schneller ADC gesucht

Gast #4483109
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Hallo,

ich hab schon ein bischen rumgesucht aber bei 5GS/s scheint Ende Gelände 
zu sein...

Ein altes Dokument von Fujitsu 
(http://www.fujitsu.com/uk/Images/c49.pdf) beschreibt einen 56GS/s Chip, 
aber den scheints nicht (mehr?) wirklich zu geben.

Das die Dinger teuer sind, dessen bin ich mir bewusst, aber dass es gar 
nix gibt verwundert mich dann doch.
Wie werden denn die 100GHz Oszis gebaut? Sind das alles 
Eigenentwicklungen?
Oder werden da mehrere "langsame" ADC kaskadiert angetriggert?

Fragen über Fragen?

Viele Grüße,
Nanosekündchen
#4483116
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Die ganz Schnellen, wie der 56 GSample ist ein Sampling ADC, dh der 
macht nur ein Sample pro Trigger. Dh der braucht einen so schnellen 
Sample-und-Hold, und einen praezisen delay.

Als Sampler kann eine schnelle Diode, die per Kurzpuls Laser getriggert 
wird dienen. Denn der Sample Puls muss ja auch in der Pikosekunden 
Region lang sein. Die Verzoegerung des Pulses gegen einen Trigger kann 
ein solcher Laser auch grad machen, indem man die Reparate etwas zur 
Trigger Rate versetzt, das gibt dann den Stroboeffekt

Bis vielleicht 16GSample wird proprietaer aufgebaut, als strategisches 
Teil in einem Produkt.
Bis vielleicht 4 GSample ist als chip erhaeltlich.

Zu Kaskaden, resp parallel arbeitenden mit individueller Verzoegerung 
gibt es Papers bezueglich den Fehlern die man sich da holt.
Gast #4483989
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Hallo Oder ;-)

wie befürchtet ist das nicht wirklich trivial!

Pikosekundenlaser wäre vorhanden ;-)
4-5GS/s dürften reichen
DA gibt es eine kleine, hochpreisige Auswahl an 8-12bit ADCs

Die Verarbeitung und Übertragung wird dann auch spannend!
#4483999
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Ein weiteres Problem ist das Wegspeichern der Ergebnisse. Ein schneller 
Wandler wie der AD9625 mit 2GSample bringt diese Daten an einem 
serialisierten Parallelen Interface. Was macht man damit ? Ein FPGA, mit 
genuegender Anzahl 3.2GBit SERDES Kanaelen kann das. Ins FPGA rein. Da 
muss man dann hinreichend schnelles RAM anschliesen. Obwohl die 
Analogbandbreite bit 3.2GHz geht, verarbeitet man damit nur Signale bis 
300MHz. Die digitalen Filter dazu sind auch schon eingebaut.
Gast #4484513
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Pete K. schrieb:
> Wie macht man das dann bei den WLAN Frequenzen 2,4Ghz bzw. 5 Ghz?
> Gibt es da auch Meßequipment?

Vorher mit Lokaloszillator runtermischen. Am HF-Teil ist man ja nicht 
interessiert, nur am aufmodulierten Signal.

100Ghz Oszis: Das ist ja ne Angabe über die maximale Bandbreite. Extrem 
viel sagt das ja nicht aus.

Theoretisch reicht da ein Delta Sigma ADC der mit den erwähnten 240GS/s 
arbeitet. Also mit 240Ghz getaktet ist.

Der liefert dann pro Takt nur 1 bit, nicht 8 oder so.

Bei einem so schnellen Signal kann man ja mehrfach bei jeder Triggerung 
abtasten und das dann jedesmal auf einen Mittelwertfilter aufsummieren. 
Da merkt der Benutzer bei den kurzen Triggerabständen ja nix von.

Dass die wirklich bei jedem Abstastvorgang ihre volle Auflösung haben 
bezweifle ich extrem stark. Wie will man bitte bei 240GS/s jedesmal ne 
Sample&Hold Schaltung versorgen, das fließt ja richtig Strom durch.

In nem AVR sind imho 32pF, das wären bei 240GS/s und 5V fast 40mA. So ne 
Verstärkerstufe muss man erstmal bauen.

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