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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 100W LED Strahler ständig Ausfälle


Autor: Chris S. (chris606)
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Hallo zusammen,

ich habe ein paar 100W LED Strahler aus China im Einsatz. Siehe Bild im 
Anhang.
Leider gehen mir die Dinger immer wieder kaputt.
Entweder leuchtet nur noch der halbe LED Chip oder die Dinger beginnen 
zu blinken oder es geht nichts mehr.
Ich habe schon etliche LED Chips getauscht. Habe auch schon verschiedene 
probiert.
Etwas dauerhaftes habe ich aber noch nicht gefunden.
Klar könnte ich die jetzt entsorgen und mir qualitativ hochwertigere 
kaufen, vielleicht kann man da aber ja auch was modifizieren damit die 
Dinger funktionieren.
Hat hier jemand Erfahrung?

Gruß
Christian

: Verschoben durch Admin
Autor: Christian B. (luckyfu)
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es gibt nicht soviele Parameter die eine LED Sterben lassen. Du solltest 
also schauen, welche der Parameter das Problem sind und wie du dieses 
gezielt abstellst.
Das Wichtigste: Temperatur. wird die LED zu warm degeneriert sie 
schneller.
Das Zweitwichtigste: Betriebsstrom. Die LED verträgt zwar mehr Strom, 
als den im Datenblatt angegebenen, allerdings muss man dann dafür 
sorgen, daß das Substrat im sicheren Temperaturbereich bleibt. Das führt 
somit indirekt zum wichtigsten Parameter: Der Temperatur.
Natürlich können auch Probleme wie Spannungstransienten zu Ausfällen 
führen, sind aber recht gut beherrschbar.

: Bearbeitet durch User
Autor: Alexxx (Gast)
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Die 100W sind das Problem!
Völlig unrealistisch für einen einzigen Chip - wegen der Wärmeableitung 
=> Überhitzung!
LEDs sollten eigentlich so kühl wie möglich bleiben, jedenfalls deutlich 
unter 100°C. Das würde einen Wärmewiderstand vom Chip bis zur Umgebung 
von << 1K/W erfordern! Aber schon die LED allein hat einen viel höheren 
Wärmewiderstand.
Wenn Modifizierung, dann so, dass die LED höchstens 10-20W hat, dann 
geht sie nicht mehr kaputt.
100W sind eine Phantasieangabe oder nur kurzzeitig erreichbar.
Deshalb fehlen im "Datenblatt" meist genau die wichtigsten Angaben.

Fazit: China-"Qualität" für knickrige Dummies, die nix Nachrechnen, 
Alles glauben, kein Gefühl und keine praktische Ahnung haben - Sorry.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Chris S. schrieb:
> Strahler.jpg

Jupp - ich selber kaufe sowas nicht, habe aber schon einige defekte zur 
Untersuchung bekommen. Es zeigte sich immer wieder, das die Herren 
Chinesen da viel zu hohe Ströme durch die LED schicken, die die 
Lebensdauer unnötig verkürzen. Eine Reduzierung auf die Hälfte des 
Stromes vermindert die Helligkeit so gut wie gar nicht, lässt aber die 
LED im einem Bereich arbeiten, der vom Datenblatt her erlaubt ist.
Ergebnis - keine der derart modifzierten Lampen zeigt noch irgendwelche 
Ausfälle.

Autor: oszi40 (Gast)
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Matthias S. schrieb:
> da viel zu hohe Ströme durch die LED

und ungünstige Montage, die zu weiterem Wärmestau führt?

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Ich habe so einen Strahler mit 10 Watt, der ist schon 5 Jahre alt und 
tuts immer noch.

Auch ich bin der Meinung, das die Wärmeabgabe der allergrößte Knackpunkt 
bei allen LED Leuchten sind. Wenn sie richtig heiß werden, gehen die 
LED's vorzeitig kaputt.

Deswegen haben die auch so große Gehäuse.

Autor: Chris S. (chris606)
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Ich werd mal ein paar Bilder vom Innenleben machen und euch zeigen.
Verbaut sind zwei 50W Treiber.
Original sind LED-Chips mit zwei separat herausgeführten + und - 
Anschlüssen verbaut.
Dann hängt an je einem Anschlußpaar ein Treiber.
Ich habe aber auch schon LEDs mit einem Anschluß und gebrücktem Treiber 
versucht.
Ergebnis ist immer das gleiche, es geht vielleicht mal ein halbes Jahr, 
dann ist der Chip wieder hin.
Ich denke auch dass hier die Wärme eine große Rolle spielt.

Autor: oszi40 (Gast)
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Stefan U. schrieb:
> Deswegen haben die auch so große Gehäuse.

Das nützt aber wenig, wenn sie genau nach unten montiert strahlen und 
die Hitze nach oben nicht weg kann. Das sollte man schon bei 
Halogenstrahlern beachten.

Autor: Der Andere (Gast)
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Chris S. schrieb:
> Ich habe aber auch schon LEDs mit einem Anschluß und gebrücktem Treiber
> versucht.

Grundlagen Led. Damit verschlimmerst du das noch.

Wie gesagt, max. die Hälfte der Leistung fahren, dann funktioniert es 
besser.
Dass die billigen Chips eigentlich Ausschuss sind der auf dem Zweitweg 
doch noch verhökert wird ist dann noch die Zugabe.

Autor: Torsten B. (tbrox)
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N'Abend zusammen!

Ich habe das Spiel auch schon mit einigen dieser Strahler durch (50W 
Klasse).
Ich für mich habe festgestellt, dass bei allen Defekten zum einen nur 
zwei der vier möglichen Anschraubpunkte genutzt wurden um den Chip an 
die Rückwand zu pressen, und zum anderen viel zu viel Wärmeleitpaste 
verwendet wurde.
Nach Ausmerzen dieser beiden Defizite hatte ich bisher eigentlich keine 
Ausfälle mehr zu verzeichnen.

Gruß

Autor: Swisser (Gast)
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Hallo

Gleiches hier!

Habe mir 3x 50w, 2x100w led bestellt, die teile sind alle defekt! Bei 
manchen nur das netzteil, bei 2 stück die led auch.

Habe mir nun von brennstuhl scheinwerfer gekauft, die sind zwar auch 
made in china, ist ja klar, aber die brennen schon über 1 jahr.

Autor: oszi40 (Gast)
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Torsten B. schrieb:
> Nach Ausmerzen dieser beiden Defizite hatte ich bisher eigentlich keine
> Ausfälle mehr zu verzeichnen.

Strahlten sie direkt nach unten (Wärmestau) oder zur Seite
wo die Wärme evtl. besser entweichen konnte?

Autor: Torsten B. (tbrox)
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Die "Einbaulage" sprich die Montage an der Wand war in allen Fällen ca. 
45° Neigung nach unten, sowohl vor wie auch nach dem Defekt.

Autor: Toxic (Gast)
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Chris S. schrieb:
> Hat hier jemand Erfahrung?

Erfahrung habe ich keine mit diesen 100W Leds - dafuer aber einen Laptop 
mit Internetzugang:
Unabhaengig von schon erwaehnten Kuehlungsproblemen etc. wird leider 
auch viel Ausschuss unter das Volk gebracht....
Youtube-Video "Testing dodgy 100W LEDs from ebay sellers."

Autor: Timmy (Gast)
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Ich habe mir selbst eine 80W LED-Beleuchtung mit 8kHz PWM-Regler und 
Temperaturüberwachung gebaut.

Lektion: Um die 85 Grad Übergangstemperatur zu halten, muss man entweder 
einen riesigen (und damit meine ich einen wirklich riesigen) Kühlkörper 
nehmen, oder einen Lüfter. Wärmeleitpaste ist so oder so Pflicht und ein 
Gehäuse drumrum zerstört auch die letzten Hoffnungen auf das Einhalten 
der geforderten Temperaturen im Datenblatt.

Es ist ein komplexes (und teures) Thema. Da die LED beim Einschalttest 
auch mit Mini-Kühlkörper leuchtet, werden die dann halt auch so 
verkauft.

Meine LEDs haben nichtmal ein Gehäuse, da ich damit nochmal 20 Grad 
gewinne. 85 Grad sind wirklich wenig. Ich wage sogar zu behaupten, dass 
kein Hersteller von lüfterlosen LED-Leuchten diese Werte erreicht.

Ich kann dir nur den Tipp geben mal den Deckel aufzumachen und mit einem 
IR-Meter den Chip nach 5 Minuten Betrieb zu vermessen. Dann noch 
mindestens 10 Grad draufschlagen wegen dem Gehäuse und du hast deine 
Chip-Temperatur.

Ich tippe auf 120 Grad.

Autor: Bernhard K. (bkubi)
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Ich hab so einen 100W LED mal auf ein Fischer Minitaru Kühlaggregat, 
sicher 1kg Aluminium und laute Lüfter. So, und die LED temperatur war, 
mit Wärmestrahlungs-Thermometer gemessen, bei 160°C noch immer nicht mal 
in sättigung, sondern steigend.
Etwas besser war es, als ich Kupfer-Wärmeverteilsscheiben dazwischen 
reingebaut habe, aber noch immer jenseits von gut/böse.
Das Problem ist, dass die Wärme von den 3x3 cm nicht schnell genug auf 
den Kühlkörper seitlich verteilt wurde (verifiziert mit Wärmebildkamer).
Schlussendlich hab ich aufgegeben, jedoch könnte mit 2d heatpipes noch 
was gehen, nur mir war das dann zu blöd.
20W geht validiert, 50 möglichicherweise, 100W ist Bauernfängerei.

lg

Autor: ach herrje (Gast)
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Bernhard K. schrieb:
> Ich hab so einen 100W LED mal auf ein Fischer Minitaru Kühlaggregat,
> sicher 1kg Aluminium und laute Lüfter. So, und die LED temperatur war,
> mit Wärmestrahlungs-Thermometer gemessen, bei 160°C noch immer nicht mal
> in sättigung, sondern steigend.
> Etwas besser war es, als ich Kupfer-Wärmeverteilsscheiben dazwischen
> reingebaut habe, aber noch immer jenseits von gut/böse.
> Das Problem ist, dass die Wärme von den 3x3 cm nicht schnell genug auf
> den Kühlkörper seitlich verteilt wurde (verifiziert mit Wärmebildkamer).
> Schlussendlich hab ich aufgegeben, jedoch könnte mit 2d heatpipes noch
> was gehen, nur mir war das dann zu blöd.
> 20W geht validiert, 50 möglichicherweise, 100W ist Bauernfängerei.

CPU- und GPU-Verwender bekommen das (und mehr) scheinbar hin mit der 
Abführung der Wärme.

Autor: Mike J. (linuxmint_user)
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Chris S. schrieb:
> Hat hier jemand Erfahrung?

Ja.

Kauf dir einen neuen Chip aus China und achte darauf dass dort 45mil 
LED-Chips verwendet worden sind.

Wichtig ist auch ob die Chips defekter Restmüll sind (die LED-Chips 
leuchten nicht alle gleichmäßig, es fließt ein Strom an der LED vorbei.)

Hier gibt es ein 100W Modul für 9 Euro.
Ebay-Artikel Nr. 141923982399

Jetzt entfernst du die alte Wärmepaste und setzt mit frischer Paste das 
neue Modul rauf.

Du kannst jetzt nach belieben eine Spannungsregelung einsetzen, keine 
Stromregelung, aber eine Strombegrenzung wäre wichtig.

Wenn du eine Strombegrenzung auf 2A setzt, dann brauchen die LEDs 
wahrscheinlich um die 32V.

Hinten am Gehäuse sind Kühlrippen zu sehen, dort baust du einen Rahmen 
rüber auf dem ein 12cm Lüfter aufgebaut wird. Der Lüfter kann sich recht 
langsam drehen, so dass er keinen Krach macht, aber noch ein fühlbarer 
Luftstrom entsteht.

Den Lüfter kannst du aus dem 30V Netzteil versorgen welches vorhanden 
ist, du musst nur die Spannung mit einem StepDown-Regler auf 3V bis 7V 
bringen ... am besten einstellbar da man den Luftstrom erst einstellt 
wenn das Ding mal eine Weile lief und warm geworden ist.

Autor: Der Andere (Gast)
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Mike J. schrieb:
> Du kannst jetzt nach belieben eine Spannungsregelung einsetzen, keine
> Stromregelung, aber eine Strombegrenzung wäre wichtig.

Was soll der Unfug?

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Mike J. schrieb:
> Du kannst jetzt nach belieben eine Spannungsregelung einsetzen, keine
> Stromregelung, aber eine Strombegrenzung wäre wichtig.

Warum sollte er vorsätzlich seine LEDs beschädigen, bloss weil er auf 
jemanden hört, für den LEDs noch immer wie Glühlampen sind ?

Sicher nützt auch Stromregelung wenig, wenn ein Strang ausfällt, dann 
gehen die anderen Stränge schnell wegen Überstrom kaputt. Aber kaputt 
war die LED dann sowieso.

Autor: Marc H. (marchorby)
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Matthias S. schrieb:
> Eine Reduzierung auf die Hälfte des
> Stromes vermindert die Helligkeit so gut wie gar nicht, lässt aber die
> LED im einem Bereich arbeiten, der vom Datenblatt her erlaubt ist.

Dann können die Herren China-esen aber nicht mehr 100W drauf schreiben!
Obwohl, sie könnten den Reststrom über nen Widerstand verheizen! 
Kühlkörper ist ja da :-D

Autor: Mike J. (linuxmint_user)
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Michael B. schrieb:
> Warum sollte er vorsätzlich seine LEDs beschädigen, bloss weil er auf
> jemanden hört, für den LEDs noch immer wie Glühlampen sind ?
>
> Sicher nützt auch Stromregelung wenig, wenn ein Strang ausfällt, dann
> gehen die anderen Stränge schnell wegen Überstrom kaputt. Aber kaputt
> war die LED dann sowieso.

Ich habe hier solche LEDs zu genüge verbaut, bei allen ist die 
Helligkeit einstellbar und die montierten Kühlkörper sind alle nur um 
die 40°C warm, jetzt im Winter sind es eher 30°C.

Die Lüfter drehen sich immer mit der selben Geschwindigkeit, eine 
Regelung die den Lüfter je nach Temperatur immer auf einen gewissen Wert 
hält ist unsinnig.

Die 100W Module betreibe ich mit 24V (Minimum) bis 32V(Maximum).
Die 32V nur deshalb weil an der Strombegrenzung noch etwas Spannung 
abfällt, es sind eher etwas weniger, aber ich betreibe diese Module auch 
nicht mit 100W.

Mit den Strängen hast du recht, wenn einer ausfällt, dann würde sich der 
Strom auf die anderen verteilen und demzufolge werden die anderen 
Stränge überlastet, das funktioniert hier also nicht.


Man muss es einfach ausprobieren und die Spannung auf einen 
entsprechenden Wert stellen so dass nur höchstens 72% (so wie es Osram 
macht) der maximalen Leistung über die LED fließt.
Das wären hier also 72Watt.


Diese LED-Module sind nun mal etwas doof designt, eigentlich hätte man 
auch alle zehn Reihen auf ein Pad führen können welches man einzeln 
bestromt.

Also so wie oben von mir beschrieben kann man es machen und es wird 
lange funktionieren.
Wenn man noch etwas Technik rein steckt und den dritten Pin des Lüfters 
überprüft ob er sich dreht oder noch einen NTC verbaut den man an den 
Kühler klebt/schraubt, dann hat man noch etwas zusätzlichen Schutz.


Chris S. schrieb:
> Entweder leuchtet nur noch der halbe LED Chip oder die Dinger beginnen
> zu blinken oder es geht nichts mehr.

Bei meinem Strahler war ein 50W Chip verbaut und er hat auch geblinkt.
Dieses blinken kommt vom ständigen zu und abschalten einzelner 
LED-Stränge.
Bei mir waren es zwei von fünf Strängen die sich ständig an und 
abgeschaltet haben.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Mike J. schrieb:
> Man muss es einfach ausprobieren und die Spannung auf einen
> entsprechenden Wert stellen

Nein, man muss da gar nichts ausprobieren, man verwendet eine 
Konstanstromquelle mit festem Strom laut Datenblatt und gut is.

Die Spannung schwankt dann je nach (Umgebungs- und Chip-)Temperatur und 
Exemplar, aber die darf schwanken, während der Strom zumindest nicht zu 
weit steigen darf (halber Strom geht natürlich auch).

Warum hier 40 Jahre nach Erfindung der LED immer noch Leute rumlaufen, 
die zu blöd sind, eine LED anzuschliessen....

Autor: Harald W. (wilhelms)
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ach herrje schrieb:

> CPU- und GPU-Verwender bekommen das (und mehr) scheinbar hin mit der
> Abführung der Wärme.

Die vertragne normalerweise auch höhere Temperaturen als LEDs.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Harald W. schrieb:
>> CPU- und GPU-Verwender bekommen das (und mehr) scheinbar hin mit der
>> Abführung der Wärme.
>
> Die vertragne normalerweise auch höhere Temperaturen als LEDs.

Natürlich nicht.

http://www.semileds.com/system/files/C4246-100-1010-CE.pdf

Die LED hält 120 GradC aus und hat einen Wärmewiderstand zum Kühlkörper 
von massivem Kupfer, also fast nichts, der Übergang ist wohl am 
höchsten.

Der Kühlköroper darf also gut 100 GradC heiss werden.

Ein Core2 Chip darf maximal 105 GradC heiss werden

http://www.intel.com/content/dam/www/public/us/en/...

Der Wärmewiderstand zum Gehäuse ist erheblich, das Gehäuse darf nur 58 
GradC erreichen

http://download.intel.com/design/processor/designe...

also braucht man einen guten Kühlkörper, der bei den verbleibenden 18 
GradC die 50W wegschafft, das geht nur mit Lüfter.

: Bearbeitet durch User
Autor: Boris O. (bohnsorg) Benutzerseite
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Eine 100W-LED, die 100W Wärme erzeugt – bin ich der einzige, der das 
komisch findet? Sollten LEDs nicht eine bedeutend höhere Effizienz als 
Glühlampen haben und gibt man bei LEDs die Verlustleistung als Maß der 
Leistungsfähigkeit an? Sollte man dann nicht besser Heizdrähte 
installieren?

Und wer erwartet, ein Kühlkörper schaffe 100W weg, der irrt. Er verteilt 
nur die eingebrachte Wärmemenge auf eine größere Fläche und schafft 
damit eine Verringerung des Temperaturunterschieds. Aber der Kühlkörper 
ist nur ein Teil des Wärmewiderstandes und oft werden die Übergänge 
unterschätzt. Der beste Kühlkörper nutzt nichts, wenn der Übergang vom 
Gehäuse der Wärmequelle zum Kühlkörper schon 2K/W hat (selbstklebende 
Wärmepads durchschnittlicher Qualität).

Ich rate daher a) zur genauen Berechnung der Verlustleistung und im 
Anschluss zur Berechnung des gesamten thermischen Widerstands. Einen 
fetten CPU-Kühler von <1K/W mit 2K/W Übergangswiderstand an eine 
Verlustleistung von 10W anzuschließen, macht schon 20° über 
Raumtemperatur auf Seite der Wärmequelle.

Ansonsten bin ich auf Seiten der Überstromkritiker. Oftmals wird mit 
mehr als 100% Strom betrieben und die Lebensdauerverkürzung (vom Kunden) 
in Kauf genommen. Geht eben um mehr Power.

Autor: Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)
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Lichtquellen sollten zeitgemäß mit der Maßeinheit "Lumen" angegeben 
werden, die Effizienz mit "Lumen pro Watt". Aber bis sich das 
durchgesetzt hat, vergeht wohl noch so einige Zeit ...

LEDs bringen es ungefähr auf 120 Lumen/Watt, also sollte der Strahler um 
die 12000 Lumen bringen. Schafft er ganz bestimmt nicht.

Nun ist das Messen des (gesamten) Lichtstromes ohne Labor etwas 
schwierig, aber mit einem Luxmeter in einer Entfernung von 1 Meter 
sollte man rechnerisch wenigstens auf eine Näherung kommen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Noch einer (Gast)
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> Eine 100W-LED, die 100W Wärme erzeugt

Die besten erzeugen 70W Wärme. Dazu kommt noch die Wärme der 
Konstantstromquelle.

Eine LED, die der Hersteller als 2. Wahl bezeichnet und ein suboptimales 
Schaltnetzteil - da kann man für die Berechnungen des Kühlkörpers auch 
100W Wärme ansetzen.

Autor: Alfred B. (alfred_b979)
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Es gibt in der Leistungsklasse auch noch ähnlich effiziente 
Alternativen. (Im geringeren Leistungsbereich nicht so sehr, aber bei >= 
35W schon.)
Je nach Auslegung (Qualität, Verarbeitung, Multiplikation der 
Effizienzgrade zum "Gesamt-Systemwirkungsgrad") sogar mit höherer 
Effizienz.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&sou...

Nicht jede LED hat wirklich über 100 lm/W. Und Konstantstromquellen sind 
auch nicht immer (oder gar meistens nicht) effizient. Von der 
Haltbarkeit von beidem mal zu schweigen, wenn es "Billigware" ist. Viele 
erwünschte Parameter lassen sich mit Halogenmetall- oder 
NatriumdampfHochrucklampen leicht(er) erreichen.

Mit KVG sogar relativ günstig, aber mit leichten Einbußen bei der 
Effizienz gegenüber EVGs.

Autor: soul e. (souleye)
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Boris O. schrieb:

> Eine 100W-LED, die 100W Wärme erzeugt – bin ich der einzige, der das
> komisch findet?

Eine ideale Lichtquelle mit 555 nm hat eine Effizienz von 683 lm/W, mehr 
geht nicht. Nehmen wir das als 100% an.

Eine gute LED kommt auf 80 lm/W, das wären dann 12% Wirkungsgrad. Die 
Glühbirne schafft 15 lm/W, d.h. 2%.

Unsere Sonne (als Schwarzer Strahler mit 5800K) ist auch nicht soviel 
besser: 93 lm/W bzw 14%.


Der Rest ist Verlustwärme und muss abgeführt werden. Daher kannst Du für 
die Auslegung des Kühlsystems ruhig mit U mal I rechnen, die Kühlung 
durch die vorne herausfliegenden Photonen hält sich in Grenzen.

Autor: oszi40 (Gast)
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soul e. schrieb:
> die Auslegung des Kühlsystems ruhig mit U mal I rechnen

... und mit jedem Lüfter steigt der Schmutz auf den Kühlkörpern täglich, 
was dann zu einer großzügerern Bemessung führen sollte...

Autor: Harald W. (wilhelms)
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soul e. schrieb:

>> Eine 100W-LED, die 100W Wärme erzeugt – bin ich der einzige, der das
>> komisch findet?

Ja. :-)

> Eine ideale Lichtquelle mit 555 nm hat eine Effizienz von 683 lm/W, mehr
> geht nicht. Nehmen wir das als 100% an.

Besser: Eine ideale Lichtquelle mit 555 nm hat bei eine Effizienz
von 100% einen Lichtstrom von 683 lm/W, mehr geht nicht.

> Eine gute LED kommt auf 80 lm/W, das wären dann 12% Wirkungsgrad. Die
> Glühbirne schafft 15 lm/W, d.h. 2%.

Gute Halogenlampen schaffen speziell bei grösseren Leistungen
durchaus 25 lm/W

> Unsere Sonne (als Schwarzer Strahler mit 5800K) ist auch nicht soviel
> besser: 93 lm/W bzw 14%.
>
>
> Der Rest ist Verlustwärme und muss abgeführt werden. Daher kannst Du für
> die Auslegung des Kühlsystems ruhig mit U mal I rechnen, die Kühlung
> durch die vorne herausfliegenden Photonen hält sich in Grenzen.

Speziell wenn einige Photonen durch ungünstge Leuchten-Konstruktion
die Leuchte garnicht erst verlassen.

Autor: Michael K. (Firma: Knoelke Elektronik) (knoelke)
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Mike J. schrieb:
> Bei mir waren es zwei von fünf Strängen die sich ständig an und
> abgeschaltet haben.

Das blinken kommt von beschädigten Bond Drähten.
Kalt = Kontakt, Warm = kein Kontakt.
http://ft.carstenkloehn.de/Joomla/images/Projekte/...
Im Schliffbild sieht man bei solchen LEDs oft das die Bonddrähte an der 
Verbindung noch ihre Kugelform haben anstatt wie ein Nagelkopf 
abgeplattet zu sein.
Die Verbindung leitet zwar, fällt aber aus sobald man an die 100% geht.

Die Chips können nur theoretisch 100W.
Das ist billiger China Kram aus zweifelhaften Quellen, anders ist der 
Preis garnicht zu machen.
50% ist ein ganz guter Wert um eine Weile davon was zu haben.

Betrieb mit Konstantspannung ist natürlich hahnebüchender Unsinn.
Es sei denn ich möchte LEDs die je nach Temperatur und Charge 
unterschiedlich bestromt werden.

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