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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Oszi C1-91- Besitzer gesucht


Autor: Edi M. (edi-mv)
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Wer besitzt noch ein russisches Oszilloskop C1-91 ?
Ich habe ein solches Gerät, defekt, sowie die kompletten Unterlagen, 
diese sind jedoch extrem fehlerhaft, vielleicht hat jemand weitere 
Unterlagen oder die Möglichkeit eines Vergleichs.

Autor: Noch einer (Gast)
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91?
Bist du sicher? Habe ein C1-94.zip mit 54,7MB. Die original Unterlagen 
sind im laufe der Jahrzehnte verschwunden..

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ja, bin sicher, das ist die große Klamotte von Iwan, mit Einschüben. 
Schönes Gerät, kann man viel mit machen.
Der C1-94 ist dagegen Spielzeug... :-)
Trotzdem würde ich mich auch über die Unterlagen des C1-94 freuen, hier 
hat jemand so ein Kistli, auch defekt.

Autor: hinz (Gast)
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Edi M. schrieb:
> Trotzdem würde ich mich auch über die Unterlagen des C1-94 freuen, hier
> hat jemand so ein Kistli, auch defekt.

Kannst du bei Elektrotanya runterladen, die zum C1-91 ebenso.

Autor: tom (Gast)
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http://www.rlocman.ru/i/File/2008/07/06/3.djvu

hier ist auch was eingescanntes zu C1-91

das *.djvu Format kann man mit IrfanView + PlugIns öffnen.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Hallo, @hinz,

Tatsächlich ist da das Original- Handbuch in russisch, und einige Fehler 
der deutschen Version offensichtlich nicht drin.

Danke für den Hinweis !
:-)

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Danke auch an @Tom, ist die gleiche djvu- Datei.

Nach kurzer Sichtung sind mehrer Fehler nicht dort zu finden, aber auch 
hier 1 schwerer Fehler, und dazu Unterschiede in den Geräten- zum 
Verzweifeln.

Wen`s interessiert: Laut Handbuch ist Blau immer 1 und hat immer 
negatives Potential. Eine Steckverbindung im Netzteil, (Gleichrichter 2) 
Kontakt 1 ist blau und hat laut Schaltplan Abb.18 +350 V, 2 ist Masse 
und weiß, 3 ist -250 V und weiß. Schließt man nach Handbuch an, ist die 
Spannung am Astigmatismus- Regler- jedoch negativ statt positiv. Der 
Stecker war jedoch anders herum gesteckt. Bei 2 anderen geräten ist der 
Stecker richtig gesteckt. Die Gegenseite ist jedesmal korrekt gesteckt.
Welches ist nun richtig- leider sind elle 3 Geräte defekt.

Dazu kommen weitere Fehler in anderen Plänen, im deutschen Handbuch ist 
nochmal das Gleiche an einer anderen Stelle, was zu einem Schaden führen 
kann.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Ich habe mehrere hier und suche noch Unterlagen oder die Einschübe, die 
Sampling konnten. Kalibriereinschub ist da, auch ein C1-122, die spätere 
Version des 91. Einige Einschübe sind auch vorhanden.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Hallo, @Jochen Fe.,
Die Unterlagen habe ich, wie geschrieben, fehlerhaft, die Links in den 
Vorbeiträgen führen zu einer Quelle mit dem russischen Handbuch.

Wäre schön, wenn wir vergleichen klönnten- da offensichtlich Geräte 
verschiedene Konfigurationen haben.

Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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Ich habe ein C1-94 mit einem kopierten Handbuch schlechter Qualität auf 
Deutsch.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Hallo,

ich habe einige Files zu dem Gerät auf russisch heruntergeladen aus dem 
Web, und wenigstens die Schaltpläne sind ja gut zu lesen ohne russische 
Sprachkenntnisse, und mit ein wenig Kenntnissen kannman auch den 
russischen Text ganz gut verstehen.
Keines meiner Geräte funktioniert komplett, ich gehe mal von sauren 
Elkos aus. Eines habe ich extra gekauft, da jemand aus der Gegend um die 
Tektronix-Fabrik in Beaverton sich die Kopie des 100 MHz-Oszilloskops 
der 760X-Reihe selber ansehen wollte, aber das Porto für den Versand ist 
schon extrem....

Gruß, Jochen DH6FAZ

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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Hallo, @Jochen Fe.,
Sampling müßten können:
ja4C-95  Stroboskopische Ablenkeinheit
ja4C-96  Stroboskopischer Zweikanalwandler
ja4C-100 Stroboskopischer Zweikanalwandler
ja4C-101 Stroboskopische Ablenkeinheit

Könnte ich möglicherweise beschaffen. Unterlagen dafür allerdings nicht.

Übrigens habe ich 3 Geräte mit defektem Hochvolt- Teil, einer davon 
ohne, einer mit mit defekter Bildröhre.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Die Sampling-Einschübe habe ich erst ein einziges Mal in der Bucht 
gesehen, sonst hätte ich sie schon. Ich habe hier praktisch alles da, 
was HP und TEK jemals als Sampler hergestellt haben, und bin auch in der 
Technik nicht ganz unerfahren, was Reparaturen angeht.
Das war schon eine geniale Technik, die da benutzt wurde!
Da hätte ich schon Interesse dran... ;-)

Gruß, Jochen DH6FAZ

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ob die Russkis tatsächlich eine Kopie des Tec sind ?
Die russischen Teile sind ja nun alles andere als kompatibel zu 
bekanntem Zeugs.

Elektrisch können sie natürlich gleich sein.

Ist wie mit der russischen Raumfähre ("Buran"), gleicher Körper, das 
verlangt ja schon die Aerodynamik, innen ihr eigenes Zeug drin.

Ein anderer C1-91- Besitzer hat sein Teil schon lange, und meint, das 
Ding ist gebaut wie ein Felsen.
Na ja- vom Gewicht her kommt`s hin...
:-)

Ich hatte früher diese Kisten, und war sehr zufrieden.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Ich hätte da noch eine Frage: Das sind die einzigen Scopes, bei denen 
ich einen Betriebsstundenzähöer vorgefunden habe. Die Skala geht bis 25, 
und ich vermute mal Stunden *100 (Tage?). Was passiert, wenn der Zähler 
abgelaufen ist?
Gibt es für diese Modelle ein definiertes Limit der Lebenserwartung?

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Edi M. schrieb:
> Ob die Russkis tatsächlich eine Kopie des Tec sind ?

Natürlich keine absolute 1:1-Kopie. Das deuten schon die im Readout und 
anderen Baugruppen verwendeten ICs an. Aber ich bin sicher, daß man sich 
die Tektronix sehr gut angesehen hat, und darauf basierend ein 100 
MHz-Scope mit Einschüben entwickelt hat. Deshalb ist der 
Ex-Tek-Entwickler ja auch so scharf drauf, so eine Maschine mal aus 
nächster Nähe zu sehen.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Hallo, @Jochen Fe.,
Ich habe Ihnen eine Mail geschickt- die Sampler gibt`s vielleicht- bitte 
anfragen.

Die Betriebsstundenzähler zählen x 100 Tschaca (Stunden), also bis 2500 
Stunden, das entspricht wohl die Lebenserwartung der Bildröhre.

Wenn der Zähler voll ist, passiert... nichts. Das Ding ist rein passiv.
Schickt einen nicht mit halber Power in die Werkstatt, wie irgendwelche 
Autos.

Allerdings sollte man etwas Kathodenmaterial und Leuchtschicht 
nachschippen, die BiRö wird dann nämlich eine trübe Funzel sein.

Ich hatte 91er aus meinem Betrieb, wo sie rund um die Uhr liefen, die 
waren teils grenzwertig. Die Laborkisten dagegen wie neu, mit 250 
Stunden auf dem Wecker.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Oha, dann ist das also die Achillesferse der Serie!
ich habe hier Oszilloskope im Einsatz, die seit 40 Jahren an Werktagen 8 
Std. an sind, und die Röhre ist nach wie vor nicht schlechter geworden. 
2500 Stunden sind gerade mal 300 Arbeitstage.
Das kommt mir sehr wenig vor!
Elektrotanya hat keinerlei Unterlagen zu den Samplern....

Gruß, Jochen DH6FAZ

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ich habe eine Mail geschickt- ich muß mich jetzt abmelden- morgen abend 
weiter.
Schönen Abend noch!
Edi

Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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Hab übrigens noch ein C1-65 hier zu stehen, wer Bedarf hat ;)
(16kG, typisch russisch "aus dem Ganzen gemeisselt")

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Es gibt im Web eine ganze Historie, wie vor allem in Litauen, aber auch 
an anderen Orten in der Sowjetunion an Oszilloskopen entwickelt wurde. 
Da kann man staunen und eine Menge lernen. Diese Entwickler waren sehr 
gut!
Es gab eine große Vielfalt an Geräten, die den Stand der Technik 
repräsentierten. Ich bewundere diese Entwickler!

Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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btw.
würdet ihr so ein 16kG-Apparat mit DHL/HERMES o.ä. versenden?
oder kommen dann nur noch trümmer an?

Autor: MM (Gast)
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Mike B. schrieb:
> würdet ihr so ein 16kG-Apparat mit DHL/HERMES o.ä. versenden?

UPS          ja
DHL          u.U.
Hermes/ GLS  niemals

Autor: MM (Gast)
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Ergänzung:

Eine empfindliche Sache habe ich schon mal über die Mitfahrzentrale 
erledigt. Das ist natürlich individuell ortsverschieden.

Autor: Marian  ​ (phiarc) Benutzerseite
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Das macht nicht wirklich einen Unterschied, welchen Paketdienst man 
nimmt. Erst Schwergut/Sperrgutdienste/Speditionen gehen deutlich sanfter 
mit den Sachen um, sprich, keine Paketrampen etc.

Gut verpackt dürfte jedes Oszi jedoch eine Paketrampe überleben. Das ist 
natürlich aufwendig (zwei Kartons, >5 cm Material zwischen Innen- und 
Außenkarton, keine Packwürmer, kein Papier). Ich hab auch schon ein (1) 
schlecht verpacktes 7000er bekommen, da ist außer Füßen nichts kaputt 
gegangen... blankes Glück.

Autor: Edi (Gast)
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Jochen Fe.
Datum: 28.02.2016 21:15
"Oha, dann ist das also die Achillesferse der Serie!"

Das weniger, obwohl es ein Schwachpunkt war.

Die Russen hatten leider kein gutes Kathodenmaterial, Farbfernseh- 
Mechaniker konnten Lieder davon singen, die Bildröhren waren mies, und 
hielten nicht lange.
Allerdings sah Iwan das gar nicht verbissen- als das DDR- 
Fernsehgerätewerk die Buddeln anhand der Vorführgeräte die Qualität 
bemängelte, wischte der verantwortliche Ingenieur die Sache schnell 
beiseite: "Billd bunt, Rrröhrrre gutt !".
Ich war damals bei RFT, die Sache ist bezeugt.
Gelegentlich bezog man Röhren von Japan oder Frankreich, das war aber 
selten.

Bei den C1-91 war der Schwachpunkt wohl die in PUR vergossene Hochvolt- 
Einheit, kann man in einigen Foren nachlesen, und ichn habe auch 3 
defekte HV- Blöcke.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Jochen F. schrieb:
> Oha, dann ist das also die Achillesferse der Serie!
[..]
>
> Gruß, Jochen DH6FAZ

Was hast Du für ein Problem mit der "garantierten Lebensdauer" und was 
hat das mit einer Ferse zu tun, welcher auch immer?

Gruß,

Holm

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Edi M. schrieb:
> Ob die Russkis tatsächlich eine Kopie des Tec sind ?
> Die russischen Teile sind ja nun alles andere als kompatibel zu
> bekanntem Zeugs.
>
> Elektrisch können sie natürlich gleich sein.
>
> Ist wie mit der russischen Raumfähre ("Buran"), gleicher Körper, das
> verlangt ja schon die Aerodynamik, innen ihr eigenes Zeug drin.
>
> Ein anderer C1-91- Besitzer hat sein Teil schon lange, und meint, das
> Ding ist gebaut wie ein Felsen.
> Na ja- vom Gewicht her kommt`s hin...
> :-)
>
> Ich hatte früher diese Kisten, und war sehr zufrieden.

Naja, die Belegung der Steckverbinder ist identisch, die funktionelle 
Auslegung der Elektronik unterschiedlich, die Funktion die Selbe wie 
beim 7603. Die Abmessungen sind 1/3 größer als beim Original, das 
betrifft alle 2 Dimensionen, damit paßt ein TEK Einschub mit Adapter ins 
C1-91.
Apropos adapter, TEK benutzt Zollraster am Steckverbinder, das russische 
Scope metrisches. hab noch 1 oder 1 C1-91 rumstehen, eins davon geht. 
Ein defektes C1-122 ist auch noch da.

Gruß,

Holm

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Edi schrieb:
> Jochen Fe.
> Datum: 28.02.2016 21:15
> "Oha, dann ist das also die Achillesferse der Serie!"
>
> Das weniger, obwohl es ein Schwachpunkt war.
>
> Die Russen hatten leider kein gutes Kathodenmaterial, Farbfernseh-
> Mechaniker konnten Lieder davon singen, die Bildröhren waren mies, und
> hielten nicht lange.


Das kann ich so nicht unterschreiben, meinen ehemaligen Raduga habe ich 
erst nach 15 Jahren weggeschmissen, aber nicht weil die Kathoden taub 
waren.
Ehemalig deshalb weil da mehr Chromat usw. drin war als Raduga..

Auch heute noch gelten russische Röhren als das Beste was der Markt noch 
zu bieten hat, zumindest das militärisch spezifizierte Zeug das heute 
noch in der Bucht auftaucht.
Das die DDR aber offensichtlich in Massen Bildröhrenausschuß aus der 
Russei geliefert bekommen hat und damit Bergbauschächte verfüllt, ist 
kein Geheimnis.

> Allerdings sah Iwan das gar nicht verbissen- als das DDR-
> Fernsehgerätewerk die Buddeln anhand der Vorführgeräte die Qualität
> bemängelte, wischte der verantwortliche Ingenieur die Sache schnell
> beiseite: "Billd bunt, Rrröhrrre gutt !".
> Ich war damals bei RFT, die Sache ist bezeugt.
> Gelegentlich bezog man Röhren von Japan oder Frankreich, das war aber
> selten.
>
> Bei den C1-91 war der Schwachpunkt wohl die in PUR vergossene Hochvolt-
> Einheit, kann man in einigen Foren nachlesen, und ichn habe auch 3
> defekte HV- Blöcke.

Im C1-122 zumindest die KZ105 ..(oder so) Dioden innerhalb der Kaskade.
Ich bin mit der Kaskade bei einem privaten Chirurg aufgeschlagen und 
habe die röntgen lassen. Danach wußte ich wo was ist und habe mit einer 
Nadel
gemessen was los ist; Diode ausgegraben (wie ein im Querschnitt 
quadratischer Keramikwiderstand, aber orange), gegen eine aus einem 
mühsam zertrieselten DST ausgetauscht und mit Silikon 
verkleistert..geht.

Gruß,

Holm

BTW: Edi bist Du nicht mein spezieller Freund den ich unbedingt in 
meinem Leben noch mal besuchen will und der der so heißt wie meine 
Heimatstadt?

: Bearbeitet durch User
Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Holm T. schrieb:
> Was hast Du für ein Problem mit der "garantierten Lebensdauer" und was
> hat das mit einer Ferse zu tun, welcher auch immer?

Ein "Problem" habe ich damit nicht, aber bei allen Geräten, die ich hier 
habe, ist der 2500-Stunden-Zähler nicht am Ende des Bereiches. Sollten 
die Geräte wirklich nur so kurz im Geräteleben benutzt worden sein? Für 
die damalige Zeit waren die doch sehr gut ausgestattet, dürften also 
jeden Tag genutzt worden sein. Der Zähler müßte doch am Anschlag sein, 
denke ich.

Ich kenne nur 2 "westliche" Bildröhren, die eine ernste Beschränkung 
ihrer Lebenserwartung mitbringen: Die Röhren mit Micro-Channel-Plate im 
Tek 2467(B) und 7104/7103. Das liegt aber nicht an der Kathode.

Gruß, Jochen DH6FAZ

PS: Ich war 15 Jahre in der Entwicklung von Scopes tätig... ;-)

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Jochen F. schrieb:
> Sollten
> die Geräte wirklich nur so kurz im Geräteleben benutzt worden sein? Für
> die damalige Zeit waren die doch sehr gut ausgestattet, dürften also
> jeden Tag genutzt worden sein.

Jein. Diese Oszis waren oft im Gerätesatz von Funkmeßstationen vorhanden 
und wurden nur zur Fehlersuche oder zur Justierung genutzt. Meist ruhten 
sie friedlich mit abgedecktem Gesicht (Schutzkappe für Bedienelemente 
und Röhre) in ihrer Halterung.

mfG Paul

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Mit anderen Worten: Die Lebensdauer bzw. Lebenserwartung war erheblich 
höher, als der Betriebsstundenzähler andeutet. Eventuell habe ich nur 
solche Exemplare, die recht wenig gelaufen sind. Dafür würde auch 
sprechen, daß ich mit den Elkos ein wenig Probleme habe....

Gruß, Jochen DH6FAZ

Autor: Edi (Gast)
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"Mit anderen Worten: Die Lebensdauer bzw. Lebenserwartung war erheblich
höher, als der Betriebsstundenzähler andeutet."

Das ist aber nicht Lebensdauer oder Lebenserwartung, wenn das Gerät im 
Labor auf den gelegentlichen Einsatz wartet.

Ich hatte etliche 91er, alle frisch aus dem harten Dauereinsatz, als 
meine Firma abgewickelt wurde- da waren über 1500 Betriebsstunden doch 
schon erhebliche Einbußen am Strahl sichtbar.

Die wirklichen Laborgeräte hatten viel weniger auf dem Weckler, und der 
Strahl hell und scharf.

Das betrifft natürlich nur das Hauptverschleißteil Bildröhre.
Übrigens würden die Oszis eigentlich gequält. Die sind laut eigener 
Spezifikation (Gerätepass und Beschreibung) NICHT für 24/7/365- 
Dauerpower gedacht ! (Angegeben sind 8 Stunden)
Und... die liefen an Prüfständen, an denen alle Jubeljahre mal einer mit 
dem Zettel vorbeirannte. Und um schnell alles zu übersehen, waren die 
Kisten hellgedreht, frische Oszis dienten erstmal nebenbei als 
Leselampe.
:-)

Typische Werkstattgeräte waren es nicht, aber außerordentlich gute 
Laborgeräte schon.
2500 Betriebsstunden sind für Laborgeräte also schon eine beachtliche 
Anzahl an Jahren.

Rechnen wir mal aus, wie lange ein Automotor lebt, bei sagen wir 300.000 
Km bis Lebensende. Bei konstant 100 Km/h und 1000 Km/Tag wäre der nach 
300 Tagen, also nicht mal einem Jahr, vollkommen down.
Ist natürlich in der Realität nicht so- das verteilt sich über die Jahre 
natürlich anders, aber die Gesamtbetriebszeit eines Automotors ist nicht 
sehr hoch.

Ich habe mich gerade auf meine 4 Buchstaben setzen müssen.
Gerade Mailantwort bekommen.
Den Trafo für den Oszi gibt`s.
Für 500 Dollar.
Na, für den Preis laß`ich mir das Ding von ...`ner netten Oma stricken
Das Ding wäre ja noch aus dem PUR- Block zu meißeln, ohne die 
Leiterplatte oder andere Teile zu killen, das ist ja kein Zeug wie PUR- 
Bauschaum, das  ist hart und fest, wie PVC.

Die Baugruppe komplett wurde nicht angegeben, wahrscheinlich nicht 
verfügbar.
Die Tube gibt`s dagegen preiswert, 35 Euro.

Bei einer Baugruppe könnte es die Kaskade sein, die anderen Spannungen 
sind da- für die einzig fehlende Hochspannung könnte man die HV- Module 
nehmen (Danke für den Tip !).
Allerdings sind die überdimensioniert, wie Sie feststellten. Eigentlich 
zu groß (obwohl das eher zweitrangig ist, könnte man durchaus hinten 
anbauen) aber leider liefern die nur 1 Hochspannung, (und die anderen 
benötigten Spannungen im 91er sind auch noch negativ !).
Und...eigene Erfahrung: wenn eine Wicklung über`n Jordan ist, kommt die 
nächste nach so einer Überbrückungsmaßnahme garantiert, und meist auch 
noch ganz schnell.
:-I
Genau sowas habe ich nämlich schon mal gemacht- da war auch eine 
Wicklung hin- just nach dem Einsatz eines zusätzlichen Trafos ging der 
gesamte, alte Trafo in die ewigen Stromkreise.

Nun ja... ein Block ist verbrannt- ich werde versuchen, den Trafo zu 
bergen. Vielleicht fällt mir noch was ein.

@JochenFe,
Ich bin ja unterwegs- funktioniert Mail, oder kam noch nichts an ?

Edi

Autor: Edi (Gast)
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Ich bin noch dran am C1-91- und erarbeite nebenbei eine vernünftige 
Doukumentation.

Das ist bitter nötig (Fotos mit den eingekreisten Fehlern).
Das sind zum Teil Druckfehler, aber auch solche, die richtig Schaden 
anrichten können !
Und das sind längst nicht alle Fehler, ich habe gerade erst angefangen.
(Angefügt Schaltplan- Auszüge)

Ich habe eine Menge undokumentierter Änderungen entdeckt, z. B. sind im 
Handbuch Netzteil- Sicherungen beschrieben, die sinnvollerweise einige 
Stromkreise absichern.
EIN Netzteil hat diese Sicherungen, 2 andere haben dort nur 
Drahtbrücken.
(Vergleichsfoto der Netzteilplatine)

Gleiches im Hochvolt- Teil- und ein Hochvoltteil ohe Sicherung ist auch 
richtig abgebrannt, die PUR- Vegußmasse hat ein großes Brandloch unter 
dem Kühlblech.
(2 Fotos von HV- Baugruppen).

EIN Fehler ist richtig fies- hier wurden ein Steckanschlüsse mit nur 2 
Pins verkehrt beschriftet- Stecken nach Vorschrift killt mindestens 
einen Transistor.
(Schaltplan- Auszug)
Die Schaltung ist aber nur im deutschen Handbuch vorhanden, auch wurde 
die Platine (eine Schutzschaltung, die die Bildröhre erst nach einer 
Minute zuschaltet, wenn die Kathode beheizt ist) in einigen Exemplaren 
nicht eingebaut.

Trotz der schlechten Dokumentation ist der C1-91 ein Top- Gerät, die 
Verdrahtung stimmt ja, sonst würden sie nicht funktionieren, die 
Verarbeitung ist gut und solide, und wie mir per Mail mitgeteilt wurde, 
übertreffen z. B. die russischen Sampler- Einschübe die Paralleltypen 
von Tektronix.

Autor: Edi (Gast)
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1 Foto wollte nicht... Hier bitte.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Naja.."Top Gerät".. brauchbar wenn man kein Anderes hat.

Ich hatte erst das C1-91 und danach die Tek 7000er und man nimmt das Tek 
wenn es in Reichweite ist, es ist auch bei gleicher Bildgröße in jeder 
Dimension ca.  1 Drittel kleiner und das Konstruktionsjahr des 7603 ist 
1969 (!).

Beim C1-91 habe ich als erstes das Gerät demontiert, die Röhre raus und 
dann das Gehäuse so lange "gelatscht" bis es vom Querschnitt her kein 
Parallelogramm mehr, sondern wieder ein Rechteck war. Das war kein 
Transportschaden, das war ein Feature des Einzelstücks.
Diesen Schutzzeitschalter habe ich modifiziert denn 1 Minute wäre ok 
gewesen, 8 waren mir aber definitiv zu lange bis ein Bild kam. Danach 
waren noch diverse 04KH009 zu wechseln, ein Standardfehler bei den 
Teilen.
Es ist gewöhnungsbedürftig das man beim Einstellen der Ablenkzeiten den 
Knopf auf der Schalterwelle verdreht, da die Knopfbefestigung den 
notwendigen Kräften nicht gewachsen ist etc..pp auch Schaltartefakte auf 
dem Bildschirm in einigen Betriebsarten sind normal genauso wie der nur 
obskur zu nennende Font des Readouts.
Ich war immer neugierig in welchen Details der C1-122 als Nachfolger 
besser ist aber ich habe indessen weder die Zeit noch die Nerven den zu 
reparieren. Brauchen würde ich ihn eh nicht, Oszis habe ich genug und an 
der Zeit knapsen solche Leute wie Du lieber Edi für die jede Mühe 
einfach viel zu schade ist.

Gruß,

Holm

: Bearbeitet durch User
Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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falls es interessiert, ich hatte neulich mein C1-65 aufgeschraubt und 
photographiert (ja, so schreibt man das!)

Aufgeschraubt weil ich den von meinem Vorgänger vermurksten 
Netzanschluss durch ein 1a Kabel mit angeschweissten Schukostecker 
ersetzen musste.
Und gleich photographiert, rein interessehalber.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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So ein Ding hate ich auch schon in den Fingern, in der Blechbüchse 
befindet sich eine transparent vergossene Kaskade, da war irgendwas 
damit, aber IMHO nur eine Lötstelle..


Ich habe solche Oszis früher gerne vom Recycler geholt, in Ordnung 
gebracht und andere Leute damit versorgt weil die mir zu schade für den 
Schredder waren. Teilweise dabei noch Minus gemacht weil ich die Geräte 
auch verschenkt hatte und kleine Beträge mußte ich beim Recycler 
bezahlen (5-10).. Mir hat die Reparatur Spaß gemacht..

Gruß,

Holm

Autor: Edi (Gast)
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So, heute Zeit gehabt- Messungen und Vergleiche gemacht.

Unglaublich- die Russen geben für ihre Verbindungs- Flachband- Kabel im 
Handbuch blaue Drahtfarbe an Kontakt 1 vor.

An EINER Steckverbindung (Scha9 zu Stecker Scha11) des Netzteils ist das 
Potential aber positiv ! Immerhin beachtliche 350 V

Bei Steckung nach Handbuch wird die Spannung +350 V mit einer Spannung 
-250 V vertauscht !

Ich habe das vom Netzteil zur Verbindungsplatte verfolgt- die 
Steckverbindung ist bei meinem Gerät am Netzteil tatsächlich 
andersherumm zur im Handbuch vorgegebenen Steckweise zu stecken.

Merkwürdig: In BEIDEN Handbüchern ist das so gezeichnet. Und- auch die 
Pinnummern suggerieren eine Verbindung Pin 1 zu Pin 1. (Die anderen 
beiden Nummern sind nicht 3 und 5, sondern 2 und 3, dies ist aber nur 
eine Zählweise wegen der weiter auseinanderliegenden Pins der 
Steckverbindung).

Da bin ich mit der Fehlersuche nun ein Stück weiter, zumindest bei einem 
Oszi.
Die Beschaltung der Verbindungsvorrichtung ist zum Teil mit Leiterzügen 
realisiert, zum Teil mit Draht.

Bei den anderen Oszis war tatsächlich 1 zu 1 verbunden- also müßte das 
Netzteil negatives Potentiel auf 1 ausgeben- das ist aber 
unwahrscheinlich, dies erfordert euine andere Leiterplatte- 
wahrscheinlich ist die Verbindungsvorrichtung anders beschaltet- 
allerdings ist auch in diesem Falle die Bezeichnungsweise gefährlich, 
weil Kontakt 1/ blau auf jeden Fall an + 350 V liegt.


So extreme Schaltplanfehler... das ist der blanke Horror.
Meines Wissends hat auch niemand andere Unterlagen, als die recht 
umfangreichen Handbücher.
Diese sind allerdings keine echten Service- Unterlagen, es fehlen z. B. 
Leiterplatten- Layoutbilder und Oszillogramme, die Spannungsangaben sind 
spärlich- aber dermaßen krasse Fehler geben zu denken- wenn man alle 
Flachbandkabel abzieht, und nicht die korrekte Einbauweise festgehalten 
hat, und später nach der Handbuch- Vorschrift wieder zusammenbaut, ist 
wenigstens die Nichtfunktion vorprogrammiert.

Übrigens ist schon bei den Netzteilen die 12- polige "Steckdose" für die 
Verbindung zum doppelpoligen Einschalter anders beschaltet, obwohl die 
Netzteile sonst identisch sind- das ist aber eher ein harmloser Fehler.

Autor: Edi (Gast)
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Ich hab' mich mal an die verbrutzelte HV- Baugruppe rangemacht- Den 
Transi mit seinem Kühlblech habe ist entfernt, das PUR- Zeug dearunter 
war durch die Hitze zu sprödem Schaum geworden, fast wie Bauschaum.

Vielleicht könnte man bei der kompletten Baugruppe mit dem Backofen 
nachhelfen.

So konnte ich schon mal den Trafo sichtbar machen.
Scheint ein Ferrit- Schalenkern zu sein.

Den müßte man eigentlich... leicht neuwickeln können.
Also doch strickenlassen von der netten Oma... :-)

Da diese Baugruppe ohnehin voll über'n Jordan ist, werde ich das PUR 
weiter entfernen, mal sehen, ob man die Leiterplatte und eine größere 
Anzahl Teile drauf heil geborgen bekommt.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Und noch ein heftiger Fehler in beiden Handbüchern (deutsches und 
russisches).

Hier wird  -2,5 KV auf einen Widerstand vorgegeben, der an der + 350 V- 
Versorgung liegt.

Die blau gezeichnte Verbindung ist also korrekt.

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Autor: Edi M. (edi-mv)
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Jetzt mache ich erst mal Pause- habe viele Unterlagen mit der realen 
Verdrahtung verglichen, usw., da werden vielleicht noch Fehler sein, 
aber hoffentlich nicht so gravierende.

Ich arbeite die Unterlagen auf, daß man damit wirklich arbeiten kann.

Ich kann jatzt nicht mehr viel machen, im Hauptgerät, sowie in den 2 
Ersatzteilspendern sind alle 3 Hochsspannungsbaugruppen eindeutig 
defekt, eine vollkommen abgebrannt, eine ohne jede Ausgangsspannung, 
eine hat Spannungen, aber jede Spannung nur ein Zehntel des Wertes.

Die Hochspannungsbaugruppe ist ein vergossener Block, bei dem 
abgebrannten Block läßt sich das PUR einigermaßen entfernen, aber das 
dauert ewig, und es gehen Teile kaputt. Mache ich nur, um mal 
reinzuschauen.
Bei den anderen Blöcken lasse ich das- ich denke, das lohnt nicht.
Trafo wechseln- nicht die Idee, wenn nicht erst der Block aufzumeißeln 
wäre, wäre es noch ok, so... bei dem Preis unsinnig- wenn da was anderes 
kaputt ist- man kann ja in dem PUR- Block nichts messen oder wechseln.

Den abgebrannten Block habe ich schon etwas bearbeitet- da hat im PUR 
ein Widerstand gebrannt, der ist jedoch noch komplett erhalten, nur eben 
schwarz und verbrannt. Der Schalenkern- Trafo wird wohl auch glühend 
heiß geworden sein, der ist innen sicher hin.
Ein Wunder, daß im Oszi nicht die Zuleitung der Baugruppe gebrannt hat.
Allerdings ist das Netzteil auch defekt, aber nicht verbrannt.
Das dritte Netzteil ist auch defekt, aber da sind noch einige 
Spannunmgen vorhanden.

Es sind also 2 Netzteile und 3 Hochspannungswandler defekt.
Die Netzteile sollten reparabel sein- da kommt man überall ran, und es 
sind unkomplizierte Gleichrichter- und Regelschaltungen.

Ich werde versuchen, 1 oder 2 Hochspannungsbaugruppen zu beschaffen.

Wenn das zu teuer ist, oder diese Teile nicht beschaffbar- da geht noch 
was.
M. E. kann auch ein normaler Trafo, etwa solcher für eine Mikrowelle, 
die Spannungen bereitstellen, wenn die Sekundärseite eine verwertbare 
Spannung liefert- für die Anode wird sowieso eine 
Spannungsvervielfacher- Kaskade genutzt- da müßte man eine geeignete neu 
erstellen (50 Hz !) Die anderen Spannungen sind ebenfalls aus der 
Sekundärspannung gewinnbar, sowohl negative, als auch positive 
Spannungen, es sind ja gewöhnliche Gleichrichterschaltungen.
Der C1-91 benötigt ja tatsächlich aus der HV nur 5 Gleichspannungen für 
die Röhrengitter, sowie die Hochspannung für die Anode.

Also auch mit Netzfrequenz betriebener Trafo kann die benötigten 
Spannungen bereitstellen, man muß eben entsprechende Gleichrichter-/ 
Siebschaltungen zu Hilfe nehmen.

Wenn der Hochvolt- Block raus ist, könnte ich durchaus den 
freigewordenenen Platz nutzen, nötigenfalls ist nach hinten noch etwas 
Platz, wenn man die Rückwand durchbricht, dann paßt auch ein Trafo nebst 
Gleichrichtern.

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Autor: Edi (Gast)
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Für Interessierte:

Ich habe einen großen Teil der C1-91- Dokumentation korrigiert und 
überarbeitet, die Pläne sind sogar als Posterformate (mehrere A4- Seinen 
überlappend, perfekt aneinanderklebbar) verfügbar,damit kann man 
hervorragend arbeiten, ohne Lupe, ohne Augenkrebs, und ohne Zerstörung 
von Bauteilen, was unweigerlich passieren würde, wenn man den Plänen 
folgend, schaltet.

Wer Hilfe bei der Instandsetzung eines C1-91 benötigt, kann mich gern 
anfunken.

Ich bin aber noch nicht mit dem gesamten Unterlagen- Satz durch, auch 
können mir immer noch Fehler entgangen sein.

Ich habe  mit den besseren Plänen en einem der Netzteile einen Schaden 
gefunden, abgebrannte Teile an einer versteckten Stelle.
Ursache: In dem betreffenden C1-91 war die Hochvolt- Einheit voll 
abgebrannt, das hat auch diese Teile im Netzteil mitgerissen, ich fand 
abgebrannte Drosseln der Betriebsspannungs- Zuleitung.

In dieser C1-91- Version fehlen 7 Sicherungen (sieben !), von Hause aus 
sind da nur Brücken drin !!!
Da mußte es "rauchen" !
Ich wundere mich, daß die dünnen Zuleitungsdrähtchen nicht auch noch 
"mitgeheizt" haben...

Wie konnten die Russen so bekloppt sein, obwohl alles auf den 
Leiterplatten und Baugruppen vorgesehen war, die doch recht nützlichen 
Sicherungen wegzulassen ?
Das sind doch nur einige, wenige Kopeken, die sie eingespart haben- da 
hätten die doch vielleicht eher den Tragegriff weggelassen !
Der Schaden infolge überbrückter Sicherungen kann immens sein- bis hin 
zum Brand einer Werkstatt.

Ich hoffe, daß nur die Drosseln abgeraucht sind, die dicken Längsregler- 
Russentransistoren sind eigentlich "aus dem Felsen gefeilt", können 
meist extrem viel ab, ich rechne damit, daß die noch gehen.

Bilder: Die Poster- Pläne, Netzteil (sauschwer und verbaut), und Blick 
hinter die Grundplatte, hier sitzen die Drosseln der Betriebsspannungs- 
Versorgung.

Inzwischen sind Ersatzteile geordert, die wichtigsten Teile sind 
tatsächlich noch beschaffbar.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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>Trotz der schlechten Dokumentation ist der C1-91 ein Top- Gerät, die
>Verdrahtung stimmt ja, sonst würden sie nicht funktionieren, die
>Verarbeitung ist gut und solide, und wie mir per Mail mitgeteilt wurde,
>übertreffen z. B. die russischen Sampler- Einschübe die Paralleltypen
>von Tektronix.

...


>Wie konnten die Russen so bekloppt sein, obwohl alles auf den
>Leiterplatten und Baugruppen vorgesehen war, die doch recht nützlichen
>Sicherungen wegzulassen ?
>Das sind doch nur einige, wenige Kopeken, die sie eingespart haben- da
>hätten die doch vielleicht eher den Tragegriff weggelassen !
>Der Schaden infolge überbrückter Sicherungen kann immens sein- bis hin
>zum Brand einer Werkstatt.

Ach?


Überlege Dir mal wieviele Kopeken Du schon eingespart hättest wenn Du 
die Toten hättest ruhen lassen - Effizienz ist wohl doch nicht Alles?

Gruß,

Holm

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Autor: Edi (Gast)
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Wieder ein "hilfreicher" Beitrag...

Die Russen sind nicht die einzigen Bekloppten, die eine tolle Sache aus 
"Sparzwängen" total verhunzten.
Die Amis wußten lange, daß die Dichtungen ihrer Space- Shuttles bei 
Kälte verrecken werden, und ließen das Ding trotzdem starten, weil die 
Entwicklung von Verbesserungen ja nun mal was kostet.

Das sparten sie. Kostete dann aber trotzdem- das ganze Shuttle, nebst 
Astronauten.

[moderiert]

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Autor: Edi (Gast)
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So, nach einer Pause weiter...

Inzwischen sind Teile eingetroffen- 1 weiterer C1-91 mit Netzteil- 
Defekt, ein Zubehör- Kasten mkit Eichgerät und Adaptern für den 
abgesetzten Betrieb der  Baugruppen, sowie eine Bildröhre, werksneu, und 
Einzelteile für die Hochspannung.
Die BiRö konnte ich sehr gut runterhandeln, so ein Ding liegt wie Blei 
herum, kauft normal niemand.

Das Netzteil des Defektgerätes war schnell gegen ein funtionstüchtiges 
ausgetauscht.
So habe ich jetzt einen funktionstüchtigen C1, allerdings hat der noch 
kleinere Mängel, ich habe aber erst mal ein Gerät füer Messungen und 
Vergleiche, sowie die Möglichkeit, die in den Handbüchern fehlenden 
Angaben und Oszillogramme zu machen.

Weiter machte ich an den Netzteilen.

Niucht einfach- die Drähte zwischen den Baugruppen sind lang (genug), 
aber bei der Endmontage zu Schlaufen gelegt, und die Leiterplatten 
drübergeknallt- die muß man erst mal lösen, um die Schlsufen zu 
befreien.
Eine unnötige MAßnahme, für die Dräte war genug Stauraum.

Ein Kurzschluß eines Transistorgehäuses nach Masse, "mit Z- Dioden- 
Benehmen", obwohl alle Beine abgelötet waren, bei etwa 25 V gab es einen 
Voll- Kurzen, darunter- nicht.
Ursache: EIne  durchgeschossene Glimmerscheibe unter einem 
Leistungstransistor am Spannungswandler des Haupttrafos.
Sowas kann passieren, immerhin liegt hier die Speisegleichspannung vom 
Netz, sowie die Impulsspannung des Haupt- Trafos an.

Schlimmer, viel schlimmer bei einem der anderen Netzteile: Ebenfalls ein 
Kurzer, aber hier... hatte man keine dafür gedachten 
Isolierzwischenlagen unter den Transistoren, nur eine dünne 
Hartpapierscheibe, die beim Anschrauben Risse bekommt,und ein Stück 
Isolierschlauch über die Schraube.
Und das von Werk aus ! Der rote Sicherungslack zeigt, daß das so 
eingebaut wurde !
In einem Netzteil waren mehrere Kubikzentimeter Wärmeleitpaste im Innern 
reingedrückt worden, der Stauraum für die Drähte war voll damit !!!
In dem Netzteil mit den Murks- Isolierungen- war überhaupt keine 
Wärmeleitpaste unter den Transis !

Wie ein Elektronikfreund bemerkte, da ging wohl mehr Wodka in die 
Produktionslinie rein, als Oszis raus.

:-)

Bilder:
- Alle Geräte und Teile
- Glimmerscheibe mit Durchschlag,
- Bildröhre neu
- Netzteil aufgeklappt
- Wärmeleitpaste, die in die Zwischenräume gedrückt war
- Die Leistungstransis im Wandler
- Transi links ohne Wärmeleitpaste, rechts mit, Transi- Isolierungen, 
links das Pfusch- Zeugs, rechts die richtigen Teile, aus meinen 
Beständen.

Die Mitleser, die mich anschrieben- bitte beachten, daß sich meine 
Email- Adresse geändert hat !

Inzwischen habe ich die Dokumentation weiter aufgearbeitet, alle 
Schaltpläne sind eingescannt, vergrößert, Fehler, die ich fand, 
korrigiert, und Ergänzungen eingefügt.
ie Handbücher sind ohne Korrektur echt gefährlich, weil so extrem 
fehlerbehaftet, da kann man sogar Schaden anrichten !
Absolut ungeeignet für eine Reparatur, wenn man wirlich Fehler suchen 
muß.
Allerdings sind es keine Reparatur- Unterlagen, eben nur Beilage- 
Handbücher, um deren Qualität sich keiner kümmerte.

So ersteht eine echte Service- Dokumentation, ich bin aber noch dabei.

Autor: Edi (Gast)
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Ergänzend noch 2 Sachen:

An der Buchse zum Netzschalter:
1. Version:  2 und 11, 5 und 8 belegt (Nach Schaltplan),
2. Version:  1 und 12, 6 und 7 belegt,
3. Version: wie 2, aber Buchse verkehrtherum in dem Kühlkörper 
eingeschraubt, dann wird es knapp mit der Steckerleitung, die muß man 
dan aus den Führungen holen, und passend biegen. Von außen kann man die 
Buchse nicht abschrauben (innen eine Mutter hinter).

Es gibt auch 2 Versionen der Hochspannung.

Eine Version hat eine HV mit +3,1 kV Vorbeschleunigungsspannung, sowie 
eine Extra- Leiterplatte "Schutzschaltung für die Elektronenröhre", die 
erst nach einiger Zeit die Hochspannung zuschaltet, wenn die 
Röhrenheizung voll da ist. Die Zeit ist auf der Platine mit einem 
Einsteller bestimmbar.

Eine andere, wahrscheinlich frühere, Version hat Vorbescleunigung +2,5 
kV, und keine Schutzschaltungs- Platine.
Hier schaltet sich die Hochspannung dennoch erst nach einiger Zeit ein, 
bei mir etwas über 1 Minute (01:10). Es gibt keine Einstellmöglichkeit.
Die Anschlüsse der HV-  Baugruppen, sowiue die sichtbaren Bauteile an 
der Steckleiste sind gleich, die Zuschaltung wird offensichtlich in der 
vergossenen Wandler- Baugruppe realisiert.

Möglicherweise ist die Zuschaltung in beiden Versionen eine 
Grundeinstellung, die durch die Extra- Platine verlängert werden kann, 
aber nicht verkürzt.
Da die anderen Versionen defekt sind, kann ich das nicht überprüfen.

Die HV- Schaltungen sind vergossen, und damit bei schweren Schäden 
unreparabel, ich werde sie durch heutige Baugruppen ersetzen.
.

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