Hallo zusammen,
ich interessiere mich sehr für den FDP8030L Logic-Level-Transistor.
Leider finde ich nirgendswo eine Stromverstärkung im Sätigungsbereich
bzw. irgendeine Stromverstärkung. Diese Information ist aber wichtig,
denn ich möchte den basiswiderstand dimensionieren. Hier das Datenblatt:
http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/12cf/0900766b812cf71b.pdf
Heißt die Stromverstärkung nicht mehr H(fe)? oder bin ich einfach nur
blind?
Ziel ist es, ströme bis zu 1,2 A mit einm möglichst niedrigen Basisstrom
sicher zu schalten. Es dient ein Arduino als µC.
Vielen dank und Grüße.
Ein MOSFET wird ja auch über Spannung gesteuert, nicht über einen
statischen Strom. Daher auch keine Stromverstärkung Ic/Ib sondern
Ids/Ugs.
Also nicht blind, nur Fehlsichtig
Und was fließen da dann für Ströme in etwa? Denn dieser Basistrom fließt
ja dann in die I(ds) strecke mit ein.
Da ich diese nahezu kaum verfälschen möchte, möchte ich einen sehr
niedrigen Basistrom.
danke für die Antworten bisher!
Blumerika schrieb:> Da ich diese nahezu kaum verfälschen möchte, möchte ich einen sehr> niedrigen Basistrom.
Das ist kein Problem, Du hast immer einen Basisstrom von Null weil Du
keine Basis hast.
Beim Schalten fließt ein Strom, der die Gate-Drain-Kapazität läd, danach
keiner mehr.
Du brauchst nur einen MOSFET der bei der Steuerspannung des Arduinos
komplett durchschaltet, einen sogenannten LogicLevelMOSFET.
Schau Dir doch mal die grundlegende Funktion von MOSFETs an.
Ja wudnerbar! Dann soltle der ausgewählte Transistor aufjedenfall
passen.
Aus dem Datenblatt kann man ja sehr gut erkennen, ab wannd er Transistor
durchschaltet.
Kennt ihr noch andere empfehlenswerte LL-N-Channel Mosfets?
Vieln Dank für eure Antworten!
Bei einer Anwendung als Schalter fließt der Basisstrom von nem
Bipolartransistor eh nicht durch das geschaltete Objekt.
Nur mit blumerischen Informationen läßt sich eh nur eine Pauschalaussage
treffen
@ Blumerika (Gast)
>ich interessiere mich sehr für den FDP8030L Logic-Level-Transistor.
Schön.
>Ziel ist es, ströme bis zu 1,2 A mit einm möglichst niedrigen Basisstrom>sicher zu schalten. Es dient ein Arduino als µC.
Damit hast du mit einem Logic Level MOSFET die optimale Wahl getroffen,
denn dessen Eingangsstrom (Gatestrom) ist statisch praktisch NULL. Damit
ist die Stroomverstärkung unendlich groß ;-)
AHHHHHH, warum habe ich es geahnt? Dein FDP8030L ist ein 80A Monster mit
4,5 mOHM R_DS_ON!!! Den brauchst du nie im Leben, um lausige 1,2A zu
schalten! Nimm den klassischen IRLZ34N, der reicht locker!
Vielen Dank Falk,
der sieht auch gut aus! Je niedriger R_dson desto besser! Der IRLZ34N
sieht gut aus, diese <50mOhm sind auch noch ok.
ich finde den Preis von 44 Cent sehr günstig (re*chelt), denn der
FDP8030L kostet bei RS 3€! und ich brauche 10 Stück von denen.
Von daher, spare ich dadurch ca 25€. Thank you.
Falk B. schrieb:> AHHHHHH, warum habe ich es geahnt?
Generation Arduino kennt halt nur MOSFET als "Black Box" Schaltelement
im cerebralen Abstraktionslayer
@ Blumerika (Gast)
>der sieht auch gut aus! Je niedriger R_dson desto besser!
Jain! Es sollte schon im SINNVOLLEN Rahmen bleiben. Fährst du mit dem
40-Tonner zum Bäcker Brötchen holen?
>Von daher, spare ich dadurch ca 25€. Thank you.
Nicht wahr?
Naja, wenn ich 40 Tonnen Brötchen brauche, dann fahre ich mit dem
40tonner dahin ;) Spaß am rande.
Ne, ich baue eine Widerstadnsdekade auf, die so genau wie möglich sein
sollte. Und bei 0.2 Ohm ist das nichtmehr vernachlässigbar in meinem
Bereich.
ich denke der IRLZ34N wird es werden :)
Ein klassischer Miniaturkippschalter - was hat der für einen
durchgangswiderstand?
Blumerika schrieb:> Naja, wenn ich 40 Tonnen Brötchen brauche, dann fahre ich mit dem> 40tonner dahin ;) Spaß am rande.
...oder fährst 40 x mit einem Eintonner.
Wer hätte die Möglichkeit bedacht?
Blumerika schrieb:> Ne, ich baue eine Widerstadnsdekade auf, die so genau wie möglich sein> sollte. Und bei 0.2 Ohm ist das nichtmehr vernachlässigbar in meinem> Bereich.>> ich denke der IRLZ34N wird es werden :)
Da hab ich ernste Zweifel, dass du weißt was du tust. ;-b
Elektronische Last a la Arduino :D
* Nur MOSFETs können schalten
* Nur mit PWM kann man analoge Signale erzeugen
* Nur Digitalpotentiometer können regeln
Torben K. schrieb:> * Nur MOSFETs können schalten
Nicht verstärken?
> * Nur mit PWM kann man analoge Signale erzeugen
Erzähl das mal einem NF-Verstärker.
> * Nur Digitalpotentiometer können regeln
Linear oder logarithmisch? ;-b
Brauche ich eigentlich einen Vorwiderstand um den Strom zu begrenzen?
Ich möchte den Transistor mit einem Arduino ansteuern. Leider finde ich
immer widersprüchliche Informationen.
Einen pulldown/up widerstand benötige ich doch auch oder? Sonst ist der
Spannungspegel nicht eindeutig definiert, wie bei einem klassischen
Taster.
Blumerika schrieb:> Brauche ich eigentlich einen Vorwiderstand um den Strom zu begrenzen?
Wie bereits des öfteren erwähnt, fliesst da lediglich eine Umladestrom.
Dieser Umladestrom fliesst nur während des Schaltvorganges und wird also
im Mittel grösser, wenn du die Umschalterei des MOSFet oft machst -
sprich, eine hohe Schaltfrequenz hast.
Bei deinen geringen Umschaltfrequenzen ist der Widerstand nicht nötig,
du kannst aber immer ein paar Ohm reinschalten, schaden tut es nicht und
es sorgt dafür, das auf der Versorgung des Arduino nie nichts einbricht.
Also bau 22-100 Ohm in die Gateleitung, das beruhigt.
Blumerika schrieb:> Einen pulldown/up widerstand benötige ich doch auch oder? Sonst ist der> Spannungspegel nicht eindeutig definiert, wie bei einem klassischen> Taster.
Nur, solange der MC Ausgang des Arduino nicht als Ausgang definiert ist.
Ein externer Pulldown würde dann den MOSFet definiert sperren.
@Matthias
Danke, das ist doch mal eine nützliche Antwort.
D.h. ein Pullup/down Widerstand wäre eine doppelte Absicherung, da der
Arduino einen internen bereits am Board hat?
Blumerika schrieb:> da der Arduino einen internen bereits am Board hat?
Der muß aber erstmal eingeschaltet werden.
Direkt nach einem Reset ist der Anschluß ein hochohmiger Eingang, Du
solltest also einen Pulldown (um die 100k) einsetzen um den FET sicher
zu sperren.
Blumerika schrieb:> da der> Arduino einen internen bereits am Board hat?
Hat er gar nicht. Die Pins am Arduino mit AVR haben, wenn sie als
Eingänge geschaltet sind, wahlweise einen PullUP, aber nie einen
PullDOWN.
Pullup = Widerstand gegen +VCC
Pulldown = Widerstand gegen GND
Okay vielen Dank.
D.H. ein Pull-Down Widerstand setze ich aufjedenfall ein. Die Frage ist
jetzt nur welchen Wert. Du sagtest jetzt 100kOhm.
hier z.B. steht 10kOhm bzw. 18 kOhm:
http://forum.arduino.cc/index.php?topic=132977.0
Ist das egal? gibts eine Faustformel? Oder gar eine Formel zum
Berechnen? Ich vermute mal nicht - denn es geht ja nur darum, eine evtl.
Spannung über den Widerstand abfallen zu lassen.
Blumerika schrieb:> Ist das egal?
So ziemlich. Der Pulldown sollte nur nicht so klein sein, das er den
Ausgang des Arduino unnötig belastet. 5,6k gehen da ebenso wie 100k. Es
fliesst ja nur eine eventuelle Gateladung ab, damit der MOSFet sicher
dicht ist, solange der Arduino Ausgang undefiniert ist.