), aber nicht auf den 
eingestellten Wert. Selbst wenn der schon arbeitet und eingeschwungen 
ist, reicht der LM317 Eingangssprünge praktisch 1:1 zum Ausgang durch 
(siehe auch DaBla).

Frank schrieb:
> wo Stromquellen bekanntlich sehr langsam einschwingen

Du darfst nicht deine Schaltungen als Maßstab nehmen. Selbst der 
langsame LM317 schwingt in der Low Power-Schaltungsversion in ein paar 
µs ein, schnelle diskrete Schaltungen schaffen das in wenigen ns.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Falk B. schrieb:
> 158 eher alte, gelbe LEDs mal durchgemessen, wenn man die teilweise
> Oxidation bei einigen Pins betrachtet, vermutlich 10-20 Jahre alt.

Sehr gut, sehr lobenswert! :-)

Jetzt würde mich nur noch mal interessieren wie das mit einer Charge 
nagelneuer LEDs aus heutiger Produktion aussieht.

Autor: M. K. (sylaina)
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Das könnte, insbesondere wegen der teilweise doch schon leidlichen 
Diskussionen, auch ein Artikel wert sein, oder?
Tolle Arbeit, Falk!

Autor: Der Andere (Gast)
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Falk B. schrieb:
> Nein. Denn dann würde man die Flußspannung mit der thermischen Drift
> vermischen. Das will man im Allgemeinen nicht.
> Denn mit der jetzigen Methode bleibt die Eigenerwärmung vernachlässigbar
> klein. D.h. man kann die LED in den Klimaschrank legen und bei
> verschiedenen Temperaturen die Flußspannung messen.

Ja das ist natürlich völlig richtig. Auch Leistungsleds kann man 
natürlich nicht länger bei Nennstrom testen ohne sie aufzulöten und zu 
kühlen.
Ich hatte also zu kurz gedacht.

Danke.

Autor: Falk B. (falk)
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Hier für alle Zweifler und Besserwisser die Screenshots des Strompulses. 
Wie aus dem Bilderbuch, gemessen mit 10 Ohm an der Kathode der LED. Die 
Messung der Flußspannung erfolg am Ende des Pulses, DANACH wird er 
abgeschaltet. Siehe Quelltext, Funktion measure_led().

Autor: Bonzo N. (jetztnicht)
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Super Messungen. vielen Dank.

Autor: Elektrofan (Gast)
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>Hmm, wäre es nicht sinnvoller die Durchlassspannung im thermisch
>eingeschwungenen Nennbetrieb zu messen.

Unzweckmässig.
Genau dann gehen die Kühlverhältnisse als weiterer Parameter ein.
Unpraktisch z.B. dann, wenn man verschiedenen Bauarten vergleichen will.

Derartige Pulsmessungen sind deswegen generell üblich.

> Tolle Arbeit, Falk!

Unterschreibe ich.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Lothar M. schrieb:
> Ich bin auf die Messung der neuen LEDs gespannt.

Ich auch. Da wird sich vllt. auch mal zeigen, inwieweit das mit der 
Gleichförmigkeit innerhalb einer Charge bewahrheitet. Falks Bemühungen 
zeigen jedenfalls, zumindest bei den historischen LED, die er da am 
Wickel hatte, das das in früheren Zeiten nicht so einfach war.

Rote LED mit 2,27V Uf sind auch spassig :-)

Autor: soul e. (souleye)
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Matthias S. schrieb:

> Ich auch. Da wird sich vllt. auch mal zeigen, inwieweit das mit der
> Gleichförmigkeit innerhalb einer Charge bewahrheitet.

Da die LEDs sortiert werden ("binning"), findest Du in jeder 
Flussspannungsgruppe einen Schnipsel aus einer Gausskurve. Eventuell hat 
diese Verteilung dann noch Kerben, das sind dann die Bauteile, welche in 
Feinselektionen (fine bins) gegangen sind.


> Rote LED mit 2,27V Uf sind auch spassig :-)

Inwiefern? Nominale Flusspannung für amber / 624nm ist 2,15 V 
(1,90..2,50 V). Bei red / 634nm sind es 2,05 V (1,90..2,50 V). Da liegen 
die 2,27 V voll im Toleranzfeld.

: Bearbeitet durch User
Autor: soul e. (souleye)
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Lothar M. schrieb:

> Ich bin auf die Messung der neuen LEDs gespannt.

Interessant wäre nun einen Satz LEDs zu vermessen, die vom Hersteller 
zur Parallelschaltung selektiert wurden. Dazu müsste man z.B. einen 
Flutlichtstrahler oder ein KFZ-Rücklicht schlachten. Regulär kaufen kann 
man solche Bauteile ja nicht.

Autor: Falk B. (falk)
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@soul eye

"Helligkeitswerte werden mit einer Stromeinprägedauer von 25 ms und 
einer Genauigkeit von ± 11% ermittelt."

"Spannungswerte werden mit einer Stromeinprägedauer von 1 ms und einer 
Genauigkeit von ±0,1 V ermittelt."

Strike!

Da steht nix von 5ms.

Autor: Falk B. (falk)
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@  soul eye (souleye)

>> Rote LED mit 2,27V Uf sind auch spassig :-)

>Inwiefern?

Die meisten roten LEDs haben 1,8V, mit der Ausnahme von Superhellen und 
High Power LEDs.

>Nominale Flusspannung für amber / 624nm ist 2,15 V
>(1,90..2,50 V). Bei red / 634nm sind es 2,05 V (1,90..2,50 V). Da liegen
>die 2,27 V voll im Toleranzfeld.

Bei DIESER LED-Familie.

Autor: soul e. (souleye)
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Falk B. schrieb:

> Bei DIESER LED-Familie.

Das Datenblatt habe ich als Beispiel genommen, weil es relativ 
durchschnittliche Typen sind und mehrere Wellenlängen betrachtet werden. 
Bei anderen Typen und Herstellern sieht es aber auch nicht anders aus.

Die Flusspannung hängt vor allem vom verwendeten Halbleiter ab, und bei 
AlInGaP ist das nunmal ca 2,1 V.

1,8 V war GaAsP. Das wäre dann aber wirklich uralte Technik.

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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soul e. schrieb:
> Das wäre dann aber wirklich uralte Technik.
Naja, oxidierte Pins könnten sowas andeuten...
Falk B. schrieb:
> wenn man die teilweise Oxidation bei einigen Pins betrachtet, vermutlich
> 10-20 Jahre alt.
Auf der anderen Seite könnten das aber auch die ersten superhellen LEDs 
sein: die mit AlInGaP kamen knapp vor der Jahrtausendwende auf den 
Markt...

Autor: Mike J. (linuxmint_user)
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Ich finde es toll das Falk mal einen Haufen LEDs durchgetestet hat und 
seine Ergebnisse mit uns teilt.
Sowas findet man sonst nicht im Netz.

Danke Falk, das ist sehr interessant.

Autor: Simon A. (raster_a)
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Der Artikel lässt sich wunderbar Verlinken wenn die nächste Diskussion 
aufkommt, dass es doch überhaupt kein Problem darstellt LEDs Parallel zu 
schalten oder ohne weiteres an einer Spannungsquelle zu betreiben. Wobei 
mich auch Diagramme aktuellerer LED Serien interessieren würden. 
Vermutlich ist die Streuung bei aktuelleren Typen nicht mehr so Groß 
aber immer noch deutlich Vorhanden.

MfG raster

Autor: soul e. (souleye)
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Simon A. schrieb:

> Der Artikel lässt sich wunderbar Verlinken wenn die nächste Diskussion
> aufkommt, dass es doch überhaupt kein Problem darstellt LEDs Parallel zu
> schalten

Zeig mit mal den Post, in dem so etwas behauptet wurde.


In der professionellen Lichttechnik werden LEDs parallel geschaltet. Es 
handelt sich dabei aber niemals um normale Bauteile von der Rolle vom 
Distributor, sonder immer und ausnahmslos um speziell für Parallel- oder 
Matrixschaltung selektierte Chips. Die kann ein Hella oder Busch-Jäger 
direkt vom Hersteller beziehen und bekommt sie so angeliefert, wie sie 
auch auf dem Wafer nebeneinandergesessen haben.

Solche Teile sind für den Normalverbraucher nicht zu bekommen.

Autor: wendelsberg (Gast)
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soul e. schrieb:
> In der professionellen Lichttechnik werden LEDs parallel geschaltet. Es
> handelt sich dabei aber niemals um normale Bauteile von der Rolle vom
> Distributor, sonder immer und ausnahmslos um speziell für Parallel- oder
> Matrixschaltung selektierte Chips. Die kann ein Hella oder Busch-Jäger
> direkt vom Hersteller beziehen und bekommt sie so angeliefert, wie sie
> auch auf dem Wafer nebeneinandergesessen haben.

Und trotzdem ist das immer noch Pfusch.

Man bedenke z.B. den nicht seltenen Fall, wenn vor dem Einschalten des 
Lichts das Auto so geparkt war, dass die halbe Rueckleuchte im Schatten, 
die andere Haelfte in der prallen Sonne war.

wendelsberg

Autor: Sven D. (sven_la)
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wendelsberg schrieb:
> Man bedenke z.B. den nicht seltenen Fall, wenn vor dem Einschalten des
> Lichts das Auto so geparkt war, dass die halbe Rueckleuchte im Schatten,
> die andere Haelfte in der prallen Sonne war.

Also wenn ich diesen Fall bedenke, dann komm ich zu dem Schluss: "Na 
und?"

Erstens steht so ein Schatten nicht still. Zweitens: Glaubst Du wirklich 
das der Schatten sich so scharf abgrenzt das ein nennenswerter 
problematischer Temperaturunterschied entsteht? Drittens: falls die LEDs 
auf Kühlkörpern montiert sind(ich habe soe in Rücklicht noch nicht von 
innen gesehn, bezweifle aber, das es keinen Kühlkörper in irgendweiner 
Art gibt) dürfte sich das komplette Rücklicht erwärmen -> kein Problem.

Autor: Falk B. (falk)
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@soul eye (souleye)

>> Der Artikel lässt sich wunderbar Verlinken wenn die nächste Diskussion
>> aufkommt, dass es doch überhaupt kein Problem darstellt LEDs Parallel zu
>> schalten

>Zeig mit mal den Post, in dem so etwas behauptet wurde.

Wo soll man da anfangen? Davon gibt es gefühlt tausende.

>In der professionellen Lichttechnik werden LEDs parallel geschaltet.

Die ist aber nicht Gegenstand der Diskussion und Auslöser oben genannter 
Threads ;-)

> Es>
>handelt sich dabei aber niemals um normale Bauteile von der Rolle vom
>Distributor, sonder immer und ausnahmslos um speziell für Parallel- oder
>Matrixschaltung selektierte Chips.

Das steht alles schon seit langer Zeit im Artikel LED.

Und täglich grüßt das Murmeltier . . .

Autor: Falk B. (falk)
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@wendelsberg (Gast)

>Und trotzdem ist das immer noch Pfusch.

>Man bedenke z.B. den nicht seltenen Fall, wenn vor dem Einschalten des
>Lichts das Auto so geparkt war, dass die halbe Rueckleuchte im Schatten,
>die andere Haelfte in der prallen Sonne war.

OMG! Typisch deutsch, typisch Schattenparker, typisch 
Vollkaskomentalität!

8-(

Autor: wendelsberg (Gast)
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Falk B. schrieb:
> typisch
> Vollkaskomentalität!

Nein. Ich will nur nicht vermeintliche Verbesserungen fuer viel Geld 
angedreht bekommen, bei denen offensichtlich gepfuscht wurde.
Man kann das ja mit extrem wenig Aufwand richtig machen.

Was ist z.B. mit Lampen in die es an einer Seite kalt an der anderen 
Seite heiss, z.B. aus dem Motorraum?

Ich bleibe dabei. LED in Parallelschaltung sind Pfusch. Ganz besonders 
in Fahrzeugen.

wendelsberg

Autor: soul e. (souleye)
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wendelsberg schrieb:

> soul e. schrieb:
>> In der professionellen Lichttechnik werden LEDs parallel geschaltet. Es
>> handelt sich dabei aber niemals um normale Bauteile von der Rolle vom
>> Distributor, sonder immer und ausnahmslos um speziell für Parallel- oder
>> Matrixschaltung selektierte Chips.

> Und trotzdem ist das immer noch Pfusch.

Irgendeinen Grund werden die Hersteller aber haben. Du kannst schon 
irgendwie davon ausgehen, dass bei den Herstellern von 
Stadion-Flutlichtern, Architekturbeleuchtung, Lampen und KFZ-Leuchten 
nicht nur Vollpfosten sitzen. Zumindest in der Entwicklung ;-)

An sich bringt eine Matrixschaltung (also Parallelgruppen in Serie 
geschaltet) sogar mehr Verdrahtungsaufwand mit sich, als eine 
Parallelschaltung serieller Stränge. Somit dürfte die sogar teuerer 
sein.


Einen Vorteil sehe ich in der funktionalen Sicherheit. High Power LEDs 
fallen fast immer mit Unterbrechung aus. Bei Matrixschaltung ist dann 
eine LED dunkel und der Rest der Parallgruppe teilt sich den Strom. In 
einer Serienschaltung wäre dann der ganze Strang dunkel. Wenn es auf 
FIT-Raten ankommt, ist das zu bevorzugen.

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