Ich habe zunehmend mit ausländischen Kunden zu tun - was ja eigentlich schön ist. Nur jammern diese mitunter - obwohl durchaus etablierte Firmen - über die hohen Bankkosten bzw. die umständliche Abwicklung bei Zahlungen aus dem ostasiatischen Raum nach Europa. Was mir ja egal sein kann - wenn das nicht als Ausrede für verzögerte Zahlungen herhalten muß. Bevor ich dort direkt nachfrage und mich blamiere - wäre für die Zahlung Paypal eine Option? Es geht um eine Größenordnung von 2000 bis 10.000 Eur, für Lieferungen und vor Ort erbrachte Leistungen. 1. Friert PP eventuell die Zahlungen ein, und wie kann ich nachweisen, daß die Zahlung korrekt ist (Rechnungskopie)? 2. Stänkert das Finanzamt eventuell rum? 3. Ist PP zuverlässiger und / oder preiswerter als Banküberweisung? 4. Ist PP inzwischen so "renommiert", daß Firmen das im Zahlungsverkehr untereinander nutzen?
Ich würde alles andere nehmen aber nicht Paypal. Da wäre mir das Ausfallrisiko viel zu groß. Noch dazu fressen einen die Gebühren auf.
Ich nutze Paypay schon seit vor der Euro-Einführung. Damals war das eine echte Erleichterung. Heute sehe ich zumindest im Euroraum für B2B keinen zwingenden Grund für Paypal. Die Gebühren sprechen deutlich dagegen. Außerhalb der EU kann das sinnvoll sein. Denk aber daran, bei Paypal hast du die Gebühren an der Backe. Das musst du ggf. auf den Preis aufschlagen. Bei Überweisungen kannst du vom Kunden verlangen, das er die Gebühren weitestgehend übernimmt. Für das Finanzamt ist Paypal überhaupt kein Problem. Ich behandle das in der Buchhaltung ähnlich wie ein Girokonto. Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
Darf ich Skrill vorschlagen? Die wollen zwar vom Versender auch 1% Gebühren, begnügen sich aber im Gegensatz zu PayPal mit einem Gebührenhöchstbetrag von 10 Euro pro Transaktion.
Sehe ich das richtig, daß laut dieser Tabelle https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/ua/useragreement-full#int_16 Auslandsüberweisungen nach Deutschland am Teuersten sind. Und locker doppelt so teuer wie in 20 andere europäische Länder? Fällt das wieder in die Rubrik: Mit den blöden Deutschen kann mans ja machen?
Es wird PP nachgesagt, dass sie auf Grund von Geldwaescheiverdacht ploetzlich mal Zahlungen blockieren. Dass kann ein ploetzliches Anschwellen der Ueberweisungen sein. Das Verfahren zieht sich dann hin. Fuer ein paar Euro bis ein paar zehn Euro egal, fuer groessere Betraege eher nicht.
Neben den schon genannten Gebühren und dem gelegentlichen Einfrieren des Guthabens hat Paypal aus Verkäufersicht einen weiteren Nachteil, der gerade bei Auslandskunden zum Problem werden kann. Nämlich den sogenannten Käuferschutz. Prinzipiell eine gute Sache für den Käufer, um sich vor unseriösen Verkäufern zu schützen. Aber leider gibt es auch unter den Käufern Betrüger. Beispiel: Du verschickst einen mit Paypal bezahlten Artikel. Der Käufer behauptet nun, dieser Artikel wäre mangelhaft, entspräche nicht der Beschreibung, kaputt oder sonstwas und macht einen Paypal-Fall auf. Paypal bucht das Geld zurück zum Käufer, OHNE zu prüfen, ob die Reklamation berechtigt ist. Paypal kümmert sich auch nicht darum, ob der Artikel zurückgeschickt wurde. Das ist alles ganz allein dein Problem. Ideal für im Ausland sitzende Abzocker 2.0, Ware weg, Geld weg, juristisch schwierig ranzukommen.
Ok, der Käuferschutz macht mir wenig Bauchschmerzen, es sind Firmen, die auch in den nächsten Jahren auf meine Dienste nicht verzichten wollen. Allerdings nutze ich momentan Paypal nur für kleinere Käufe, wenn da plötzlich eine größere Summe eingeht könnte ich mir gut vorstellen, daß da irgendwelche Algorithmen zuschlagen und das erstmal sperren. Und die Gebühren sind natürlich u.a.s. 200 Eur mal eben für eine Transaktion, das düfte die üblichen Bankkosten locker schlagen.
Um welche Länder geht es denn? EU-Ausland sollte sich doch eigentlich mit IBAN/SEPA erschlagen lassen. Für kleinere Dinge bieten wir PayPal (gegen Gebührenübernahme) an und haben bisher keinen einzigen Ausfall gehabt. Das bewegt sich aber immer nur im dreistelligen Bereich. Bei solch großen Beträgen wäre ich bei PayPal allerdings auch vorsichtig. Bei solchen Beträgen spielen die Transaktionsgebühren für normale Überweisungen eh keine Rolle mehr und PayPal schlägt dann erst richtig zu ;-)
Chris D. schrieb: > Bei solch großen Beträgen wäre ich bei PayPal allerdings auch > vorsichtig. Ich hatte über 30 Jahre lang bei der Postbank ein Girokonto und habe das auch für meinen geschäftlichen Zahlungsverkehr genutzt. Eines Tages schrieb ich einen Rechnung mit nicht ganz kleinem 5-stelligen DM-Betrag und der Kunde zahlte auch postwendend. Ich erhielt den (Papier-) Kontoauszug per Post und als ich den Betrag vom Girokonto woanders hin verschieben wollte - bargeldlos - kam ein Brief von der Postbank, dass der Auftrag mangels Deckung nicht ausgeführt würde. Ich rief dort an und wollte wissen, was da los ist. Nach einigem hin- und her erfuhr ich dann, dass man zu dem Schluss gekommen sei, das Geld stünde mir nicht zu und es an den Absender zurück überwies. Das war Paypal vorweggenommen. Nur dass damals Textbausteine noch nicht so üblich waren und auch das Lesen von Nachrichten noch nicht ersetzten.
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