Ich habe eine USB-Powerbank, die ich zur Versorgung einer sehr sparsamen
(Mikrocontroller-basierten) Schaltung benutzen möchte. Das ganze
scheitert daran, dass die Powerbank den Step-Up abschält, wenn kein
Gerät angeschlossen ist bzw. der Strom eine untere Schwelle
unterschreitet.
Jetzt frage ich mich, wie erkennt die Powerbank, dass ein Gerät
angeschlossen wird? Es gibt einen Schaltungsvorschlag von TI für den
MSP430, die erst USB-Host spielt und den Step-Up anschält, sobald sie
einen Client erkennt. Das ist bei mir allerdings nicht den Fall, da mein
USB-Kabel keine Datenpins hat.
Wie wird es gelöst, und wie könnte ich damit trotz Abschaltung eine sehr
sparsamme Schaltung versorgen?
Wenn sich da erst einmal irgend ein Teil abgeschält hat, dann sieht's
meist finster aus.
Modifiziere die Powerbank. Einfach das Signal suchen, das das Abschalten
verursacht und konstant auf einen passenden Pegel legen. Das Datenblatt
des Reglers gibt Auskunft. (Eine detailliertere Anfrage hat meist
detailreichere Antworten zur Folge. Und lass das Schälmesser weg.)
bernd schrieb:> Jetzt frage ich mich, wie erkennt die Powerbank, dass ein Gerät> angeschlossen wird?
Meine Powerbank hier erkennt auch ein Gerät ohne die Datenleitungen,
misst also auf +5V (oder GND) den Strom.
Eine einfache Änderung Deiner Schaltung wäre eine (oder notfalls
mehrere) zusätzliche 20mA LED. Eventuell reicht auch langsames Blinken
um der Powerbank ein angescheschlossenes Gerät vorzugaukeln, das würde
nicht viel Strom verbrauchen.
bernd schrieb:> Wie wird es gelöst, und wie könnte ich damit trotz Abschaltung eine sehr> sparsamme Schaltung versorgen?
Es ist eigentlich sinnlos, beim uC Strom zu sparen, wenn evtl. die
Elektronik der Powerbank viel mehr Strom braucht und den Akku schneller
entlädt als deine Schaltung. Warum schließt du nicht einen Lipo Akku
direkt an dein Gerät an?
bernd schrieb:> Wie wird es gelöst, und wie könnte ich damit trotz Abschaltung eine sehr> sparsamme Schaltung versorgen?
Bei Powerbanks muß man einen Kompromiss machen:
http://mino-elektronik.de/Powerbank/powerbank.htm
Da Du schon einen µC verwendest, könnte der das Takten auch erledigen;
Transistor + Lastwiderstand brauchst Du dennoch.
Lothar M. schrieb:> Warum schließt du nicht einen Lipo Akku> direkt an dein Gerät an?
Ein Lipo Akku wäre die beste Lösung, sofern man keine 5 V für seine
Schaltung braucht, die Stromaufnahme im unteren mA-Bereich oder darunter
liegt und mehrere Monate Betriebsdauer notwendig sind.
Eine fertige Powerbank hat den Vorteil des günstigen Preises inkl.
Ladeelektronik und Wiederverwendbarkeit für die Dinge des täglichen
Lebens: Kühlschrank, Waschmaschine, ... ;-)
Vorweg: Künstliche Last um das Abschalten zu verhindern ist natürlich
nicht sinnvoll. Deshalb ja meine Frage wie die Powerbank das wohl löst.
Mein Gedanke war: Nach dem es nicht über die Datenleitungen läuft, kann
es eigentlich nur úber fließenden Strom laufen. Also wäre eine
Möglichkeit, vor dem Abschalten des Step-Up einen Kondensator am Ausgang
der Powerbank laden, und wenn dieser Kondensator entladen wurde, wurde
wohl ein Gerät angeschlossen. Je nach Kapazitát könnte ich meine
Schaltung eine ganze Weile aus diesem Kondensator versorgen...
Lothar M. schrieb:> bernd schrieb:>> Wie wird es gelöst, und wie könnte ich damit trotz Abschaltung eine sehr>> sparsamme Schaltung versorgen?> Es ist eigentlich sinnlos, beim uC Strom zu sparen, wenn evtl. die> Elektronik der Powerbank viel mehr Strom braucht und den Akku schneller> entlädt als deine Schaltung. Warum schließt du nicht einen Lipo Akku> direkt an dein Gerät an?
Weil ich die Powerbank als austauschbares Modul verwenden möchte.
bernd schrieb:> Vorweg: Künstliche Last um das Abschalten zu verhindern ist natürlich> nicht sinnvoll.
"Wasch mich, aber mach mich nicht naß". So geht das nicht!
Welchen Strom braucht denn Deine Schaltung und wie lange soll/muß eine
Ladung reichen? Natürlich kann man eine Schaltung aufbauen, die zyklisch
'anspringt', um Ladung von einer Powerbank in einen Zwischenspeicher zu
schaufeln. Fragt sich nur, ob sich dieser Aufwand gegenüber einem Akku
lohnt.
bernd schrieb:> Weil ich die Powerbank als austauschbares Modul verwenden möchte.
Einen 18650 Akku kann man auch als 'austauschbares Modul' betrachten.
'Die Powerbank' gibt es im übrigen garnicht.
Hallo
"Einen 18650 Akku kann man auch als 'austauschbares Modul' betrachten."
Richtig, aber einen 18650 Akku gibt es fast nur über den Versandweg und
nicht noch Samstags Abends kurz vor 20 Uhr in jeden Elektronikmarkt oder
oft sogar beim Discounter.
Das Problem an den vielen schönen, genialen und sehr Preiswerten
Elektronikkleinigkeiten welche nicht direkt für den ganz großen
Massenmarkt gedacht sind, ist ja das immer der Versandweg genutzt werden
muss der selbst im optimalen Fall mindestens ein Tag in Anspruch nimmt
meist aber doch deutlich mehr, insbesondere wenn aus den Fernen Osten
oder aus den USA bestellt wird.
Die anderen Unannehmlichkeiten die der Versandweg öfter Aufwirft sind ja
wohl jeden bekannt...
Praktiker
Praktiker schrieb:> Richtig, aber einen 18650 Akku gibt es fast nur über den Versandweg und> nicht noch Samstags Abends kurz vor 20 Uhr in jeden Elektronikmarkt oder> oft sogar beim Discounter.
Und eine Powerbank kauft man sich am Sonntag Morgen beim Bäcker?
Du hast ja Probleme :-(
Hallo Bernd,
da du leider nicht gesagt hast welche Powerbank du benutzt wirds schwer.
Ich denke mal nicht das alle Hersteller hier die gleiche Elektronik
verbaut haben.
Als Beispiel: Meine Powerbank von Intenso macht das wohl über den Strom.
Ich habe USB Boxen an jene angeschlossen. Sind diese auf sehr leise
gestellt schaltet die Powerbank ab. Drehe ich die Lautstärke auf bleibt
sie an.
Mach doch nen sparsamen Step-Up an die Schaltung, der dir 5V erzeugt.
Eingansspannung 1.8V - 4.5V. Und ne Buchse für die Stromversorgung. Dann
kannst du entweder nen LiPo (18650, Handyakku, whatever) anschließen,
oder 3xNiMh,Oder 2x Alkaline oder....