Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 3,3 V zu 2,8V


von Sebastian S. (technostar)


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Hallo Leute,

ich versuche derzeit den IC VL6180X in mein Projekt einzubetten.
Das Problem ist, dass meine Versorgungsspannung (für µC, etc.) bei 3,3V 
liegt, während der IC oben maximal 3V nutzt.

Da die Differenzspannung relativ niedrig ist, brauche ich hier wohl kaum 
einen IC, oder ? Gibt es hier vielleicht bestimmte Bauelemente (Dioden, 
Spannungsteiler) ?

Danke im Voraus
Sebastian

von HildeK (Gast)


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Du brauchst einen LDO-Regler.

von Jim M. (turboj)


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Musst Du unbedingt 3V3 für den Rest der Schaltung verwenden? SD Karten 
und viele µC laufen auch prima bei 3,0 Volt.

von Sebastian S. (technostar)


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Gibt es hierbei Empfehlungen, welche sich gut bewährt haben ?
Auf die schnelle habe ich erstmal MIC94310-MYM5-TR gefunden

#edit
Ich bräuchte die 3.3V generell für USB (klar, die 0.3V würde nicht groß 
auffallen), aber inwiefern würde es etwas aufmachen solch einen LDO zu 
benutzen ?

von HildeK (Gast)


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Es gibt viele - der hier scheint mir schon eine sehr spezielle 
Ausführung zu sein. So z.B die max. Eingangsspannung nur bis 3.6V - 
alle, die ich bisher kannte, vertragen mindestens 5.5V.
Aber warum nicht, wenn er deine Randbedingungen erfüllt?
Du redest von USB - da sind aber normalerweise 5V vorhanden.

von Sebastian S. (technostar)


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Ich meinte bei USB die D+ und D- Lines, die meines Wissens bei 3.3 V 
liegen
Werde bei meiner Schaltung doch MIC5504-2.8YM5-TR nutzen

von Arc N. (arc)


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Sebastian S. schrieb:
> Ich meinte bei USB die D+ und D- Lines, die meines Wissens bei 3.3 V
> liegen
> Werde bei meiner Schaltung doch MIC5504-2.8YM5-TR nutzen

USB definiert min/max Pegel (Full-/Low-Speed)
Vol 0.0 V - 0.3 V mit 1.5k Last gegen 3.6V VDD
Voh 2.8 V - 3.6 V mit 15k Last gegen Masse

Zudem sollte auch im Datenblatt des Controllers irgendwo stehen, welche 
Betriebsspannung der USB-Teil mindestens haben will.
Wenn der Teil separat versorgt werden kann, ist es meistens kein 
Problem...

von HildeK (Gast)


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Das wird nicht gehen!
Sorry, aber dass du die Datenleitungen anpassen willst, ging für mich 
aus dem Beitrag nicht hervor. Ich ging von der Versorgung aus.

Es dreht sich doch Dabei nur um die I2C-Leitungen und deren Pullup legst 
du einfach auf die 2.8V.
Wenn du den CE bedienen musst, dan schließe ihn über einen 
Open-Drain-Treiber an oder nimm einen Spannungsteiler. Weitere 
Interfaces sehe ich nicht.

von Sebastian S. (technostar)


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Das stimmt schon, aber manche ICs die ich im folgenden benutzen werde 
haben meistens eine minimale Versorgungsspannung von 3V.

Und allgemein noch eine Frage, im Datenblatt vom VL6180X steht, dass die 
empfohlene Spannung bei 2.7V bis 2.9V liegt, aber die absoluten Werte 
bis zu 3.6V reichen. Nun meine Frage. Wozu gibt es eine empfohlene 
Spannung ?
Werde ich kürzere Lebenszeiten haben wenn ich den IC mit 3.3V betreibe ?

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Sebastian S. schrieb:
> Werde ich kürzere Lebenszeiten haben wenn ich den IC mit 3.3V betreibe ?

Dann bist du vor allem oberhalb der "Voltage (functional operating)", 
d.h. du solltest nicht davon ausgehen, dass das Ding dann auch noch tut. 
Obwohl's wieder tun wuerde, wenn du 2.8V anlegen wuerdest.
'S braucht ja recht wenig Strom, wenn du dir z.b. 3mA Querstrom leisten 
kannst, dann betreib' den halt ueber einen Spannungsteiler 180/1200 Ohm 
oder sowas in der Art mit entsprechenden Sieb/Block Kondensatoren.

Gruss
WK

von Sebastian S. (technostar)


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Da es eigentlich ein Projekt werden sollte, mit einer relativ kleinen 
Leistungsaufnahme, wäre es doch eher besser so einen LDO wie oben 
genannt zu verwenden, oder ?

von Jim M. (turboj)


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Sebastian S. schrieb:
> Werde ich kürzere Lebenszeiten haben wenn ich den IC mit 3.3V betreibe ?

Laut Datenblatt ist bei 3V3 die Funktion garnicht mehr garantiert, 
d.h. der Sensor könnte auch völligen Stuss statt sinnvoller Daten 
liefern.

Außerdem staht da sehr deutlich dass die spezifizierte Performance nur 
im Bereich zwischen 2V7 und 2V9 erreicht wird. Da wirst Du einen eigenen 
LDO für einbauen müssen.

Seih froh, das die GPIOs AVDD+0,5V vertragen und Du so den I²C mit 3,3 
Volt betreiben darfst.

von Dergute W. (derguteweka)


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Sebastian S. schrieb:
> Da es eigentlich ein Projekt werden sollte, mit einer relativ
> kleinen
> Leistungsaufnahme, wäre es doch eher besser so einen LDO wie oben
> genannt zu verwenden, oder ?

NAja, relativ ist immer relativ...Wenn du's aus einem Goldcap betreibst, 
sieht die Leistungsaufnahme relativ anders aus, als wenn's an einem 
USB-Port haengt.

Klar ist ein LDO besser, kost' wahrscheinlich aber auch mehr als 2 
Widerstaende. Musst du halt abwaegen.

Gruss
WK

von Sebastian S. (technostar)


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Nun ja, ich denke 24 ct sind verkraftbar, außerdem ist es noch relativ 
einfach zum löten (Im vergleich zu den anderen Parts)

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