Timer-Vorteiler: Philosophie-Frage oder technische Gründe?

Gast #4480392
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Hallo,

ich brauche für eine Anwendung auf einem ATMega zwei Timer. Einer soll 
variable sein, der andere fest. Soweit so gut, alles kein Problem im 
CTC-Modus...

Für den variablen Timer muss ich den 16-Bit-Timer nehmen, komme aber mit 
unterschiedlichen Vorteilern über den vorgesehenen Range hin. Ich stelle 
mir nun die Frage, ob man nun besser möglichst kleine oder möglichst 
hohe Vorteilerwerte einstellen sollte bzw. ist das reichlich egal und 
warum?
Gast #4480443
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Hannes L. schrieb:
> Je größer die Timer-Werte, desto feinstufiger kann man variieren. Also
> möglicht kleine Vorteiler, damit die Timerwerte groß bleiben...


Tr schrieb:
> Ne, wenn der Timer 8x schneller läuft (Vorteiler 8 vs 64) bekommst du
> eine höhere Auflösung weil ein "Tick" 8x länger ist.

...das ist richtig, wenn ich es mir richtig durchdenke! Bei theoretisch 
gebrochenen Zählerwerten wird dadurch die Abweichung zur gewünschten 
Frequenz kleiner...

OK, das ist schon mal ein guter Hinweis!

Im Hinblick auf Verarbeitungsgeschwindigkeiten ist nichts weiter zu 
sagen?
Gast #4480447
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Sind alles synchrone Schaltwerke und die Prescaler sind einfache 
Flip-Flop Counter.

Wenn du Interrupts mit deinem Timer generierst solltest du drauf achten 
dass die nicht zu oft kommen, die CPU muss die ja abarbeiten.

Abgesehen davon gibts da nichts zu beachten, der Timer ist Hardware und 
läuft im Hintergrund mit clkcpu / Prescaler.
#4480564
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Die Vorteiler haben geringeren Stromverbrauch, weil die einzige 
Auswertung während des Zählens darin besteht, bei ihrem Überlauf das 
Eingangsbit des Hauptteilers weiterzuschalten.

Der Hauptteiler muss zusätzlich parallel auslesbar sein, weitere 
Register bedienen wie capture, compare und auf wählbaren Überlauf 
reagieren usw., hat also viel mehr an "Nebenbei" zu können und daher 
sicherlich deutlich höheren Stromverbrauch als der "dumme" Vorteiler.
Gast #4480627
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Heinz L. schrieb:
> (ehrliche Frage, würd mich interessieren)

Theoretisch ist der Stromverbrauch niedriger, weil ein Teil der Hardware 
(der Timer selber samt der aktiven Peripherie) mit niedrigerem Takt 
versorgt wird, die parasitären Kapazitäten also seltener umgeladen 
werden müssen.

Ob das messbar viel ist sagt dir höchstens das Datenblatt, zumindest bei 
stromsparenden Modellen wird der Stromverbrauch von Peripherieteilen mit 
angegeben, und wenn ich das richtig zusammenbekomme ist der 
Stromverbrauch sogar überproportional vom Takt abhängig.
Siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Complementary_metal-oxide-semiconductor#/media/File:3d-cmos-loss-diagram.svg
Gast #4480664
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Der Stromverbrauch der Timer ist nicht so groß, und auch der Vorteiler 
wird etwas Strom verbrauchen - ggf. etwas weniger als der Timer, aber 
auch dass ist nicht einmal sicher.

Es gibt da ggf. noch den Vorteiler für den ganzen Takt, also auch die 
CPU - das könnte noch etwas mehr bringen, wenn man mit dem niedrigeren 
Takt klar kommt.
Gast #4480686
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Ok, bitte keinen Streit anfangen...

Meine geplante Anwendung ist nicht stromverbrauchs-kritisch, sondern 
mehr in ein paar Teilen etwas zeitkritisch, vor allem zwischen den 
beiden Interrupts der beiden Timer. Die Verarbeitungen, die durch die 
Timer angestoßen werden sollen, konkurrieren teilweise, da sie die 
gleiche Hardware "bedienen". Ich habe zwar schon ein Konzept dazu im 
Kopf, was wahrscheinlich passt, wollte aber mit meiner Frage mehr dahin 
zielen, ob mit Vorteilern in der einen oder anderen Richtung ein paar 
Takte mehr oder weniger aus dem Prozessor herauskitzelbar sind.

Wenn ich Obiges lese, dann wohl eher nicht. Die Diskussion über den 
Stromverbrauch brauchen wir von mir aus hier nicht weiterführen. Von 
meiner Seite sind erst einmal die Fragen beantwortet. Danke!

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