Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Heizwiderstand für DHT22


von MatKel (Gast)


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Hallo zusammen,

ich betreibe in einer kleinen Anlage einen DHT22. Habe festgestellt, 
dass ich in dem Bereich, in dem der Sensor hängt oft 100% relative 
Feuchte habe, sprich, es kondensiert Wasser am Sensor und die Werte in 
der nächsten Stunde sind somit Käse.

Würde gerne einen Heizwiderstand dazuschalten, um Kondensation zu 
vermeiden. Da mich nur die absolute Feuchtigkeit interessiert, ist die 
Temperaturverfälschung dadurch egal.

Ich kenn mich mit Heizwiderständen aber absolut nicht aus und weiß gar 
nicht wo ich was anständiges finde.

Hat da jemand einen Tipp für mich? Könnte man diesen Heizwiderstand dann 
über den Arduino versorgen oder reicht der Strom von den digitalen 
Ausgängen nicht?

(Sorry für Noobfragen, bin relativ neu in dem ganzen Thema).

Bin für jede Hilfe dankbar :)

von Pete K. (pete77)


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von MatKel (Gast)


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Hallo Pete,

bin mir nicht ganz sicher, was du mir mit dem Link sagen willst. 
Könntest du kurz 1,2 Worte dazu schreiben?

von Benedikt S. (benedikt_s)


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Du könntest auch einen htu21d nehmen, der hat einen integrierten 
heizwiderstand.

von MatKel (Gast)


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Hallo Benedikt und vielen Dank schonmal,

klar hab auch schon dran gedacht einfach einen neuen Sensor zu kaufen 
mit allem was ich brauche, aber ich würde das gerne selbst machen und 
ein bisschen was dabei lernen :) brauche nur nen Stups in die richtige 
Richtung

von Abstand (Gast)


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Reicht es vielleicht den Sensor einfach 5cm in den Raum zu hängen, damit 
er nicht die kalte Wand mit nimmt? :) Sonst würde ich einen Widerstand 
im To 220 nehmen. Den kann man gut huckepack befestigen und dann würde 
ich den konstant mit 0,5 W für den Anfang betreiben.

von Pete K. (pete77)


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Woher weisst Du, das der Wasserdampf auf dem Sensor kondensiert?

von Hermann (Gast)


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MatKel schrieb:
> Würde gerne einen Heizwiderstand dazuschalten, um Kondensation zu
> vermeiden.

Das ist eine gute Idee, denn den Taupunkt mögen die Sensoren nicht - sie 
werden dann schnell unbrauchbar.
Der Heizwiderstand ist unkritisch. Es reicht, wenn die Temperatur wenige 
Grad höher als die Umgebung ist. Dann taut es in der Umgebung und nicht 
im Sensor.
Ich habe zuerst einen Widerstand unter dem Sensor angebracht - da 
braucht man so 0,5Watt für ein paar Grad (genau weiß ich es nicht mehr - 
einfach probieren). Jetzt plane ich, den Widerstand in den Sensor 
einzubauen, man braucht dann viel weniger Leistung. Im unteren Teil ist 
Platz für einen kleinen Metallschicht. Vorgesehen habe ich 560 Ohm an 
10V (180mW).

von Benedikt S. (benedikt_s)


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Hermanns Idee ist gut ich würde einen kleinen SMD Widerstand im Gehäuse 
des DHT under dem kapzitiven Sensor installieren und diesen an den 4 
unbeschlateten pin und gegen GND anschließen so hast du auch direkt 
einen Anschluß nach draußen.

Der DHT braucht auch sehr lange um sich von Kondensation zu erholen.
Schlechter wird es dadurch aber nicht.

Du solltest einen zweiten Temperatursensor benutzen um die Feuchte 
deines warem DHT auf die echte Temperatur zurück zurechnen.

P.s. ich bin von den DHT Sensoren sehr entäuscht und werde sie in 
Zukunft nicht mehr verwenden sodnern nurnoch HTU21D und für schwere 
Fälle HTU21DF preislich nehmen die sich fast nix.

von Hermann (Gast)


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Benedikt S. schrieb:
> ich bin von den DHT Sensoren sehr entäuscht und werde sie in
> Zukunft nicht mehr verwenden sodnern nurnoch HTU21D

Was sind denn deine Erfahrungen? Ist der DHT22 auf Dauer ungenau? Was 
ist an dem HTU21D besser? 50% höherer Preis ist nicht so schlimm, I2C 
ist schon mal besser.
Als Anhang noch der Einbau des Heizwiderstandes. Auf einer Seite ein 
2,4mm, auf der anderen ein 1,0mm Loch und einfach durchgesteckt. 
Aufmachen und den freien Pin benutzen geht wohl ohne Zerstörung kaum 
(vergossen).

von W.A. (Gast)


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MatKel schrieb:
> Könnte man diesen Heizwiderstand dann über den Arduino versorgen oder
> reicht der Strom von den digitalen Ausgängen nicht?

Aus den genannten Leistungen der verwendeten Widerstände kannst du dir 
sofort ausrechnen, dass ein Arduino mit einem digitalen Ausgang keine 
Chance hat, diese Leistung zu schalten.

von MatKel (Gast)


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Pete K. schrieb:
> Woher weisst Du, das der Wasserdampf auf dem Sensor kondensiert?

Weil ich gesättigte Luft an ihm vorbei schicke und sich auf dem 
Sensorgehäuse Tropfen gebildet haben

von MatKel (Gast)


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W.A. schrieb:
> MatKel schrieb:
>> Könnte man diesen Heizwiderstand dann über den Arduino versorgen oder
>> reicht der Strom von den digitalen Ausgängen nicht?
>
> Aus den genannten Leistungen der verwendeten Widerstände kannst du dir
> sofort ausrechnen, dass ein Arduino mit einem digitalen Ausgang keine
> Chance hat, diese Leistung zu schalten.

Ja da hast du Recht. 5V und ich bin mir grad nicht sicher, ob die 
Ausgänge 20 oder 40mA maximal liefern. Ist aber auf jeden Fall zu wenig.

Woran betreibe ich den Widerstand denn dann am besten? Das ganze sollte 
möglichst autonom laufen, also mit Batterien oder ähnlichem.

von MatKel (Gast)


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Benedikt S. schrieb:
> Hermanns Idee ist gut ich würde einen kleinen SMD Widerstand im
> Gehäuse
> des DHT under dem kapzitiven Sensor installieren und diesen an den 4
> unbeschlateten pin und gegen GND anschließen so hast du auch direkt
> einen Anschluß nach draußen.
>
> Der DHT braucht auch sehr lange um sich von Kondensation zu erholen.
> Schlechter wird es dadurch aber nicht.
>
> Du solltest einen zweiten Temperatursensor benutzen um die Feuchte
> deines warem DHT auf die echte Temperatur zurück zurechnen.
>
> P.s. ich bin von den DHT Sensoren sehr entäuscht und werde sie in
> Zukunft nicht mehr verwenden sodnern nurnoch HTU21D und für schwere
> Fälle HTU21DF preislich nehmen die sich fast nix.

Hi Benedikt,

hat sich bei dir einer wieder erholt? Meiner zeigt nämlich im Gegensatz 
zu einem, der noch keine Kondensation erfahren hat, völlig andere 
Luftfeuchtigkeitswerte an. Die Temperatur passt aber noch

von Wolfgang (Gast)


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MatKel schrieb:
> Woran betreibe ich den Widerstand denn dann am besten? Das ganze sollte
> möglichst autonom laufen, also mit Batterien oder ähnlichem.

An einer Batterie und einem Transistor.
https://www.mikrocontroller.net/articles/Relais_mit_Logik_ansteuern#Schaltstufen
Die Freilaufdiode brauchst du bei einem reellen Widerstand natürlich 
nicht.

von Dirk K. (dekoepi)


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Der DHT22 ist relative Grütze, liefert aber immerhin ganz grobe 
Schätzwerte an Feuchtigkeit. Die sind richtig empfindlich bei 
längererZeit höherer Feuchtigkeit >70%. Da hilft dann mehr als 6 Stunden 
auf die heiße Heizung legen, nach paar Tagen Betrieb <70% rH fängt der 
sich dann wieder.
Ich habe daher jetzt BME280, der liefert auch gleich Luftdruck, und für 
die einzelnen Sonden/Räume Si7021 im Einsatz/Zulauf. Ist dem HUT21 sehr 
ähnlich und dieselbe Preisklasse wie DHT22.

von Dirk K. (dekoepi)


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Oh, das wichtigste vergessen dazuzuschreiben: Der Si7021 hat eine 
Heizung gleich an Bord. Die lässt sich via Register steuern.

von MatKel (Gast)


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Dirk K. schrieb:
> Oh, das wichtigste vergessen dazuzuschreiben: Der Si7021 hat eine
> Heizung gleich an Bord. Die lässt sich via Register steuern.

Das hört sich doch gar nicht so schlecht an, gibt es den auch als 
nicht-SMD-Version? Finde den nur als SMD...würde mir dann mal die 
Schaltung mit Heizwiderstand basteln und den Si7021 als Referenz laufen 
lassen und vergleichen. Bisher fand ich den DHT22 nämlich ganz gut. Habe 
auf der Arbeit mit einem industriellen (sehr teuren) Klimahandmessgerät 
verglichen und die Werte haben gut gepasst. Von daher dachte ich, dass 
das schon brauchbare Daten liefern kann.

Der HTU21 sieht auch ganz gut aus. Gibt es irgendwelche Vor- und 
Nachteile bei HTU21 bzw. Si7021, so dass ich den einen oder den anderen 
vorzugsweise wählen sollte?

von Jan L. (ranzcopter)


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MatKel schrieb:
> Das hört sich doch gar nicht so schlecht an, gibt es den auch als
> nicht-SMD-Version? Finde den nur als SMD...würde mir dann mal die

...nimm' doch einfach eine Breakout-Version:
http://www.ebay.de/itm/Si7021-Industrial-High-Precision-Humidity-Sensor-I2C-Interface-for-Arduino-/201371694878?hash=item2ee2b0371e:g:rroAAOSw2VJVfqFt

von Dirk K. (dekoepi)


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