Mir ist Folgendes aufgefallen: Bei offiziellen Geschäftsterminen, wenn Kunden ins Haus kommen, scheint es immer weniger üblich zu werden, sich gegenseitig die Hand zugeben. Ich habe es schon gesehen, dass man das komplett unterlässt. Auch intern ist es so, dass es öfters Anweisungen gibt, sich nicht mehr die Hand zu geben. Angefangen hat es mit der Vogel- und der Schweinegrippe, die ja gerade wieder ein wenig im Umlauf ist. Von höchster Stelle wurden in den Toiletten Schilder aufgehängt, die darauf hinweisen, sich nicht mehr die Hand zu geben. Soweit so schön. Jetzt aber gibt es umgekehrt eine wachsende Zahl von Außendienstlern, die einem fast den Arm abreißen. Viele tatschen einen zusätzlich mit dem zweiten Arm an den Ellenbogen, einige fassen mich richtig an die Schulter. Auch von Personalern, bei denen ich mich beworben habe, habe ich das erlebt. Wie kommt es? Eine Bekannte hat mich aufgeklärt: Erfolgstrainer und Berater haben das aufgeworfen und empfehlen den Typen das so zu machen, weil das mehr Vertrauen schaffen soll. aha. Wer kennt das noch? Anfassen oder nicht Anfassen?
Anfassen ist das Verhalten von Primitivlebewesen (Schmusekätzchen) und für Menschen, die sich nicht auf einer höheren, geistigen intellektuellen Ebene ausdrücken können.
Wie hoch war nochmla der Prozentsatz von Mitarbeitern, die sich nach dem verrichten des Geschäfts nicht die Hände waschen?
genervt schrieb: > Wie hoch war nochmla der Prozentsatz von Mitarbeitern, die sich > nach dem verrichten des Geschäfts nicht die Hände waschen? Aus hygienischer Sicht sind Toiletten meist relativ unproblematisch. Mit Abstand die ekligsten Dreckschleudern findet man dagegen sehr häufig am Arbeitsplatz in Form von Computer-Tastaturen. Richtig gefährlich in Privathaushalten: Ständig feuchte Handtücher, Spüllappen und Spülschwämme, die Krankheitserregern ideale Brutstätten bieten.
Geh mal an einen Ort, wo sich die wichtigen und halbwichtigen alten Männer der Stadt treffen, setz dich unauffällig nach hinten und beobachte die Kommunikation der Silberrücken. Segelverein, Golf oder sowas ähnliches, mir ist das zuerst vor vielen Jahren im örtlichen Jazzkellerclub aufgefallen. Die Anfasserei (Rücken, Schulter etc) ist in diesen Kreisen eine ganz natürliche Macht/Status/Dominanz-Geste. Wer das bewusst einsetzt, ist bei mir sofort in der Anlagebetrüger-Schublade.
Tom schrieb: > Wer das bewusst einsetzt, ist bei mir sofort in der > Anlagebetrüger-Schublade. Der ist gut!
F. F. schrieb: > Tom schrieb: >> Wer das bewusst einsetzt, ist bei mir sofort in der >> Anlagebetrüger-Schublade. > > Der ist gut! Ehrlich gesagt, denke ich mir das auch. Der Personaler war zwar sehr nett, aber man kann aufgesetztes von echtem Verhalten kaum unterscheiden. hm.... Sowas vergrössert bei mir jetzt eher die Distanz...
Ein ganz normaler schrieb: > Erfolgstrainer und Berater haben das aufgeworfen und empfehlen den Typen > das so zu machen, weil das mehr Vertrauen schaffen soll. > > aha. > > Wer kennt das noch? Ja genau das ist mir auch bekannt. Es gibt Berater, die mit einem sogar den Handschlag üben. Lächeln und immer ins Gesicht schauen, leicht nach vorne beugen, nach der Hand greifen, evtl. mit der anderen Hand noch den Handrücken berühren oder gar den Ellenbogen und wieder leicht zurücklehnen. Finger weg! schrieb: > genervt schrieb: >> Wie hoch war nochmla der Prozentsatz von Mitarbeitern, die sich >> nach dem verrichten des Geschäfts nicht die Hände waschen? > > Aus hygienischer Sicht sind Toiletten meist relativ unproblematisch. > Mit Abstand die ekligsten Dreckschleudern findet man dagegen sehr > häufig am Arbeitsplatz in Form von Computer-Tastaturen. > > Richtig gefährlich in Privathaushalten: Ständig feuchte Handtücher, > Spüllappen und Spülschwämme, die Krankheitserregern ideale > Brutstätten bieten. Ich habe selbst miterlebt wie ich in einer Toilettenkabine saß und mein Geschäft verrichtete, als mehrere Leute ohne sich die Hände zu waschen wieder die Toilette verlassen haben. Ich habe diese Mitarbeiter seit dem gemieden wie noch nie, wollte aber natürlich niemanden bloßstellen. Mir ist aber am Schreibtisch auch ettliches unangenehmes passiert. Nur um ein Beispiel zu nennen: ein Mitarbeiter hat quasi mit Nasenpopeln und Speichelfäden meinen Monitor und meine Tastatur berührt. MaWin schrieb im Beitrag #4494695: > Mal auf die Idee gekommen, dass die dich anmachen wollten? Sowas hab ich noch nie gehört, nur weil jemand deinen Ellenbogen oder die Schulter berührt. Ich hoffe das war Sarkasmus.
> weil jemand deinen Ellenbogen oder > die Schulter berührt > Anfassen oder nicht Anfassen? Gab es überhaupt jemals eine Szene in den Fernsehnachrichten, bei der ein gewisser George W. Busch nicht seinen Mitläufern aus der "Koalition der Willigen" mit Tätschelgesten (am Arm anpacken, Schulterklopf etc.) gegenübertrat? Wer erinnert sich noch an die Szene bei einem Gipfeltreffen, bei der Bush Junior einer gewissen Angela M. die obere Schulterpartie im Affekt und zur Überraschung selbiger durchknetete? Man lässt halt mit sich machen .. ;)
Eine (ältere, in den 40ern, alleinerziehende ) Sekretärin gibt uns jüngeren Entwicklern ab und zu gerne einen Klaps auf den Po wenn wir reinkommen. Die ist halt witzig hat immer einen bayrischen Spruch drauf..... Aber man weiß nie, ein paar sind der sicher schon zum Opfer gefallen.... glaub ich! ?
Eigentlich ist das Händeschütteln ja eingeführt worden um dem Gegenüber zu zeigen dass man keine Waffe in der Hand hat. Inzwischen hat sich das wohl weiterentwickelt zur psychologischen "Waffe" entweder um verschiedene Eigenschaften des Gegenübers erkennen oder um ihn zu beeinflussen. Googelt mal nach "handshake Induktion" oder immer gern genommen mein Lieblingsvideo:https://www.youtube.com/watch?v=f-TURhK90_8 Oft kann man auch daran erkennen ob der Händeschüttler eine psyhologie Fortbildung genossen hat.
Ein ganz normaler schrieb: > Wie kommt es? Eine Bekannte hat mich aufgeklärt: > > Erfolgstrainer und Berater haben das aufgeworfen und empfehlen den Typen > das so zu machen, weil das mehr Vertrauen schaffen soll. > > aha. > > Wer kennt das noch? Ja, ich kenne das - leider. Bei Geschäftstreffen sind das keine Vertrauens- sondern Dominanzgesten. Bewusste Grenzüberschreitungen in die persönliche Distanzzone des Gegenüber um hin für die folgende Verhandlung zu verunsichern. Übrigens, den Doppelhandgriff kann man kontern. Wenn der Gegenüber nachgegriffen hat selber nachgreifen und noch einmal kräftig schütteln, so als ob man beidhändig einen Pakt besiegeln würde. Ich muss allerdings darauf vorbereitet sein, z.B. weil der Fatzke zuvor schon meine Kollegen mit Doppelhandgriff begrüßte. Aus dem Stand ohne Vorwarnung bekomme ich die Nummer nicht hin. Theoretisch funktioniert das Kontern auch beim Schultertätscheln, aber das habe ich mich nie getraut. Das Schultertätscheln wird auch sehr selten versucht.
Ein ganz normaler schrieb: > Tatschen oder nicht Tatschen, das ist die Frage Um das Tatschen kommt man ja heutzutage nicht herum. An allen möglichen und unmöglichen Stellen gibt Tatschskriene. :-(
Zu diesen ganzen Rieten, gerade habe ich erst im Fernsehen gesehen, dass die Top Manager jetzt ohne Krawatte rum laufen. Sind doch alles solche Modeerscheinungen wie im Sprachgebrauch. Eine Zeit lang wurde aus, "meiner Meinung nach", ein, "ich denke ...". Das hat natürlich gewaltige Vorteile. Dieser Mensch "denkt" und gleichzeitig bezieht er keine klare Position, weil man ja mal über was nachdenken kann, ohne dass man mit seiner Meinung auch klare Positionen bezieht. Klar, man (also ich auch) macht das bis zu einem gewissen Gerade mit, aber in Wirklichkeit ist das doch alles gequirlte Kacke.
F. F. schrieb: > Eine Zeit lang wurde aus, "meiner Meinung nach", ein, "ich denke ...". Dein Beitrag macht Sinn. Ich habe ihn in round about 20 Sekunden gelesen. Die Message ist also bei mir angekommen, während Andere sie vielleicht nicht wirklich verstehen werden. So, jetzt habe ich die Redewendungen, die mir Brechreiz verursachen genannt. MfG Paul
Tolle Moderation! Danke, dass ihr das auch so seht wie ich und vielleicht andere hier. Namensmissbrauch, gleich ob Nick oder reale Namen und das mit dem Vorsatz als der andere zu posten, ist eine echte Frechheit und Feigheit dazu.
Paul B. schrieb: > F. F. schrieb: >> Eine Zeit lang wurde aus, "meiner Meinung nach", ein, "ich denke ...". > > Dein Beitrag macht Sinn. Ich habe ihn in round about 20 Sekunden > gelesen. Die Message ist also bei mir angekommen, während Andere sie > vielleicht nicht wirklich verstehen werden. > > So, jetzt habe ich die Redewendungen, die mir Brechreiz verursachen > genannt. > > MfG Paul Ich habe diese interessanten Überlegungen zum Thema "Sinn machen" gefunden - Faszinierend! https://de.m.wiktionary.org/wiki/Diskussion:Sinn http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/10/01/sinnesfreuden-i/ http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/11/01/sinnesfreuden-v/index.html ...Sie können die Redewendung Sinn machen in Zukunft natürlich meiden. Aber das hat keinen Sinn (der Ausdruck wird sich ungehindert weiter durchsetzen), es ergibt keinen Sinn (es fehlt jede rationale Begründung, den Ausdruck zu verteufeln), und es macht auch keinen Sinn (es handelt sich nämlich um eine wertvolle Ergänzung der deutschen Sprache)... Gerhard
Das ekligste was mir mal passiert ist, ein Kollege hat sich einen Stift geborgt, um was zu notieren und dann darauf rumgeknabbert.
Gerhard O. schrieb: > Paul B. schrieb: > F. F. schrieb: > Eine Zeit lang wurde aus, "meiner Meinung nach", ein, "ich denke ...". > > Dein Beitrag macht Sinn. Ich habe ihn in round about 20 Sekunden > gelesen. Die Message ist also bei mir angekommen, während Andere sie > vielleicht nicht wirklich verstehen werden. > So, jetzt habe ich die Redewendungen, die mir Brechreiz verursachen > genannt. > MfG Paul > > Ich habe diese interessanten Überlegungen zum Thema "Sinn machen" > gefunden - Faszinierend! > > https://de.m.wiktionary.org/wiki/Diskussion:Sinn > > http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/10/0... > > http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/11/0... > > ...Sie können die Redewendung Sinn machen in Zukunft natürlich meiden. > Aber das hat keinen Sinn (der Ausdruck wird sich ungehindert weiter > durchsetzen), es ergibt keinen Sinn (es fehlt jede rationale Begründung, > den Ausdruck zu verteufeln), und es macht auch keinen Sinn (es handelt > sich nämlich um eine wertvolle Ergänzung der deutschen Sprache)... > > Gerhard Sehr schön zusammengefasst, Gerhard! Sprache wandelt sich laufend, seit tausenden von Jahren. Warum sollte sie ausgerechnet auf dem Stand z.B. der 60er/70er Halt machen? Weils manchen so genehm wäre? Das macht keinen Sinn ;-)
Der Fehler bei "Sinn machen" kommt daher, daß das englische "make" eine viel weiter gefaßte Bedeutung hat, als das deutsche "machen". Etwas machen können nur Menschen oder Tiere. Z.B. ein Hund macht ein Häufchen aber ein Bagger nicht. Daher tut "Sinn machen" den Ohren weh.
Peter D. schrieb: > Der Fehler bei "Sinn machen" kommt daher, daß das englische "make" eine > viel weiter gefaßte Bedeutung hat, als das deutsche "machen". > Etwas machen können nur Menschen oder Tiere. Z.B. ein Hund macht ein > Häufchen aber ein Bagger nicht. > Daher tut "Sinn machen" den Ohren weh. Hallo Peter, im deutschen Sprachgebrauch ist: "Das macht keinen Sinn" schon längst als Synonym für " Blödsinn" angekommen. Es ist halt nur eine nettere Umschreibung. :) Deswegen sollte man diesen Halbsatz bei Konferenzen lieber vermeiden. Grüße Bernd
Peter D. schrieb: > ein Hund macht ein > Häufchen aber ein Bagger nicht. Da denke ich, es macht Sinn, darüber nachzudenken, denn Bagger können ganz große Haufen machen - und grössere Löcher als Hunde graben...
Aber "Anbaggern" macht Sinn? Naja, dem TO ging es ja um "Handgreiflichkeiten" von fremden Menschen... Matthias H. schrieb: > das ist doch völlig sinnfrei ;-) Vielleicht ist das der Sinn...
Mit "tatschen", das kenn ich auch nicht. Aber soweit ich mich nicht voellig verirrt habe ist das beidhaendige Begruessen dort eine Hoeflichkeit. (Das man nicht in der anderen Hand noch ein Schwert hat) Aber was mir komischerweise aufgefallen ist: In Asien muss/sollte man sich die Probleme des "gegenueber" erst mal anhoeren. Da kann ein Gespraech, was in Deutschland 10 sek. dauert schon mal 1-2 Stunden dauern, denn man darf ja seinen Gegenpart nicht "herausfordern". (Mit Tee trinken und ueber die Familie reden etc.) Da sollte man nicht nur ausgeruht, sondern auch ausgeglichen hingehen. Gruss Asko
Asko B. schrieb: > Da sollte man nicht nur ausgeruht, sondern auch > ausgeglichen hingehen. Ich hatte einmal die Österreichische Vertretung eines Produktes aus Tokio, darum kann ich heute sagen: Das "Achtlose" einstecken einer Visitenkarte ist tabu... Man sollte sich die Karte, wenn sie überreicht wurde, gut und ausgiebig ansehen, danken dafür und sie nicht zu schnell wegstecken, so wie es umgekehrt in Europa geschieht... Seit dem ich damals das vorher gelernt habe, fällt mir auch immer wieder diese "Unaufmerksamkeit" meiner Gegenüber auf... Oft habe ich meine Visitenkarte während eines Gespräches übergeben, und kaum Jemand hat sie ohne Anzusehen einfach weggesteckt - das ist für Asiaten eine Geringschätzung - auch für mich seit dieser Zeit...
Mani W. schrieb: > auch für mich seit dieser > Zeit... Dir ist lieber wenn dein Gegenüber sich ehrfurchtsvoll mit deiner Telefonnummer beschäftigt als mit dir persönlich? Ich hatte eine Weile mit Engländern zu tun, die begrüssen sich immer mit "How do you do?", am Anfang habe ich immer darauf geantwortet.;) Irgendwann haben wir uns dann mal darüber unterhalten aber die Frage ob er es höflich oder anständig findet jede Konversation mit einer Lüge zu beginnen hat er auch nachdenklich verneinen müssen.
Das ist das selbe wie bei uns: Trifft man irgendwann einen Bekannten, fragt z.B. der: Wie gehts Dir? Antwort: Scheiße im Moment Und aus! Zurück zur "Normalität" - es interessiert das Gegenüber einen Dreck, wie es mir geht - das meine ich mit "Geringschätzung"... Ja - es sind nur Floskeln - aber Jeder nimmt es nicht so an...
Chr. M. schrieb: > Dir ist lieber wenn dein Gegenüber sich ehrfurchtsvoll mit deiner > Telefonnummer beschäftigt als mit dir persönlich? Nein, scheiß auf die Telefonnummer - es stehen ja auch andere Dinge auf einer Karte - und wegen dem persönlichen, siehe oben...
ach naja schrieb: > Gab es überhaupt jemals eine Szene in den Fernsehnachrichten, bei der > ein gewisser George W. Busch nicht seinen Mitläufern aus der "Koalition > der Willigen" mit Tätschelgesten (am Arm anpacken, Schulterklopf etc.) > gegenübertrat? > > Wer erinnert sich noch an die Szene bei einem Gipfeltreffen, bei der > Bush Junior einer gewissen Angela M. die obere Schulterpartie im Affekt > und zur Überraschung selbiger durchknetete? > > Man lässt halt mit sich machen .. > > ;) Nun ja... In Russland herrschten noch ganz andere Sitten so von wegen Bruderkuss :-) Bei mir in der Firma ist es ganz normal, dass manche Kollegin da mal jemanden auf die Schulter klopft, jemandem auch mal die Hand auf den Arm legt, den Arm um die Hüfte legt oder sogar vollen Körpereinsatz zeigt, indem sie sich von hinten an mich lehnt und mir ins Ohr haucht, ob ich ihr mal kurz bei etwas helfen könnte :-) Aber wir sind ein familiäres Team, welches tlw schon 25 Jahre miteinander arbeitet, das sind keine Fremden mehr, wie der ganz oben genannte Personaler, welcher einen zum Bewerbungsgespräch begrüsst. Da wäre eine gewisse Distanz doch noch gegeben.
Mani W. schrieb: > Trifft man irgendwann einen Bekannten, Da ist wohl der Unterschied, ein Fremder fragt hier nicht wie es dir geht. Wenn deinen Bekannten egal ist wie es dir geht solltest du nicht mit denen reden. >Nein, scheiß auf die Telefonnummer - es stehen ja auch andere Dinge >auf einer Karte und deine Postleitzahl oder Mail Adresse ist mehr ehrfurcht Wert? Oder erwartest du doch Respekt vor deinem, meistens nicht vorhandenen, Titel den du schon vorher bekannt geben hättest sollen damit der gegenüber weiß mit wem er es zu tun hat? Manche verhaltensweisen haben sich eingebürgert obwol sie unfassar dämlich sind und sollten ab und zu hinterfragt werden. Bestes Beispiel: Der stilisierte Galgenstrick -> Krawatte Nachtrag: bbbb (Tastatur defekt..)
Chr. M. schrieb: > Oder erwartest du doch Respekt vor deinem, meistens nicht vorhandenen, > Titel Ich brauche keinen Titel, wenn ich mit anderen Menschen rede... Ich habe auch keinen Titel (Naja - Elektrodoktor, Edoc), aber das war und ist nur ein Synonym - aber kein Titel... Ich bin so, wie ich bin, und ich schätze alle Menschen, egal wie sie ticken, zumindest versuche ich das... Und ich versuche, jedem Einzelnen Respekt zu zollen, auch wenn es oft schwer ist, da man ja nur von sich aus alles sieht...
Mani W. schrieb: > Ich bin so, wie ich bin, und ich schätze alle Menschen, egal wie sie > ticken, zumindest versuche ich das... Wollte ich dir auch nicht aberkennen, tut mir leid wenn es so rüberkam. Ich wollte nur verstehen warum du wert darauf legst dass jemand deine Kontaktkarte respektiert.
Chr. M. schrieb: > Ich wollte nur verstehen warum du wert darauf legst dass jemand deine > Kontaktkarte respektiert. Es ist eine eigene Erfahrung mit Asiaten, auch Österreicher oder Deutsche oder Franzosen haben eigenes Verhalten...
Chr. M. schrieb: > Oder erwartest du doch Respekt vor deinem, meistens nicht vorhandenen, > Titel > den du schon vorher bekannt geben hättest sollen damit der gegenüber > weiß mit wem er es zu tun hat? Sorry! Ich brauche keinen Titel! Wer mit mir zu tun hat, wird merken, worauf ich Wert lege und ich achte auch darauf, den Anderen zu respektieren... Ein Dr., Dipl.Ing, Mag. und sonst wer kann mir den Buckel hinunter rutschen, auch Menschen mit weißen Mänteln und Notizblock in der Hand, die sich wichtig geben... Für mich zählen Menschen, mit denen ich zusammen arbeiten soll, egal ob Baustelle oder Büro - wo läge der Unterschied zwischen Hacklern und Htl-Ing. ? Wer einen Titel errungen hat, braucht sich nicht besser darstellen als er ist, denn viele "normale" Arbeiter, die jeden Tag für andere schuften und sich verausgaben, sich in Risikobereichen bewegen, die bedeuten mir persönlich viel mehr als ein "Weißmantel", der nur mit seinem Block herumgeht und sich wichtig macht... Da dreht sich mir der Magen um - Arbeiter sind Menschen, die das machen, was Andere nicht wagen... Und ich habe auf vielen Baustellen gearbeitet, darum lasse ich über diese MENSCHEN sicher nichts blödes darstellen - und die, die glauben, dass sie eine spezielle Ausbildung oder Schule gemacht haben - die wären froh, einen Zusammenhalt wie auf diversen Baustellen zu erfahren... Statt dessen scheissen sie herum mit sogenannten "Vorgesetzten", buckeln und schleimen den ganzen Tag, machen Andere zur Sau... Ich habe viel gesehen, aber mir fliegt das Blech weg oder mir geht der Hut hoch, wenn manche Menschen glauben, dass Andere unter Ihrer Würde sind...
> Titel > den du schon vorher bekannt geben hättest sollen damit der gegenüber > weiß mit wem er es zu tun hat? Und? Wenn ich jetzt Ing. wäre, bin ich dann ein "Besserer"? Die Arbeiter wissen, was sie zu tun haben... Es gibt einen Plan, ein Ziel, und das gilt es zu erreichen - MITEINANDER! Ah ja, da gibt es heutzutage noch "Bachelors" und "Masters", die einer Schule entsprungen sind, aber von Praxis keine Ahnung haben... Mein Blutdruck ist jetzt auf "Overkill", angesichts diverser Aussagen hier...
Mani W. schrieb: > Mein Blutdruck ist jetzt auf "Overkill", angesichts diverser > Aussagen hier... Na dann komm mal wieder runter, worüber du dich aufregst hat doch gar niemand behauptet. >Und? Wenn ich jetzt Ing. wäre, bin ich dann ein "Besserer"? Nö, aber wenn du z.B. Chefeinkäufer bei $KONZERN bist ist das schon eine wichtige Information für den asiatischen Verkäufer. Und es ist eine Frage der Höflichkeit bei geschäftlichen Kontakten auch seine Funktion zu kommunizieren. Nichts anderes wollte ich sagen.
Chr. M. schrieb: > Na dann komm mal wieder runter, worüber du dich aufregst hat doch gar > niemand behauptet. Aber ich bin es los geworden... Chr. M. schrieb: > Und es ist eine Frage der Höflichkeit bei geschäftlichen Kontakten auch > seine Funktion zu kommunizieren. > > Nichts anderes wollte ich sagen. Passt! Bin eh schon wieder nur auf 150... Gruß Mani
Mani W. schrieb: > Ah ja, da gibt es heutzutage noch "Bachelors" und "Masters", die > einer Schule entsprungen sind, aber von Praxis keine Ahnung haben... Wie war das mit der Geringschätzung und dem Respekt?
Le X. schrieb: > Mani W. schrieb: >> Ah ja, da gibt es heutzutage noch "Bachelors" und "Masters", die >> einer Schule entsprungen sind, aber von Praxis keine Ahnung haben... > > Wie war das mit der Geringschätzung und dem Respekt? Respekt setzt Anstand und Schätzen setzt Kenntnis vorraus. Meiner Generation, welcher wohl auch Mani angehört, wurde das leider als temporale Einbahnstraße vermittelt. Das bedeutete die Alten forderten diese als Unterwerfungsgesten ein, waren jedoch umgekehrt zu keinerlei diesbezüglichen Zugeständnissen gegenüber uns damals Jungen bereit. "Das war schon immer so! Basta!" Nur wenige Ausnahmen bestätigten diese Regel leider. So nimmt es nicht Wunder, dass viele diese Haltung z.T. auch unbewusst tradieren. Aber so man Karl Vallentin ernst nimmt, erscheint es sinnvoller vorzuleben was man wünscht von Jüngeren zu erfahren: "Erziehung? Lohnt nicht! Die machen uns eh alles nach." Namaste
Winfried J. schrieb: > "Erziehung? Lohnt nicht! Die machen uns eh alles nach." Den Satz, "Erziehung ist Beispeil!" hat sicher kaum jemand aus unserer Generation gehört oder verstanden. Nach den Tode meines Sohnes habe ich sehr viel, auch über Erziehung, nachgedacht. Heute kann ich sagen, dass alles was ich am besten von all meinen Wertmaßstäben vermitteln konnte, das war, was ich vorlebte. Schon als junger Mann war ich eher konservativ und habe für meine Kinder immer viel höhere Maßstäbe angelegt, als ich sie von anderen Kindern erwartet hätte. Auch wenn das teilweise falsch und ungerecht war, so haben sie aber unterm Strich alle davon profitiert und kommen überall gut klar, weil sie dadurch gute Umgangsformen und den Respekt vor dem Gegenüber erlernt haben. Heute würde ich mit mehr Güte ("Was das Alter und die Zeit getan, sieht so ein Aß auch noch als Besserung an!") mit und noch mehr Vorbildfunktion erziehen.
Mani W. schrieb: > Und? Wenn ich jetzt Ing. wäre, bin ich dann ein "Besserer"? Ja, das bist Du, denn Du weisst das man Ingenieur mit "g" schreibt: http://frust-zettel.lima-city.de/images/examples/image-20.jpg :-)
Winfried J. schrieb: > Respekt setzt Anstand und Schätzen setzt Kenntnis vorraus. > Meiner Generation, welcher wohl auch Mani angehört, wurde das leider als > temporale Einbahnstraße vermittelt. Das bedeutete die Alten forderten > diese als Unterwerfungsgesten ein, waren jedoch umgekehrt zu keinerlei > diesbezüglichen Zugeständnissen gegenüber uns damals Jungen bereit. "Das > war schon immer so! Basta!" Nur wenige Ausnahmen bestätigten diese Regel > leider. So nimmt es nicht Wunder, dass viele diese Haltung z.T. auch > unbewusst tradieren. Aber so man Karl Vallentin ernst nimmt, erscheint > es sinnvoller vorzuleben was man wünscht von Jüngeren zu erfahren: > "Erziehung? Lohnt nicht! Die machen uns eh alles nach." Offtopic: Winfried, ich Frage mich schon einige Zeit was du beruflich machst. Verdienst du dein Geld auch mit so'n Geschwurbel? Bist du Unternehmensberater? Bist du Maurer der zum Ausgleich Philosophie- und Lyrikkurse an der VHS belegt? Bist du Aussteiger der in der Höhle im Wald über Gott und die Welt sinniert? Sitzt du Abends im Kaminzimmer und liest dir Zitate großer Männer durch?
Le X. schrieb: > Sitzt du Abends im Kaminzimmer und liest dir Zitate großer Männer durch? Es gibt nur wenig wichtiges auf der Welt dass noch niemand erdachte. In sofern ist dass nicht die schlechteste Idee. Mein 15 Jahre jüngere Exschwager erwiederte mir auf; "Jeder macht seine eigenen Fehler." mit: "Das Leben ist zu kurrz alle Fehler selbst zu machen." Ein Satz den man nicht oft genug wiederholen kann, wie ich mit 56 Jahren nur betonen kann. Es lohnt auch von denen zu lernen, welche wir persönlich nie kennen lernten. Namaste
Winfried J. schrieb: > "Das Leben ist zu kurrz alle Fehler selbst zu machen." Ein Satz den man > nicht oft genug wiederholen kann, wie ich mit 56 Jahren nur betonen > kann. Es lohnt auch von denen zu lernen, welche wir persönlich nie > kennen lernten. Da stimme ich dir 100% zu.
Mani W. schrieb: > Ich hatte einmal die Österreichische Vertretung eines Produktes > aus Tokio, darum kann ich heute sagen: > > Das "Achtlose" einstecken einer Visitenkarte ist tabu... Ja, man nimmt die Karte mit beiden Händen vom Gegenüber an. Liest sie aufmerksam (oder tut zumindest so) und wenn man ganz groß rauskommen will macht man noch eine anerkennende Bemerkung oder stellt eine interessierte Frage (die natürlich nur positiv beantwortet werden kann!).
Oliver S. schrieb: > Mani W. schrieb: >> Ich hatte einmal die Österreichische Vertretung eines Produktes >> aus Tokio, darum kann ich heute sagen: >> >> Das "Achtlose" einstecken einer Visitenkarte ist tabu... > > Ja, man nimmt die Karte mit beiden Händen vom Gegenüber an. Liest sie > aufmerksam (oder tut zumindest so) und wenn man ganz groß rauskommen > will macht man noch eine anerkennende Bemerkung oder stellt eine > interessierte Frage (die natürlich nur positiv beantwortet werden > kann!). So ist es - eine kleine Geste der Wertschätzung... Zwei mal hatte ich Besuch von der Geschäftsleitung wie Manager bzw. für Europa zuständige Außendienstmitarbeiter und diese Freundlichkeit ist unvergesslich... Wir sind zum Heurigen, waren im Wiener Prater und sind mit dem Fiaker gefahren, haben uns unterhalten über Geishas und andere länderspezifische Dinge - sowohl von Japan als auch Österreich... Nach zwei Tagen reisten diese jungen (ca. 30 Jahre) Menschen wieder ab - mit Mozartschallplatte und geschnitztem 5 Liter Weinfass aus schönem Eichenholz... Nach einer Woche kam dann ein Brief per Airmail (Luftpost) mit den besten Dankeswünschen und dass Sie in der Firma und auch zu Hause davon berichtet haben, wie freundlich wir selbst sind... Das vergisst man nicht... Gruß Mani
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