Forum: Offtopic Diamant anfassen


von Peter Z. (Gast)


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Hi, ich würde gern mal wissen wie so ein Diamant sich anfühlt? Eher warm 
wie Plastik oder kühl wie Metall?

von K. L. (trollen) Benutzerseite


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Peter Z. schrieb:
> wie so ein Diamant sich anfühlt? Eher warm
Wie warmer Apfelkuchen :)


Es ist eher wie Glas.

von Andreas H. (kupferblau)


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Da Diamant die beste Wärmeleitfähigkeit aller Feststoffe hat (von so 
exotischen Materialien wie Kohlenstoffnanoröhrchen mal abgesehen), wird 
er sich eher wie ein Metall anfühlen.

von Marco K. (fuerst-rene)


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Nicht umbedingt,
Ich kenne einige Keramiken die Hervorragend Wärme leiten und die Fühlen 
sich eher wie Porzelan an, Neugier ist geweckt.
Mal sehen ob es jemand mal "ausprobiert" hat ;-)

von Michael B. (laberkopp)


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Peter Z. schrieb:
> Hi, ich würde gern mal wissen wie so ein Diamant sich anfühlt? Eher warm
> wie Plastik oder kühl wie Metall?

Kühl wie Metall auf Grund der hohen Wärmeleitung.

Man nutzt das im Diamantprüfer
http://www.amazon.de/Diamantpr%C3%BCfer-Diamant-Diamond-Pr%C3%BCfger%C3%A4t-Schmuck/dp/B00A9I3R6W

Es sei denn, er ist heiss...

von Harald W. (wilhelms)


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Michael B. schrieb:

>> Hi, ich würde gern mal wissen wie so ein Diamant sich anfühlt?

> Kühl wie Metall auf Grund der hohen Wärmeleitung.

Aber vermutlich nur bei Diamanten >50Karat (=10g).
Darunter wird die Masse einfach zu gering sein.

von Stefan M. (derwisch)


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So einen Klumpen habe ich immer im Kühlschrank, um Sportveletzungen zu 
kühlen.
Hach ja ich kann nicht klagen ;-))

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ein Kollege hat mal eine Heatpipe selbst gebaut. Am besten merkt man den 
Effekt wenn man versucht seinen heißen Kaffee damit umzurühren.
https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmerohr

von Harald W. (wilhelms)


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Stefan M. schrieb:

> So einen Klumpen habe ich immer im Kühlschrank, um Sportveletzungen zu
> kühlen.

Mit wieviel Karat?

> Hach ja ich kann nicht klagen ;-))

Hoffentlich bistDu kein Anwalt, denn ann hättest Du grosse Probleme...

von Stefan M. (derwisch)


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Christoph K. schrieb:
> Ein Kollege hat mal eine Heatpipe selbst gebaut.

Das ist interessant.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich erst kürzlich gelernt 
habe, dass eine Heatpipe mehr ist, als nur ein massiver sehr dicker 
Kupferdraht.

von Stefan M. (derwisch)


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Harald W. schrieb:
> Mit wieviel Karat?

Hab ich noch nie gewogen..., ist für mich nebensächlich ;-))
Brauchst Du auch einen?

von Harald W. (wilhelms)


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Stefan M. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Mit wieviel Karat?
>
> Hab ich noch nie gewogen..., ist für mich nebensächlich ;-))
> Brauchst Du auch einen?

Mir würde schon 1Karat reichen. Zwecks weitergabe an die
zweite Hälfte der Familie. Ich habe gehört, diehaben einen
hohen WAF.
http://www.songtexte.com/songtext/marilyn-monroe/diamonds-are-a-girls-best-friends-33ce3869.html

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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schick mir den Diamanten und ich mail Dir aus Tonga wie der sich anfühlt 
;)

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Rätselfrage:

da ja Diamanten mit Temperatur und DRUCK "erzeugt" werden:

Wie gross mag denn wohl der ursprüngliche Klumpen Kohlenstoff gewesen 
sein, dass da schlussendlich so ein Bröckchen Diamant draus geworden 
ist?

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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wenn man die unterschiedlichen Atom-Abstände im Graphitgitter
und im Diamantgitter kennt, müsste man das berechnen können.

von J.-u. G. (juwe)


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▶ J-A von der H. schrieb:
> wenn man die unterschiedlichen Atom-Abstände im Graphitgitter
> und im Diamantgitter kennt, müsste man das berechnen können.

Die Dichte reicht.
Diamant: 3.5g/cm³
Graphit: 2.3g/cm³

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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öh ja,
so einfach kann das sein ;)

wie man sieht, Schrumpfung um knappe 30%, obwohl das ein Feststoff ist.
Ab gewissen Werten lässt sich alles noch zusammenpressen. auch Wasser.

von Jonny O. (-geo-)


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Was würde eigentlich passieren, wenn man da einen Bunsenbrenner drann 
halten würde? Brennt das wie ein Stück Kohle?

von John D. (Gast)


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Ja.

von Harald W. (wilhelms)


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Jonny O. schrieb:

> Was würde eigentlich passieren, wenn man da einen Bunsenbrenner drann
> halten würde? Brennt das wie ein Stück Kohle?

Ja, so kann man prüfen, das es kein Stück Glas,
sondern ein echter Diamant ist (war).

von Mein grosses V. (vorbild)


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Kommen eigentlich bei Vulkanausbrüchen (manchmal) Diamanten mit nach 
oben, die dann elendig in der Lava verkokeln?

von Mani W. (e-doc)


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Kann man Diamanten (Kohlenstoff) mit einem Feuerzeug bzw. mit
einer Lötlampe (Bunsenbrenner) zum Brennen oder Glosen bringen?

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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das Ding besteht aus Kohlenstoff
und brennt mindestens genauso gut wie Koks.

's könnte sein, dass der durch die Wärmeleitfähigkeit nicht ganz so 
schnell anzuzünden geht.

die Dinger werden im übrigen milliarden Jahre alt,
müssen unter Luftabschluss ziemlich beständig gegen alles mögliche sein.

von Christian B. (luckyfu)


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ganz so trivial scheint es auch wieder nicht zu sein, denn es hat viele 
Jahrhunderte Gerbaucht bis man den ersten Diamant verbrannt hat. soweit 
ich mich erinnere mit Hilfe einer Lupe und Sonnenlichts. Aber wer das 
genau war ist mir grad entfallen.

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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Christian B. schrieb:
> ganz so trivial scheint es auch wieder nicht zu sein, denn es hat viele
> Jahrhunderte Gerbaucht bis man den ersten Diamant verbrannt hat. soweit
> ich mich erinnere mit Hilfe einer Lupe und Sonnenlichts. Aber wer das
> genau war ist mir grad entfallen.

diamanten brennen wohl ab 800° (was mich zugegebenerweise erstaunt hat - 
hätte ihnen eher so glas- oder quarz-eigenschaften zugerchnet - aber 
stimmt - völlig anderes Element)
Da es in einer Kerzenflamme schon heißer ist, dürfte es doch nicht soo 
schwer sein, oder?

von Christian B. (luckyfu)


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Normal nicht, ich muss mal heraussuchen wer das war der mit dem 
öffentlichen Vergasen des Diamanten nachgewiesen hat, daß er aus 
Kohlenstoff besteht.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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da kann man mal sehen, wie einen die Werbung doch irgendwie beeinflusst.

von wegen unvergänglich und so...

Beim Diamantversuch kommt der Name Davy auf, der das CO2 erstmals
nachgewiesen hat. Verbrennungsversuche gabs vorher aber auch schon.

Diamanten entstehen so 150Km im Erdinneren,
unter kontinentalen Landmassen, den sog. Kratonen.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ich kenne die selbstgebaute Heatpipe nur von außen, die war einfach mit 
Wasser unter Unterdruck gefüllt. Mit Google-Suche nach "diy water heat 
pipe" findet man z.B. 
http://lordsqueak.blogspot.de/2009/08/homecooked-diy-heatpipes.html

von Richard H. (richard_h27)


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Christian B. schrieb:
> ganz so trivial scheint es auch wieder nicht zu sein, denn es hat viele
> Jahrhunderte Gerbaucht bis man den ersten Diamant verbrannt hat.

Das hat nur deshalb so lange gedauert, weil sich nicht eher ein Sponsor 
gefunden hat.

Grüße
Richard

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ich erinnere mich, dass damals (1980er Jahre?) im Telekolleg Chemie eine 
Diamantenverbrennung im Glasrohr durchgeführt wurde. Ob das unter reiner 
Sauerstoffatmosphäre war, weiss ich leider nicht mehr.

von Route_66 H. (route_66)


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Chris D. schrieb:
> im Telekolleg Chemie eine
> Diamantenverbrennung im Glasrohr

Da Industriediamanten relativ überschaubare Preise haben, kann sich auch 
das marode deutsche Schulsystem sowas leisten.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Erste gezielte Diamantverbrennung 1780 durch Lavoisier:

http://www.chemieunterricht.de/dc2/kristalle/diamant2.htm

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