Hallo, folgende Situation: 230V Synchron Kondensator Motor. --> 3 Kabel (N, L-Linkslauf, L-Rechtslauf) Über zwei Triacs soll die Drehrichtung des Motors geändert werden. Parallel zum jeweiligen Triac hängt eine Snubberschaltung (Löschglied) aus x2 Kondensator und Niederohmigem Widerstand zwischen jeweiligem L und N. Die Drehrichtungsänderung an sich funktioniert auch. Nur sobald beide Triacs ungezündet sind, also nicht leitend, habe ich zwischen L-Linkslauf und L-Rechtslauf eine AC Spannung von ca. 20V. Dadurch "Wubbert" der Motor, die Welle wackelt zwischen zwei Wicklungen(Vermutung). Wie bekomme ich es nun hin, das im "Leerlauf" keine Spannung zwischen den beiden L's liegt?
Klingt nach völlig überdimensioniertem Snubber.
hinz schrieb: > Klingt nach völlig überdimensioniertem Snubber. Es handelt sich um einen 100nF x2 Kondensator und einem 39Ohm Widerstand in 2W.
macht ca. 3mA! Wenn das deinem motor nichts macht kann ein höherer strom durch unbeabsichtigtes triaczünden entstehen. Wir kennen nur leider deine Schaltung und deinen Motor nicht.
Flip B. schrieb: > macht ca. 3mA! Wie das? 100nF an 230V geben ca 7mA. Weiß jeder, der dereinst die RV12P2000 über einen Vorschaltkondensator von 1,1µF geheizt hat. P.S.: Durch die in Reihe mit dem C liegende Induktivität der Motorwicklung kann das aber sehr viel mehr werden. U.U bis es raucht!
Hp M. schrieb: > 100nF an 230V geben ca 7mA. > Weiß jeder, der dereinst die RV12P2000 über einen Vorschaltkondensator > von 1,1µF geheizt hat. bin dämlicherweise von 2x 100n in serie ausgegangen sorry
Mathis S. schrieb: > hinz schrieb: >> Klingt nach völlig überdimensioniertem Snubber. > > Es handelt sich um einen 100nF x2 Kondensator und einem 39Ohm Widerstand > in 2W. Und dein Motor dürfte wohl ein winziges Motörchen sein, deutlich unter 100W?
Mathis S. schrieb: > 230V Synchron Kondensator Motor. --> 3 Kabel (N, L-Linkslauf, > L-Rechtslauf) Seit wann sind das Synchronmotore ? Ist dir bekannt, dass am nicht eingeschalteten TRIAC 460V~ anliegen, wenn man für 230V einen 600V TRIAC verwendet dort also ein 1200V TRIAC eingebaut werden sollte ? Nimm Relais
Flip B. schrieb: > macht ca. 3mA! > > Wenn das deinem motor nichts macht kann ein höherer strom durch > unbeabsichtigtes triaczünden entstehen. Wir kennen nur leider deine > Schaltung und deinen Motor nicht. Werde morgen Bilder hochladen
hinz schrieb: > Mathis S. schrieb: >> hinz schrieb: >>> Klingt nach völlig überdimensioniertem Snubber. >> >> Es handelt sich um einen 100nF x2 Kondensator und einem 39Ohm Widerstand >> in 2W. > > Und dein Motor dürfte wohl ein winziges Motörchen sein, deutlich unter > 100W? So sieht es aus. Der macht ca. 80W
MaWin schrieb: > Mathis S. schrieb: >> 230V Synchron Kondensator Motor. --> 3 Kabel (N, L-Linkslauf, >> L-Rechtslauf) > > Seit wann sind das Synchronmotore ? > > Ist dir bekannt, dass am nicht eingeschalteten TRIAC 460V~ anliegen, > wenn man für 230V einen 600V TRIAC verwendet dort also ein 1200V TRIAC > eingebaut werden sollte ? > > Nimm Relais Ist ein Synchronmotor. Arbeitet mit 50Hz vom Netz. Ja das weiß ich. Und Relais ist nicht möglich. Vorgabe vom Auftraggeber. Muss ja auch mit Triacs funktionieren.
Ich hätte ein paar hundert BTA 16-600 Triacs, die können auch Snubberless betrieben werden...
Mathis S. schrieb: > Parallel zum jeweiligen Triac hängt eine Snubberschaltung (Löschglied) > aus x2 Kondensator und Niederohmigem Widerstand zwischen jeweiligem L > und N. Die Schaltung eines Snubbers ähnelt verdächtig der Schaltung eines Kondensatornetzteils. Mathis S. schrieb: > Ist ein Synchronmotor. Arbeitet mit 50Hz vom Netz. Ja das weiß ich. Und > Relais ist nicht möglich. Vorgabe vom Auftraggeber. Muss ja auch mit > Triacs funktionieren. Nicht alles, was mit 50Hz läuft, ist ein Synchronmotor. Das ist ein Mathis S. schrieb: > 230V Synchron Kondensator Motor Dazu sagt Wiki > Der Kondensatormotor ist ein Elektromotor und zählt zu den > Asynchronmotoren, die mit einphasigem Wechselstrom gespeist werden. Es ist also ein typischer Rolladenantrieb. So ein Teil mit 80W habe ich gerade auf dem Tisch. Die Probleme damit sind hier tausendfach diskutiert worden. Das Ergebniss war immer MaWin schrieb: > Nimm Relais MfG Klaus
Ja, warum verwenden Profis oft Relais?
1.) absolute Netztrennung (potentialfrei)
2.) Nur einfache Spulenspannung DC/AC notwendig
3.) Keine Unterspannungsabschaltung notwendig wie bei MosFet
4.) Relais können - müssen aber nicht mit Elektronik geschaltet werden
5.) Relais sind robust gegen Überspannungen
6.) Relais können mehrpolig schalten (Schütz)
7.) Relais fallen selten aus
8.) Relais haben fast keine Verlustwärme
9.) Relaiszustände sind sichtbar (manche gibt es mit Rasthebel),
um "händisch" einzuschalten oder zu blockieren
10.) Relais können viele unabhängige Kontakte haben (Arbeits- und
Ruhekontakte) und das potentialfrei gegeneinander
Mani W. schrieb: > Ich hätte ein paar hundert BTA 16-600 Triacs, die können auch > Snubberless betrieben werden... 600V reicht für die Anwendung aber nicht, ausser du möchtest bei jedem Schalten einen davon explodieren lassen.
Mani W. schrieb: > Ja, warum verwenden Profis oft Relais? Ja da hast du recht, nur leider möchte der Auftraggeber keine Relais da die Schaltung Vibrationen ausgesetzt wird sodass Fehlschaltungen der Relais entstehen können. Absolute Potentialfreiheit ist bei mir auch gegeben durch einen Optokoppler der das Triac ansteuert. Zudem wird nur ein Schließerkontakt benötigt. Mehr nicht.
Mani W. schrieb: > Ich hätte ein paar hundert BTA 16-600 Triacs, die können auch > Snubberless betrieben werden... Ich habe mir mal die BTA's angeguckt. Vielen Dank schon einmal für den Hinweis, ich wusste nicht das es speziell snubberless Triacs gibt. Werde mir morgen mal ein BTA 12-800CW organisieren und ausprobieren. Versuch macht ja bekanntlich klug ;-)
Snubberless heißt nur, dass sie mehr dU/dt vertragen ohne über Kopf zu zünden. Deine 100nF sind für so einen kleinen Motor natürlich überdimensioniert, aber ganz ohne wirst du nicht auskommen. Und deine Optokoppler werden wohl auch keine 800V vertragen...
Mathis S. schrieb: > Absolute Potentialfreiheit ist bei mir auch > gegeben durch einen Optokoppler der das Triac ansteuert. Er meinte die Potenzialfreiheit am Motor...
Mathis S. schrieb: > Werde mir morgen mal ein BTA 12-800CW organisieren Was ist das eigentlich für eine Firma mit Entwicklern die alle Hinweise strikt ignorieren und betonkopfmässig ihrer eigenen Dummheit folgen. Bitte einen Namen nennen damit man die Firma mit ihren Praktikanten auf die blacklist setzten kann.
hinz schrieb: > Snubberless heißt nur, dass sie mehr dU/dt vertragen ohne über > Kopf zu > zünden. Deine 100nF sind für so einen kleinen Motor natürlich > überdimensioniert, aber ganz ohne wirst du nicht auskommen. Und deine > Optokoppler werden wohl auch keine 800V vertragen... Nach welchen Berechnungen/Formeln definiere ich die Größe des C richtig? Quelle: http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.25 Nach Faustformel aus Kapitel F 25.1 Snubber benötige ich 100nF pro 1A. Der Motor hat einen Nennstrom von 180mA. Formel: 1A / 180ma = 5,56 100nF / 5,56 = 18nF Ist das annähernd plausibel und korrekt dimensioniert?
Mani W. schrieb: > Ja, warum verwenden Profis oft Relais? Bei Relais muss ich dann auf die Gebrauchsklasse achten oder? Also in meinem Fall AC3 - zum schalten induktiver Lasten. Wenn dem so ist habe ich mir mal bei Reichelt ein meiner Meinung nach passendes rausgesucht "FIN 36.11 5V" 5V, weil das Relais über einen Transistor von einem Mikrocontroller angesteuert wird. Abgesehen von der Freilaufdiode, ist noch eine Schutzmaßnahme bezüglich der induktiven Last notwendig?
> Ist das annähernd plausibel und korrekt dimensioniert?
Nein.
Der Motor hat eine Induktivität die mit der Kapazität einen Schwingkreis
bildet. Da kann der Strom bei ausgeschaltetem TRIAC auch höher werden
als bei eingeschaltetem.
Hast du mechanische Endschalter eingebaut? Es kann sein, dass diese beim herausfahren aus der Endlage genau zu dem Zeitpunkt wieder schliessen, wenn die Spannung nahe dem Scheitelwert liegt. Dann sieht der Triac einen extrem schnellen Spannnungsanstieg und zündet "über Kopf", obwohl er nicht angesteuert wird. Ein sicheres Anzeichen dafür ist, dass der Motor beim Herausfahren aus der Endlage manchmal kurz ruckt. Jeder dieser Ruckler schädigt den Triac ein wenig mehr. Wenn das der Fall ist, gibt es eigentlich nur zwei zuverlässige Auswege: 1. RELAIS 2. RELAIS Gut, man könnte die Endschalter aus dem Motorstromkreis herausnehmen und in den Ansteuerkreis für die Triacs einbeziehen, was aber zusätzliche Kabel erfordert und auch nicht unbedingt die zuverlässigste Lösung ist.
Ernst O. schrieb: > Wenn das der Fall ist, gibt es eigentlich nur zwei zuverlässige Auswege: > > 1. RELAIS > > 2. RELAIS > Wie bereits oben gefragt, muss ich da abgesehen von der Freilaufdiode und der Klasse AC3 des Relais auf was achten? Also zusätzliche Schutzschaltungen?
Das übliche halt: Leiterbahnabstände, Kriechstrecken, evtl mechanischer Notaus-schalter, Sicherung
Mathis S. schrieb: > lso zusätzliche Schutzschaltungen? Ein Snubber ist auch am Relais nicht verkehrt, die massiven Soannungsänderungen an abschaltenden Kontakten von bus zu 1kV können uC-Schaltungen nachhaltig stören. Daher ist auch 5V zur Mitbenutzung der uC Versorgung eine blöde Entscheidung, lieber 12V direkt vom Siebelko. Eine räumliche Trennung der geschalteten 239V~ Leitung vom uC reduziert leitungslos eingekoppelte Störungen. Das alles ist seit Jahrzehnten Stand der Technik. http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.25.2
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