Hallo ins Forum,
habe eine Kosmos Tischbohrmaschine und möchte gerne das Bohrfutter
wechseln.
Leider habe ich keine Ahnung wie ich das hinbekomme!!!
Habe keine Öffnung für einen Dorn gefunden.
Gibt es eventuell hier einenn Trick?
Habe ein Bild vom Bohrfutter angefügt.
Hoffe, mir kann jemand kurzfristig helfen
Danke
Kristian schrieb:> Habe keine Öffnung für einen Dorn gefunden.
Dann ist es wohl wie im anderen Thread schon vermutet eine "B" Aufnahme.
Da keine Abdrückmutter vorhanden ist musst du dir wohl was anderes
überlegen. Eventuell was zwischen Gehäuse und Bohrfutter klemmen und
dann die Pinole nach oben schnalzen lassen oder so.
Hallo,
nee, selbst wenn ich den Hub ganz runter fahre, ist keine Öffnung zu
sehen.
Abdrehen habe ich auch schon versucht, dabei habe ich es rechts und
links herum probiert.
Dann habe ich oben über den Riemen, versucht mit einer 14er Nuss
gegenzuhalten, aber auch zwecklos
Nimm eine Rohrzange, lege die beiden Griffe über das Futter und versuche
das Futter damit nach unten herauszuklopfen. Bei meiner Maschine sieht
das ganz ähnlich aus.
Hallo,
nein, da kommt nicht sowas raus wie auf dem Bild rechts! Der Konus ist
in dem Bohrfutter! Du siehst doch oberhalb des Bohrfutters eine "Mutter"
mit zwei parallelen Flächen (sieht zumindest so aus auf deinen Bilder).
Damit kannst Du das Bohrfutter von dem Konus schieben, da die Mutter
sich auf einem Gewinde dreht. Wenn Du die Spindel nicht arretieren
kannst, dann spanne einen großen Inbusschlüssel in das Futter ein und
halte damit die Spindel fest. Dann drehst Du mit einem Maulschlüssel die
Mutter. Dann wird nach 1/2 Umdrehung das Futter abfallen. Bei meiner
alten Flott-Maschine wird das so gemacht. Bei mir reicht es sogar, wenn
ich das Futter von Hand festhalte. So leicht geht das dann.
Marcel
Hi,
ahja, ich hätte mir mal das erste Bild ansehen sollen: Auf genau diesem
sichtbaren Gewinde oberhalb des Futters sollte eigentlich die Mutter zum
runterschieben sitzen. Wozu sollte da auch sonst ein Gewinde sein...
Wenn Du das Futter abbekommst (musst Du halt jetzt kräftig dran
rumrupfen), solltest Du da wieder eine passende Mutter draufschrauben.
Damit geht es wirklich leicht ab. Jetzt musst du viel Kraft und Geduld
aufwenden, so eine konische Verbindung kann verdammt fest sitzen. Klemme
ein Stück Metall zwischen Gehäuse und Futteroberkante und lasse die
Spindel nach oben schnellen. Versuche es mehrmals. Irgendwann fällt das
Futter ab.
Viele Grüße
Marcel
Alles klar, werde es morgen in der Werkstatt mal versuchen und mich auf
jeden Fall wieder melden.
Kann ich dann ein ganz normales MK2 Futter einbauen, oder was sollte ich
beachten?
Mike M. schrieb:> Das was dann rauskommt sieht so aus wie rechts:
Eher nicht. wie schon geschrieben ist der B-Kegel das Spindelende und im
Bohrfutter ist die entsprechende kegelförmige Bohrung.
Zwei flache Holzkeile zwischen Bohrfutter und Spindellager und leichte
Hammerschläge sollten das Problem lösen.
Wenn es nicht klappt, keine Gewalt anwenden. Nimm einfach einen größeren
Hammer. ;-)
Grüße
Richard
Kristian W. schrieb:> Kann ich dann ein ganz normales MK2 Futter einbauen, oder was sollte ich> beachten?
MK2 ist der Kegel, der bei besseren Bohrmaschinen in die Spindel
gesteckt wird. Bohfutterseitig ist immer ein B-Kegel. B14 oder B16.
Grüße
Richard
Hi,
ich habe ein B16 -Bohrfutter. Habe mal gegoogelt, es sieht ungefähr so
aus. B16 ist glaube ich die Bezeichnung der konischen Aufnahme. MK2
heißt dass, wenn es ein Morsekegel. Aber Deine Maschine hat keine
Aufnahme für den Morsekegel, sie hätte sonst in der Spindel einen
Schlitz um den Kegel austreiben zu können. Deine Spindel endet in einem
"Außen"-Konus. Und ich wette, der ist für ein B16-Futter gemacht. Nur
große Maschinen haben einen Morsekegel, also den großen Konus auf der
einen Seite, den man dann in die Spindel steckt und einen weiteren Kegel
auf den man das Bohrfutter stecken kann, das kann dann auch B16 sein.
Kleinere Tischstandbohrmaschinen haben meist eben nicht den kompletten
Aufbau sondern nur den Teil mit zB B16.
Ein B16-Futter:
https://www.handwerker-profishop.de/werkzeug-werkzeugmaschine/praezisionsspannwerkzeug/bohrfutter/roehm-schnellspannbohrfutter-supra-sk-spann-w-1-13mm-b16-f-rechts-linkslauf/a-123924/
Viele Grüße
Marcel
Hi,
nein, B16 oder B14 wird nur gesteckt (auch wenn man es nicht glaubt, das
hält wirklich gut). Geschraubt wird da nichts. Am Besten ist es, wenn Du
erst mal versuchst Dein Futter abzubekommen. Dann siehst Du das alles
ganz einfach ist. :-)
Viele Grüße
Marcel
PS: Wie kommst Du auf schraubbar? In dem Link steht nichts dazu.
Da ich schon einige Maschinen restauriert habe, kenne ich genau diese
Falle sehr genau. Und diese Falle ist eklig!
Wie schon festgestellt gehört auf das Gewinde eine Abdrückmutter. Diese
ließe sich sogar noch nachträglich aufsetzen, dazu brauchst Du aber eine
gut ausgestattete Werkstatt in Deiner Nähe. Ich habe sowas schon
gemacht, aber speziell an meiner Maschine. An Deiner wird ein anderes
Gewinde sein, ganz sicher sogar.
Wie häkelt man da nun eine Mutter drauf?
1. Ein ordentliches Stück Vierkantstahl absägen
2. Darin eine Bohrung und das Gewinde einbringen (Drehmaschine)
3. Quer durch das Vierkantdingens außen zwei Bohrungen
4. Das Vierkantdingens in der Mitte durchsägen
5. die beiden Häften über das Gewinde der Spindel ausrichten und mit
zwei Schrauben in den Querbohrungen mäßig zusammenschrauben.
6. Bingo, jetzt hast Du eine Abdrückmutter ;-)
Genau so habe ich das gemacht, aber ohne passende Maschinen ist Essig.
Zweite Alternative (wenn Murphy nicht zu garstig ist)
1. Spindel oder ganze Pinole ausbauen oder wenn geht Bohrkopf zur Seite
drehen
2. In das Futter von vorne (unten) eine Bohrung einbringen (4,8mm oder
6,2mm)
3. In diese Bohrung ein Gewinde schneiden (M6 oder M8)
4. Schon beim Gewinde schneiden fällt das Bohrfutter ab (weil der
Gewindebohrer als Abdrücker fungiert)
Auch das habe ich schon gemacht (an alter Handbohrmaschine)
Wenn man hat, ginge es auch ohne Ausbau der Spindel, nämlich mit einer
Winkelbohrmaschine von unten an das Futter.
Jegliche Klopperei würde ich tunlichst unterlassen, es sei, Du möchtest
ohnehin die Lager wechseln.... ;-)
Old-Papa
links und rechts einen Montierhebel (Mototrradreifen) zwischen Lagen und
Futter ansetzen und gleichzeitig drücken, ggf. bei dem Abstand noch was
am Lager unterlegen. Geht bei mir prima. Vorsicht: wenn man mit beiden
Händen drückt kann man das fallende Futter nicht halten :-). Darum
kleine Schüssel o.ä. drunter stellen, damit das Futter nicht runter
fällt!
Mike M. schrieb:> oder mit einem Abzieher. Der Dorn müsste dann durch das voll> geöffnete> Futter drücken.
In der Regel sind die Bohrfutter nicht durchgebohrt, dürfte also nicht
gehen!
Udo schrieb:> Mike M. schrieb:>> oder mit einem Abzieher. Der Dorn müsste dann durch das voll>> geöffnete>> Futter drücken.>> In der Regel sind die Bohrfutter nicht durchgebohrt, dürfte also nicht> gehen!
Ich hab heute eine alte Maschine von Praktiker angeschaut, dort ist das
Futter durchgebohrt. Erleichtert auch den Zusammenbau von dem Futter
Hier mal wie das bei der Praktiker Maschine aussieht. Da ist aber kein
Gewinde zum Abdrücken dran...
Dafür das Bohrfutter hohl wobei ein Abzieher da sehr leicht anzusetzen
ist.
Danke erst einmal allen für die zahlreichen Tipps,
Fahre gleich voller Tatendrang in die Werkstatt und werde mein Glück
versuchen.
Inwieweit es geklappt hat, werde ich heute Abend mitteilen.
soooo,
Bohrfutter ist danke des Abziehers ( vom Auto ) draussen.
Vielen Dank für die wertvollen Tipps....
Woran kann ich jetzt sehen, welche Größe das neue Bohfutter haben muss?
Kann ich ganz normal auf MK2 wechseln?
Kristian W. schrieb:> soooo,>> Bohrfutter ist danke des Abziehers ( vom Auto ) draussen.> Vielen Dank für die wertvollen Tipps....>> Woran kann ich jetzt sehen, welche Größe das neue Bohfutter haben muss?>> Kann ich ganz normal auf MK2 wechseln?
Nein! Es wurde schon mehrfach gesagt: MK-Kegel ist außen und ein B-Kegel
im Futter. Du kannst NUR ein B-Kegel-Futter verwenden. Ob nun B16, B14
oder was auch immer, kannst Du abmessen. Kegel oben und unten messen und
im Netz nach passender Tabelle suchen.
Bevor Du das neue Futter aufdengelst, solltest Du die besagte Mutter
anfertigen lassen oder eventuell passt was aus dem KFZ-Bereich.
Old-Papa
Im Foto ein MK2 zu B16 Adapter. Den Bxx hast Du aber fest an der
Spindel.
Jetzt klarer? ;-)
Paul B. schrieb:> Ein wenig WÄRME auf das Bohrfutter bringen hilft 10x mehr als rohe> Gewalt.>> MfG Paul
Nein, geht leider gar nicht!
1. Du bekommst die Wärme nicht punktgenau an das Innenteil vom Futter
(höchstens auf den äußeren Ring)
2. Da Futter und Kegel sehr fest verbunden sind, werden beide
gleichermaßen warm.
3. Das könnte bei unterschiedlichen Materialien funktionieren (z.B.
Alu-Keilriemenscheibe auf Stahlachse) hier aber nicht.
Alles eigene Erfahrungen und irgendwie ach logisch ;-)
Old-Papa
Old P. schrieb:> Nein, geht leider gar nicht!
Meinst Du wirklich, daß ich den Rat gab, ohne die Erfahrung selbst
gemacht zu haben?
Manchmal weiß man wirklich nicht, was man sagen soll...
-Paul-
Paul B. schrieb:>> Meinst Du wirklich, daß ich den Rat gab, ohne die Erfahrung selbst> gemacht zu haben?
Und ich gerade eben anders herum ;-) Es ging bei mir noch nie!
So vielfältig ist die Welt.
> Manchmal weiß man wirklich nicht, was man sagen soll...
Das glaube ich Dir nicht ;-) Irgendeinen Spruch hast Du doch immer
drauf....;-)
Einen Trick hatte ich noch vergessen:
Den kleinen Hammer, viel Geduld und einz-zwei Bier.
1. Futter fest zudrehen
2. Maschine anschalten, möglichst kleine Drehzahl
3. An das rotierende Bohrfutter mit leichten Schlägen seitlich klopfen.
Das löst in Mikroschritten den Kegel, da schiefe Ebene.
Das dauert und man sieht keinerlei Fortschritt, plötzlich isset ab.
Das Bier? Nur zum Zeitvertreib und zur Beruhigung ;-)
Old-Papa
>> Manchmal weiß man wirklich nicht, was man sagen soll...Old P. schrieb:> Das glaube ich Dir nicht ;-) Irgendeinen Spruch hast Du doch immer> drauf....;-)
Tatsächlich hätte ich vorhin mühelos einen Spruch bringen können -nur:
Den hättest Du nicht lesen wollen.
Old P. schrieb:> Einen Trick hatte ich noch vergessen:>> Den kleinen Hammer, viel Geduld und einz-zwei Bier.>> 1. Futter fest zudrehen> 2. Maschine anschalten, möglichst kleine Drehzahl> 3. An das rotierende Bohrfutter mit leichten Schlägen seitlich klopfen.Da stimme ich vollkommen zu.
Old P. schrieb:> Das dauert und man sieht keinerlei Fortschritt, plötzlich isset ab.> Das Bier?
Das Bier?! Plötzlich isses alle
Aber: Man hatte Bier und Futter
;-)
MfG Paul
hallo. ich hatte ähnliches problem!, hab mir folgend -beholfen!,da die
meisten maschinenbohrfutter, sind mit einem halte-konus versehensind!
hab ich, mit einerspurstangendemontage gabel, die ja vorne-einseitig,
angeschrägt ist,-angesetzt!-zwischen futter+drehwelle!+zack mit einem
beherzten schlag, viel das ding einfach heraus!!-nix kaputt!+futer wird
einfach wieder aufgesetzt+mit einem guten schlag von unten,
festgemacht!-ganz easy!.. ich hoffe ich konnte dir helfen?...:
alternativ zu soeiner gelenkabdrückgabel, kannst du auch , ein etwas
stabileres flacheisennehmen+entsprechend , der wellendicke, einekerben
/heraus lexen/sägen, damit, zwischen futter+wellegehen, dann mim hamer,
nach unten wegschlagen!, müßte genausogut
funktionieren!!-probiers?..................mfg.
Hallo,
ich habe bei meiner Scheppach DP19Vario dasselbe Problem:
hier gibt es in der Spindel auch kein Langloch für einen Austreiber.
Der Tipp mit einer Wasserpumpenzange war Gold wert! Ich habe einfach die
beiden Zangenenden direkt oberhalb des Bohrfutters angesetzt: etwas
knöppen/hebeln und nach 4-5 Bewegungen ging das Teil, letztlich ganz
leicht, ab.
Wenn man den Bohrfutterkonus an dicken Stelle misst hat man ca.16 oder
18 mm.
Dann braucht man ein Futter mit B 16 oder B 18 Konus.
Zum Montieren wurde in der Industrie das Bohrfutter auf einer Kochplatte
erhitzt,der Konus entfettet,das Futter mit einem Gummihammer auf den
Konus
geklopft.Normal ist auf dem alten Futter die Bezeichnung B 12,14,16,18
verewigt.Ich habe zur Entfernung des Bohrfutters 2 St.Gabelkeile.
Gruß Hans
Hans K. schrieb:> Ich habe zur Entfernung des Bohrfutters 2 St.Gabelkeile.
Zwei passende Gabelkeile sind das Werkzeug der ersten Wahl.
Von Maschinen mit einer solchen Aufnahme lässt man besser die Finger.
Rainer Herbst schrieb:> Scheppach DP19VarioRainer Herbst schrieb:> kein Langloch für einen Austreiber
LOL
Und warum liefern die einen Austreibkeil mit????
Wenn man SEIN Werkzeug nicht kennt!
Ganz herzlichen Dank für Eure Ausführungen an dieser Stelle! Jetzt
schnurrt mein Fundstück wieder und ich kann fluffig bohren und schnell
spannen.
Grüße von Karl
Ich hatte das gleiche Problem mit dem Bohrfutter.
Meine Lösung :
1. Bohrfutterschlüssel anstecken
2. Mit einem Gummihammer gegen die Aufschraubrichtung des Bohrfutters
gegen den Bohrfutterschlüssel schlagen.
Wichtig ist , die Trägheit des Antriebes als Gegenkraft zu benutzen
(ein kurzer schneller Schlag).
Gerald K. schrieb:> 2. Mit einem Gummihammer gegen die Aufschraubrichtung des Bohrfutters> gegen den Bohrfutterschlüssel schlagen.
Kennt aber jeder gelernte Mechaniker.
Auch der größte Inbusschlüssel den das Futter fasst, kann man nehmen.
Gerald K. schrieb:> Ich hatte das gleiche Problem mit dem Bohrfutter.> Meine Lösung :>> 1. Bohrfutterschlüssel anstecken>> 2. Mit einem Gummihammer gegen die Aufschraubrichtung des Bohrfutters> gegen den Bohrfutterschlüssel schlagen.>> Wichtig ist , die Trägheit des Antriebes als Gegenkraft zu benutzen> (ein kurzer schneller Schlag).
Bei einem via Kegel befestigtem Bohrfutter (darum ging es) der geplante
Maschinenmord!
Old-Papa