Wir benutzen in unserer Firma einen Mimaki-Großformatdrucker für Frontplatten, Typenschilder usw. Der funktionert im Prinzip enwandfrei seit ca. 5 Jahren, aber der Druckkopf müsste inzwischen mal gewechselt werden. Die Zahl der ausgefallenen Düsen und die Sattelitentröpfchen haben izwischen ein Maß erreicht, was wir den Kunden nicht mehr zumuten wollen und auch von den möglichen Mehrfach-Druckmodi kaum noch ausgeglichen werden kann. Nahezu alle Druckköpfe für Großformatdrucker mit Solvent- oder Eco-Solvent-Tinten werden in Wirklichkeit als OEM von Epson gefertigt. Und Epson passt seine Preise - ähnlich wie die Autoindustrie - der Kaufkraft ihrer Empfängerländer an. Während in Deutschland so ein Druckkopf locker bis zu 2000 Euro kostet, habe ich im Web einen Anbieter aus Indonesien gefunden, der ein breites Sortiment von EPSON-Druckköpfen, auch für unseren Mimaki, für ca. 700,- Euro inkl. aller Steuern und Zoll anbietet. Nun kämpfen in mir nat. die Gier und die Vorsicht einen heißen Kampf. Aber irgendwie wehre ich mich eigentlich auch, alle möglichen Geschäftsleute, nur weil sie z.B. aus Indonesien kommen, pauschal als Gauner zu betrachten. Was tun? Paypal haben/können die nicht, nur einen "wired bank transfer". Gibts irgend eine Variante, bei der ich im Notfall (z.B. Paket leer, falsches/defektes Produkt usw.) wieder an mein Geld komme? Danke für Tips.
Frank E. schrieb: > Während in Deutschland so ein > Druckkopf locker bis zu 2000 Euro kostet, habe ich im Web einen Anbieter > aus Indonesien gefunden, der ein breites Sortiment von > EPSON-Druckköpfen, auch für unseren Mimaki, für ca. 700,- Euro inkl. > aller Steuern und Zoll anbietet. Frank E. schrieb: > Nun kämpfen in mir nat. die Gier und die Vorsicht einen heißen Kampf. > Aber irgendwie wehre ich mich eigentlich auch, alle möglichen > Geschäftsleute, nur weil sie z.B. aus Indonesien kommen, pauschal als > Gauner zu betrachten. Gesunder Verstand! Warum kostet das in Deutschland, was nicht heisst, das es auch in Deutschland produziert wird, knapp 3 mal so teuer ist als in Indonesien? Wie groß ist das Risiko, das das gelieferte Teil Schrott ist? 2000€ Qualitätsprodukt gegen 700€ all-in-möglicherweise Schrott? Privat für ein paar Ausdrucke ein paar Euronen sparen ist eine Sache, als Firma für einwandfreie Ausdrucke ein einwandfreies Produkt zu liefern eine andere. Billig, Billiger, Pleite! Wie billig kannst Du Dir leisten?
Das Ganze ist doch eher einfach. Auf dem Import ist die Garatntie sowieso weg. Und im schlechten Fall ist das Geld auch weg. Vielleicht kommt etwas, vielleicht nicht. Vielleicht komm Müll. Zocke ! 700 Verlieren oder 1300 Gewinnen. Oder etwas dazwischen...
Eine Firma, die regionbezogene Preispolitik betreibt, hat sicherlich ähnliche Tricks eingebaut wie bei CD-Spielern: eine Länderkennung, für bestimmte Regionen reservierte Seriennummern oder gar landesbezogene Software-Versionen im Gerät, die z.B. die Patrone scannen. Eine solche Firma schreckt auch nicht davor zurück, sich im Ernstfall auf unsachgemäße Nutzung herauszureden und bei Reparaturen usw. Sperenzchen zu machen, wenn sie in Ihren Unterlagen keinerlei Nachlieferungen von Verbrauchsmaterial feststellt, obgleich irgendwelche in der Software versteckte Zähler entsprechende Nutzung melden oder wenn sie Fremdpatronen im Gerät oder in den in der Maschine gespeicherten Daten findet. Ein Indonesier handelt nicht im Sinne von Epson, wenn er die Druckköpfe nach Europa verkauft. Also etwas Risiko ist sicher dabei. Wie groß das Risiko ist, weiß hier Keiner. Das kann auf Nigeria-Niveau liegen oder auch auf dem Niveau bei manchen asiatischen Firmen, die zuverlässigst arbeiten.
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