Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Fragen zu Netzteil


von Highii H. (highii)


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Hallo,

Ich habe zwei grundlegende Fragen zu einem Netzteil.

(1) Ich habe ein Tischnetzteil bei Conrad gefunden, das liefert 5V 
Ausgangsspannung und maximal 5000mA. Sowas suche ich. Wie sieht es, wenn 
ich damit eine Schaltung betreibe, die nur wenige mA Strom benötigt. 
Kann ich das Netzteil dafür verwenden oder sollte man dafür eher eins 
wählen, das einen geringeren maximalen Ausgangsstrom hat?

(2) Wenn sich bei der Schaltung die benötigten Stöme sehr stark und 
schnell ändern (mehrere Ampere von einen auf den anderen Moment), gibt 
es irgendwelche Effekte, dass das ein Netzteil nicht schafft? Ich habe 
keine Ahnung ob es sowas in der Art überhaupt gibt. Oder sollte man bei 
solch einer Schaltung einen Komdensator mit einbauen, der 
Stromänderungen ausgleicht?

Danke für eure Antworten und Grüße.

von Jens G. (jensig)


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1. Klar kannste damit auch wenige mA ziehen lassen (wenn das kein 
Dauerzustand werden soll, was dann bißchen witzlos wäre)
2. hängt von der Regelqualität des NT ab

von Highii H. (highii)


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Jens G. schrieb:
> 2. hängt von der Regelqualität des NT ab

Gibt es dazu irgendwelche technischen Daten, anhand denen man das sagen 
kann? Oder sind das eher Dinge, die man über Bewertungen des Netzteils 
erfährt?

von U. M. (oeletronika)


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Hallo,
> Highii H. schrieb:
> (1) Ich habe ein Tischnetzteil bei Conrad gefunden, das liefert 5V
> Ausgangsspannung und maximal 5000mA. Wie sieht es, wenn
> ich damit eine Schaltung betreibe, die nur wenige mA Strom benötigt.
lese das Datenblatt bzw. Betriebsanleitung. Steht da irgend wo etwas 
bezüglich einer minimalen Last? Wenn nicht, dann sollte es die Spannung 
bei jedem Strom herab bis 0A stabil halten. Das ist aber bei den meisten 
Netzteilen auch ganz normal.

> (2) Wenn sich bei der Schaltung die benötigten Stöme sehr stark und
> schnell ändern (mehrere Ampere von einen auf den anderen Moment), gibt
> es irgendwelche Effekte, dass das ein Netzteil nicht schafft?
Das Netzteil schafft das schon, aber je nach Auslegung des NT kann es 
solche Lastschwankungen nur mehr oder weniger schnell ausregeln.
Spannungseinbrüche und im schlechtesten Fall sogar Überspannungen sind 
möglich.

> Ich habe
> keine Ahnung ob es sowas in der Art überhaupt gibt. Oder sollte man bei
> solch einer Schaltung einen Komdensator mit einbauen, der
> Stromänderungen ausgleicht?
Kondensatoren als Energiespeicher sind sowieso in fast jeder 
elektronischen Schaltung vorhanden. Je nach Anwendungsfall kann es 
sinnvoll und notwendig sein, weitere Kondensatoren hinzuzufügen.
Gruß Öletronika

von oszi40 (Gast)


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Highii H. schrieb:
> Oder sollte man bei
> solch einer Schaltung einen Kondensator mit einbauen, der
> Stromänderungen ausgleicht?

Kommt ganz auf die konkrete Schaltung an. Ein zu dicker Elko kann auch 
wie ein Klotz am Bein sein für die Reglung, da er später wieder 
aufgeladen werden muß. Wichtiger sind oft die keramischen 
Stützkondensatoren möglichst nahe an den Schaltkreisen.

von Highii H. (highii)


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oszi40 schrieb:
> Wichtiger sind oft die keramischen Stützkondensatoren möglichst nahe an
> den Schaltkreisen

Ok. Welche Kapazität sollte er haben? Gibt es da Richtwerte? Die 
Schaltung zieht zwischen 3 und 5A und wird mit 5V versorgt.

von W. S. (winni_funker)


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Highii H. schrieb:
> Wie sieht es, wenn
> ich damit eine Schaltung betreibe, die nur wenige mA Strom benötigt.

Kannst du das etwas genauer angeben? Wie hoch kann der maximale Strom 
werden? Wenn du nur mal 100 mA brauchst, macht es wenig Sinn dafür ein 
5 A Netzteil einzusetzen. Wie schon erwähnt, wird üblicherweise direkt 
in der Schaltung mit einem entsprechend dimensionierten Elko die 
Spannung "abgestützt".

von Highii H. (highii)


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Winfried S. schrieb:
> Wie hoch kann der maximale Strom werden? Wenn du nur mal 100 mA
> brauchst, macht es wenig Sin

Die Maximale Spannung kann 5A groß werden.

Gibt es einen Schaltplan, wie bzw. wo man den Kondensator genau einbaut?

von oszi40 (Gast)


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Highii H. schrieb:
> Welche Kapazität sollte er haben?

Wir sehen Deine Schaltung bisher nicht! Zwischen einem UHF-Konverter und 
einem Schweißgerät bestehen "kleine" Unterschiede. Finde sie heraus.
Fang mal da an mit lesen: 
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/index.htm

von Günter Lenz (Gast)


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Highii H. schrieb:
>Wie sieht es, wenn
>ich damit eine Schaltung betreibe, die nur wenige mA Strom benötigt.

Ich vermute mal, du willst experimentieren und bei einem Fehler
deiner Schaltung die Bauteile nicht gefährden.
Es gibt Netzteile, die eine einstellbare Strombegrenzung haben.
Oder du nimmst einen Parallelregler (Widerstand und Z-Diode),
dann hast du auch eine Strombegrenzung.

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