Abblättern von Ringen beim Entlöten

OP #4503579
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manchmal passiert es mir, dass ich ein Bauteil an einer 
Lochrasterplatine wieder rauslöten muss und dabei dann der Metallring 
mit abgeht und das Loch an dieser Stelle nicht mehr zu gebrauchen ist. 
Warum passiert das? Habe ich zu heiss gelötet und dann die Entlötpumpe 
drangesetzt?
#4503609
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Ja. Zu heiß, zu lange, und zu große mechanische Belastung.

So isses.
Beim Ablöten keinerlei mechanische Belastung ausüben.
Ich löte daher erst aus und mache dann mit Entlötlitze die Löcher frei.
Die Entlötpumpe nehme ich nur zum freimachen von durchkontaktierten 
Platinen.

Zum Auslöten von ICs mache ich Lötzinn auf eine Reihe und fahre dann mit 
dem Lötkolben hin und her, bis alles flüssig ist. Dann ziehe ich den IC 
vorsichtig etwas raus. Das ganze wechselseitig, bis beide Reihen raus 
sind.
Bis DIP-16 geht das ohne Probleme, mit etwas Übung auch bis DIP-40.
#4503908
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Hallo,
> W.S. schrieb:
> der TO schrieb "Lochraster".
> Sowas ist von hause aus nicht wirklich haltbar, sondern eher zum
> einmaligen Verwenden gedacht.
das kann man so nicht sagen.
Es gibt Lochraster-LP auch mit durchkontaktierten Pads.
Die sind freilich rel. teuer und deshalb wohl bei Bastlern eher nicht so 
verbreitet. Für Anwendungen, die aber robust sein müssen und lange 
halten sollen, nehme ich diese gern. Am Ende kostet es viel mehr, wenn 
man die Arbeit noch mal machen muss.

Bei den einfachen Lochraster-LPL mit NDK-Pads ist es natürlich so, dass 
jeder Lötvorgang eine hohe Strapaze für die Klebeschicht zwischen Cu und 
dem Trägermat. ist. Da bei Entlöten oft noch eher höhere Temp. genutzt 
werden und man auch noch eine gewisse Zugkraft ausübt, damit die Pins 
dann auch durch das Loch gehen, ist es wenig verwunderlich, wenn das Pad 
sich ablöst.
Gruß Öletronika
#4503965
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Druckkraft schadet nicht, man kann das Bauteil ruhig rausziehen, da 
dabei das Pad an die Platine gedrückt wird. Nur das Lötauge an der 
Bestückungsseite kann abreißen.
Daher sind durchkontaktierte Rasterpatinen schlechter als einseitige. 
Außerdem saugt die Durchkontaktierung das Zinn ein und man kann keine 
Zinnbrücken ziehen.

Das Pad an der Lötseite kann nur abreißen, wenn man viel zu heiß lötet, 
so daß der Kleber verbrennt. Oder wenn man seitlich auf das Pad Kraft 
ausübt (Entlötpumpe rutscht weg, bzw. Grat an der Lötspitze schiebt das 
Pad weg).

Zum leichten Auslöten, die Pins daher nicht abwinkeln bzw. nur leicht 
(15°), damit sie beim Löten nicht rausfallen.
#4504150
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Peter D. schrieb:
> Zum Auslöten von ICs mache ich Lötzinn auf eine Reihe und fahre dann mit
> dem Lötkolben hin und her, bis alles flüssig ist. Dann ziehe ich den IC
> vorsichtig etwas raus. Das ganze wechselseitig, bis beide Reihen raus
> sind.
> Bis DIP-16 geht das ohne Probleme, mit etwas Übung auch bis DIP-40.

Es gibt auch spezielle Aufsätze für Lötkolben, mit denen alle
Pins gleichzeitig erhitzt werden (DIL 16WG) oder auch für mehr
Pins von diversen Herstellern...

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