Gast
#4504639
Ich habe mich, um das Prinzip der "Peak Current Mode Regelung" etwas besser zu verstehen, einen Boost mit Regelschleife modeliert und mich an an die klassische Arbeit "TOPICS IN MULTIPLE-LOOP REGULATORS AND CURRENT- MODE PROGRAMMING / Middlebrook" gehalten (ist ja ein 70-Jahr Thema). Dabei habe ich ehrlich gesagt schon ziemlich viel Zeit hineininvestiert, ohne wirklich weiterzukommen. Mein Problem: Beim Simulieren der offenen Regelschleife stelle ich fest, dass man die kritische Verstärkung des Fehlerverstärkers (links im Bild) nicht beliebig groß machen kann, da sonst keine Phasenreserve vorhanden ist und das System schwingt. Somit muss ich den P-Anteil des Reglers unterhalb von etwa 1000 halten (40° Phasenreserve - siehe Bode) Das Störverhalten (Änderung der Eingangsspannung um 1V) führt dabei zu einem stabilen Regelvorgang (siehe Zeitverlauf), wobei die Ausgangsspannung sich aber um 27mV (!) erhöht. Das sind 31dB Unterdrückung, bezogen auf die Störgrößenänderung von 1V (2.7%). Bei weiterer Erhöhung erhalte ich eine Schwingung (ist auch klar). Im Voltage Mode (hier nicht gezeigt) kann ich die Störgrößenänderung sinnvoll überhaupt nur mit einem Lead Kompensator (Hochpass am Ausgang) auf 10% halten. Da geht also noch viel weniger als im Current-Mode. Mir ist bekannt, dass man bei Voltage Mode Controllern die Kompensation braucht, avber wieso ist die erreichbare Störunterdrückung so derart niedrig (natürlich kann ich theoretisch einen I-Anteil im Regler dazuzgeben, bei praktischen Schaltungen macht man das ja aber auch nicht...) Habe ich richtig verstanden, dass man durch CMC letztlich die nutzbare Bandbreite erhöht? Das Führungsverhalten des Spulenstroms ist in meiner Simulation jedenfalls sehr schnell, trotzdem verbleiben immer diese 31dB Störunterdrückung. Jetzt frage ich mich, wie das integrierte ICs machen. Gibt es da etwas, was ich übersehen habe? Die erreichbare Genauigkeit ist ja da viel viel größer - vor allem bei Voltage Mode Controllern...



